Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1966-09-14 · 2185 (14.9.1966) · p. [Seite 23]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2185 (14.9.1966)
Date
1966-09-14
Page
[Seite 23] (sequence 23)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/9616703-9615320-9615631--4531-9615654
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

UlfinlriT 14 de Septiembre de 1966 Israel und die Diaspora Lima. — Der Präsident der Nordamerikanischen Zionistischen Organisation (ZOA), Jacques To/czyner, erklärte hier bei seiner Ankunft aus Venezuela, er würde engere religiöse und kulturelle Bande zwischen den i Juden in Nord- und Südamerika begrüssen, da eine solj che Annäherung für die Zukunft des Zionismus und i de* Judentums wichtig sei. Er beklgate den empfindlichen Mangel an Führern, Lehrern und Rabbinern. Als ■ , entscheidend bezeichnete er die Orientierung nach Israel, doch, so fügte er hinzu, „müssten die xsraehs verstehen, dass eine positive Einstellung zur Judenheit in der Diaspora ihrerseits vonnöten ist.“ Torczyner zeigte sich besorgt über die zukünftigen Beziehungen zwischen den Israelis und den Juden in der Diaspora, die nicht zufriedenstellend seien und Ge- . genstand von Beratungen auf der Plenarversammlung des Jüdischen Weltkongresses in Brüssel bildeten (ITA) Moskau brüskiert Israel London. — Bf raun Paz, Mitglied der diplomatischen Mission Israels in Sowjetrussland, wurde von der „Iet- Westja“, dem offiziellen Organ der sowjetischen Regierung, beschuldigt „schmutzige zionistische ' Propaganda“ zu verteilen, wie ein Kabel aus Moskau meldet. Das Blatt wirft Paz vor. gemeinsam mit seiner Frau Bat ja und seinem jüngst«! Sohn an Badestränden, in Restaurants, Taxis, in Zügen und auf der Strasse „zionistische Propaganda“ verteilt zu haben. Zu diesem Material, so schreibt „Istwestja“, gehörte das Buch von Leon Uns „Exodus“, hebräische Kalender, Postkarten mit Ansichten von Tel Aviv und israelische Briefmarken. Ein Sprecher der israelischen Botschaft in Moskau soll neuerlich erklärt haben, dass „derartige Behauptungen in der sowjetischen Presse sozusagen traditionsgemäss am Vorabend von Rosch Haschana erhoben werden.“ fruehere ZWISCHEN FA ELLE Jerusalem. — Die in der sowjetischen presse erschienenen Anklagen wegen der angeblichen Verbreitung Jüdische Schule in Frankfurt Frankfurt a. M. — Die erste jüdische Schule nach dem Krieg wurde vor kurzem in Frankfurt eingeweiht; es werden in ihr 15 Schüler und 15 Schülerinnen Unterricht erhalten. Der Unterrichtsplan wird den deutschen Schulplänen entsprechen. Auch nichtjüdische Kinder können Aufnahme finden. Die frankfurter Jüdische Gemeinde stellte das Gebäude zur Verfügung, während die Stadtverwaltung das laufende Budget decken wird. Bisher gab es in Frankv furt nur einen jüdischen Kindergarten. „subversiver Propaganda“ durch den israelischen Diplomaten Bfraim Paz wurden in hiesigen politischen Kreisen als letztes Glied einer Reihe von Brüskierungen bezeichnet, durch die die So. wjetunion bemüht ist, ihre Feindseligkei gegen Israel zum Ausdruck zu bringen. Was den Fall Paz angeht, so zeigte sich das Aussenministerium nicht geneigt eine irgendwie geartete Erklärung abzugeben, da es noch auf einen Bericht der Israel-Botschaft ln Moskau über Einzelheiten dieser Affäre wartete. Es wurde jedoch auf zwei frühere Zwischenfälle hingewies* n die für die sowjetisch - israelischen Beziehungen charakteristisch sind Der erste Zwischenfall bezieht sich auf den sowjetischen Botschafter ln Israel, Dimitri Schuwajin Bei der Einweihung des neuen Knessetgebäudes, zu der annähernd 50 Parlamente offizielle Vertreter delegiert hatten, war kein Repräsentant des russischen Parlaments, des