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Jüdische Wochenschau · 1966-05-20 · 2168 (20.5.1966) · p. [Seite 7]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2168 (20.5.1966)
Date
1966-05-20
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Viernes, 20 de Mayo de 1966 SEMANA ISRAELITA Año XXVII. — 21« — 1 Ereignisse der Woche (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 3) nach Israel übersiedelt, wo er als Lehrer ein neues Aufgabengebiet finden wird. Rabbiner Dr. Blum ist ein Mensch, der nicht oft über den Kreis seiner Gemeinde hinaus in Erscheinung getreten ist. Wo er es tat, hat er einen tiefen Eindruck hinterlassen. An der grossen CENTRA- Tagung in San Paolo nahm Raw Blum als eines der Mitglieder der bonaerenser Delegation teil, der bei verschiedenen Gelegenheiten in der Diskussion wichtigster Probleme hervortrat Wann und wo immer Rabbiner Dr. Blum das Wort ergriff hatte er „etwas“ zu sagen. Sein profundes jüdisches Wissen, seine grosse allgemeine Bildung, sein echtes Verständnis menschlicher Problem« und Sorgen schufen ihm Ansehen und verschafften ihm Gehör. Seine Meinung war immer wertvoll, sein/ Rat stets beachtenswert. Auch ausserhalb seiner Gemeinde bedauern alle, die ihn kannten, seinen Fortgang aus unserer Mitte, denn er hinterlässt eine Lücke, die kaum zu schliessen ist. Unsere Wunsche begleiten Herrn Dr Blum, seine Frau und seine Tochter nach Israel, wo er hoffentlich einen Wirkungskreis findet, der seinem grossen Können und seinen menschlichen Qualitäten adäquat ist. — Symposion des JWK Alle zwei Jahre veranstaltet der Jüdische Weltkongress in Europa — jeweils in einem anderen Lande — ein Symposion, um die Bedeutung der jiddischen Sprache für die jüdischen Massen zu Auszeichnung Washington. — Julius Stone, Professor für Internationales Recht an der Universität Sydney, ist der erste Empfänger des „Preises für Welt - Rechtsfohschung“ der Weltkonferenz für Frieden ■durch Recht. unterstreichen. Mit derselben Absicht und Aufgabe wird der Jüdische Weltkongress hier in den Räumen der AMIA ein solches Symposion durchführen: „Die jiddische Sprache und das jüdische Leben“. Die Veranstaltung findet vom 18. bis 20. Jun* statt. Mark Turkow, der Delegierte des JWK. bekannter Journalist und früherer Mitarbeiter der grössten jiddischen Zeitungen Osteuropas, informierte die Presse über die bevorstehende Veranstaltung und ihre Bedeutung, zu der zahlreiche Einladungen auch an Organisationen. Gemeinden und Schulen im Landesinnem ergangen sind. Turkow wird die Eröffnungs rede über das Thema „Die jiddische Sprache im jüdischen Leben“ halten. Eine Reihe weiterer Vorträge bereichern das Programm, unter anderen wird Rollansky über Scholem Alechem sprechen, während der Oberrabbiner Dr. Kohan das Thema , »Jiddisch im religiösen Leben“ behandeln wird. In einer Reihe von Broschüren werden die Bedeutung des Jiddischen unterstrichen und Themen von allgemeinem Interesse erörtert werden. — Techniker aus Israel Die Regierung der Provinz Chubut hat Prof. Dr. Dan Goldberg, einen Spezialisten für Bewässerung aus Israel, kontraktlich verpflichtet Prof. Goldberg kam in Be gleitung von Dr. Isaac Levi, welcher Mitglied des instituts für Agrarforschungen der Universität -von Rechowot ist und dem Obersten Comité für landwirtschaftli che Planung des Staates Israel angehört. Dr. Goldberg, der Probleme der Bewässerung in verschiedenen Ländern und im besonderen in Wüstengebieten der Welt studiert hat, wird die Verhältnisse in der unteren Senke des Chubut - Flusses untersuchen, um einen Plan zur Ausnutzung des Dique Florentitio Ameghino für Bewässerungszwecke auszuarbeiten. Am 15. Mai entschlief nach kurzer Krankheit mein lieber Mann, Vater, Bruder, Schwaoer und Onkel. Herr ALFREDO SCHLESINGER im 67. Lebensjahre. Im Namen aller Verwandten In tiefer