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Jüdische Wochenschau · 1966-08-05 · 2179 (5.8.1966) · p. [Seite 1]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2179 (5.8.1966)
Date
1966-08-05
Page
[Seite 1] (sequence 1)
Language
German, Spanish
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PUEYRREDON 2190 — 1* izq. Jfajèmxïfejsàûjzliia 83 - 26 1 3 T. E. Ano XXVII. BUENOS AIRES, VIERNES 5 DE AGOSXO DE 196« N*> 217-3 Der Jüdische Weltkongress tagt Brüssel. — I« Anwesenheit von 540 Delegierten und Beobachtern fast aller jüdischen Gemeinden der westlichen Welt fand die feierliche Eröffnung der auf zehn Tage anberaumten 5- Plenarversammlung des Jüdischen Weltkongresses in Brüssel Statt. Ein Delegierter aus Rumänien war erschienen, Grossrabbiner Moses Rosen als Vertreter der Föderation jüdischer Gemeinden in-diesem Land. Der zentrale Ausschuss der ungarisohen Juden hatte zwei Beobachter entsandt, seinen Vorsitzenden Dr. Geza Seifert, und Rabbiner Dr Imre Beneschowsky. Der Verband jüdischer Gemeinden aus der CSR schickte eine Botschaft, in der er den Kongress begrüsst und bedauert, nicht daran teilnehmen zu können. Der Generalsekretär des JWK. Dr Ger hart Riegner, gab bekannt. dass er keine Mitteilung aus Polen erhalten habe. In seiner Eröffnungsrede hob Dr. Naehum Goldmann, der Präsident des JWK, hervor, dass der Jüdische Weltkongress vor 30 Jahren gegründet wurde, zu einer Zeit, als die Nazis mit der Ausrottung des jüdischen Volkes zu drohen begannen. Er erklärte: ,,Wir müssen nicht nur den Antisemitismus mit der nötigen Energie bekämpfen, um seine Ausdehnung zu verhüten, sondern wir müssen unser Recht, Juden zu sein, verteidigen.'- Der brutale Antisemitismus habe aufgehört, heute eine akute Gefahr in der Welt zu sein, so führte er aus, obzwar die Beziehungen des jüdischen Volkes mit Deutschland nach dem Sturz des Nazismus immer noch nicht ganz geklärt sind. Doch ein neuer Kampf zeichne sich ab, der Kampf gegen die Juden als Kollektiv gegen das Recht der Juden, ihre Persönlichkeit und ihre Einheit als Volk zu wahren. Wenn in gewissen Ländern — womit Dr. Gold mann auf Sowjetrussland anspielte — der Jude nicht als Bürger verfolgt wird, so verweigerr man dort der jüdischen Minorität im Gegensatz zu anderen Minderheiten die notwendigen Mittel, um sich normal als Gemeinschaft zu entwickeln. Gleichzeitig forderte er das Recht für die jüdischen Gemeinden in der Diaspora, gewisse Verantwortungen für den Staat Israel auf sich zu nehmen. GEFAHR DER ASSIMILATION In der zweiten Hälfte seiner Rede behandelte Dr. Goldmann interne Fragen des Judentums. Er verwies auf die Gefahr de-r Assimilation, welche die Intelektuellen und im besonderen die jüdische Jugend bedront. Seiner Ansicht nach müsse daher heute die Priorität, die früher dem Kampf gegen den Antisemitismus Vorbehalten wurde, der jüdischen Erziehung und einer Vertiefung ihrer Ziele gegeben werden. Er warnte auch vor dem übermässigen Eifer, mit dem viele religiöse Führer der Juden angebliche Dialoge mit den Führern anderer Glaubensbekenntnisse aufzunehmen bemüht sind. Er gab zu, dass es nützlich sei, über ge meinsame moralische Pflichten zu diskutieren, doch die Suche nach Gemeinsamkeiten auf religiösem Gebiet könne seiner Meinung nach zu einer Schwächung der charakteristischen Züge des Judentums