Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 27 (1966)
- Issue
- 2169 (27.5.1966)
- Date
- 1966-05-27
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 27 de Mayo de 1966 SEMANA ISRAELITA Año XXVII. — No 2169 — 7 cht«m« ■ ®r*cheii "Kienta 2SS£5SÍ5? ■SaggS sIíin<iische m «“tfat. 4-fíWhB*, &«w konaL^0"^ )Baieren 0 da« Bl»« kt.of _, ' — *» oiOfl ’f,2t eriáife. ,. ** «e zeití* Abonk.sieistSfe «icbí? und íl?ehr « É «hüttiioh J* ««. I ®«Ch in B d?el»8ft II Verkauf kwwsjwfe J»nos Ai» 5 etszEwssi ^Wiener UwmIb über lAfiUNDOS [ KiKeur »rfer. iwtz Nydeggeri mn Nepomuk Nestny «-«DB #5. T£ 4USJ! MBlwück und frei. Sonntag 1530 Ubr 1-14 u. 17-2» Bhr; Thr. E1TR0 MtntE IBRffiN'TES »424 I. £.: 54-9*41 tepiel 4er Herik®- Opemtteekiualler Al PEBLMANN STA GAHNA ult ihrer ganzen süertruppe aus Bmit 20 Schauspie in der berühmten ächlageroperette ERLASSEN SK :h AUF MICH'" 21 Uhr' 30, Sonn- ■ u Uhr u. 21 Uhr 30 SER eberweiMH *&** &k** S3#-* Moeglichkeiten und Grenzen Schalom Ben Chorin, Das Judentum im Ringen der Gegenwart. Verlag Herbert Reich, Hamburg (als Folge 22 / 23 der „Evangelischen Zeitstimmen' ), 1965, 108 S. Dem Schreiber dieser Zeilen sind, Irrtum Vorbehalten, seit Ben Chorins erster, vor etwa 30 Jahren erschienenen Schrift, seinem temperamentveilen ,, Jugend werk*', wie er es heute nennt, dem bekennerischen „Jenseits und Orthodoxie und Liberalismus“, sechs weitere, in Buch- oder Bresehürenferm herausgebrachte Publikationen gegenwärtig. mit der wohl gehaltvollsten an ihrer Spitze, der 1965 ebenfalls im Hamburger Herbert Reich Verlag erschienenen „Antwort des Jona“ Von lebenslanger Gottsudiß kann und muss hier gseprechen werden, aber ebenso davon, dass sie sich auf ein Ziel bezieht, dessen Wesen sich dem Sucher erst entschleiert, wenn er es er reieht haben wird, auf den unbekannten Gott, grundsätzlich also niemals. (Der Schriftsteller könnte sich hier übrigens auf Autoritäten wie Pascal und Kierkegaard beziehen). Dazu trat seit Jahren Ben Chorine Bemühen um jene, sagen wir, interkonfessionelle Kontaktnahme, von der er im Vorwort seiner neuen Publikation mit Betonung erklärt, sie gehe als Glaubensgespräch „nicht von Dogma zu Dogma, sondern von Existenz zu Existenz'-. Was mit dieser zunächst nicht restlos klaren Begriffsbestimmung gemeint ist, versucht er in der ersten und dritten der vorliegenden nachgedruckten Sammlung früher gehaltener Vorträge näher zu umreissen. „Jesus der Jude“ ist die eine, „Möglichkeiten und Grenzen des christlich-jüdischen Gesprächs,, die andere dieser beiden Darstellungen. Was sich daran schliesst, sind Referate, die im wesentlichen die Lage unseres Volkes als eines geschichtlich geworden, religiös unterbauten Kollektivs in der Gegenwart und speziell in Israel betreffen, aber noch andere Themen, teils „religionsbeschreibenden Charakters, teils als Rückschau auf Franz Rosenzweig und den einzelgängerischen, heute „weitgehend vergessenen „hebräi sehen Mystiker“ Oskar Goldberg finden sich in dieser Sammlung Ben Chorin’scher Vorträge, Ist jenes Glaubengespräch möglich, sofern es über den Austausch gegenseitiger Komplimente hinausgeht. über die Feststellung der Binsenwahrheit, dass