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Jüdische Wochenschau · 1966-09-02 · 2183 (2.9.1966) · p. [Seite 1]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2183 (2.9.1966)
Date
1966-09-02
Page
[Seite 1] (sequence 1)
Language
German, Spanish
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PUEYRREDON 2190 — 1* ¡zq- J&tJenuiKaDkà&elltci 83 - 2613 T. E. Año XXVII. BUENOS AIRES, VIERNES 2 DE SEPTIEMBRE DE 1966 N® 2183 Syrien weiter nyyressër Jerusalem. — Die Arbeiten zur Bergung des israelischen Küstenbootes, das bei dem syrisch-israelischen Zusammenstoss auf dem Tiberias- See vom 15. August auf einer Sandbank strandete, wurden in Angriff genommen nachdem die UN-Beamten Syrien zur Aufgabe seiner intransigenten Haltung veranlassen konnten. Die Syrer hatten am Ufer des Sees Truppen plaziert, um ,hre Warnung zu unterstreichen, dass sie jeden israelischen Versuch zur Rettung des Bootes verhindern würden. Ein israelischer Sprecner äusserte; ,,Wir haben unser Ziel erreicht, nämlich das Prinzip der israelischen Souveränität über den Tiberias- See durchzusetzen.‘‘ Er fügte hinzu Israel könne nicht gestatten, dass Syrien bestimme, ob Israel auf dem See operieren dürfe oder nicht. Zwar habe Israel sich einverstanden erklärt die Arbeiten solange zurückzustellen, bis es General Bull, dem Chef der Ueberwachungskommission der UN-Waffenstilstände gelinge, die Zustimmung der Syrer zu erlangen damit es nicht zu einem neuen Zusammenstoss komme Israel hatte Bulls Ersuchen um eine kurze Verlängerung der Frist akzeptiert, doch Ministerpräsident Eshkol verfügte die Aufnahme der Arbeiten mit oder ohne das Einverständnis Syriens und besuchte persönlich die Oertlichkeit. um die Vorarbeiten in Augen, schein zu nehmen. Ein israelisches Schnellboot brachte drei UN-Beamte und einen israelischen Repräsentanten vor der gemischten syrisch-israelischen Wafenstillstands - Kommission zur Unfallstelle. Eine Viertelstunde danach trafen weitere israelische Boote mit Rettungs - Ausrüstungen, israelischen und UN-Beamten ein, worauf die Arbeiten sofort begannen. Eine besonders abkommandierte Truppen-Abteilung der UN hatte am Nordostufer des Sees Posten bezögen um die friedliche Abwicklung der Bergungsaktion zu gewährleisten. GEMAESSIGTER PROTEST SYRIENS Vereinte Nationen. — Syrien informierte den Sicherheitsrat in einem Schreiben, dass es im Falle neuer ,,israelischer Aggressionen“ eine Politik der Selbstwehr verfolgen werde. Das Schreiben hatte einen viel gemässigteren Ton als frühere Erklärungen der syrischer Politiker die eine Woche vorher angekündigt hatten, sie würden ohne Anrufung der Vereinten Nationen Gewalt anwenden. Das syrische Schreiben enthält wieder die Ank’age Israel trage die Schuld an dem Zusammenstoss vom 15 August am Tiberias-See, ohne jedoch die Drohung zu wiederholen, dass Syrien in Zukunft militärische Massnahmen zu ergreifen gedenkt. SYRIEN HAT PROVOZIERT Vereinte Nationen. — Israel setzte die UN in Kenntnis, dass Syrien „den Zweck verfolgt, durch seine Worte und Taten die Spannung im Grenzgebiet aufrecht zu erhalten, und durch seine Haltung die Unruhe in der ganzen Zone nährt“. Ein in diesem Sinne gehaltenes Schreiben des ständigen israelischen Repräsentanten vor den UN, Michael Comay, wurde dem Präsidenten des Sicherheitsrates zugeleitet. Comay ersucht um ein Zusammentreten des Sicherheitsrates und bestreitet die von den