Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 27 (1966)
- Issue
- 2167 (13.5.1966)
- Date
- 1966-05-13
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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VitriM«. 13 de Mayo de 196« SEMANA ISRAELITA Año XXVII. — N? 2167 — 7 wr* »»»«I'm »»». rtpmw*».»■>»» »y wimmm W J WMmZn, »* ♦*«•*♦*****«*♦ *■*♦**«** •*•*•** » « I WÖb'^waa-rwöstortt»' » «^■r:sy¿Ví'*wrt«*¡wT!r J «5^-r.»^-3W>35ss>3î»i> Der philatelisehe Dienst des israelischen Postministeriums gab bekannt, dass am 20. April anlässlich des diesjährigen Unabhängigkeitstages eine neue Markenserie in den Werten 0,12, 0,30 und 0,8V 1L erschienen ist. Die Marken wurden nach einem Entwurf von E. Weishof bei E. Lewin-Epstein Ltd. vielfarbig im fotolithographischen Verfahren gedruckt. , KEACn E^yemcr C£tS(U)£C pp •S«®*» COMITE CE¡> Í ttOEUKOPEO Corrientes 2294 — VI. Slock — T. E. 48-3695, 48-5683 El Sr. Debbs remite 25 Jerusalem. — El Sr. Ernesto Bebte, Supervisor del Disrtrite Los Angeles, california, guien tiene su bosqueeillo plantado en el Bosques de La Paz John F. Kennedy, ha remitido a sus numerosos amigos en Los Angeles 25 000 tarjetas de salutación desde Israel K¡ Sr. Debbs es un reconocido simpatizante del Estado .000 tarjetas de Israel de Israel y un entusiasta partidario de las labores del Fondo. Siendo cristiano, fundó, hace años, el Comité Cristiano - Americano para Palestina, promoviendo los intereses del joven Estado de Israel en círculos no-judíos existentes en los Estados Uni. dos. El bosquecillo en el Bosque Kennedy es y será signo viviente del reconocimiento * su obra sionista. AUS UNSERER ARBEIT Anlässlich der Hochzeit von Herrn Julie A. Allami mH Frl. Marga Nordhäuser wurde durch die Mitarbeit von Juanita und Liliana Jakob die Summer von 5.900.— Pesos gesammelt; auf den Narrten der Neuvermählten werden Bäume in Israel gepflanzt. Anlässlich der Vermählung von Erl. Beatriz Gruenebaum mit Herrn Aaron Danowicz wurde von Frl. Norma Gruenebaum der Betrag von 5.000 Pesos für den KKL gesam- »seit; auf den Namen des jungen Paares werden Bäume gepflanzt. Anlässlich der Barmizwahfeier von Ricardo Daniel Krieger, Florida, wurden durch die Mitarbeit von Mario Hammerschlag und Susana Kriege $ 6.500.— gesammelt; Ricardo wird im ,,Sefer Barmizwah“ eingetragen. Die Familie Leo Stern, V. Ballester, spendete $ 4.000.— für die Pflanzung von 20 Bäumen auf den Namen von Herrn Rabbiner Hanns Harf. Herr Julio Neumann überwies uns anlässlich seines 85. Geburtstages $ 3.000.—, wofür Bäume auf seinen Namen gepflanzt werden. Frau El'sa Schutz spendete anlässlich ihres 80. Geburtstages $ 2.000.—, wofür Bäume zum Andenken an ihre Tochter, Frau Ruth Katzenstein, geb. Schutz, s. A. verstorben in Naharia, Israel, gepflanzt werden. Frau Federika Jakob spendete anlässlich ihres 75. Geburtstages $ 2.000.—, wofür Bäume zum Andenken an ihren Sohn, Walter Jakob s.A., gepflanzt werden. Das Ehepaar Abraham und Heia Bachner spendete 3.000 Pesos für die Pflanzung von Bäumen zum Andenken an ihre Tochter Judith s. A. Wir danken allen unseren Freunden und Mitarbeitern. Für die so überaus herzliche Anteilnahme beim Hinscheiden meiner Frau, ROSL ROHR geb. FELDSTEIN danke ich auch im Namen meiner Familie allen Freunden und Bekannten sowie der WIZO, der NCI, der Frauengruppe NCI und der THG sehr herzlich. JULIO ROHR Ciudad de la Paz 1951 DANKSAGUNG Für die grosse Anteilnahme anlaesslich des Ablebens unseres lieben Vaters und Grossvoters, Herrn GOTTSCHALK WOLFF decken wir allen Freunden und Bekannten herzlichst ENRIQUE WOLFF und Frau EDITH geb. KIEFER CLAUDIA und RICARDO MUSS DAS SEIN» Wo immer in Kürschners Deutschem Gelehrten-Kalender (Verlag Walter de Gruyter <fe Co.. Berlin) ein Name mit einem Sternchen versehen erscheint, bedeutet das; dass vom Träger des Namens keine näheren Angaben zu erhalten waren. So kommt Hans F. K. Günther lediglich mit seinem Namen und dem Zusatz ,,Dr phil. Prof.