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Jüdische Wochenschau · 1966-06-24 · 2173 (24.6.1966) · p. [Seite 7]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2173 (24.6.1966)
Date
1966-06-24
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Viernes, 24 de Junio de 1966 SEMANA ISRAELITA Año XXVII. — N? 2173 — 7 Folgen der Deflation Durch die Bekämpfung der Inflation, die seit 1965 auf dem Weg der scharfen Kreditbeschrfinkung vorangetriej^en wurde, hat sich das Entwicklungstempo stark ver langsamt, wie die kürzlich veröffentlichten Ziffern für das abgelaufene Jahr aufzei- »en. Darüber hinaus aber kam. es auch zu einem erneuten Ansteigen der Arbeitslosigkeit. Wenn diese Tendenz auch bisher keineswegs einen ernsten Umfang angenommen hat, so sind davon doch besonders die Bauindustrie und die Entwicklungsgebiete betroffen. Es wird sioh nun zeigen müssen, ob die Regierung hart bleiben wird und den eingeschlagenen Weg der In- Ilationsbekämpfung mit einem ständigen Anstieg der Preise fortsetzen oder erschreckt von der steigenden Arbeitslosigkeit die Kreditsehleuse wieder öffnen wird. Das müsste im Interesse der Gesundung der Wirtschaft bedauert werden. Der Gouverneur der Bank Israel, David Horovitz, befürwortet natürlich energisch die Fortsetzung der bisherigen Politik und kann sich dabei auch auf den üblichen Bericht der Sachverständigen des Inter nationalen Währungsfonds stützen, in dem ebenfalls ein Festhalten an den bisherigen von Dr. KURT OTTENSOOSER (Israel) Massnahmen dringend empfohlen wird. Auch Finanzminister Pinchas Sapir ist ein unbedingter Anhänger dieser Einte und versucht jetzt auch die Zahlung weiterer Teuerangstzu lagen an die Arbeiter su verhindern, selbst auf die Gefahr hin, dass es dabei zu einer Krise innerhalb des Masrachs (der Vereinigung v«n Mapai und Achdut Awods) kommen sollte. »SPORT GESTIEGEN — DEFIZIT GEFALLEN Im Jahre 1965 fiel das Defizit in der Handelsbilanz Israels um 48 Millionen Dollar Dies war eine Folge eines Anstiegs des Exports um 94 Millionen Dollar von 656 Millionen Dollar (1964) auf 796 Millionen Dollar (1966), während die Importe nur um 46 Millionen Dollar wuchsen ihm! dies, obwohl im Rahmen dar Iiberalisierung des Imports zahlreiche Einfuhrbeschränkungen wegfielen. In den ersten fünf Monats» 1966 hat sich der Anstieg dar »eporte weiter fortgesstst. Sie stiegen um 10,4 Pnsiiit gegenüber der glei- Periode des Vorjahres stellten sich auf 237,5 MHUonen Dollar in den eratan fünf Monaten 1966 ge- •eotiber nur 215,2 Millionen Levi Eshkols Rückkehr nach Israel Jerusalem. — Ministerpräsinedt Levi EShfcol ist von seiner Reise in sieben afrikanische Länder zurückgekehrt und hat die Regierungsgesdhälte wieder übernommen. Er erklärte bei sei. ner- Ankunft, dass die Bande zwischen Israel und den afrikanischen Ländern durch seinen Besuch noch enger gestaltet wurden und die Zusammenarbeit autf einer Reihe von Gebieten zu erwarten sei. Eines der Probleme, die Israels Regierung in diesen Tagen beschäftigen, ist die offizielle Haltung angesichts der Verteuerung der Lebenshaltungskosten. Diese Frage soll im Juli gelöst werden. Finanzminister Pinchas öaplr wird von der Mehrheit der Mlapai-Minister unterstützt, während die Parteien Achdut Aiwoda und Mapam, die der Koalition angeboren, sich auf andere Vorschläge festgelegt haben. Man erwartet, dass Bshkol Minister Sapir unterstützen und dann versuchen dürfte, einen Ausgleich der Meinungsverschiedenheiten herfoeizufiihren. VOR DEM KABINETT Jerusalem. — In der wöchentlichen Sonntagssitzung des Kabinetts berichtete Levi Eshkol, dass seine Staatsvisite in sieben afrikanischen ¡Ländern einen solchen Eändrudk hervorgerufen habe, dass sechs andere Länder des Schwarzen Koniltn inzwischen ebenfalls eingeladen haben. Er , belichtete, dass er überall, in dar Elfenbeinküste, in Liberia, Kongo (Leopoldville), Madagascar, Uganda, Kenia und Senegal, von den