Obersten Sowjets, zugegen. Vor einigen Wochen hatte Schuwajin in Israel erklärt, von seiner Regierung beauftragt worden zu sein, den Obersten Sowjet bei den Einweihungsfeierlichkeiten zu vertreten. Et reiste jedoch inzwischen auf Ferien nach Russland und kehrte zu spät zurück, um der Zeremonie beiwohnen zu können. Eän anderer Beweis des sowjetischen Antagonismus trat im Zusammenhang mit einem kürzlichen Besuch zutage, den der Vizegeneraldirektor des Aussenministeriums und frühere israelische Botschafter in Moskau, Josef Tekoa, in Moskau machte. Entgegen dem diplomatischen Protokoll wurde er bei seiner Ankunft in Moskau von keinem Beamten des sowjetischen Aussenministeriums begrüsst und konnte sich auch nicht während der Zeit, die er in Moskau verweilte, mit einem Mitglied dieses Ministeriums unterhalten. (ITA) JUANA A. HÜLSE JULIO B. DE JONGE VERLOBTE Veranstaltungs-Kalender Bereit* eröffnet. MONAT DES JUEDISCHEN BUCHES veranstaltet von der Kehilla im Hause der AMIA Pasteur 633 (Näheres siehe Inserat). — Ferienlager der JAZIT (Anmeldungen bei den angeschlossenen Jugendgruppen). — Mentag, den 3. Oktober: OSFA-Gruppe Hanna Szenes: Sukkoth-Feier mit Frühjahrsmodenschau (Einzelheiten s. Anzeige). — Dennentsg. den 13. Oktober: Gemeinschaf tsveranstaltung der THG mit allen Gemeinden und Organisationen: Israel-Botschafter, Dr. M Alon spricht (Einzelheiten s. Anzeige). _ CENTra-KONGRESS begint am 30. Oktober in Montevideo. — WER HILFSVEREIN veranstaltet am 6. November seinen Jährlichen „Asado“ in San Miguel. — Wirtschaftsplan für Israel Jerusalem. — Mapai und Achdut Awoda, die wichtigsten Parteien der Regierungs Koalition unterstützen getrennt die gleiche Version des von Finanzminister Pinchas Sapir vorgeschlagenen Sparprogramms zur Ueberwindung der ökonomischen Schwierigkeiten des Landes im Laufe der nächsten drei Jahre. Es gibt noch schwierige Probleme zu lösen, bevor das Programm angenommen werden kann. Eines hiervon ist die Erlangung der Zustimmung der Mapam, die den Ministerpräsidenten Eshkol kürzlich informierte, dass sie ihre Forderung nach einer Zwangsanleihe als Bedingung für die Annahme nicht aufgegeben habe. Minister Sapir hat sich energisch gegen eine solche Massnahme ausgesprochen. Nach dem vom Sekretariat der Mapai und vom Zentraleomité der Achdut Awoda approbierten Plan sollen die Exporte gesteigert, die Löhne jedoch stabil gehalten werden, wobei versucht werden soll, die Arbeitsmethoden zu modernisieren und im Notfall Arbeiter von einer Industrie in die anderen zu überführen. Ferner wurden die Vorschläge gebilligt, die Gewinnsteuern zu erhöhen und die für Kaufleute zulässigen Kosten zu verringern. Gleichzeitig regen beide Parteien an, eine Aktion einzuleiten, uni Arbeit für etwa 25.000 Arbeiter zu schaffen, die gegenwärtig beschäftigungslos sind und deren Zahl, wie man fürchtet, sich bis Jahresende verdoppeln könte. Ein Vorschlag von Akiva Grovin, Präsident der Wirtschafts . Kommission, wurde angenommen, damit ein „Arbeits-Amt“ geschaf- Ergreifende Gedenkfeier Brüssel. — Die „Jüdische Solidarität“ veranstaltete vor kurzem anlässlich der 23jäh. rigen Wiederkehr der grossen Judenrazzien in Belgien, denen Zehntausende von Menschen zum Opfer fielen, eine ergreifende Erinnerungsfeier unter dem Motto „Dulden wir keine Profanierung unserer sechs Millionen Toten!