Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 27 (1966)
- Issue
- 2184 (9.9.1966)
- Date
- 1966-09-09
- Page
- [Seite 8] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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*Hr X, m o « FRANQUEO PAGADO d c Concesión 908 s- C u o o» c o «- « < O TARIFA REDUCIDA f Concesión 1629 SRAEUTA Año XXVII BUENOS AIRES, VIERNES 9 DE SEPTIEMBRE DE 1966 N* 2184 EL E J E M P en toda la Repúbl LARir _ lública I U, PUEYRREDON 2190 1» Izq. Buenos Aíres T.E. 83 - 2613 MeSSm md A*xenhmdcl Der Wer* Viersen wird angezweiielt, da infolge der veränderten Verkehrsverhält, nisse Verkäufe meist nicht auf den Messen, sondern in direkten Verhandlungen zwischen den Geschäftspartnern getätigt werden. Aber dennoch haben die Messen sich ausgedehnt, weil sie sich als ausgezeichnetes Mitte’ erwiesen. Waren erst einmal vor- Zufuhren und Kaufleute aus fernen Ländern zu wirtschaftlichen Gesprächen zu bringen aus denen sich später oft fruchtbare Handelsbeziehungen ergeben. In dieser Hinsicht leistete auch die telaviver Internationale Messe erhebliche Dienste da auf ihr nicht weniger als 18 afrikanische Staaten vertreten waren und die Firmen der entwickelten Länder die Möglichkeit hatten, an Ort und Stelle mit den Vertretern der ,,neuen Märkte“ Fühlung zu nehmen. Diese Messe in Tel Aviv Stand auch im Zeichen der Erweiterung des israelischen Aussenhandels der 1965 mit einem Netto-Import von 812 Millionen Dollar und einen Netto-Export von 405 Millionen Dollar abschloss Viele “'LäuflFer' sehen in Israel, obinternationaler wohl es ein kleines Land ist heute zuweilen ’einen wichtigen Kunden, und "I~ j daher beteiligten sich 46 ausländische Staaten zum ersten Mal. So sah sich die Messleitung bei der Raumverteilung fast einem Ansturm gegenüber. , und erstmals musste sie aus- I ländische Interessenten wegen Raummangel ablehnen. Der Pavillon der Nationen j der 1964 nur 6.500 qm umfasst hatte, wurde auf 9 300 qm erweitert. Der grösste I Aussteller dort war Italien j das im Jahre 1965 für 35 Mil- : lionen Dollar Waren nach Israel lieferte, aber nur für | drei Milionen Dollar kaufte.; Italien stellte in erster Li- , nie Zubehör für die plasti- I sehe und die Diamanten-Industrie aus. ferner wurden i Werkzeuge verschiedener Arten Auto? und Haus'",altsar. j tikel gezeigt Im Jahre 1964! hatte Italien in Israe’ einen! ausgezeichneten Absatzmarkt ■ für Autos. Lastautos und Motorräder gefunden Belgien verfügte über einen Ausstellungspaark von 1.200 i qm. Die Belgier hatten mehr Platz für sich verlangt aber die Ausstel’ungsleitung konnte ihre Wünsche nicot mehr erfüllen weil es zu spät war Zwischen Israel und Belgien Blick in die Weit von HAROLD SCHWARCZ SCHWERE UNRUHEN werden aus Peking gemeldet die von der ,,Roten Garde“ provoziert wurden. _ CHARLES DE GAULLE, Frankreichs Präsident, besuchte Kambotsc.ha, wo er an die USA appellierte, die Truppen aus Vietnam zurückzuziehen. — U THANT, der Generalsekretär der Vereinten Nationen gab seine Absicht bekannt, sich von seinem Posten Euriickzuziehen. — DIE KOMMUNISTEN schickten neue Verstärkungen nach Vietnam. — LLERAS RESTREPO Präsident Kolumbiens, teilte die Versuche Kubas mit, in innerkolumbianische Angelegeni heiten zu intervenieren, was eine internationale Reaktion u a gegen Kuba aus lösen müsse. — CARLOS LACER.DA, früherer Gouverneur des brasilianischen Staates Guanabara griff in einer Rede den Präsidenten Castello Branco an, dessen Absetzung er forderte. — ERDBEBEN werden aus der Türkei und Griechenland, Ueberschwemmungen aus MexTo gemeldet. — RENE BAPRIENTOS, bolivianischer Präsident, bezeichnete den kubanischen Ministerpräsidenten Fiael Castro als Geistesgestörten. — NUR ZWEI lateinamerikanische Länder — Brasilien Und Chile — beteiligen sich an der