sich letzthin eine gemeinsame Sprache zwischen Menschen denken lässt, wenn sie ungeachtet ihrer konfessionellen Verschiedenheiten den Blick auf das Göttliche richten? Wieder wie in seinen früheren Schriften glaubt der Verfasser an diese Möglichkeit: „Nicht dass wir einander belehren sollen in dem Sinne, dass wir sagen, erkennt Gott so wie wir ihn erkennen, das ist die einzige Möglichkeit ihn zu erkennen, sondern dass wir einander cfahinführen, dass jeder von uns aus, von seiner Position aus zu dieser Erkenntnis vorstossen kann“. Allein: andererseits steht „der Christ unter einem unmittelbaren Missionsbefehl, der Judg allein unter dem Auftrag der Zeugenschaft für Gott“; und darin liegt zweifellos eine der Grenzen. Eine andere, diesmal vom Autor nicht so entschieden wie früher auf gezeigte besteht darin, dass wir Juden ,,im Gesetz“ leben, während für die Christen — wieder sei Ben Chorin zitiert — „die Nachfolge Christi an die Stelle des Gesetzes Vollzugs tritt“. Diesmal scheint er dies Gegeneinander irgendwie allerdings aufzulockern: „Der Glaube Jesu einigt uns“ konstatiert er. um einschränkend allerdings hinzuzufügen, „der Glaube an Jesus trennt uns“. Er wird auch mit dieser Einschränkung welche Frage, auf erbittert» Proteste stossen, obwohl er sich, auf Martin Bubers Wori stützen kann und stützt, er — Buber — „habe Jesus von Jugend auf als seinen grossen Bruder empfunden“. Auch macht Ben Chorin kein Hehl daraus, dass er das Kreuz von Golgatha nicht isoliert sehen kann, sondern es steht für mich heute inmitten des furchtbaren Rauches, der aus den Krematorien von Auschwitz und Maidanek gen Himmel stieg, wo unschuldige jüdische Kinder vergast und verbrannt wurden“ Schalom Ben Chorin scheint es weiterhin also vorenthalten zu sein, auf die Frage, die ihn seit langem publizistisch und als jüdischen Teilnehmer an einer grossen Zahl derartiger Glaubensgespräche zwischen Vertretern beider Bekenntnisse beschäftigt. eine definitive Antwort zu geben. Er ist auf der Suche geblieben. Jedoch, nach diesem grössten aller Unbe-jt^ kannten — dem seiner überirdischen Natur nach unbekannten Gott - lieh zu suchen, Menschen, der nimmt. - lebenslanges ehrt den es auf sich Der neue Dürrenmatt, der Meteor , K£A£n KAycmET cetsttJiec PP COMITÉ CENTKOEUROPE«» Csrrientes 2294 — VI. Stoch — T. E- 48-3895, «8-5883 KEREN KAYEMETH VERSTAERKT SEINE TEIL¬ NAHME AN TOURISTIK IN ISRAEL Eine von der Touristik-Abteilung des Keren Kayemeth Leisrael herausgegebene Uebersicht zeigt, dass der Fonds Im Jahre 1965 Ausflüge za seinen Entwicklungsprojekten für 4.300 ausländische Touristen veranstaltete. Die ausländischen Stellen des Keren Kayemeth haben letzt, hi» ihre Tätigkeit zur Anregung von Fahrten nach Is rael ausgedehnt. Im Jahre 1965 pflanzten Touristen aus 33 Ländern insgesamt 22.233 Bäume im Rahmen des KKL-Projekts „Fflanae einen Baum mit eigener Hand“, inr Vergleich zu 14.288 Bäumen, die in dieser Weise im Jahre 1963 gepflanzt wurden; mit anderen Warten, einer von je 13 ausländischen. Tburisten pflanzte einen Baum im Jahrs- 1966, gegenüber einem von 19 im Jahre 1963. Der Keren Kayemeth ver anstaltete Ausflüge auch für