“ vor; Angaben über Personalien Laufbahn und Veröffentlichungen fehlen. Von dieser sicher nicht unbegründeten Einzeiligkeit in dem massgebenden deutschen Wissensrhaftlerlexikon stechen die 20 Zeilen, die die ,,Frankfurter Allgemeine Zeitung' dem einstigen geistigen Mit-Schrittmacher des Nationalsozialismus zu dessen 75. Geburtstag zu widmen für nötig hielt, auffallend ab. Das Blatt führt aus, Günther habe sich „durch seine populäre Darstellung verschiedener Rassentheorien als Antropologe und Soziologe einen Namen gemacht“. Nach seinen Angaben sei er kein Nazi gewesen; dabei wird aber darauf hingewiesen, dass er aufgrund seiner Schriften, darunter der 1928 erschienenen „Rassenkunde des deutschen Volkes“, 1930 von dem damaligen thüringischen Innenminister Frick (dem späteren Reichsinnenminister und Reichsprotektor von Böhmen una Mähren; 1946 hingerichtet) zum Professor an der Universität Jena gemacht worden (er erhielt dort den neugeschaffenen Lehrstuhl für Sozialanthropologie) Nach Kriegsende, so heisst es in der F.A.Z weiter, habe ihm die Spruchkammer im Bntnazafizierungs-Verfahren das Recht zugebilligt, , ,wei. terhin schriftstellerisch tätig zu sein“. Um sich zu erinnern, wer Günther ist oder, richtiger, wer er war und was es mit ihm auf sich hatte, braucht man garnicht zu seinen zahl reichen als unwissenschaftlich erkannten Büchern mit ihren Theorien von der Ver schiedenwertigkeit von Menschen, Völkern und Rassen und mit dem Postulat der „Aufnordung“ des deutschen Volkes zu greifen. Man lese nur nach, wa« in dem Offenen Brief stand den vor genau vierzehn Jahren zahlreiche Münchner Publizisten t Wissenschaftler, Verleger und Buchhändler, darunter Leonhard Frank. Erich Kästner, Hans Werner Richter. Luise Rinser Bruno E. Werner, Edmund Schopen, Dr. Heinrich Wild und Professor Dr. Karl Salier, der Direktor Musik in Buenos Aires ,,LE MARTYRE DE SAINT SEBASTIEN“ ~ Teatn» Colon eröffnet Wintersaison Das fast fünfstündige in französischer Sprache geschriebene Mysterienspiel von Gabriele D’Annunzio bewegte Claude Debussy, es in Töne zu setzen. Die Titelpartie des nunmehr zum szenischen Oratorium gewordenen Werks muss von einer Tänzerin, die zugleich Rezitatorin ist, dargestellt werden. Seit Ida Rubinstein gab es nur wenige Vertrerinnen die. ses Fachs. In Buenos Aires kannte man bisher nur die einfache Oratorien-Version. die dann und wann geboten wurde; öfters erklingen in den Konzertsälen die „cinq fragments symphoniques“, die im Gesamtopus jedoch nur einen geringen Platz einnehmen. Durch das Engagement von Ludmila Tscherina, einer bezaubernden Tänzerin, die auch das stimmliche Timbre der romantisch-theatralischen Rezitation ihr eigen nennt, bot als argentinische Erstaufführung das Cölön das Werk in der Form des szenischen Oratoriums, wobei der Regisseur Henry Doublier — in Personalunion hervorragend deklamieren, der und mimender „Emperateur“ — den Rotstift radikal walten liess und das , Martyrium“ auf wenig mehr als zwei Stunden zusammenstrich. Die ätherisch-impressionistischen Töne Debussys, die oft in krassem Gegensatz zum Pathos