Syrern in ihrer Zuschrift aufgestelRe Behauptung, dass Israel den letzten Zwischenfall provoziert habe. Dass diese Beschuldigung nicht der Wahrheit entspricht, so heisst es, beweisen die öffentlichen Deklara. tionen syrischer Funktionäre vom 15. August und nach diesem Datum in denen die syrische Aktion als „Repressalie“ und „Strafexpedition“ in Uebereinstimmung mit der neuen syrischen Politik der Durchführung direkter militärischer Aktionen bezeichnet wurde. Comay erinnert an die Sabotageakte der letzten 18 Monate, von denen Israel den Sicherheitsrat im Juli unterrichtet hatte und zählt die Gründe auf, die Israel zu der Ueberzeugung veranlassen, dass die Saboteure aus Syrien kamen und mit der Unterstützung der syrischen Behörden rechneten. DEMENTI Tel Aviv. — Glaubwürdige Gewährsleute versicherten dass die Prahlereien der Syrer, sie hätten mit Froschmännern den bei der Luftschlacht vom 15. August über dem Tiberias-See abgestürzten Mig 17-Apparat mit der Leiches des Piloten aus dem Wasser herausgehoL, als „reine Phantasie“ Die aus diesen Quellen stammende Version lautet, dass das Flugzeug beim Aufschlag auf das Wasser auseinanderbrach und einzelne Teile der Maschine ebenso wie der tote Pilot wahrscheinlich von der Strömung an die Nordostküste des Sees getrieben wurden. wo die Syrer sie möglicherweise auffischen konnten. Sie bestritten die Behauptung der Syrer, dass ein Kommando von Froschmännern Rettungsarbeiten unter Wasser durchgeführt habe. j KABINETTSSITZUNG I Jerusalem. — Die Art und i Weise, in der Premierminij ster Eshkol und Aussenmini- I ster Eban den Fall des auf ' dem Tiberias-See gestrande-! ten Küstenbootes handhab- I ten. fand ungeteilte Zustimi mung bei der wöchentlichen I Kabinetssitzung Eshkol und Eban informierten die Minister über die Reaktion der Weltpresse und hoben her- 1 vor, dass die meisten Zeitungen Israel dazu begliick- I wünschten, seine Souveräni- I tät über den See befestigt zu I haben, ohne dass neue Zwi- , schenfälle verursacht wurden. 1 Eshkoi erklärte, es gäbe keine Sicherheit dass die Syrer ihre Aggression gegen Islael nicht fortsetzen würden. WIE ICH ES SEHE - Ein ungeloestes Problem von JEHUDÂ GOTTHEIMER Kleine Vorgeschichte Einige Monate vor der Zusammenberufung der 5. Weltkonferenz des JWK, der seine Arbeit auf vier Exekutiven stützt (Israel, Nordamerika, Südamerika und Europa), die zusammen die Weltexekutive bilden, wurde ihnen das vorgesehene Programm der Welttagung zur Stellungnahme zugeledet. Die Exekutive in Buenos Aires bat darum, den vorgeschlagenen Dialog „Juden und Deut, sehe“ von der Tagesordnung ' abzusetzen, da die Frage we-! der aktuell noch die Zeit zur ■ Führung einer solchen Aus- Sprache herangenaht sei. Wie später zu erfahren war, hat , sich zumindestens auch die Israel-Exekutive mit den glei. chen oder anderen Argumenten gegen diese Aussprache „Juden und Deutsche“ gewandt. Da aber der Präsident die Behandlung dieses Themas für wichtig und politisch ratsam hielt wurde keine Programm-Aenderung vorgenommen. Dass dieses Vorgehen nicht zweckmässig war, sollte sich im Laufe des Kongresses zeigen. Ungewöhnlich heftige Diskussionen hätten vermie. den werden können wertvolle Zeit wäre nicht mit Auseinandersetzungen verloren gegangen, die kein Ergebnis erbracht haben und garnichts erwarten liessen, und der Oeffentlichkeit wäre ein Schusspiel erspart geblieben, das keinen positiven