führen. „DEUTSCHE UND JUDEN“ Die Delegierten der Mapam und Cherut kündigten an, dass sie das Symposium über „Deutsche und Juden“, das gestern stattfinden sollte, boykottieren würden. Einer der Sprecher bei dieser Debatte sollte der westdeutsche Bundestagspräsident Dr. Eugen Gerstenmaier sein Dieser Entschluss der beiden Parteien wurde mitgeteilt, nachdem die Delegierten einen Antrag des israelischen Bautenministers Mordechai Bentow ablehnten, der eine Programmänderung wegen des Einspruchs dieser Frak tionen gegen die Teilnahme deutscher Repräsentanten vorgeschlagen hatte. Das Plenum des JWK verwarf den Antrag Bentows mit Zweidrittelmehrheit. Ebenso wurde dem Vorschlag nicht stattgegeben. bei diesem Symposium über den Antisemitismus statt über die deutschjüdischen Beziehungen und mit anderen Partnern zu diskutieren. Mit dem Hinweis, aass ein Boykott des unberaumten Symposiums in diesem Augenblick sowohl unklug wie unannehmbar sei, hob Dr Naehum Goldmann hervor, dass die Beziehungen mit den Deutschen kein neues Thema darstellen. Die Regie, ning Israels habe ebenso wie das jüdische Volk derartige Beziehungen unterhalten und er selbst habe verschiedentlich zur Wahrnehmung jüdischer Interessen Deutsch land besucht. Dies habe er nicht zum Vergnügen sondern aus Pflichtgefühl getan, fügte er hinzu. ALLGEMEINE POLITIK Die Konferenz begann die Diskussion über Fragen der allgemeinen Politik, für die fünf Sitzungen vorgesehen sind, um Referate über die wichtigsten Aktivitäten, welche seit der Tagung des JWK vom Jahre 1959 entwickelt ' wurden, die Lage der ver- I schiedenen jüdischen Gemeinschaften und ihre gegenwärtigen Probleme anzuhören. Rabbi Joachim Prinz berichtete der Versammlung, dass die früher gespaltene nordamerikanische Judenheit „heute unter einem einzigen Dach zusammensteht, was ihre Beziehungen zum jüdischen Volk angeht“. Er fügte hinzu, die Konferenz der Präsidenten der fünf grössten jüdischen Organisationen Nordamerikas habe die Führung der USA-Juden in internationalen Fragen übernommen. „Schon seit langem herrscht nicht mehr das Chaos unter der Judenheit in Amerika“, versicherte Rabbiner Prinz, der an der Spitze der Konferenz der Präsidenten steht. Allerdings könne er nicht Voraussagen, so bemerkte er, ob diese Organisation eine so lückenlose Einigkeit erreichen werde wie der entsprechende Ausschuss der englischen Juden. Bekanntlich gehört das Amerikanische J üdische Comité! dieser Dach - Organisation I nicht an. WIE ICH ES SEHE¬ NEUE WERTE SUCHEN von JEHUDA GOTTHEIMER Kardinal Augustin Bea, der durch seine versöhnende Haltung und verständnisvolle Einstellung zu allen nichtkatholischen Relgionen vor allem auf dem II. Vatikanischen Konzil hervorgetreten ist, berichtet in seinem Buch „Einheit für die Freiheit' über die Bestrebungen des verstorbenen Papstes Johan ■ nes XIII., die bestehenden Schwierigkeiten unseres Jahrhunderts zu überwinden. Wo der Blick hinfällt, werden düstere Erinnerungen an Kriege und Xonflik te wach, die zur höchsten Beunruhigung führen müssten. Der Papst habe er kannt, dass man „mit Mut und Glauben“ ans Werk ge hen müsse, um die Schwierigkeiten zu beseitigen; er habe diese Erkenntnis als eine persönliche Verpflichtung empfunden, als eine Mahnung, die an ihn selbst gerichtet war. Bei einer Ansprache, die Papst Johannes im