Regierungen und vom volk mit der grössten Freundschaft empfangen worden sei. Der Ministerpräsident erwähnte, dass er mit den Leitern jener Staaten eine Reife* internationaler Probleme vte allgemeinem Interesse, etaecfeliesslich konkreterer Fragan wie die Notwendigkeit der Abrüstung besprach. „Shfcfeol unterhiel sich auch mit einigen afrikanische) Staatschefs über Pläne für die »-Weiterung der internationalen Erziehung zur Ueberwindung der rassischen DWcrimination in Uebereinsüumung mit der von der UM»BCO gebilligten Prinzipien. Liese Pläne wurden der UNESCO von Israel unt«»rcltet. hn Zusammenhang mit den Aktivitäten Israels auf dem afrikanischen Koncinent tsttndigte Eshkol an, dass er tat Kürze eine Konferenz aller staatlichen und privaten Gewppen einzuberufen gedenke, die an einer stärkeren Zusammenarbeit Israels mit den afrikanischen Ländern interessiert sind. Diese Konferenz soll die intensive Zusammenarbeit aller Kreise in Israel behandeln, damit eine Koordinierung der israelischen Vorhaben in Afrika erreicht wird. (ITA) Dollar in der Vergleichsperiode des orjahres. So sehr es auch begrüsst wird, dass die Liberalisierung der Einfuhr das Publikum nicht veranlasst«, sich trotz der gestiegenen Preise für israelische Industrieprodukte auf Importwarten umzustellen, so wird auf der anderen Seite doch bedauert dass die weiterhin starke Nachfrage am lokalen Markt bei sehr guten Preisen verhinderte, dass die Industrie den Export stärker forcierte als dies nötig wäre, wenn wir weiterhin in verstärktem Tempo das grosse Loch in unserer Handelsbilanz sch Hessen wollen. STEIGENDE PRODUKTIONSKOSTEN Die steigenden Arbeitslöhne bei nur wenig erhöhter Produktionsleistung und weitere Kosten für Dienste und Abgaben Hessen die Gewinne Gemeinden und Vereine (Fortsetzung der Vereinsnachrichten von Seite 6) Dienstag, ab 20 Uhr in unserem Heim, Araoz 2664, das oben genannte Schachturnier ausgetragen wird. Wir bitten um zahlreiches Erscheinen. Aerztliche Betreuung für unsere Jugend; Wir machen erneut darauf aufmerksam, dass wir für unsere Jugendlichen eine ärztliche Beratungsstelle eingerichtet haben, deren Leiter Herr Emesto Bartfeld ist, der allen jeden ¡Mittwoch und Donnerstag von 18.4i5 bis 21.30 Uhr zur Verfügung steht, ebenso an den Tagen, an denen sportliche Aktivitäten stattfinden. Eis handelt sich hier um eine neue und wichtige Einrichtung, die unseren Jugendlichen zugute .-ommt. Af. Mein lieber Vater Hermann Wolffsohn ist am 24. 5. 1966 im After von 75 Jahren von uns gegangen. Er war mein ganzen Glück. PETER WOLFFSOHN 1 Berlin 91, Brandenburgische Str. 70 IRENE HASS, Buenos Aires FANNI HEILTERN geb. WOLFFSOHN (Schwester) London m 1 AMEN AB AR 2972 — Capital MISTE »SCHAFT 1966 Ergebnisse der l. Runde: División A: Bet Israel — CAGA 2:1 Bar Koehtoa — J. Weiz- «nann 1:1 D. Wolffsohn — BAMI 6:3 Maccabi — »IJA 0:0 División B: Zona Norte Caja Popular — Bialikia 2:0 NCI — J. N. Bhtlik 1:2 CIB spielfrei Zona Sud-: ^OIBA — Macabí Haaair 2:1 Bet Am, Lanús — AJA 2:0 $NShalom — T. Herzl 1:0 Spiele am Sonntag, den 26. Juni: Cancha Fénix: 'D. Wolffsohn — Bar Koehba Maecabi — OASA Cancha All Boys: BAMC — J. Wteizmarm Bet Israel — hija Cancha Lamadrid: J. Bialik — CEB Macabi Haza ir — T. Herzl Oancha t ,miera; ACIBA — AJA Bet Am, Lanús — shalom Beginn um 13.15 baw. 14.15 Uhr. Cancha CtASA: MCI — Oaja (Popular I 14.30 UlW. in der Industrie stärker zurückgehen und wirkten sien auch auf den EScport hindernd aus. ES ne Folg« dieser Situation ist es auch, dass die Investitionen in der Industrie und besonders der Ekportindustrie im Jahre 1965 recht beträchtlich zurückgingen, eine Tendenz, die auch weiterhin anhält. Die Investitionen gingen im Jahre 1965 gegenüber dem Vorjahr um rund 25 Prozent zurück, und während damals die fremden Investitionen in Devisen sich auf 174 Millionen Dollar belaufen hatten, waren es 1965 nur noch 124 Millionen Dollar. Diese beiden Tendenzen