“ Die nichtjüdischen belgischen Frontsoldaten-Organisationen und Widerstandskämpfer - Verbände hatten starke Ehrendelegationen zu dieser Erinerungsfeier gesandt. fen wird, das für die Arbeitslosen Arbeit suchen soll. Des weiteren sieht das von Mapai und Achdut Awoda vorgeschlagene Projekt die Fortsetzung der staatlichen Programme für Erziehung, Wohnungsbau und Volkswohl fahrt sowie die Hilfe für Entwicklungszonen vor, die von der Arbeitslosigkeit betroffen worden sind. Die Führer der Mapam teilten dem Premierminister mit, dass sie nicht mit diesen Plänen einverstanden sind, wenn nicht entweder eine Zwangsanleihe oder eine erhebliche Erhöhung der Steuern für hohe Einkommen eingeführt wird. Mapam wendet sich, wenn auch nicht allzu energisch, gegen die Abschaffung der jährlichen Gehaltserhöhungen, die die Steigerung der Lebenskosten ausgleichen sollen, weil die Einfrierung die Arbeiter mit kleinen oder mittleren Gehältern am schwersten treffen muss. Ein anderer Widerstand, auf den Eshkol bei seinen Bemühungen, sich die Zustimmung der Koalition zu sichern, trifft, ist die Weigerung der übrigen Koalitions- Parteien, der Religiös-Nationalen und Unabhängigen Liberalen, die Forderungen der Mapam zu akzeptieren. Obwohl diese beiden Parteien noch keine endgültige Stellungnahme bezogen hatten, erklärten sie, gegen erhöhte Steuern zu sein und im allgemeinen eine grössere Rentabilität der Industrie und eine Senkung der Staatskosten zu befürworten. Der Plan der beiden Blockparteien sieht auch ein ausgeglichenes Budget vor, das dem wirtschaftlichen Fortschritt und der sozialen Justiz gerecht sein soll Er will auch dafür sorgen, dass „alle Sektoren der Bevölkerung die sie betreffenden Steuern pünktlich zahlen“. Ferner kündigt er die Stabilität der Preise und Ueherwachung der Monopole und Trusts an. Die Steuern auf Kapitals^ gewinne sollen von 26 auf 30 Prozent erhöht und die Kommissionen der Banken und Versicherungs - Gesellschaften um 10 Prozent gesenkt werden. Für Auslandsreisen würde sich die Höhe der auszuführen erlaubten Devisen von 500 auf 350 Dolar verringern. Der Plan soll die Exporte durch Senkung der Ausfuhrsteuern und staatliche Subsidien fördern. (ITA) . Keilen K^yemer cetsmiec COMITE CENTKOEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 48-3695, 48-5683 l\\l BOSQUE DAVID ELNECAVE RAMOT MENASHE Con la participación del Sr. Nisim Elnecavé y su distinguida esposa, Sra. Bruna de Elnecavé, se realizó días pasados el acto de consagración oficial del Bosque en memoria del prestigioso periodista y escritor veterano, fundador de la revista “La Luz“ en la Argentina, Don David Elnecavé q.e.p.d — En representación de la Oficina Central del Keren Kayemet Leisrael abrió el acto el Dr. Moshé Cyrus Weiler. El Sr. Moshé Vainstein, del Departamento Latinoamericano del Fondón Nacional, habló sobre la vida y obra de David Elnecavé y a continuación, luego de la entrega del diploma del Bosque, encuadernado en un artístico álbum de madera de olivo, agradeció al Keren Kayemet con emocionadas palabras la Sra. Bruria de Elnecavé. De inmediato, procedieron el Sr. Nissim Elnecavé y su esposa a descubrir la placa de mármol recordatoria. El jazá 6efaradí Sr. Moshé Vital leyó la oración de „Hasheavá“ en memoria del difunto y a continuación se hizo una visita al bosque adyacente a nombre de Java Korenblit q.e.p.d., hija de Don David Elnecavé. „BOSQUE INDEPENDEN¬ CIA ARGENTINA* ALS UNSEREN BEITRAG AN- LAESSLICH DES „SES - QUICENTENARIO“, DER 156-JAHRFEIER DER UN- ABHAENGIGKEITSER- KLAERUNG ARGENTI¬ NIENS — 1816—1966. Unser Telegramm dienst: Glückwunsch- sowie Trauertelegramme und Baumdiplome bei jeder Gelegenheit bitten wir, unter folgenden Telefon. Nummern aufzugeben: 73-9026 Sra. Weins teta £4 2966 Sra. Luhascher 54.3209 Erl. Werthelroer 48-5683 Sekretariat. 