Jahre 1962 gehalten hat, so berichtet Kardinal Bea,, hätte der Papst von einem privaten Gespräch gesprochen, das er mit dem damaligen Staatssekretär Kardinal Tardini geführt habe. Beide seien sich darin einig gewesen, dass „auf der ganzen Welt Sorge und Angst lasten“. Es heisst dann wörtlich: „Wir stellten u. a. fest dass Aufrufe zum Frieden, zur Eintracht und zur Zusammenarbeit unglückseligerweise oft zu spitzfindigen Disputen führen oder mit massiven Drohungen beantwortet weiden. Was soll die Kirche angesichts dieser Lage tun? Soll das mystische Schiff Christi ein Spielball der Wellen bleiben und sich von der Strömung treiben lassen?... „Der Kardinal wartet geduldig und ehrfürchtig auf unsere Antwort, sofern überhaupt eine gegeben werden sollte. Plötzlich leuchtete in unserem Geist eine grosse Idee auf, die wir uns mit unsagbarem Vertrauen auf den göttlichen Meister unmittelbar zu eigen machten. Ein einziges, feierliches und verpflichtendes Wort kam über unsere Lippen, ein Wort,* das wir damals zum ersten Mal ausgesprochen haben: ein Konzil“. — Mehrere Jahre nach dem Tod dieses Papstes wurde das Konzil beendet. Ob und welche Ergebnisse erzielt werden konnten, vermögen wir nicht zu beurteilen. Eine tiefgehende Wandlung, die Proteste aus Paris Paris. — Eine Delegation der Bewegung gegen den Antisemitismus, den Rassenhass und für den Frieden besuchte vor einigen Tagen die Deutsche Botschaft in der französischen Hauptstadt, um „der Beunruhigung und Erregung der öffentlichen Meinung Frankreichs angesichts der kürzlichen Manifestationen des Nazismus und Neonazismus in der Deutschen Bundesrepublik“ Ausdruck zu verleihen. Die Delegation überreichte ein Memorandum, in dem auf die Wühlereien der National-Demokratischen Partei, die neue Welle von Profanierungen jüdischer Synagogen und Friedhöfe, die öffentlichen und privaten Treffen der SS und die Straflosigkeit hingewiesen wird, deren sich noch heute zahlreiche Kriegsverbrecher erfreuen. Die Delegation verlangte, dass energische Massnahmen ergriffen werden, um dieser Situation in Ende zu setzen. einen merkbaren Einfluss auf die Entwicklung der Welt ausgeübt hat, ist wenigstens bis heute nicht erkennbar. Die gleichen Probleme, die Kardinal Bea auf gezählt hat, weil sie den Papst Johannes XXIII. beschäftigt haben, stehen auch heute noch auf der Tagesordnung: Korea, Malaya, Kenya, Kolumbien, Suez, Ungarn, Indonesien, Thailand, Irak, Burma, Vietnam, der Libanon, Deutschland und Berlin, Indien und China, Quemoy und Formosa, der Kongo und Katanga Algerien, Kuba... Das ist eine Aufzählung aus dem Jahr 1958. Inzwischen ist das Konzil abgeschlossen. Die Liste der Namen mit aufregenden Begebenheiten ist auch 1966 und nach dem Konzil die gleiche geblieben, nur sind noch einige neue Probleme, die auf der gleichen Linie der Auseinandersetzungen zwischen den Völkern liegen hinzugekommen. Die Hoffnung des Papstes Johannes hat sich trotz seiner guter. Intentionen und Anstrengungen nicht erfüllt... Auch die guten Absichten des Papstes und seines treuesten Interpreten, des unermüdlichen Kardinals Bea, in der Frage der ReKtiLzierung des kirchlichen Standpunktes gegenüber den Juden ist ein wesentlicher Fortschritt nicht erzielt worden. Das Konzil hat sich unter dem Druck der reaktionären Kräfte nicht entschliessen können, eine