Ausdruck auslösten konnte. Hier, an konnte auch eine glänzende Rede Goldmanns nichts ändern, weder durch sein hervorragendes Talent noch durch manche geistreichen glücklichen Formulierungen und Vergleiche. Die überwältigende Mehrheit der Delegierten war sich darin einig dass die Diskussion nicht hätte stattfinden dürfen. Naohdem aber die Redner bereits eingeladen waren, unter ihnen Bundes, tagspräsident D. Eugen Gerstenmaier und Prof. Golo Mann, wollte man einen Aufsehen erregenden Skandal vermeiden, der unzweifelhaft eingetreten wäre, wenn man die beiden Deutschen ausge. laden hätte, im übrigen wä- , ren durch einen derartigen ' Affront auch nur die Falschen getroffen worden, denn niemand hatte etwas gegen die , Auswahl d’eser beiden Männer als deutsche Teilnehmer : an dem vorgesehenen Abend einzuwenden. Man beschloss also nach Anhören der allgemein mit Beifall aufgenommenen Proteste aus den genannten Gründen — die nicht immer deutlich zum Ausdruck kamen — den dann mit grosser Spannung erwarteten Abend wie vorgesehen zu veranstalten. II. Die Opposition Bei der Vordebatte hatte es sich gezeigt, dass diejenigen, die an der Verantwortung der Geschicke des JWK unmittelbaren Anteij nehmen. sich meist gegen ihre eigene Ueberzeugung einer Disziplin freiwillig unterwar. fen, um politische Schwierigkeiten zu vermeiden, insofern bewies der Kongress eine erfreuliche politische Reife. Herz und Verstand der Delegierten sprachen gegen einen Dialog, der in unserer Gegenwart ’ nicht geführt werden kann. Diese Einstellung hat mit einem Parteidogma oder einer parteigebundenen Einstellung keineswegs etwas zu tun. wenn auch die Sprcher der Cherut und der Mapam mit besonderer Vehemenz hervortraten. Nicht oder nicht allein von ihrer Seite kamen die überzeugenden Gegengründe, die in knapper, aber sehr gu- : ter Formulierung von Dr. S. ' Levenberg (Mapai) vorgetragen worden waren, unpathetisch, beinahe nüchtern, aber sehr klar. Die Zeit für einen Dialog, für eine Aussprache mit den . Deutschen ist noch nicht gekommen. Es gibt keine Grund- : läge, keine Basis für eine Unterhaltung über die Frage „Deutsche und Juden“, auch : wenn man im Untertitel die i Worte „Ein ungelöstes Proj blem“ hinzufügt. Welche Gesichtspunkte könnten eigentlich durch eine solche Aussprache mit Deutschen ergänzend hinzugefügt werden, bie bisher nicht bekannt oder genannt wurden? Kann man über die barbarische Ermordung von sechs Millionen Juden dialogisieren? — Was soll zum Thema der „Liquidation“ der europäi. sehen Judenheiten und zur Vernichtung unserer Gotteshäuser noch gesagt werden? — Erlauben diese Themen überhaupt eine Aussprache und worüber? — Dass Gerstenmaier und Golo Mann, ' der doch auch irgendwie zum Kreis der rassisch Verfolgten gehört, von diesen Schrekkenstaten abrücken wie viele andere Deutsche heute auch, wissen wir. braucht also nicht von JOEL L5E3MAN FRANTZ Im Ma. 1935 schrieb „Le Monde Diplomatique“, eine angesehene europäische Monatsschrift u.a. folgendes ,,üaa kann nicht umnin frapp'crt zu sein von der Entwicklung des internationalen Vorgehens der beiden Super Grossmächte, der USA und de! UdSSR. Auf der einen Seite bemerkt man eine wachsende Aggressivität, verbund°n mit dem Riiokfa'l in übelste Methoden der Gewalt nud Hinterlist. auf der anderen Bemühungen um die Lösung von Konflikten und eine allgemeine Tendenz zur Bewahrung des Friedens.. Im heutigen Stadium der Rüstung und aer Meinungsmache birgt eine Politik des machiaveh irischen Egoismus erhebliche Risiken im Veralech zu den mageren Vorteilen, die sie erzielen lässt. Allein derjenige unter den grössten Staaten kann berechtigtermassen den ersten Platz in der Welt beanspruchen und dauerhaft behaupten, der sich nicht allein gegenüber seiner eigenen Nation verantwortlich weiss, sondern auch gegenüber der Gesamtheit der Völker dieser Erde.