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Jüdische Wochenschau · 1966-05-27 · 2169 (27.5.1966) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2169 (27.5.1966)
Date
1966-05-27
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Es veri den welichte des denen so Getreide Viernes, 27 de Mayo de 1966 SEMANA ISRAELITA Año XXVII. — N? 2169 — 5 Uhr o. 4 Ereignisse der Woche Das erste jüdische Schiff «Fortsetzung der Ereignisse von Seite 4) der leitenden Persönlichkeiten dieser Gemeinde der vom Schreiber dieser Zeilen gemachte Vorschlag einer kontinentalen Dachorganisation aller unserer Organisationen und Gemeinden, wie er in der CENTRA seinen Ausdruck fand, auf fruchtbaren Boden. In dem verstorbenen Georg Neuländer s. A. hatte die Centra einen ihrer entschiedensten Vorkämpfer. So war es die Bereitschaft der NCI Montevideo, aus ihrem Kreise die führenden Männer der Centra zu stellen. Bis heute ist die NCI einer der wichtigsten Träger der CENTRA geblieben. Unser Glückwunsch Die Jüdische Wochenschau und ihr Herausgeber sind mit der NCI in Montevideo seit mehr als 25 Jahren eng verbunden. Mit der gebührenden Aufmerksakeit und Sorgfalt begleiten wir den Weg dieser Gemeinde, die durch ihre praktische Arbeit stets unse re Sympathien und Förderung erfahren hat. Wir wollen und können keine Namen nennen. Aber einige der Männer, die dä-ser Gemeinde ihr Gepräge gaben, müssen erwähnt werden. Das ist nicht ungefährlich, weil möglicherweise ein Namen vergessen wird, der auch ein Anrecht auf Nennung haben würde. Zunächst einmal nvisveu wir den langjährigen Präsidenten. Herrn Dr. Fedor Hirschlaff, und durch ihn den gesamten Vorstand und Shazars Besuch in Rio de Janeiro Rio de Janeiro. — Der brasilianische Deputierte Cunha Bueno beantragte, die Regierung solle dem Präsidenten Israels Salman Shazar, anlässlich seines bevorstehenden Staatsbesuches in Brasilien den Titel eines Ehrenbürgers verleihen. Shazar wird vom 18. bis 24. Juli als Gast des Präsidenten Castello Branco in Brasilien weilen. (ITA) die Repräsentanz begrüssen. Wer in der Oeffentlichkeit und dazu durch so viele Jah. re an der Spitze einer Gemeinde steht, muss mit Kritik rechnen. Ebne solche Kritik ist den führenden Männern und Frauen der Gemeinde nicht erspart geblieben. Aber der Erfolg der Gemeinde, ihre umfangreiche Arbeit und ihre unbestrittenen . Erfolge krönen ein Werk, für das die gesamte jüdische oeffentlichkeit volle Anerkennung schuldet. Wir wollen auch der früheren Gemeindepräsidenten gedenken-, die in ihrer. Zeit den Grundstein für d e weitere Arbeit legten sowie, des Rabbiners Rosemann, dessen echte Frömmigkeit beispielhaft wirkte. Das langjährige und erfolgreiche Wirken des jetzigen Gemeinderabbiners, Dr. Fritz Winter, der der geistige Mittelpunkt der Gemeinde ist sowie die hingebungsvolle Tätigkeit des Kantors Wahrmann sind nicht nür fiir die religiöse Arbeit von einem überragenden Wert, sondern für die gesamte Tätigkeit von grösster Bedeutung. Die Kontinuität der Gemeindearbeit ist durch die Heranziehung der „zweiten Generation“ gesichert, die in Montevideo im grossen Umfang gelungen ist Wenn wir also der Gemeinde und ’hrer Führung unsere Glückwünsehe zu diesem Jubiläum aussprechen, so geschieht dies nicht nur als Ausdruck persönlicher Verbundenheit und Freundschaft, sondern als Anerkennung für eine Leistung, für ein Gemeinschaftswerk, das über die Bedeutung des Lebens in unserer engeren Gemeinschaft weit hinausragt und ein Ehrenblatt für die Geschichte der südamerikanischen Judenheit