Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 27 (1966)
- Issue
- 2184 (9.9.1966)
- Date
- 1966-09-09
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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VlcriÍM, # áe Peptlembr« de 1966 SEMANA ISRAELIT Aft* xxvn. — N? 2184 — 5 Ereignisse der Woche Qüte Wege in schoener Landschaft (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 4) menhang mit den Hohen Feiertagen jüdische Musik. Dieses konnte nur bei uns ver. anstaltet werden, die beiden anderen nicht. Sie hatten überhaupt nichts Inhaltliches mit uns gemeinsam, sondern waren nur in ihrer Zweck¬ oder Zielrichtung für unsere Gesellschaft interessant. Dass es in unserem Sektor eehr viele Menschen gibt, die sich gerade für ein solches Konzert synagogaler Musik interessieren zeigte sich bei der NCI-Veranstaltung. Wäre das Interesse nicht vorhanden, so wäre es eine echte Aufgabe der Gemeinden, dieses Interesse zu wecken. Noch eine Frage: Man erzählt soviel davon man müsse einmal über Verbrüderung reden, confraternidad ist ein beliebtes Schlagwort. Warum verbrüdern sich unsere Verbrüderer nicht erst einmal mit den anderen Juden und Gemeinden, warum machen sie nicht ein gemeinsames Synagogen-Konzert im Angesicht der Hohen Feieitage? Das Konzert des Hilfsver. eins diente ,,dem guten Zweck“. Fragt sich nur. ob diese Art von Wohltätigkeitsveranstaltungen noch unserer Zeit gemäss sind. Hierin liegt keine Kritik, sondern lediglich ein Zweifel, ob es nicht andere Wege gibt, um zum gleichen Ergebnis zu gelangen. ■ Wieder anders liegt die „Unterhaltung“, die mit dem Bet-IsraelrKonzert offensichtlich beabsichtigt war. War das eine Veranstaltung, wie sie in den, Monat Elul Ihineingehört? War an dieser Veranstaltung ausser dem guten und ehrlichen Willen der Beteiligten noch etwas bemerkenswert? — Und andere Veranstaltungen: Warum sucht man „sensationelle“ anstatt jiidisehe Themen, — Auch das ist eine Frage, die aufgeworfen wird zunächst ganz un. kritisch. Die Beantwortung dieser Frage wird darüber mitentscheiden, welchen Weodie Jugend geht in einer Zeit” in der das Aeusserliche und die Sensation — nicht durch j die Schuld der Jugend — im j Vordergrund steht und von den Erwachsenen in den Vor- ' dergrund gestellt wird, die dann sich nicht scheuen, diesen, ihren eigenen Fehler, diese, ihre eigene Oberflächlichkeit der Jugend vorzuwerfen! Selbstkritik ist auch da erforderlich, wo man glaubt, aufgrund alter Erfahrungen heute noch nach den Rezepten der vergangenen Jahre das jüdische Leben gestalten und beeinflussen zu können. Die Donauwellen aber sollten schon endgültig aus den Programmen unserer „Kulturveranstaltungen verschwin. den, wobei nichts gegen die Donauwellen gesagt sei wohl aber alles gegen jede Methode der Verflachung der jüdischen Probleme und unserer jüdischen Existenz, die allein Inhalt und Aufgabe unserer Gemeinden und Organisationen ist. — KLM Die Königl. Holländische Luftfahrt Gesellschaft teilt mit. dass Herr Jaap R. Kruizinga als neuer Generaldirektor für Argentinien, Paraguay und Uruguay eingesetzt worden ist. Herr Kruizinga, Holländer, 42 Jahre alt, hat bereits früher hohe Positionen im Rahmen der KLM eingenommen. Dr. M ourer s. A, Aus Montevideo erhielten wir die traurige Nachricht vom Ableben des Herrn Dr. Philipp Maurer, dessen Persönlichkeit vor garnicht langer Zeit an dieser Stelle anlässlich seines 80. Geburtstages gewürdigt worden ist. Maurer war ein Zionist aus innerer Berufung, längst vor der Zeit, als dies zum guten Ton gehörte. Er war ein klar denkender Kopf, der stets sein Wissen und seine Verbundenheit durch die Tat unter Beweis zu stellen bereit war. — Maurer schrieb auch gelegentlich für die Jüdische Wo. chenschau, die sein Andenken stets in Ehren halten wird. — Fritz Schwed s. A. Mit Herrn Fritz Schwed, der in Montevideo lebte, ist eine jener Persönlichkeiten dahingegangen, deren Leben und Mitwirken zum Wieder aufbau jüdischen Lebens in m * fi Die durch eine herrliche Landschaft nach Adamith führende Strasse, von der alten Nordchaussee bei Jaara abzweigend, ist heute zu einem der wichtigsten Teilstücke im Verbindungsnetz Nordwestgali. läas geworden. — Erstklassige Strassen, gute Verbindungen und bequeme Reisemöglichkeiten, die man heute in Israel überall findet, sind für