D’Annunzios steht, wurden von Jacques Pernoo umsichtig, aber ohne die notwendigen pianissimi und Schattierungen interpretiert; das Colon- Orchester hielt sich gut. Ludmila Tscherina bot einen ergreifenden, erschauern lassenden „Sébastien“; sie ist zur Zeit wohl die einzige Künstlerin, die dieser Interpretation ideal gerecht zu werden vermag. Während die Regie gorssangelegt war und Raumwirkungen enormen Ausmasses erzeugte (Stimmgruppen fanden sich auch in den Proszeniumlogen), wirkte die Choreographie, wichtigstes Hilfsmittel des Genres, in den Händen von Milenko Banovitch oberflächlich und uninteressant. Dagegen fanden sich alle übrigen Solisten weitgehend in ihre Rollen und die zw beiden Seiten der Bühne postierten verstärkten Cher gruppen —die singende unter Tullio Boni und die sprechende unter Vald Sciamarella — boten stimmlich und auch didaktisch perfekte Leistungen. Bühnenbilder und Kostüme waren stilvoll und Phantasie verratend von Georges Wakhevitch entworfen. Alles in allem: eine glanzvolle Aufführung mit grosser Resonanz im Publikum dessen rauschender Beifall vor allem Ludmila Tscherina galt. Ort B. M. Weissstein des Anthropologischen Insti tuts der Münchner Universität, an den bayerischen Landtag und den Börsenver ein des Deutschen Buchhandels richteten, um die Beschlagnahme des in dem Münchner Verlag J. F. Lehmann neuaufgelegten Günther-Buches „Gatten wähl zu verlangen. Die dilettanti. sehen Lehren Günthers, der erstmals 1922 mit einer volkstümlichen Darstellung der als unwissenschaftlich erkannten Lehren Gobineaus und H. St. Chamberlains an die Oeffentlichkeit trat, seien von den Nazis für ihre verhängnisvolle Politik verwendet worden und hätten weite Kreise des deutschen Volkes vergiftet. Es sei I „nicht nur ein Akt der politischen Klugheit sondern auch der sittlichen Entscheidung die deutsche Jugend vor dem Gedanken des Rassehasses des unverbesserlichen Günther zu schützen“ hoben die Unterzeichner des Protestes vom Jahre 1952 hervor. Was also soll heute ein auch noch so nüchtern ge. haltener und unscheinbar aufgemachter Geburtstassartikel einer angesehenen deutschen Tageszeitung? Im Gedenken an die Opfer des ungeheuerlichen Rassenwahns, an dem der ,Rassen-Gunther“ zumindest geistig nicht unschuldig ist wäre es menschlich taktvoller und politisch gescheiter gewesen, man würde über den 75 Geburtstag dieses Mannes stillschweigend hinweggegangen sein. E. G L. B.A.I.A. Informa a la Colectividad Con motivo de las innumerables consultas re. cibidas en relación a una acción financiera de F.U.C.A., la D.A.I.A. se considera en la obligación de informar a sus adherentes y a toda la oloectividad, que no realiza ninguna campaña conjunta y que únicamente los representantes autorizados de la D.A.I.A. recaudan fondos piara sus fines. Quienes son requeridos para contribuir a otras instituciones con parecidos objetivos, deben saber que dicho importe no ingresa en la en. tidad representativa del ishuv la D.A.I.A., que ahora más que nunca, necesita el apoyo moral y material de todos. Mayo 1966 18 Jahre Israel bedeuten Leben: CHAJ! ZEICHNET SPONTAN EINHEITSKAMPAGNE an den Sonntagen, den 15. und 22. Mai von 10—12 Uhr an den folgenden Steilen: Achduth Israel Bet Israel Culto Israelita de Belgrano Lamroth Hakol Nueva Comunidad Israelita Moldes 2449 Cromer 2070 Vidal 2049 Caseros 1450, Florida Arcos 2319 und im Sekretariat des Comité Centroeuropeo, Sarmiento 2376, in. COMITE CENTROEUROPEO DE LA CAMPAÑA UNIDA (Keren Hajessod> Sarmiento 2376, III. — T. E. 47-3820 É