darstellt. — Jüdische Architektur Im Salon Carlos Morel des Teatro Municipal San Martin wird ab 31. Mai eine „Architektur in Israel“ benannte Ausstellung zu sehen sein, welche im Rahmen der Feiern zum 150. Jahrestag der Unabhängigkeits - Erklärung Argentiniens veranstaltet wird. Die Schau die unter dem Patronat der staatlichen Kommission für die zu Neuerscheinungen des Verlages „OLAMENU“ In TEL AVIV, POB 3002, ISRAEL Dr. E. J. GOERLICH (Wien): RUTH. — Geschichte eines jüdischen Mädchens. Ein Wiener Roman aus der Nazizeit. — Kart. $ 5.—. Prof. Dr. HARRY ZOHN (Waltham): Wiener Juden in der deutschen Literatur. Reich illustriert. Halbleinen $ 3.50. ZEITSCHRIFT FUER DIE GESCHICHTE DER JUDEN Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD Abonnement nur ganzjährig $ 8.50. DEMNAECHST ERSCHEINT: HUGO GOLD: GESCHICHTE DER JUDEN IN WIEN Das Standardwerk der jüdischen Geschichte Wiens. Hunderte Illustrationen. Ermässigter Subskriptionspreis vor Erscheinen $ 20.—, nach Erscheinen $ 35.— IN VORBEREITUNG: „HISTORY OF THE JEWS IN AUSTRIA“ Ein Jahrbuch in deutscher und englischer Sprache. Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD. GEDENKBUCH DER UNTERGEGANGENEN JUDEN¬ GEMEINDEN DER TSCHECHOSLOWAKEI. Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD. Er. scheint in zwei Bänden. I. Band Böhmen, Mähren und Schlesien. — II. Band Slowakei und Karpatorus. Alle diese Publikationen erscheinen im Rahmen des Im Entstehen begriffenen CHAJES-INSTITUTS diesem Jubiläum vorgesehenen Ehrungen steht,, wird von der Gesellschaft für die Freunde der Hebräischen Universität in Jerusalem organisiert. Die Ausstel! ,ng wird die moderne architektonische Planung in Israel und den argentinischen Beitrag zu diesen neuen techniscnen Errungenschaften in der Konstruktion zeigen. Wettbewerb für Kinder Unter den Auspizien des argentinischen Erziehungsministeriums und der Israel- Botschaft wird im Rahmen des Programms fiir KU'turaustausch zwischen Argentinien und Israel für Anfang Oktober dieses Jahres in Jerusalem eine Ausstellung von Kinderzeichnungen vorbereitet. Die Ausstellung soll in allen Städten Israels und später auch ln Frankreich, Spanien, Italien, Schweden, Dänemark. Holland und New York gezeigt werden. Zu diesem Zweck hat das genannt« Ministerium einen Wettbewerb ausgeschrieben, um die Arbeiten auszuwäIllen, die zur Schau gestellt werden sollen, und an dem Schüler der Erziehungsanstalten im ganzen Lande feil, nehmen können. Die Arbeiten müssen zwischen dem 23. Mai und 21. Juni in der Avenida Alvear 1690 eingereicht werden. Es war im Jahre 1935. Wir hatten ab Nizza, gebucht. Ziemlich erstaunt waren wir, dass wir im Hafen von Nizza selbst aussteigen sollten, denn ein einigermassen „wichtiges* Schiff legte doch in Villefranche an. Aber unseres legte wirklich in Nizza an. Wir sahen es schon von weitem herankommen, und es erschien uns so klein. E6 hat- ' te doch geheissen, das Schiff solle 8.000 Tonnen haben. Als wir das Fallreep hinauf, kletterten, empfing uns ein Steward aufgeregt und händeringend und meinte er würde ganz bestimmt noch meschugge. — Aha, sagte ich zu meinem Mann, siehst du? wir sind doch auf dem richtigen Schiff! Bald lichtete der Dampf_ fer seine Anker, und wir machten uns heimisch. Vielleicht war das so rasch möglich, weil eben der Steward uns so „vertraut“ empfangen hatte... Wir waren ja sowieso auf eine Atmosphäre vorbereitet, die unserer aufs höchste gespannten Neugier mal so etwas ganz anderes bieten sollte. Eine Idee war nämlich zur Ausführung. gelangt die damals