die arbeitende Bevölkerung eine Notwendigkeit, bilden aber auch einen wichtigen Faktor bei der Versorgung und Verteidigung abgelegener Siedlungen und Stützpunkte, J. P. LANDSBERG VERSICHERUNGEN JEDER ART Bme. MITRE 430 V. 0f. 550 T.E.: 30-1474 CATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68.1017/18 y 1264 S U AVA ND A R el calzado legítimo de espuma de goma DEIN HOBBY DEINE SPARKASSE Israel-Briefmarken Beratung durch- STAMPS CENTER 94 Allenby Rd. — TEL AVIV — P.0.B, 4444 der Emigration, im neuen Lande und in neuen Ländern beigetragen haben. Schwed war ein vornehmer, zurückhaltender, dennoch energischer Mensch, der im öffent lichen jüdischen Leben seinen Vorstellungen und Ge. danken Gehör zu verschaffen wusste. Am Leben der Gemeinde in Montevideo nahm Schwed von deren Anfängen aktiven Anteil. Schwed war ein tiefreligiöser Mensch, ein Zionist, der sein Judetum und Judesein nicht nur predigte, ' sondern lebte. Seit ihren Anfängen interessierte sich dieser sympathi- \ sehe und gescheite Mensch für die CENTRA. Er gehörte zu den wenigen die gemeinsam mit Georg Neuländer > die Initiative und Anregungen verwirklichen halten die i aus Buenos Aires zur Schaf ' fung der CENTRA gekommen waren. Unermüdlich nahm er an den Besp’echunj gen und Kongressen teil. Seine gut begründeten Ansich, ten und seine wohl abgewägten Worte fanden immer Interesse. Das Andenken an Fritz j Schwed wird als Erinnerung ■ an einen Menschen lebendig , Journalsien-Kongress in Israel Jerusalem. — In den kommenden Monaten Oktober; und November wird in Israel I der XI. Kongress des Inter-; nationalen Schriftsteller-Verj bandes stattfinden, dessen I Hauptthema „Tourismus in sonnigen Ländern“ sein wird. Der Kongress beginnt am 31. Oktober in Natania und schliesst am 8. November in Jerusalem. Das Israelische Fremdenverkehrs - Ministerium hat für die Teilnehmer ein reichhaltiges Programm aufgestellt. Rundreisen im Lande, Besuche in Kibbuzim, Gespräche mit israelischen Kollegen und Intellektuellen, Besichtigungen archäologi. scher Ausgrabungsorte, wissenschaftlicher Forschungszentren sind u. a. vorgesehen. Neue Autos In den letzten drei Jahren wurden 50X00 neue Autos zugelassen. bleiben, der in den schweren Jahren des Anfangs einer der Baumeister unseres jüdischen Lebens in Lateinamerika gewesen ist. — ZIM-Schiffe i Der neue Direktor der Transatlantischen Abteilung der israelischen Schiffahrts- Gesellschaft ZIM ist in Bue- ■ nos Aires eingetroffen, um hier seine Tätigkeit aufzunehmen. Er berichtete in einer Pressekonferenz über die Entwicklung der ZIM, die 1 heute 66 eigene Schiffe besitzt und über 30 gecharterte Dampfer verfügt. ZIM ist , heute im israelischen Wirt-! schaftsleben ein wichtiger Faktor und gibt tausenden Menschen Arbeit. i Im Laufe seines Berichts hob er u. a. hervor, dass in i Israel zur Zeit die erste ' Schiffswerft fertig gestellt wird, die einzige ihrer Art im Vorderen Orient. I Mit Südamerika wird ein ■ regelmässiger Schiffsverkehr aufgenommen werden. Noch in diesem Monat trifft ein ZIM-Schiff im Hafen von Buenos Aires ein, das von hier aus direkt nach Israel fährt. Monat des Jüdischen Buches Die Kehilla eröffnet ihren traditionellen Monat des „Jüdischen Buches“ am Montag Abend, den 12. September, in ihren Räumlichkeiten des Erdgeschosses im Gemeindehaus in der Pasteur 633. Wie jedes Jahr werden Bücher jüdischen Inhalts in Jiddisch, Spanisch, Hebräisch und Deutsch ausgestellt, sowie Gemälde und Drucke jüdischer Künstler. Auch gibt es Stände mit den neuesten jüdischen Schallplatten. Auf alle ausgestellten Gegenstände gewährt die Kehilla wie immer unter dem Motto „Ein jüdisches Buch in jedes jüdische Haus“ grosse Rabatte. Die Ausstellung ■ dauert bis zum 23. Oktober ds. Js. Im Monat des Jiidi- { sehen Buches finden auch I viele Kulturveranstaltungen! statt. Der Eintritt ist frei. Jeder Besucher erhält kostenlos einen ausführlichen Katalog, in dem alle Veranstal. tungen verzeichnet sind. Se- I hen Sie auch unsere Anzeige. JUAN JULIUSBURG 73-1148 BLANCO ENCALADA 1645; «conómícas . ■^ntotforas; púbero ^hotipnélos^;^^: ¡consultores deemprmsmi PASTEUR 254 . Í » P piso» TEL 48-7168 1371 BUENOS AIRES . v;y'.. ESPECIALISTAS EN SOCIEDADES - ' ANONIMAS Fiambres Finos “FRIGUINCIA” MARCA QUE DISTINGUE LA CALIDAD IGUINCIA 61755739