Trauer: HILDE SCHLESINGER, geb. RoMobaum LÜTZ SCHLESINGER Buenos Aires, Santiago de Chile Die Beerdigung hat bereits siahgefunden. Am 13. Mai verschied mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater Grossvater, Bruder und Schwager, Herr Dr. SIEGFRIED S. HELLWING Die trauernden Hinterbliebenen BERTA HELLWING geb. GLUBCKSMANX Kinder und alle anderen Verwandten Nagarne 1236 Buenos Aires DANKSAGUNG Für die herzliche Anteilnahme die uns von so Vielen Freunden und Bekannten anlässlich des Hinscheidens unserer lieben Frau und Mutter. Schwiegermutter, Grossmutter, Urgrossmutter und Tante, Frau SIDONIE SCHWARZ geb. ACHT bewiesen wurde, danken im Namen aller Verwandten ANTON SCHWARZ Dr. BERARDO SCHWARCZ , K£A£n KAyemcr cctsmiEC PP COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 - VI. Stock - 1. E. 48 3W5, 48-SS83 Apertura de la Campaña pro Fondos Nacionales Tel Aviv. — En la recepción ofrecida por la Campaña Unida del Keren Kayemet Leisrael (Keren Kayemet Le israel y Keren Hayesod) ea Israel, realizada en el Hilton Hotel — Tel Aviv, expresó el Sr. Jacob Tsur, Presidente del Directorio de] Keren Ka yemet Leisrael que el establecimiento de centros agrícolas y semi-urbanos en puntos estratégicos a lo largo de la frontera abre un nuevo capítulo en la historia de U colonización. Señaló la importancia del nuevo puesto de avanzada en Tsur Natár aún en construcción, que será ocupado la próxima primavera por un grupo del Najal (brazo agricultor dei Ejército de Defensa de Israel). AUS UNSERER ARBEIT Anlässlich der Hochzeit: Ernesto Wolff-Rita Nemirovsky wurden $ 3.100.— für den KKL gesammelt; auf den Namen der Neuvermählten werden Bäume in Israe. gepflanzt. Herr Arturo Julinsburr überwies uns $ 3.000.— für die Pflanzung von Bäumer zum Andenken an seine Gattin, Frau Rosa J. de Juliusburg s. A. WIR STELLEN RICHTIG: Herr Juan Grunwald, Moisesville, sandte uns einen Scheck über $ 60.000.— im Aufträge der Leitung der Kolonie „La Juanita“ in Las Palmeras, Sta. Fe, für die Pflanzung eines ,,Gan‘‘ auf den Namen: Hogar Sociai „La Juanita“. Von der Cultusgemeinde Zadoc Kahn, Palacios. Santa Fe, erhielten wir eine Ueberweisung über $ 10.000.— wovon 8 5.000,— beim Gottesdienst anlässlich der Barmizwahfeier von Robert Farn. Sohn des Ehepaares Hermann und Inge Fam, geb. Fritzler, zu Gunsten des KKL gespendet wurden; Roberto wird im „Sefer Barmizwah“ eingetragen. Die Die Geschichte von Bergen-Belsen München. — Auf Veranlassung der Landesregierung wird am Eingang der Gedenkstätte von Bergen-Belsen eine Dokumentationsstelle vorbereitet, die aufgrund authentischen Bild- und Schriftguts erstellt wird. Im einzelnen wird man eine Schilderung der Errichtung des Lagers Bergen-Belsen und der Transporte dorthin erhalten Es folgt eine schonungslose Darstellung des Lagerlebens mit allen Leiden bis zum Zeitpunkt der Befreiung. Eine Sammlung der einschlägigen Literatur im deutschen Inland und im Ausland sowie Zeichnungen, Tagebuchaufzeichnungen und Erinnerungssi iicke ergänzen das Material. Die Regierung steht zur Erstellung der Stätte mit Jad Waschern, der Wiener Library und einigen Kibbuzim in Verbindung. Juden in Geergien London. — In der Sowjetunion gibt es zumindest eine Region, die den Juden ein unbeschränktes religiöses Leben erlaubt. Es ist dies die Sowjetrepublik Georgien mit Tiflis als Hauptstadt Darin liegt keine besondere Politik von Moskau, sondern Georgien liegt weit weg vom Zentrum, in der Nähe der persischen Grenze, und die Republik zeigte seit jeher einen besonderen Drang zur Unabhängigkeit. In ganz Georgien leben 120.000 Juden, davon 50.