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Jüdische Wochenschau · 1966-07-15 · 2176 (15.7.1966) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2176 (15.7.1966)
Date
1966-07-15
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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18 Ae JuMS de 1966 SEMANA ISRAELITA Año XXVII. — N? 2176 DALA bei Praesident Onganía ¡Der Präsident Argentiniens, Generalleutnant Juan Canos Ongan.a. empfing eine Delegation der Dachorganisation uer argentinischen Judenheit unter Führung ihres Präsidenten, Dr. Isaac Goldenberg, der von den Mitgliedern der DAIA, den Herren Ing. Gregorio Faigtin und Sion Cohen Imach, dem Präsidenten der AM1A, Dt. Tobias K.amenszain, und dem Oberrabbiner der Kehilla. Dir. David Kahane, begleitet wurde. Nach der Audienz, die eine halbe Stunde dauerte, versicherte Dr. Goldenberg den Journalisten, dass er von der Unter.-edung sehr befriedigt sei. Das Pressesekretanat der Präsidentschaft gab in einem Communiqué bekannt, dass Repräsentanten der DAIA und der jüdischen Gemeinschaft Argentiniens vom Präsidenten empfangen wurden, um ihre guten Wünsche auszusprechen, dass seine Regierunsstätigkeit für das friedliche Zusammenleben den sozialen Frieden und Fortschritt erspriesslich sein möge Sie bestä. tigten ferner den auf der Jahreskonvention der DAIA in Mendoza gefassten Beschluss, zum Zeichen des Anschlusses der argentinischen Judenheit an den 150. Unabhängigkeitstag Argentiniens für jede Provinz eine Schule zu stillen. Weiter heisst es. dass die Besucher der Hoffnung Ausdruck verliehen, dass den besten Traditionen des Landes gemäss die religiöse und kulturelle Freiheit seiner Bewohner gewahrt bleibe, und erklärten sich besorgt über das Bestehen extremistischer Gruppen, welche diese Freiheit offen bedrohen und die argentinische Familie zum Schaden des Ansehens der Nation künstlich zu spalten versuchen. Präsident Ongania dankte für die guten Wünsche seiner Besucher und betonte, dass der Appell zur Mitarbeit in dieser Etappe des nationalen Lebens an alle Argentinier ohne Unterschied des Glaubens oder der Rasse erging. Dies beinhalte die Kontinuität der traditione’len ethischen und religiösen Werte der Republik die stets Toleranz und Achtung vor der menschlichen Persönlichkei+ bewiesen hat. Aus seiner tiefen Ueberzeugung als gläubiger Katholik und als Präsident des Lai des_ so schlosst die Bekanntmachung, sei er entschlossen. das Bemühen aller Bürger für den allgemeinen Wohlstand zu fördern und gegen jedweden Extremismus von rechts oder links, der das friedliche Zusammenleben stören könnte, mit aller Energie einzuschreiten Salman Shazar in Uruguay D f Knnrail Rlnrli LETZTE TAGE IN CHILE Gast der Revieninoceweilt A A W* ilVlU i/lvvil Santiago de Chile. — Israels Präsident, Salman Shazar, empfing in seiner Residenz in Viñas del Mar den Nobelpreisträger Prof Konrad Bloch der auf Einladung der Universität von Santiago in Chile weilte. Shazar beantwortete ein Kabel, das er aus Jerusalm von dem Präsidenten der Interamerikanischen Entwicklungs-Bank, Felipe Herrera, empfing, welcher mit dem israelischen Aussenminister Abba Eban ein Abkommen zur Durchführung gemeinsamer Projekte in Lateinamerika unterschrieb. Shazar kabelte; ,,Ich hoffe, dass die neuen gemeinsamen Entwicklungsprojekte dem Fortschritt der Völker dienen und zur Engergestaltung der schon traditionellen Bande zwischen Israel und Lateinamerika beitragen werden.