klare Haltung und gerechte Erklärung in der „Judenfrage“ zu fassen. Auch in dieser Hinsicht ist — wenigstens nach aussen spürbar — alles beim alten geblieben. Vielleicht ist es auch hier verfrüht, irgendwelche Folgerungen zu ziehen. Den Beobachtern aber war es zum Schluss des Konzils klargeworden, wras die Kritiker schon lange vorher gesagt haben: die Konzilsväter konnten sich nicht dazu entschliessen, den Juden die Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, die eigentlich nur in der Feststellung historischer Tat- Abba Eban mahnt zu Frieden Brüssel. — „Ein Leben in Frieden, Koexistenz und gegenseitiger Achtung ist unmöglich, wenn man ausserhalb Europas zulässt, dass diese Prinzipien missachtet werden“, erklärte auf der Tagung des Jüdischen Weltkongresses Israels Aussenminister Abba Eban. Die Wahrung eines Gleichgewichts der Kräfte im Mittelosten, so führte Eban aus, betrifft nicht nur Israel sondern entspricht den internationalen Interessen. Der israelische Aussenminister wies darauf hin, dass die jüngsten Krise in kleinen Völkern ausbrachen, denen sowohl internationaler Beistand als auch inneres Gleichgewicht der Kräfte mangelte. Als Beispiel nannte er den Konflikt in Vietnam, die Vorgänge im Kongo, auf Zypern oder im Jemen. Israels Politik zum Rüstungswettlauf umriss er mit folgenden Worten; „Wir möchten diesen Wettlauf aufhalten oder verlangsamen, doch wenn die Haltung und die Handlungen anderer Regierungen diesen Wettlauf der Rüstungen begünstigen, so sind wir entschlossen, ihn nicht zu verlieren“. Er fügte hinzu, dass wenn die arabischen Regierungen den Wunsch nach einer Abrüstung hegen, sein eigenes Land „gern zur Aufnahme direkter und friedlicher Verhandlungen bereit ist.“ Keine Verurteilung Israels Vereinte Nationen. — Der Sicherheitsrat trat erneut zusammen, um zu den gegen, seitigen Anklagen Stellung zu nehmen, die Syrien und Israel nach den kürzlichen Grenzzwischenfällen gegeneinander erhoben hatten. Die Repräsentanten der USA, England und Frankreichs verurteilten mit der gleichen Entschiedenheit die syrischen Sabotageakte und das von Israel als Repressalie durchgeführte Bombardement. Mali und Transjordanien hatten den Antrag gestellt. Israel „für seine vorbedachte Aggression zu rügen'. Die drei westlichen Delegierten ermahnten beide Parteien, die Weisungen der UN-Kommission für die Kon. trolle der Waffenstillstände zu befolgen und das Feuer bedingungslos einzustellen. Joseph Sisco, nordamerikanischer Unterstaatssekretär, der den ständigen USA-Repräsentanten Arthur Goldberg während dessen vor übergehender Abwesenheit vertrat, kritisierte besonders Sachen bestanden haben würde. Aus diesen Entwicklungen muss man zur Ueberzeugung gelangen, dass das Konzil wohl doch nicht das adäquate Mittel gewesen ist, um die allgemeine, vor allem die moralische Weltkrise zu über, wunden. Die Menschheit hat offensichtlich die Masstäbe verloren, die zu einer Friedensregelung führen könnten. Bei dem Widerstreit der Ansichten, der religiösen Vorstellungen und philosophischen Systeme, sowie in Anbetracht der vorhandenen und sichtbaren Meinungsverschiedenheiten bei der Lösung aller die Welt bewegenden Fragen, mögen sie nun auf politischem, wirtschaftlichem, allgemein-menschlichem oder sozioligschem Gebiet liegen, müssen neue Gesichtspunkte für einen