(KJ in Tiflis. Die Stadt hat ihr eigenes jüdisches Vierte] und eine schöne Synagoge, in det täglich Gottesdienste stattfinden. restlichen $ 5.000,— spendete die Gemeinde aus demselben Anlass. BESTE BUECHSEN IM MONAT APRIL: S. Bermann, Else Goldschmidt, Pablo Grzymisch, Günter Joseph, Bertokio Kahn, Leo Kahn, Alfredo Langesfeld, Günther Lewinsky, Sra. de Lippmann, Familien Löwy und Latzer, Leon Meller, Francisco Popper, Werner Rosenberg, Irma Schlesinger, Dr. Hardi Swarsensky, Any Weil, Ida Wetzler. Wir danken allen unseren Freunden und Mitarbeitern. Unser Telegrammdienst: Glückwunsch- sowie Trauertelegramme und Baumdiplome bei jeder Gelegenheit bitten wir, unter folgenden Telefon. Nummern aulzugeben: 73-9026 Sra. Weinstein 64-2966 Sra LuDascher 54.3209 Frl Wertheimer 48-5683 Sekretariat. 48-3695 Sekretariat Jüdische Weltbeveelkerang Das Institute of Jewish Affairs des Jüdischen Weltlron. gresses glaubt nach einer Untersuchung, die jüdische Bevölkerung der ganzen Welt auf insgesamt 13.887.000 beziffern zu können. Die überwiegende Mehrheit der Juden, 10.885.000. lebt in drei Ländern- USA 5.612.000; USSR, 3 Mio; Israel. 2.237.000. Die verbleibenden 3 Mio sind auf ungefähr 100 Iünder verteilt. Nach Angaben der zentralen Repräsentativ-Körperschaft der argentinischen Juden, der DAIA. kann Argentinien als das Land mti der viertgrössten jüdischen Gemeinschaft in der Welt bezeichnet werden; 550.000 Juden leben dort. Frankreich steht an fünfter Stelle mit 500.000, England an sechster Stelle mit 450.000 Juden. Es folgen: Kanada mit 272 000 Juden, Brasilien mit 150.000, Südafrika mit 116.000, Rumänien mit 100.00 Iran mit 80.000, Marokko mit 75.000 und Australien mit 70.000. — Die Zusammenstellung des Jüdischen Weltkongresses zeigt folgenden Verteilung auf die Kontinente: 5-904.000 für Nordamerika, 4.392.854 für Europa. 2.431.891 für Asien (eingeschlossen ist dabei Israel mit einer jüdischen Bevölkerung von 2273.000), 829.708 in Südamerika, 253.640 in Afrika (nahezu die Hälfte in Südafrika) und 75000 in Australasien. Die Dezimierung der euro- I pais“hen Judenheit wird aus 1 den folgenden Zahlen über | die verbleibende jüdische Bei völkerung in diesem Konti. ■ nent deutlich: In Polen, einst die Kraftquelle der europäischen Judenheit leben nach Angaben des Jüdischen Weltkongresses heute 25 000 Juden, weniger als ein Prozent des Vorkriegsbestandes; in den beiden Deutschland befinden sich heute insgesamt 32.400 Juden, hiervon 31.600 in Westdeutschland; vor der Katastrophe erreichte die deutsche Judenheit eine Zahl von 600.000 Seelen. Bar-Ilan-Universitaet Tel Aviv. — Wegen Platzmangel musste die Bar Ilan- Universität ein Drittel der Neuanmeldungen unberücksichtigt lassen Nur 800 neue Studenten konnten akzeptiert werden. Insgesamt studieren 2.000 Studenten in?4 Abteilungen, 28 Prozent allein in den Abteilungen für Naturwissenschaften. Klubhaus London. — Die Gesellschaft für Jüdische Flüchtlinge in London hat ein Klubhaus für ältere Flüchtlinge auf den Namen von Hannah Karminski errichtet Die Ehrung erfolgte für die bekannte Sozialarbeiterin die mit Mut und Hingabe in Deutschland bis zuletzt in ihrer Arbeit ausharrte und dann deportiert wurde. A.C.I.B.A. ARAOZ 2854 J.K.G. Tel. 71.9059 — 72-2725 SONNABEND. DEN 21. MAI, UM 21 UHR SONNTAG. DEN 22. MAI, UM «7 IHR „Heitere und besinnliche Kammerspiele“ Das Ensedmble der Deutschen Kammerspiele zu Ga^t in der ACIBA — Conference: HANS GERD KUEBEL Verkauf im Sekretariat heute von 9—12 Uhr und an der Kasse vor Beginn der Vorstellungen. 18 Jahre Israel bedeuten Leben: CHAJ! ZEICHNET SPONTAN EINHEITSKAMPAGNE AM SONNTAG, DEN 22. MAI, VON <0—12 UHR an den folgenden Stellen: AcbduMi Isroel Bet Israel Cuíte Israelita de Belgrano Lamroth Hakol Nueva Comunidad Israelita und Lm Sekretariat des Comité Controeuropeo, Moldes 2449 Cramer 2070 Vidal 2049 Caseros 1450, Florida Arcos 2319 Sarmiento 2376, OI. COMITE CENTROEUROPEO DE LA CAMPAÑA UNIDA (Keren Haiessed> Sarmiento 2376, III. — T. £, 47-3820

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