Einwohner Israels, darunter Knessetabgeordnete. Richter, Offiziere des Heeres, führende Persönlichkeiten der Parteien usw., an denen 27.511 Pür 1-PersMienhaushait wild tüchtiges j Mäulchen oder Frau I für alle Arbeiten, mit I Schlafen und Familienan [Schluss gesucht. — Auge bote unter WE. 738 Pueyrredön 2190, 1“ isq. Personen teilnahmen. Auserdem besuchten 30.008-106*000 Bürger Israels Arbeitsstätten des KKL auf von anderen Gremien organisierten Ausflügen. Um dies zu erleichtern, veranstaltete der KKL auch kurze Lehrkurse und . Studienfahrten für Fremdenführer und Reise agenten. Ans unserer Arbeit: Herr Gasten Lehmann überwies uns 9 5.080:— für die Pflanzung von Bäumen auf den Namen folgender Personen; Gerardo Lehmann, Frau Maria de Ferraris, Frau Susan« de Ferraris, sowie zum Andenken an: Marta Lehmann de Silva und Franc ine Lehmann Debenedetti s. A. Die Familie Alejpndro Bein spendete 9 2.000.— für die Pflanzung von Bäumen zum Andenken an; .Julia Wenderath und Kurt Kahlenberg s. A. Wir sprechen unseren besten Dank aus! Unser Telegrammdienst: Glückwunsch- sowie Trauertelegramme und Baumdiplome bei jeder Gelegenheit bitten wir, unter folgenden Telefon _ Nummern aufzugeben: 73-9026 Sra. Weinstein 64-2966 Sra. Lubasoher 54.3209 Frl. Wertheimer 48-5683 Sekretariat. 48-3695 Sekretariat Es spricht für das hohe Niveau der Kammerspiele, dass sie schon zum zweiten Mai einen neuen Dürrenmatt als amerikanische Erstaufführung brachten. Dürrenmatt hat im „Meteor“ eine Komödie geschaffen, in der auf witzige Art mit Entsetzen. Spott getrieben wird und mit makabrem Humor, der oft zu wildem Lachen reizt, Tod und Sterben Stoff des Lustspiels werden. Der geistige Gehalt ist nieht so hoch wie bei anderen Werken Diirrenmatts; denn der grosse schweizer Autor, der noch keinen Nobelpreis erhalten hat, macht seinem Unmut darüber Luft und nimmt einen Träger des geliebten und gehassten Nobelpreises zur Zielscheibe seiner Ironie. Ein Schriftsteller, der sterben will und schon zweimal für tot erklärt worden ist, dei aber trotzdem lustig weiterlebt, während andere die leben wollen, vorzeitig sterben. Hans Gerd Kuebel führte ausgezeichnet Regie. Maria Julia Bertottö hatte ihm ein reizendes Atelier gebaut. Ob-! wohl der Maler im Stück un- | begabt sein sollte, zeigen ihre j Aktbilder Witz und Können | In diesem Atelier steht vorn I ein grosses Bett, in dem gei lebt, gestorben und neues Leben gezeugt wird. Kuebel liess diesen skurrilen Humor, der oft als englisch verschrien wird, voll zur Geltung kommen. Seine Schauspieler durften sich völlig ausspielen, in oft graziösen und lustig karrikierten Typen. Ob dieser Regieleistung vergisst man, dass Kuebel auch einen gläubigen und wundergläubigen Pastor darstellt. Reinhold Oiszewskj stellte einen köstlichen Nobelpreis träger auf die sterbenwollenden und doch stets leber.di-!ten Beine. Kaltschnäuzig und berechnend, sich seines Wertes voll bewusst, ein Egoist ohne menschliche Gefühle gegenüber seiner Familie und seinen Mitmenschen, ein Polterer und Befehlshaber, und trotz allem ein liebenswerter, vollsaftiger Mensch! Stets Mittelpunkt der Bühne, auch wenn er tot im Sarg liegt, hat der