48-3695 Sekretariat Botschafter Alon begruessl iSe Juden Argentiniens zum Neuen Jahr „Am Vorabend des Neuen Jahres 5727 begrüsse ich die jüdische Gemeinschaft der Republik Argentinien mit unserem traditionellen „Leschana Towa“ _ möge es ein glückliches Jahr für alle sein! In den feierlichen Gebetstunden wird eine Bitte um das Wohlergehen und den Frieden des edlen argentinischen Volkes gesprochen werden in deren Mitte die jüdische Gemeinschaft in brüderlicher Eintracht mit ihren Mitbürgern für den allgemeinen Fortschritt arbeitet. „Im Laufe der Jahrhunderte war der Vorabend von Rosch Haseh&na Anlass für eine Befragung des Gewissens und für die Uebernahme der Verpflichtung, neue Versuche zur Selbstverbesserurig zu unternehmen. Das jüdische Volk erachtete denjenigen als tugendhaft, der aus seinem tiefsten Innern heraus diese beiden Pflichten erfüllte. „Vor Anbruch des R06ch Haschana, das sich nähert, Rosch Haschana, das in seinem Begriff des Universellen ein Fest tiefster Religiosität ist, gedenken wir Israels, des Landes das mit so tiefen Wurzeln mit seiner Umwelt verbunden ist. Und wenn wir die letzten Seiten des Kalenders umblättern, so denken wir auch an die edle Sitte, ständig das Gestern in das Heute einzuschliessen. Wenn die Gegenwart und die Vergangenheit ineinander fliessen und sich vereinen — eine unerlässliche Bedingung für die heroischen Unterfangen der Zukunft —, gelingt es dem Volke, das Geheimnis der Ewigkeit zu entziffern. „Ein neuer Beginn in unserem alten, sehr alten Kalender ist ein Ansporn für neue Errungenschaften in Kultur und Fortschritt. Lasst uns somit zum Allmächtigen beten dass er uns erlauben möge, die großen, von Israel seit fernen biblischen Zeiten durch die rräume seiner besten Söhne übernommenen Pflichten zu erfüllen und mit unserem Werk in den Tälern und auf den Höhen Zi«,ns fortzufahren unter dem Schutz eines friedlichen Himmels und weltweiter Brüderlichkeit. „Und noch einmal gelten unsere besten Wünsche der argentinischen Nation, deren Freundschaft mit Israel für uns einen wahren Ansporn bedeutet.“ Israel-Bonds New York. — Der israelische Finanzminister Pinchas Sapir übergab kürzlich in New York einen Scneck in Höhe von 31,3 Millionen Dollar als letzte Zahlung auf die erste Bonds-Anleihe Israels, die in den USA ausgegeben worden war. Dies teilte der Finanzminister auf einer Versammlung mit, an der sich 350 jüdische Führer der Bonds-Aktion beteiligten. Asche aus Massengrab beigesetzt Tel Aviv. — Die Lemberger Landsmannschaft in Israel hat auf dem Friednof in Nachlat Jizchak die Asche aus einem Massengrab ermordete ter Lemberger Juden zur ewigen Ruhe gestattet. In Kürze wird an der Stelle, wo die Asche beigesetzt wurde, ein Denkmal errichtet werden. Sociedad de Damas Israelitas de la * República Argentina y el Hogar Argentino de Huérfanas Israelitas les desean felices fiestas en los n-Av'mos Jj-rg fif ROSCH HASCHANA y YOM KIPUR enviando un mensaje de bi dad que generosamente brinda ayuda a esta gran obra de buena voluntad. Esperamos ccn’ar en el año que comienza cor el apoyo moral y material tan necesario, v d-~ der ofrecer a las niñas la felicidad a que se hace merecedora la niña desamparada. E 447 A. C. I. B. A. ARAOZ 2854 T. E. 71-9059 — 72-2725 Gottesdienst zu Rosch Haschana Tn der Uitione e Renevolenza, Cangallo 1352 GEBETZEITEN Vorabend: Mittwoch, den 14. 9. 66 Beginn 18 45 Uhr Predigt: Dr Günther Ballin. 1. Tag Donerstag, den 15. 9. Beginn 8.45 Uhr Predigt: Dr. Tobias Kamenszain. 1. Abend: Donnerstag, den 15. 9. Beginn 19 Uhr Predigt: Di. Günther Ballin. 2. Tag; Freitag, den 16. 9. Beginn 8.45 Uhr Predigt: Dr. Hardi Swarsensky. Gottesdienst der THG IM SALON SARMIENTO 2523 Vorabend: Mittwoch, den 14. 9. 66 um 18 Uhr 25 Predigt: Prof Shenderey 1. Tag: Donnerstag, den 15. 9. »6, um 8 Uhr 15 Predigt- Dr. Hardi Swarsensky 2. Tag- Freitag, den 15. 9 66 um 8 Uhr 16 Predigt: Prof. Dr. Ballin

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.