müssen sich auch in den kommenden Jahren schädlich auswirken und lähmen den Auftrieb der Exportindustrie, die sich in ihrem immer schwerer werdenden Kampf gegen die Auslandskonkurrenz im Wettstreit um die Absatzmärke behindert sieht. Man sieht daher der weiteren Entwicklung mit einem gewissen Pessimismus entgegen, wobei auch auf die Tatsache verwiesen wird, dass die Exporte im Mai erstmals etwas unter der Ziffer für den gleichen Monat des Vorjahres zurückblieben Natür- Uch sollte man sioh hüten, aus solchen kurzfristigen Entwicklungen weitergehende Rückschlüsse ziehen zu wollen. Der Anstieg der Poduktivität im Jahre 1965 belief sich auf nur 1% Prozent gegenüber 5 Prozent in den beider. Vorjahren. Aber in der Industrie selbst betrug dieser Anstieg doch 6,4 Prozent. Die Produktionsleistung pro Arbeiter stellte sich pro Werktag auf 8 Prozent, was als befriedigend angesehen werden kann. Entwicklungsgebiet Mehr als 550.000 Neueinwanderer gingen in den Negew, nach Galiläa oder Jerusalem, so dass jeder dritte Einwanderer in Eäitwick - lungsgebieten zur Ansiedlung gelangte. , K£R£n KAyemEr C£ISRJ)££ pp aM-Maii-wiB COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 48-3695, 48-5683 Grosse KKL-Leistungen in den letzten drei Jarren In den drei Jahren 1963 bis 1965 hat der Keren Kapemeth L'israel 43.385 Dunam Boden für neue Dörfer in Galiläa, Samarien, Juoäa, im Negew und dem Aravatal urbar gemacht, und oazu noch 30.360 Dunam zur Abrundung der Betrietosfläche bestehender Dörfer in allen Landesteilen, wie aus einem kürzlich von der Bodenentwicklungsbehörde des Keren Kayemeth veröffentlichten Bericht hervorgeht. Zu den neuen Ortschaften, deren Gründung so ermöglicht wird, zählen Biranibh, Sar’ith, Schetula, Netua und Jakinton an der libanesischen Grenze, zwei Dorier nahe deir. Chasonberg im östlichen Galiläa, Zur Nathan am Ostrand der Scharonebene, Meivo Modi’im und Devir in Judäa und eine Reihe Vorpostensiedlungen an der langen Grenze im Aravatal. Im selben Zeitraum hat der KKL 5C2 km neue Strassen gebaut, davon 335 in der Nord- und 187 iu der Südhälfte des Landes, 138 km Entwässerungs-Gr;' ben angelegt und 14.600.000 Bäume gepflanzt und somit die toeforstete Fläche des Landes um 68.000 Dunam vergrössert. AUS UNSERER Aus unserer Arbeit: A R 8 E I T Anlässlich der Doppelhochzeit: Leopoldo Hermann — Ruth Rothschild und Alfredo Rothschild — Elena Salomon wurde durch die Mitarbeit de- Damen: Frau Ilse Weinstein und Frau Oiara ponieman, der Betrag von $ 40.000.— zugunsten des Tietzte V orstel limgem Das erfolgreiche musikalische Lustspiel „Der lustige Vagabund“ mit Max Perlmann in der Hauptrolle wird im Teatro Mitre Freitag. Sonnabend, und Sonntag zum letzten Mal gegeben. Im Anschluss daran verabschiedet sich Perlmann vom Publikum in Buenos Aires mit einem Ebrena/bend unter dem Titel „Wo ist mein Glück?“ (am Mittwoch, den 29. Juni, um 22 Uhr), um dann sein Gastspiel in Israel anzutreten. KKL gesammelt; die beiden Ehepaare werden in das „Goldene Buch“ eingetragen. Wir danken allen unseren Freunden und Mitarbeitern. Unser Telegrammdienst: Glückwunsch- sowie Trauertelegramme und Baumdiplome bei jeder Gelegenheit, bitten wir, unter folgenden Telefon. Nummern auizu geben: 73-9026 Sra. Weinstein 64 2966 Sra Luoaseher 54.3209 Frl. Wertheirrer 48-5683 Sekretariat. 48-3695 Sekretariat Israels Bevoelkerung Tel Aviv. — Die Gesamtbevölkerung Israels beträgt heute 2.600.000 Seelen, somit 75.000 mehr als im Vorjahr. Hiervon sind 2.300.000 Juden, d. h. 60.000 mehr als 1965. Im Jahre 1948 zur Zeit der Staatsgründung gab es nur 650.000 Juden im Land. — (ITA) 18 Jahre Israel bedeuten Leben: CHAJ! ★ 1948 LEBTEN M KMfcEL HEUTE: 2.600.000 Auch dieses ist ein Werk des Keren Hajessod Deshalb: EINHEITSKAMPAGNE! COMITE CENTROEUftOPEO DE LA CAMPAÑA UNIDA (Keren Hajessod i Sarmiento 2376, Hl. — T. E. 47-3820

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