“ — Diesen Ausführungen ist wenn sie ernst gemeint sind, nicht viel hinzuzufügen. Es' ist richtig, dass die beiden Gross- und B’ockmächte, USA und Sowjetunion, sowohl Schritte unternehmen, um sich näherzukommen, als auch gleichzeitig vieles tun. um die bestehenden Gegenriri-za zu verschärfen. Diese Politik, die an die Stelle der schloffen Kontraste getreten ist und eine Hoffnung auf die friedliche Koexistenz der beiden Erdhälften nicht ausschliesst. wird von Moskau und Washington mit einer bemerkenswerten Virtuosität geführt. Sie geht aber auf Kosten einer echfen stabüisierung und gibt ie^en Cha-ven, die versuchen, ebenso im Zeichen von Fri°densbemnh>mgen wie im F“ü des Zu^ammennraUe^s von Gegens-^en ihre eigenen Interessen ln den Vordergrund zu schieben. Dies gilt insbesondere von jenen die billige K mk am Verhalten der amerikanischen Führung in der Vi°t. nam-Frage üben. Niemand kann ernsthaft einen Kries in I Vietnam „verteidigen“ oder gutheissen, auch Präsident | Johnson nicht. Nur aus Gründen billiger Propaganda 1 das Gegenteil behauptet werden. So behauptet die Zeitschrift für Geopolitik (1966, Seite 189 >: „In den letzen; Monaten sah es mehrfach so aus, als seien die USA drauf und dran, jede Vernunft und Rücksicht auf die Gesittung der zivilisierten Menschheit über Bord zu werfen um 'hre nationalegoistischen Ziele durchzusetzen: masslose Greuel gegenüber dem vietnamesischen Volk, erundlose hassfriefende Kriegsdrohungen an die Adresse Chinas, Gewalt und Blutvergiessen in Afrika und Indonesien, ohnmächtiges Wüten gegen das unbotmässige Frankreich...“ Wo haben wir alle schon einmal diesen Jargon gelesen? — Woher kennen wir nur diese sinnlose Aneinanderi leihung durch nichts bewiesener, schön klingendei, aber I abwegiger Behauptungen? — Wie hiess doch dieser lahme j Doktor der sich dieser Sprache bediente? ... I Gewiss, die Weltkrise besteht. Die zitierten Probleme I sind vorhanden Wenn aber die USA das kommunistische , Vordringen in Asien zu verhüten oder aufzuhalten trach- I ten, verteidigen sie dann wirklich nur ihre „nationa.egoistischen“ Ziele? — Dass die Amerikaner eine schreckliche Erbschaft in Vietnam übernommen haben, ist vergessen. Dass diese Erbschaft vom „unbotmässigen“ Frankreich verschuldet wurde, wird verschwiegen. — Mit den primitiven Methoden einer aufgewärmten nazistisch-kommunistischen Propaganda sind die Probleme unserer Zeit nicht zu lösen. Auch wird die Wiederbelebung des schnoddrigen Jargons „nationalegoistischer“ NS-Marktschreierei zu ^einer Klärung oder Entscheidung der unsere Zeit bewegenden Fragen beisteuern. Der Vietnam - Konflikt Atlantic City. — Auf der Jahreskonvención der Jüdischen Kriegsveteranen machte sich eine starke Opposition gegen eine Resolution bemerkbar, „das militärische Unternehmen des Präsidenten Johnson in Vietnam zu unterstützen und gleichzeitig um den Frieden bemüht zu sein“. Exkommandant Morton London oezeichnete diese Resolution