“ Vor der Abreise des Präsidenten gab die Israel-Bot- 6chaft in Santiago bekannt, dass sie ein Communiqué zu veröffentlichen plane, das im Zusammenhang mit der Reise des Präsidenten steht. Gast der Regierung geweilt hatte. Präsident Shazar wollte sofort nach dem Badeort Punta del Este weiterfahren, um sich dort zwei Tage auszuruhen, bevor er zu seiner Staatsvisite in Brasilien aufbricht. Obwohl dieses Mal der Besuch des israelischen Präsidenten rein privaten Charak ter trägt, wurde die Möglichkeit nicht von der Hand gewiesen, dass Shazar einer Einladung des Präsidenten des Regierungsrates von Uruguav, Alberto Heber, folgen und eine Estancia im Landesinnern besuchen wird. Noch andere Ehrungen für Israels Staatsoberhaupt waren geplant, obzwar er sohon während seines Statsbesuches Gegenstand zahlreicher Sympathiebeweise gewesen war Wie inzwischen mitgeteiF wurde, wird Präsident Shazar am Montag, den 18. Juli. Uruguay verlassen und zu seinem offiziellen Besuch in Brasilien abreisen. Der Besuch des Nobelpreisträgers Prof. Konrad Bloch, den eine Reise durch verschiedene Länder des lateinamerikanischer. Kontinents nun auch nach Argentinien führt, bietet uns und der nichtjüdischen Oeffentliohkeit Gelegenheit. einen anerkannten grossen jüdischen Wissenschaftler und „Wohltäter der Menschheit1kennenzvlernen. Wir haben schon vor Wochen über diesen Besuch berichtet, der auf Anregung der Centra, des Jüdischen Weltkongresses und anderer jüdimm ZWEI TAGE IN URUGUAY 25 JAHRE GOTTESDIENST OER THG Montevideo. — Am Montag wurde der Präsident Israels in der uruguayischen Hauptstadt erwartet, in der er zwei Wochen zuvor als offizieller OFFIZIELLE MITTEILUNG Der argentinische Aussenminister Dr. Nicanor Costa Mendez teilte der Presse mit, dass ein Uebereinkommen mit Israel getroffen wurde, um „zu gegebener Zeit-' das Datum festzusetzen, an dem der israelische Präsident Shazar Argentinien besuchen wird. Bericht aus Russland scher Dachorganisationen Lateinamerikas vom argentinischen Comité für das Weidmann . Institut organisiert wurde und zugleich als Anschluss dieser Institution an die Feiern zum 150 Un abhängigkeitstag der Republik Argentinien gedacht ist. Prof. Bloch wurde 1917 m der deutschen Stadt Nei6se geboren. Seine Persönlichkeit und seine Verdienste um die Wissenschaft wurden von vns schon früher an dieser Stelle eingehend gewürdigt. Br ist gegenwärtig Professor für Biochemie an der Harvard- Universität in den USA. Seine glänzende akademische Laufbahn ln den Vereinigten Staaten, wohin Prof. Bloch nach der Machtergreifung auswanderte, wurde im Jahre 1964 durch die Verleihung des Nobelpreises für Medizin und Physiologie in bahnbrechenden Forschungen und Als wir fremd und mittellos hier in einem neuen Weltteil gelandet waren, Buchten wir uns zusammen 1 Buschliessen; denn Einigkeit macht stark. Die deutschsprechenden Zionisten hatten die Theodor Herzl Gesellschaft . begründet und wollten weiter 1 Fuss fassen, neue Menschen für unser nationales Ideal gewinnen. Welch bessere Möglichkeit gab es als die „Jomim Neroim“. unsere ho- 1 ben Feiertage in denen wir Juden mit aufgeschlossenem , Herzen in der Synagoge beten. Man fasste 1941 einen damals kühnen Entschluss Einige Mitglieder der THG legten ihr bisschen Armut ihre Arbeitskraft und ihr Organisationstalent zusammen und veranstalteten einen Gottesdienst in einem kleinen Saal der Strasse Paraná Ein Gottesdienst wie soviele in Betsälen veranstalteten und doch anders. Ein Gottesdienst mit eigener Note, eine Andacht für national empfindende Juden. Gerade in Deutschland hatten viele assi. milatorische Rabbiner gegen den Zionismus gepredigt, dort hatten sich die berüchtigten Münchener Protestrabbiner gegen Herzl und seinen Zionisten - Kongress gestemmt. Der Gottesdienst der THG sollte durch Ritus und Gesänge einen möglichst grossen Kreis der Andächtigen, die an ganz verschiedenartige Gottesdienste gewohnt waren, vereinen, und in der Predigt, dem einzigen in deutscher Sprache abgehaltenen Teil der Andacht sollte ein national empfindender Rabbiner an zionistische Herzen appellieren So geschah es. und es w'urde ein grosser Erfolg. Schon im nächsten Jahr