Lebensmüde seine stärksten Momente, wenn er sich in bester Lebensfnrm befindet, und daroh Beifell auf offener Szene erhält. Einige herrlich karrikierte Typen umgaben Olszewski. Fritz Nydegger hat in Bewegung und Sprache den Gestus des guten Komikers. Klaus Peter Wilhelm war als Maler der Naturbursche, der weder mit seinen Bildern noch in seiner Ehe Glück hat. Da« ist schade: denn Ute Meinhardt spielte sehr natürlich die stille Ergebenheit gegenüber dem grossen Schriftsteller und guten Zahler. Wilfried Tschudi als kuppelnde Abortfrau hatte den makabren Humor des Werkes wohl am besten verkörpert. Ihre Philosophien über das Leben der armen Leute, die moralinfrei hochkommen wollen, waren hörens wert. Katharina Herberg gab die Ehefrau und zeigte auch als Ex-Girl Herz und Gefühl. Lothar Siebman gab mit fei nem ironischem Empfinden eine boshafte Totenrede. Bert Oberdörfer war ein pflichtbewusster Hauswart und guter Sänger der von Fritz Kost mit Humor verkörperten Heilsarmee. Raimund Harmstorff war der um sein Erbe geprellte Sohn. Wilfried Jan Heyn der Verleger und Rudolf Geske die medizinische Grösse mit ihren Fehldiagnosen. Das Publikum amüsierte sich köstlich, lachte viel und war sehr beifallsfreudig. Dr„ Karl Kost mm m Gast in Israel Tel Aviv. — Dr. Alberto Abdala, Mitglied der Regierung Uruguays, stattet Israel als offizieller Gast einen siebentägigen Besuch ab. Für. die Zeit seines Aufenthaltes wurde ein reichhaltiges Programm vorgesehen. Da". Abdala wird von Staats. Präsident Salman Shazar, Ministerpräsident Levi Eshkol und Aussenminister Abba Eban empfangen werden. (ITA) Der grosse Felsen von Massada, der über dem Toten Meer aufragt und einen Kilometer Umfang hat. Er wurde für uneinnehmbar gehalten, bi» im Jahre 73 d. g. Z der sümische Feldherr Flavia Silva die Mauer in Brand setzte. Jugendtag Tel Aviv. — Im Weizmann- Institut in Reehowot fand ein ,.Jugendtag“ mit Vorträgen von Professoren statt, an dem 700 Mittelschüler teilnahmen. Wehntnigsprehlem in Ashdod Jerusalem, — Vierzig lateinamerikanische Einwanderer-Familien, die in Aschdod leben, meldeten sich kürzlich zur Auswanderung, da sie Zeitungsmeldungen zufolge behaupten, die Wohnverhältnisse seien zu schlecht. Inzwischen wurde eine gemischte Kommission ernannt, die diese Beschwerden prüfen soll. (ITA) Max Perlmami im Teatro Mitre Das Lustspiel „Verlassen Sie sich auf mich“ mit Max Perlmann und Gitta Galüna in den Hauptrollen wird bereits vier Wochen mit grösstem Erfolge gespielt. Die Vorstellungen finden auch. Freitag und Sonnabend abends sowie Sonntag nachmittags und abends statt. Max Perlmann bereitet bereits die Inszenierung zweier neuer Stücke vor, mit denen er sein Gastspiel in Argentinien beenden wird, um seinen Verpflichtungen in Südafrika und Israel rechtzeitig nachzukommen. Die Theaterkasse ist den ganzen Tag geöffnet. 18 Jahre Israel bedeuten Leben: CHAJ! gelangten entstanden Seit 1948 1.200.000 JUDEN NACH ISRAEL 487 NEUE KOLONIEN 27 NEUE STAEDTE 230.000 NEUE HAEUSER durch die Einhertskampagne (Keren tfayessad) Deshalb: EMHEITSKAMPA3N:! COMITE CEMTRGEUR0PE0 DE LA CAMPAÑA UNIDA (Kernt Haiessedv Sarmiento 2376, IH. — T. E. 4T-3S20