als „pure Spitzfindigkeit“ und machte einen Gegenvorschlag, der heftig diskutiert wurde. Bei der Debatte trat zum ersten Mal öffentlich die Unzufriedenheit zutagt die ln den Reihen dei jüdischen Kriegsveteranen wegen der völligen Identifizie rung der Organisation mit der Vietnam-Politik der Regierung Johnson gährt. London äusserte bei dieser Gelegenheit, dass „die Veteranen sich von der Masse der jüdischen Kollektivität abzusonc. :rn beginnen“, und verlangte die Gleichschaltung mit den übrigen jüdischen Organisationen die für eine Limitierung des Krieges und neue Bemühungen um den Frieden eintreten. (ITA) in einer Schaustellung unterstrichen werden. In diesem Zusammenhang ' dürfte die Auffassung der heute für die Geschicke der 1 in Deutschland lebenden Juden interessant sein, die übereinstimmend gegen einen solchen Dialog waren, obwohl sie dooh selbst für Verbrüderung eintreten. III. Abwegige Gründe Dass wir einen Dialog mit den Deutschen führen müssen, wie Da-, Goldmann meinte, weil sowohl Israel als Staat Beziehungen zu Deutschland unterhält, wie das jüdische Volk als’ Verhandlungspartner bei den Reparationen, Entschädigungen und Wiedergutmachungen ist ein abwegiger Hinweis. Staaten stehen auf anderer Ebene als Völker. Die diplomatischen Beziehungen mit der Bundesrepublik entsprechen einer staatlichen Notwendigkeit, wöbeeine ideologische oder politische Diskussion über das Thema „Juden und Deutschland" weder geführt werden musste noch Einfluss hat. Die menschlichen Schwierigkeiten, die aus dieser staatiioh erforderliehen Beziehung erwachsen finden in den immer wieder ausbrechenden Protesten der Bevölkerung ihren Niederschlag und beweisen, dass selbst die diplomatische Beziehung infolge des „ungelösten Problems“ Schwierigkeiten mit sich bringt. Das Argument der Wieder- , gutmaehung ist falsch. Man wird nicht annehmen dürfen, dass Goldmann in dieser Richtung das glaubt was er ausgesprochen hat und wahrscheinlich niemals gesagt hätte wenn er nicht provoziert worden wäre und weitere Verhandlungen mit I deutschen Ämtsstellen zu : führen hätte. Aber auch seine Beweggründe sind nicht wesentlich und verminen nichts an ihrer FehLrhaftig. keit zu ändern. Wir wollen nicht noch einmal die alte Debatte aufwärmen. ob . die Deutschen“ — das ist eine weite, ungenaue Formuüe- | rung — wirklich durch die Entschädigung eine andere Gesinnung- oder eine innere Besinnung beweisen wollen. Hier handelt es sich um eine Rechtsfrage, nicht nur um die Wiederherstellung des geschändeten Rechtes der Bürger des Dritten Reiches oder anderer Länder, die ermordet oder ausgeplündert wurden, nur weil sie Juden waren, hier geht es ebenso um eine Frage des geschriebenen und ungeschriebenen internationalen Rechtes, um die Menschenrechte, um Völkermord um die Freiheit des Individuums und (Schluss auf Seite 2> Friedhof geschaendet Lübeck. — Auf dem jüdischen Friedhof von Lübeck wurden 45 Grabstei ne umgeworfen und weitere 35 durch Unbekannte beschädigt. Man weiss vorläufig nicht, ob es sich um das Werk unverantwortlicher Elemente handelt oder der Schandtat politische Motive zugrunde liegen. Die Regierung von Schleswig - Holstein und die Stadtverwaltung von Lübeck haben der jüdischen Gemeinde alle notwendige Hilfe zur Wiedergutmachung dei Scnäden angeboten und die Einleitung einer Untersuchung angeordnet

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