wenige Jahre vorher noch vielen für nicht ernst zu nehmen galt. Der Anfang der jüdischen Schiffahrt war gemacht! — Dank der Initiative des grossen deutschjüdischen Privat-Reeders Ar- Blick in die Welt von HAROLD SCHWARCZ GENERAL ALVES BASTOS, Chef des 3. Armeekorps cer brasilianischen Armee, wurde abgesetzt, weil er die Regierung des Präsidenten Humberto Castello Branco krit'- nert hatte. — VERHANDLUNGEN sollen zwischen Malasien und Indonesien aufgenommen werden, um zu einer friedlichen Beilegung der Konflikte zu gelangen. KURT SCHMUECKER, deutscher Wirtschaftsminister, wird eine Südamerika Reise antreten. _ IN SUEDVIETNAM droht der Konflikt mit den buddhistischen Rebellen in einen Bürgerkrieg auszuarten. — LEOPOLD SENGHOR. Präsident Senegals, hat die Absictii,, mit Bourguiba. dem Präsidenten von Tunis zusammenzutreffen, um über die Gründung einer Staatenunion der französisch-sprechenden Völker zu beraten. _ DEAN RUSK, nordamerikanischer Aussenminister gelangte mit seinem englischen Kollegen, Thomson, Minister für Europafragen, zu einer Verständigung über die NATO Dr. ADENAUER erklärte in einer Pressenkoferenz, der bevorstehende Besuch de Gaulles in Moskau könne die europäische Lage vollständig verändern — RUMAENIEN soll dem Kreml mitgeteilt haben, dass die russischen Truppen in Osteuropa nicht mehr gebraucht werden... — EXPRAESIDENTEN Hernan Siles Zuazo <Bolivien» und Juan Bosch (San Domingo) bemühen sich offensicht lieh um die Restitution ihrer verlorenen Positionen. _ FRANKREICH warnt Schiffe und Flugzeuge sich aus piner bestimmten Zone des Pazifik wegen neuer Atomversuche zurückzuziehen. — IM KANADISCHEN Parlament platzte eine Bombe, wobei ein Toter zu beklagen war. — GROSSBRITANNIEN versprach das spanische Memorandum in der Gibraltar-Frage zu überprüfen. _ PRAESIDENTSCHAFTSKANDIDAT Joaquin Balague-- (San Domingo) sollte durch ein Attentat beseitigt werden DAS OBERSTE GERICHT in Texas ordnete die Untersuchung des Jack Rub.v auf seinen Geisteszustand an. — ZU SCHWEREN KONFLIKTEN ist es im spanischen Klerus gekommen. — HEFTIGE ZWISCHENFAELLE mit der schwarzen Bevölkerung waren erneut in Los Angeles zu verzeichnen. _ BRITISCH GUAYANA wird unabhängig und in Zukunft nur den Namen Guayana führen. — TSCHIANG KAI TSCHECK, 78 Jahre alt, trat seine 4. Präsidentschaftsperiode als Oberhaupt des nationalistischen China an. — EISENHOWER erklärte vom Krankenbett aus, die USA hätten den Franzosen Atomwaffen verkaufen sollen dann wären viele Konflikte vermieden worden. — nold Bernstein aus Hamburg wurde aus den stillgelegten Beständen der „Hapag“ ein Scbiff gekauft und mit moderner Inneneinrichtung versehen. So entstand der deutsche Dampfer „Hohenstein* . der unter deutscher Flagge und der Fahne der Arnold- Bernstein-Linie zu einer Propagandafahrt von Hamburg, mit Zwischenlandungen in Spanien, am 26. Januar 1935 nach Genua auslief. In Genua wurde die „Hohenstem“ von der Palestine \ Shipping Co. Ltd. Haifa übernommen und verliess am 13. Februar 1935 als palästinensischer Dampfer „Tel Aviv“ den Hafen von Genua. Damit war ein historischer I | Akt vollzogen worden, der 1 ' für uns Juden von einer ganz I | grossen Bedeutung bleinen j sollte. Wir hatten nun ein jüdisches Schiff! I Bei Sonnenuntergang wurj de die schwarz-weiss-rote und j die Hakenkreuzfahne zum letzten Male . auf diesem Dampfer beruntergoholt, um am folgenden Morgen bei Sonnenaufgang der englisch, palästinensischen und der nationaljüdischen Fahne Platz zu machen. Jeder einzelne Passagier war erfüllt i von dem