konnten wir den viel grösseren Saal der ..Panaderos“ füllen, und im übernächsten Jahre reichten die 1.000 Sitzplätze der riesigen Prince George-Halle nicht mehr aus für die vielen Andächtigen, bis sie leider abbrannte, und wir wieder zu den „Panaderos“ zurückkehren mussten, wo die THG seit einigen Jahren den Gottesdienst vor einem treu gebliebenen Publikum gestaltet. Von den Begründern des Gottesdienstes sind Oscar Schwarz und Benito Heidmann seit 25 Jahren aufopfernder Tätigkeit um die Lei- London. — Die unabhängige Labour-Zeitung „The Tri bune“ teilt mit, dass die englische Kommunistische Parte1 den Bericht eines ihrer Mitglieder unterdrückte, in dem zu lesen stand, dass die Sowjetunion immer noch die russische Judenheit diskrimi niert. Das Blatt veröffentlichte eine Zusammenfassung der Resultate, zu denen dieser Bericht gelangt, welcher von Aleo Z. Waterman verfasst und der Exekutive der Partei kurz vor seinem Tode im vergangenen April zugeleitet wurde. Waterman gehörte zur Leitung der Kommunistischen Partei und war Korrespondent der warschauer „Folksstimme“ in London. Die „Tribüne“ bezieht sich auf eine Erklärung der englisehen KP vom vorigen Mo nat, in der es hiess. dass „in der Sowjetunion mehr zur Ausrottung des Antisemitismus als in jedem anderen Land der Welt getan worden; ist.“ Das Blatt verweist auf die Unterschiede zwischen diesem „ermutigenden Bild“ und dem Memorandum von Waterman. Dieser begann Anerkennung seiner Erfindungen auf seinem Spezialgebiet, dem biologischen Ursprung des Cholesterols, gekrön.t Herr Prof. Bloch wird hier an der Nationalakademic für Medizin, der Fakultät für medizinische Wissenschaften und im Institut für wissenschaftliche und technische Forschungen eine Reihe von Vorträgen halten. Morgen wird Prof. Bloch als Ehrengast aq dem „Monatsessen-1 teilnehmen, das die DAIA im City Hotel veranstaltet. Kindler-T aschenbücher IN DEN LETZTEN WOCHEN SIND DIE FOLGENDEN BAENDE ERSCHIENEN: Nr 64: HERMANN KESTEN: Meine Freunde die Poeten. Essays — Nr 55: JOVCE CARY- Spiel ohne Ehre Roman. Nr. 56: FRIEDRICH SCHILLER: Pitaval Merkwürdi ge Rechtsfäll.e Nr. 67/58/59: GERALD REITUNGER: Ausrottung der Juden Europas 1939—1945 Nr. 60: MARQUIS DE SADE: Die Kastanienblüte und andere Erzählungen. Nr. 61: DIE SIEBEN TODSUENDEN — Vierzehn Essays Nr. 63: ELIA KAZAN: Amerika — Amerika Roman Nr 64/65: HORST LANGE: Schwarze Weide. Nr. 66 GEORGES BERNANOS: Ein böser Traum Nr- 67: LEONHARD FRANK: Das Ochsenfurter Män nerquartett. Es kosten: Einfachband DM 2.50 Doppelband DM 5,80; Dreifachband DM 4,80. Bestellungen durch alle Buchhandlungen Kindl er Verlag G.m.b.H., Milicfien tung und Gestaltung des Gottesdienstes bemüht Der Vorstand der THG ehrte sie Verdientermassen durch eine Baumsperde im Bosque de la Argentina des Keren Kaye. met. Leider sind sie, wie auch die anderen Mitarbeiter inzwischen hochbetagt. Wenn die THG noch weitere 25 Jahre ihren Gottesdienst fortsetzen will, müssen sich Jüngere melden, die mitarbeiten wollen und das Werk der ersten Einw'anderer fortzusetzen gedenken. Generationen gehen, neue Ge schlechter kommen. Hoffen wir, dass unsere Nachfolger würdig die so notwendige und erfolgreiche Arbeit am Gottesdienst der THG auf sich nehmen und ein so eminent jüdisches Werk weiterführen werden. Dr. Karl Kost seinen „Bericht über einige Anzeichen von Diskriminierung und Antisemitismus in Sowjetrussland“ mit der Aufzählung „positiver Veränderungen“ seit dem Jahre 1959 und versichert, man müsse diese Veränderungen als „seit langem fällige Massnahmen zur Berücksichtigung der Kritiken betrachten. aie von Freunden der USSR und verschiedenen Kommunistischen Parteien, einschliesslich der unseren, erhoben werden.