Internationalen Messe in Stockholm — GENERAL STEINHOFF wurde in Bonn zum neuen Inspektor der Luftwaffe ernannt, nachdem seit Wochen die Starfighter-Affäre die Oeffentlichkeit beschäfriete — JOSEF WiNIEWTCZ Unterstaatssekretär im polnischen Aussenm;nisterium erklärte, dass vor eine. Besserung der deutsch-polnischen Beziehungen die Oder-Neisse- Linie anerkannt werden müsse. — KUBAS EINFLUSS im Kongo soll gross sein, denn Fidel Castro gibt Freistellen für Studenten und schickte 150 militärische Instrukteure in diesen afrikanischen Staat — WASHINGTON protestierte in Moskau gegen las Verbot, die russische Uebersetzung des Warren-Berichtes über die Ermordung Kennedys zu verbreiten — WEGEN KRIEGSVERBRECHENS wurde in Russland ein ukrainische! Kollaborateur mit den Nazis hi.igerichtet. — AUF DER INSEL CELEBES brach der Vulkan Awu aus, wodurch zahlreiche Todesopfer und mehrere tausend Verletzte verursacht wurden. — STUDFNTEN-UNRUHEN waren erneut in Kolumbien Zu verzeichnen — JOHNSON wurde autorisiert weitere 190.000 Mann nach Vietnam zu schicken. — CHILE will die Aufnahme des Roten China m die UN befürworten. — DREI DER ZUM Tode verurteilten sieben Mitglieder der Muselmanischen Bruderschaft, die an einer gegen Nasser gerichteten Verschwöiung beteiligt gewesen sind wurden hingeri^tRet, die anderen zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt;. — pestehen ständig intensive Handelsbeziehungen. Im Jahre 1964 hatte Belgien für 31,5 Millionen Dollai an Israel geliefert (darunter ein Schiff im Wert von sechs Millionen Dollar), im letzten Jahre beliefen sich die israelischen Importe aus Belgien auf 21 Millionen Dollar, die Israel durch Exporte in Höhe von , 23 Millionen Dollar fast ausgleichen konnte Belgien zeigte unter Berücksichtigung i der Entwicklung der chemischen Industrie Israels, die zu erwarten ist, Maschinen . und Zubehör für diese Industrie. Grossbritannien das auf der Messe stark vertreten war und mit seinem Bier-Restaurant . Picadilly Ir.n“ gro- : ssen Beifall hervorrief ist einer der grössten Handels, partner Israels Im Jahre I 1965 lieferte England für 164 Millionen Dollar Waren, denen ein israelischer. Export in Höhe von über 50 Millio-; ne« Dollar gegenüberstand. Führend waren israelische Zitrusfrüchte, für die England der wichtigste traditionelle Markt geblieben ist England seinerseits hat mit Autos und Ersatzteilen für Fahrzeuge grosse Erfolge erzielt. F rankreich veranstaltete zum ersten Mal eine richtige Handels-Ausstellung, für die diesem Lande 1.200 qm zur Verfügung standen. Der französische Export aus Frankreich nach Israel war 1965 zurückgegangen, weil die Lieferungen des Jahres 1964 Sonderaufträge für Schiffe umfasst hatten. Abgesehen davon war der französische Export nach Israel jedoch stabil geblieben. Die israelische Ausfuhr nach Frankreich, die 1964 rund 11.8 Millionen Dollar betrug stieg 1965 auf 15,7 Millionen Dollar. In der letzten Zeit fanden bekanntlich Verhandlungen zwischen Frankreich einer israelischer Delegation über die Stärkung des Handelsvertrages beider Länder statt. Die Handelsabteilung der USA-Botschaft hatte eine gründliche Untersuchung der Verkaufs - Möglichkeiten für die amerikanischen Produkte vornehmen lassen. Sie war zum Ergebnis gekommen, dass für Artikel des Gaststättengewerbes und des Autoservice die meisten Aussichten bestehen, und der USA-Pavillon stand daher im ¡ Zeichen dieser Warengattungen. j Die Deutsche Bundesrepu- I blik erschien zum ersten Mal , auf der Messe in Tel Aviv, j Ihre Beteiligung kann als dij rekte Konsequenz der Wirt- Schaftsbeziehungen angesej hen werden, die sich aus dem Luxemburger Wiedergutmachungs-Vertrag ergeben haben. Neben den Wiedergutmachungs-Lieferungen au Israel entwickelte sich schneit ein normaler Handelsverkehr und im Jahre 