grossen Geschehen. I Der Syndikus der Arnold I Bernstein-Linie Herr Rechts- I anwalt Gottschalk aus Hamj bürg hielt während des I Abendbrotes eine Ansprache, in der er auf den Einfluss I der Schiffahrt eines jeden Landes auf dessen Gedeihen hinwies und seine Hoffnung aussprach, dass mit diesem ersten jüdischen Schiff der I Anfang zur palästinensischen Handelsflotte gemacht ' sei. Zugleich sollte dieses Schiff ein Ansporn sein für i jeden Juden zu weiterem j Aufbau der Idee. — Die pa- I lästinensische Flagge wurde I aufgerollt, alle Passagiere er- : hoben sich von ihren Pläti zen, und es wurde gemeinsam die Hatikwa gesungen. I Kapitän des Schiffes, i dem man die Freude über die Ehre, diesen Dampfer! führen zu dürfen, ansah versprach, seine Kraft voll | und ganz der jüdischen : Schiffahrt zu widmen. Er I versprach weiter, seine erste : Aufgabe müsste nun sein, j jüdisches Personal zu diesem Zweck zu schulen. Leider war ja bis zu diesem Zeitpunkt dieser Beruf bei Juden nicht allzusehr gebräuchlich, und deshalb hatte die ..Tel Aviv'* auch nur 25 Prozent jüdische Mannschaft, darunter der erste Offizier. Dass der erste Steward auch Jude war, wussten wir ja seit Nizza. An Bord waren ca. 280 Passagiere, und ein jeder fühlte sich zu Hause. Eine ganze Anzahl nichtjü bischer Passagiere konnte unsern Gefühlen keinen Abbruch tun. An Türen und Schaltern waren bald hebräische Inschriften angebracht. .Auf Wunsch konnte man in der „koscheren Abteilung“ essen. In der hübchen kleinen Synagoge wurde ' feierlich Gottesdienst abgehalten Und nun, um authentisch zu berichten: Bald nachdem wir also am 13. Februar von Genua abgefahren waren erhielt das Schiff Befehl, seinen Namen schleunigst wieder in den alten „Hohenstein“ umzuwandeln, da „Tel Aviv“ im Schiffscode roch nicht bekannt sei So kamen wir also in Neapel «'jeder als „Hohenstein“ an und liefen erst ab Catania als „Tel Aviv“ stolz gen Haifa aus. Dass dieser Zwischenfall humoristisch gewertet wurde und zur Hebung unserer guten Stimmung beitrug, war selbstverständlich. Inbrünstig hofften wir, dass die grosse Idee ^er jüdischen Schiffahrt so glatt und sturmfrei ihren Lauf nehmen möge, wie unser Dampfer so schön und ruhig hinüber nach Haifa glitt. Unsere Hoffnung ist erfüllt worden. Nicht ganz so glatt, aber mit Erfolg! H. M. Lexikon j Paris. — In Paris und Jerusalem erschien, herausgej geben durch die Verlage j Ahiassaf und Larousse, ein \ ausführliches französisch-hebräisches Wörterbuch. Herausgeber ist Mark M. Cohn, der die Wortbedeutungen auf den neuesten Stand gebracht hat und auch idiomatische Redensarten und literarische Feinheiten des Französisehen ins Hebräische zu übersetzen versucht. Ein hebräisch-französischer Band ist in Vorbereitung. Abkommen mit Brasilien Rio de Janeiro. — Israel und Brasilien haben ein Abkommen über die Zusammenarbeit bei der Atomforschung für friedliche Zwecke getroffen, das von Botschafter Joseph Nahmias für Israel und Aussenminister Juracy Magalhaes für Brasilien unterzeichnet worden ist. Vorgesehen ist der gegenseitige Austausch wissenschaftlicher und technischer Informationen auf diesem Gebiet. Bei der feierlichen Un. terfertigung unterstrich der brasilianische Aussenminister die seit je bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern und wies dankbar auf die Brasilien von Israel seit 1962 geleistete technische Hilfe bei der Entwicklung der brasilianischen Nordost-Provinzen hin. (ITA' 3-ZIMMER* WOHNUNG Nähe Cabildo, Mädchenzimmer m. 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