“ Später führt er aus, dass die sowjetische KP immer noch eine ambivalente Haltung einnimmt und dieses Problem entscheidend zu lösen zögert“. Dieser Feststellung fügt er einige persönliche Kritiken hinzu. Ueber die kulturelle Diskriminierung gegen die russische Judenheit bemerkt er- „Welche Erklärung kann es für einen Unterschied in der Behandlung zwischen einer nationalen Gruppe und einer anderen geben, wenn nicht die kulturelle Diskriminierung dieser besonderen Gruppe?“ Er wendet sieh gegen die „fortgesetzte antireligiöse Propaganda und die in ausgesprochen antisemitischem Ton gehaltenen Publikationen“. Er zitiert verschiedene Druckschriften dieser Art und kommentiert, dass „in der Regierung die Tendenz vorhanden zu sein scheint, derartige Veröffentlichungen in einem Land zu gestatten in dem der Antisemitismus I heimisch war und Hitler seine Spuren hinterlassen hat“; Waterman erwähnt auch die religiöse Diskriminierung : und das Fehlen einer aufklä- | renden Propaganda g den Antisemitismus. A der kürzlichen Erklärung in der „Prawda“, in der die Notwendigkeit der Bekämpfung aller . Formen von Diskriminierung, einschliesslich des Antisemitismus, beton! wurde, so stellt der Autoi fest, sei ihm nicht bekannt „dass in dieser Richtung ir gend etwas unternommen wurde.-1 Denen, die behaupten dass die Assimilation der russischen Juden „ein natürlicher und progressiver Vorgang“ sei, entgegnet Watermann, dass diese Assimilation in Sowjetrussland „kein freiwilliger sondern ein erzwungener Prozess ist.“ In allen diesen Dingen, so meint er. hatten die russischen Juden „sichtlich weniger Glück“ als ihre Brüder in anderen Ländern Osteuropa«. Er nennt Polen, wo „Jiddisch die Muttersprache der dort lebenden 40.000 Juden ist.“ „Tribüne-1 schreibt hierzu* „Dies ist die Essenz der Aussagen Watermans über die antijüdische Diskriminierung, und wir haben keinen Grund, an ihrer Richtigkeit zu zweifeln. Wieder einmal hat die KP Englands ihre Unterwürfigkeit und Unaufrichtigkeit unter Beweis gestellt, indem sie die unbequemen Fragen ignorierte, die Waterman aufwarf. und die von ihm angeführten Bew'eise mit Schweigen übergangen hat.11 (ITA) STATT KARTEN Alien Verwandten, Freunden und Bekannten danken wir herzachst für die uns anlaesslich unserer Vermaehiunrj so zahlreich erlesenen Aufmerksamkeiten Alfredo Rothschild Elena Rothschild, geh. Salomon Ciudad de La Paz 1659 Buenos Aires Leopoldo Bermann Ruth Bermann, geh. Rothschild Mendoza 2361 ISRAEL-BRIEFMARKEN AN WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEUAUS. GABEN ZUM OFFIZIELLEN KURS AGENCIA FILATELICA OFICIAL DEL ESTADO DE ISRAEL VIAMONTE 550,1. B — Bs. Aires, Rep. Argentina I LUACH — (KALENDER) 1 Freitag den 15. Juli 27. Tammus Sonnabend, den 16 Juli 28. Tammus Schabbat MATAUS und MASS'E Haftara; 2. Kap. Jeremía« Sonntag, den 17. Juli 29. Tammus Montag, den 18. Juli 1. Aw Rosch Chodesch Dienstag, den 19. Juli 2. Aw Mittwoch, den 20. Juli 3. Aw Donnerstag, den 21. Juli 4. Aw Freitag, den 22. Juli 5. Aw- Sonnabend, den 23 Juli 6. Aw Schabbat CHASON (DEWORIM) Haftara: Jesaja, 1. Kap. Sonntag, den 24. Juli 7. Aw Montag, den 25. Juli 8. Aw Fasten-Beginn Dienstag, den 26. Juli 9. Aw Fast-Tag Mittwoch, den 27. Juli 10. Aw Donnerstag, den 28. Juli 11. Aw Freitag, den 29. Juli 12. Aw Sonnabend, den 30. Juli 13. Aw Schabbat NACHAM (WOES'CHANAN) Haftara Jesaja, 40. Kap. Sonntag, den 31. Juli 14. Aw Montag, den 1. August 15. Aw Dienstag, den 2. August 16 Aw Mittwoch, den 3. August 17. AW Donnerstag, den 4. Auygust 18. Aw Freitag, den 5. August 19. Aw Sonnabend, den 6. Augußt 20. Aw Schabbat EKEW — Haftara: Jesaja, 49. Kapitel Sonntag, den 7. August 21. Aw „ dass ““ Eriche Jui Sie durch auch * hfV £ »vgjieicrt1 k ¡¡¡erf* Iiduv f Volkskunde RD 18» Pr Akademie ten in *t höchst Abraham B< Gpanien. lieh Arihrn nen Name jakub «ral drier srat «obaft an. te. 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