1965 konnte Deutschland für über 74 Millionen Dollar nach Israel exportieren, gegenüber 65,5 Millionen Dollar im Jahre vorher. Auch der israelische Export nach Deutschland ist im Ansteigen begriffen, und die israelischen Lieferungen machten 1965 rund 40 Millionen Dollar aus gegenüber mehr als 33 Millionen Doller im Jahre 1964. Die westdeutsche Regierung hatte beschlossen. ihrem Pavillon einen repräsentativen Charakter zu geben, in dem ein Sprachlabor und Themen der Kultur und Kunst im Vordergrund standen, während die deutschen Aussteller in den Branohenpavillons repräsentiert waren. Auch die Schweiz iiess sich zum ersten Mal wieder vertreten, nachdem sie zuletzt 1936 an der Levante-Messe -DELEGATION VOR DEN UN Jerusalem. — Die israelische Delegation zur diesjährigen Generalversammlung der Vereinten Nationen, die am 20. September eröffnet werden soll, wird von Auasenminister Abba Eban angeführt werden, der an» 19. September in New York eintreffen wird, wie nunmehr angekündigt wurde. Obwohl die Zusammensetzung der Delegation noch nicht bekanni ist, so ist es heute schon sicher, dass die Zahl ihrer Mitglieder im Vergleich zum vorigen Jahr aus Gründen der staatlichen Sparmassnahmen eingeschränkt worden ist. Wie es heisst, wünsefft das äussenministerium die parlamentarische Gruppe völlig zu eliminieren, die in vergangenen Jahren der Delegation beigegeben v ar. (IOA) Die Juden Frankreichs Nach einer Miteilung des j eine jüdische Gemeinde von jüdischen Informationsdien- Juden aus Portugal und vie. stes hat die Judenheit Frank- J len Marranen. Die Gemeinreichs in den letzten zehn! de verkleinerte sich ständig- Jahren von 300.000 auf 500.000! weil viele Juden in der Christ» Personen zugenommen. Der; liehen Bevölkerung aufgingrössere Teil der Steigerung gen und andere nach Paris geht auf die Einwanderung I zogen. Darunter befanden aus Nordafrika zurück, der; sich auch Henri Torres, der kleinere Teil auf den Geburj berühmte Vesteidiger von tenÜberschuss. | Schwarzbard; auch Pierre jüdische Ge-! Mendes-France kommt aus dieser Stadt. Die Einwande- | Die grösste i meinschaft weist Paris auf l mit 300.000, dann kommen j Marseille mit 65.000 und Lyon mit 20.000 Juden. Bei teilgenommen hatte. Fast 50 j der Tagung des American Firmen aus der Schweiz erschienen auf der Messe, ferner waren die schweizerische Behörde für Handelsförderung. die Zentrale für Fremdenverkehr und die Swiss Air repräsentiert. Holland hatte seinen Pavillon um 300 qm erweitert, und dort waren 30 Firmen vertreten. Oesterreich hatte eine repräsentative Ausstellung und alle skandinavischen Staaten erschienen wie in den vergangenen Jahren. Von den südamerikanisehen Staaten waren Argentinien, Peru sowie Mexiko vertreten und ferner waren die Organisationen der OEA und die Zentralbank für Lateinamerika repräsentiert. Der grosse Erfolg der Tel Aviver Ausstellung lag in der starken Vertretung Afrikas. In diesem Jahr erschienen 15 afrikanische Staaten gegen, über 8 bei der vorigen Messe. Der Pavillon von Ghana verabreichte den Besuchern das Nationalgetränk dieses Landes — nämlich Kakao. Israel kauft von Ghana jährlich 800 Tonnen Kakao und grosse Mengen Holz und lieferte dafür 1965 industrielle und landwirtschaftliche Erzeugnisse im Wert von fünf Millionen Dollar. Kenia und sters Zadok. Die afrikani- Aethiopien. die an Israel den , sehen Staaten beteiligten sich Jewish Commitee in Washington erklärte Zachariah Shuster, der europäische Direktor, dass diese Aenderungen eine dramatische Wirkung auf die jüdische Identität in Frankreich hatten. Das Judentum in Frankreich sei die viertgrösste jüdische Gemeinschaft der Welt geworden; das Uebergewicht der europäischen Juden sei dort jedoch verschwunden, und die sefardischen Juden machten zumindest die Hälfe aus. Stärker