modus vivendi, für eine friedliche Koexistenz, für ein Zusammenleben der Völker und der Menschen gefunden werden, die unter Berücksichtigung der Verschiedenartigkeit der Ideen und der Charaktere doch eine sichere Grundlage für die menschliche Geseulschaft bilden könnten. II. Eine Weltordnung, die auf den Bajonetten der Stärkeren beruht, die ihren Frieden durch die Unterdrückung der Minoritäten oder de/ Schwächeren sichert, kann und würd niemals von Bestand sein, denn die Kräfteverhältnisse sind, w’ie wir aus tausendjähriger geschichtlicher Erfahrung wissen, stets erheblichen Schwankungen und dauernden Aonderungen unterworfen. Es müssen also andere Wege als die der Gewalt gesucht und oeschritten werden, um zu den Lösungen zu gelangen, die unserer Zeit entsprechen, in welcher jeder Krieg zu einer totalen Vernichtung führen muss. Die Todesbilanz des letzten Weltkrieges, des zweiten in diesem Jahrhundert, (Schluss auf Seite 2» scharf den Standpunkt beider Kontrahenten. Er bemerkte, das syrische Argument sei „schwer au glauben“, dass sich das Treibern der Terroristen der Kontrolle der Regierung in Damaskus entzöge. Andererseits bezeichnete er es als „bedauerlich“, dass Israel zu Vergeltungsmassnahmen gegriffen habe, bevor die UN-Beobachter ihre Untersuchung der Sabotage beendet hatten. URUGUAY TRITT FUER ISRAEL EIN Der Sicherheitsrat setzf» seine Beratungen über di» Vorfälle an der israelischsyrischen Grenze fort, ohne dass der von Transjordaniea und Mali unterbreitete Antrag, Israel für seine Repressalie zu verurteilen, zur De« batte gelangte. Dieser Vorschlag war von Nigérien und der Sowjetunion befürwortet worden, deren Delegierter Nikolas Fedorenko gegen „jegliche Aggression, ob sin von Israel oder von den USA in Südostasien begangen werde“, auftrat. Die Delegierten der Nieden« lande, Uruguays und Nationalchinas ersuchten den Sicherheitsrat, von einer steri» len Verurteilung Israels Abstand zu nehmen. Der Repräsentant Uruguays, Pedro Be» rro, w’arnte vor einer übereilten Verurteilung, sondern forderte die Ratsmitglieder auf, „auf eine Stabilisierung der Lage zum Fortschritt der Region bedacht zu sein“. EJr schlug vor, das 1863 zwischen Belgien und Holland über die Nutzung der Moselwasser geschlossene Abkommen als Bei« spiel für den Jordan zu nehmen. damit allen Ländern, durch die dieser Fluss fliesst, seine Wasser zugute kommen könnten. ABSTIMMUNG Bei der letzten Sitzung? ■wurde der Antrag Transjordaniens und Malis. Israel wogen des als Repressalie unternommenen Bombardements zu verurteilen, abge» lehnt. Die Abstimmung ergab sechs Stimmen für die eingereichte Resolution. Mit Transjordanien und Mali stimmten Sowjetrussland, Bulgarien, Uganda und Nigérien. Der Stimme enthiel« ten sich die USA. England, Frankreich. Formosa Japan, Argentinien und Neuseeland, Da zur Annahme des Vorsenlags neun Stimmen notwendig gewesen wären, wurde Israel nicht verurteilt. Strafen für Kriegsverbrecher Ostdeutschland. — Vier ehemalige Mitglieder der Gestapo wurden von einem Gericht in Bochum zu Strafen verurteilt, die zwischen zehn Jahren Gefängnis und lebenslänglichem Zuchthaus schwanken. Die Ank'age lautete auf Beteiligung an der Ermordung von 17 000 Juden in Polen. Die Angeklagten waren Aufseher im Ghetto von Novv-Saez.

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