als zu irgendeiner Zeit sei heute die Gemeinschaft sich ihrer Tradition und ihres Judentums bewusst. Die nordafrikanischen Jui den, so berichtete er haben sich in die Wirtschaft und das Leben einordnen können, weil sie französisch sprechen und in französisehen Schulen erzogen wurden. Viele hatten schon früher geschäftliche Verbindungen mit Frankreich. Unter den Ankömmlingen befanden sich zahlreiche gebildete Leute, denen es nicht schwer fiel, sich den gehobenen Kreisen anzupassen. In Bordeaux gab es zuerst rung aus Osteuropa erreichte dann auch Bordeaux und gewann dort einen gewiss«» Einfluss. Es wurde eine zionistische Organisation gegründet, die dafür gesorgt hat, dass auf den Gräben» von Pauline und Hans Herzl, die unverheiratet waren und hier gestorben sind, Grabsteine errichtet wurden. (Das dritte Kind Herzls, Trude Neumann-Herzl, wurde von den Nazis umgebracht und deren einziger Sohn. Stephen hat, als er diese Nachricht erhielt, in Washington den Tod gesucht.) Heute' besteht die Mehrheit der Juden von Bordeaux aus neuen Ankömmlingen aus Nordafrika, .jedoch haben weiterhin die ehemals aus Osteuropa gekommenen Juden die Leitung der Gemeinde und des Consistoires inné. Die kürzlich in Bordeaux durchgeführt« Magbit - Aktion stand unter der Leitung der zweiten Generation, die mit grossem Erfolg gearbeitet hat. grössten Teil ihres Kaffees verkaufen, begrüssten die Pavillonbesucher mit Kaffee. Die Malegassische Republik stellte vor allem Gewürze aus. Wenigstens fünf Wirtschaftsminister kamen aus den afrikanischen Staaten nach Tel Aviv als Gäste des Handels- und Industriemini- Polizei gegen USA-Nazis Chicago. — Mitglieder der nordamerikanischen Nazipartei i>r<d des Ku Klux Klan wurden von der Nationalgarde am Betreten der Vorstadt Cicero gehindert, durch die sie aus dem benachbarten Vorort Bewyn kommend nach Chicago marschieren wollten, wo eine Kundgebung für die Bürgerrechte statfand. Einige der Demonstranten trugen Hakenkreuzabzeichen. Beide Veranstaltungen waren polizeilich verboten worden, naendem die Behörden erfahren hatten, dass die Demonstn ationszüge durch Cicero gehen sollten und zu befürchten stand, dass die dort schon früher schwelende Spannung zu neuen Zusammenstössen führen .könnte. (ITA) auch an dem für das grosse Publikum bestimmten Internationalen Bazar, wo u. a. Holzwaren, keramische Erzeugnisse — und Schmuckwaren verkauft wurden. Ueber 500 israelische Aussteller nahmen an der Messe teil. Zum ersten Mal wollte die Messe nicht mehr Anspruch erheben, alle Sektoren der israelischen Industrie zu vertreten die sich so entwickelte, dass ein solcher Versuch oberflächlich bleiben müsste. Daher konzentrierte sich die Messe diesmal auf folgende Industrien; Metall, Elektronik, Radio, und Television. Gummi und Plastik, Büroeinrichtung Bekleidung und Schuhe. Andere Zweige wie Lebensmittel. Tabak, j Tel Aviv. — Die Fassungs- Baumaterialien sollten auf! kraft der Oeltanks im Flug- Fachausstellungen gezeigt hafen Lod wurde durch die werden, die in Zukunft re-! Errichtung eines neuen 3000gelmässig stattfinden werden, tc -Behälters verdoppelt. Impreso en la Imprenta POLIGLOTA — Rivadavia 831 Registro de la Propiedad Intelectual Nv 868.707 Thorarollen für Israel Jerusalem. — Eine erste Sendung von 1.053 Thorarollen der 2.500 Rollen, die von der rumänischen jüdischen Gemeinde nach Israel geschickt werden, traf im Hafen von Haifa ein. Die heiligen Rolle« wurden sofort nach Jerusalem gebracht und sollen von dort aus an alle Synagogen des Landes verteilt werden. Die Verschiffung der in den rumänischen Synagogen überzähligen Thorarollen wurde im vergangenen Monat von Religions - Mnister Zorach Wahrhaftig bei seiner Zusammenkunft in Wien mit dem rumänischen Oberrabbiner Moses Rosen vereinbart. (ITA) Nouer Oeltank