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Jüdische Wochenschau · 1966-05-13 · 2167 (13.5.1966) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2167 (13.5.1966)
Date
1966-05-13
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Vterne«, 13 de Mayo de 1966 SEMA NA ISRAELITA Año XXVII. — N* 2167 — 5 Ereignisse der Woche (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 4) ten, soweit sie jedenfalls Ju. den sind oder zu den Juden geschrieben werden, nicht von irgendeiner Instanz ernannt oder gewählt wurden, dürfte nach unseren Feststellungen nicht bezweifelt werden. Auch Herr Tennebaum, der Leiter der Touristik, ist keine Instanz, jeden, falls keine Instanz des argentinischen Judentums. Der in dieser Angelegenheit hervorgetretene Herr Dr. Podolsky der noch nicht einmal seine Pflicht gegenüber der Einheitskampagne erfüllt hat. ist ebenfalls von keiner jüdischen Instanz gewählt worden. Trotzdem sprechen alle diese Leute im Namen der Juden oder gar im Namen Israels. Warum eigentlich? Wer wird dieses Haus in Israel bezahlen? Der Staat Israel? Der Staat Argentinien? Die Juden? Welche Juden?' Die Kirche? Diese Fragen sind bisher unklar. Wir halten es für einen Fehler, dass Leute ohne Mandat die jüdische Oeffentlichkeit kompromittieren. Es gibt doch Präzedenzfälle. Das war zu Zeiten Peröns, als über ■ ¡eifrige und sich sehr wichtig vorkommende, im übrigen aber durchaus nicht befugte Herren versprachen, einen Wald zu Ehren des damaligen Präsidenten zu pflanzen. Natürlich reichten ihre Kräfte hierzu nicht aus. Also musste die Kollektivität einßpringen, um ,,uns nicht zu blamieren’“. Denn schliesslich ging es doch um die Ehrung des Präsidenten. Damals lehnten die zentralen Instanzen dieses Ansinnen ab, die Verantwortung für die Schritte Dritter zu übernehmen, die ohne rechtzeitig sich die Autorisation geben eu lassen, Verpflichtungen eingegangen sind. Es wäre bedauerlich, wenn sich dieses traurige Schauspiel wiederholen sollte. Interessant wäre auch eine Antwort auf die Frage, aus welchen Gründen die argentinische Judenheit, repräsentiert vorläufig noch durch die DAIA und nicht durch eine private Handelsfirma, ausgeschaltet worden ist. Oder kennt das Touristikbiiro Israels die DAIA nicht? AMIA-W ahler gebnlsse Die Ergebnisse der Wahlen fiir den neuen Vorstand der AMIA, die am letzten Sonntag durchgeführt worden sind, waren die folgenden: Stimmen Liste 1: Religiöser Block — Agudat Jisrael 418 Liste 2: Föderation liberaler Zionisten ... 1.929 Liste 3: Revisionisten (Cherut) . 761 Liste 4: Mapam — Haschomer Hazair . 1.334 Liste 5: Misrachi — Hapoel Hamisrachi ... 928 Liste 6: Zentraleuropäisoher Sektor . 508 Liste 7: Sozialistischer Block (Bund) . 567 Liste 8: Mapai — Achduth Awoda . 6.201 Es mussten 15 stimmen annulliert werden, während 40 Wähler weisse Stimmzettel abgegeben haben. Nach dem vorliegenden Ergebnis erhalten die Listen die folgende Anzahl von Repräsentanten: Liste 1: 3 Vertreter Liste 5: 10 Vertreter Liste 2: 14 „ Liste 6: 3 „ Liste 3: 5 „ Liste 7: 4 „ Liste 4: 10 ,, Liste 8: 44 „ Eine Analyse dieser Wahlen wird in der nächsten Ausgabe der Jüdischen Wochenschau veröffentlicht werden. — Man sollte vorsichtiger sein, wenn der Oeffentlichkeit grosse Projekte präsentiert werden, W'enn die beteiligten jüdischen Stellen nicht vorher genau wissen, ob und wie die Planung und Reali sierung ermöglicht werden kann. — Sitzung der Centra Am vergangenen Sonntag trat die Executive der CEN¬ TRA zu einer Sitzung in Montevideo zusammen, auf der eine Reihe wichtiger Fragen behandelt W'urden. In diesem Jahre wird das zehnjährige Jubiläum der CEN¬ TRA begangen werden. Der Kongress wird in Montevideo abgehalten. Planung und Vorbereitung des Kongresses bildeten einen der Punkte der Tagesordnung. Auf Initiative der Centra wird der Nobelpreisträ ge” Professor Dr. Konrad Bloch einige südamerikanische Länder besuchen, wo er an Uni versitäten Vorträge halten soll. Centra Montevideo und Buenos Aires planen besondere Empfänge für den Ehrengast in unserem Kreise. Berichte über die erfolgreiche Jugendarbeit und die Jugendseminare sowie Fragen des Rabbinerseminars standen ebenfalls auf der Tagesordnung. Abschliessend wurden einige finanzielle Neuerscheinungen des Verlages „OLAMENU“ in TEL AVIV. POB 3002, ISRAEL Dr. E. j. GOERLICH (Wien): RUTH. — Geschichte eines jüdischen Mädchens. Ein Wiener Roman aus der Nazizeit. — Kart. $ 5.—. Prof. Dr. HARRT ZOHN (Waltham): Wiener Juden in der deutschen Literatur. Reich illustriert. Halbleinen $ 3.50. ZEITSCHRIFT FUER DIE GESCHICHTE DER JUDEN Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD Abonnement nur ganzjährig $ 8.50. DEMNAECHST ERSCHEINT: HUGO GOLD: GESCHICHTE DER JUDEN IN WIEN Das Standardwerk der jüdischen Geschichte Wiens Hunderte Illustrationen. Ermässigter Subskriptionspreis vor Erscheinen $ 20.—, nach Erscheinen $ 35.— IN VORBEREITUNG: „HISTORV OF THE JEWS IN AUSTRIA“ Ein Jahrbuch in deutscher und englischer Sprache. Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD. GEDENKBUCH DER UNTERGEGANGENEN JUDEN¬ GEMEINDEN DER TSCHECHOSLOWAKEI. Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD. Er. scheint in ziwei Bänden. I. Band Böhmen, Mähren und Schlesien. — II. Band Slowakei und Karpatorus. Alle diese Publikationen erscheinen im Rahmen des im Entstehen begriffenen CHAJES-INSTITUTS Probleme besprochen. An der Sitzung namen Executivmitglieder aus Buenos Aires und San Paolo teil. — Coronel Raz in Buenos Aires Zur Zeit hält sich der Oberst Arie RAZ, der militärische Dekan des Präsiden, ten Israels, in Buenos Aires auf. Wie mitgeteilt wurde, steht dieser Besuch mit der bevorstehenden Reise des Präsidenten Salman Shazar in Zusammenhang, der zu einem Staatsbesuch von Präsident Dr. Illift eingeladen worden ist. Minister Sapir Der israelische Finanzminister Pinchas Sapir wird zu einem kurzen Besuch heute in Buenos Aires eintreffen. Der Aufenthalt des Ministers Sapir ist auf wenige Tage beschränkt. mmm f Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sah sich die jüdische Bevölkerung von F.rez Israel durch die Politik des britischen Premierministers Ernest Bevin erneut um ihre Hoffnungen betrogen. Die zionistischen Führer begannen, mithilfe der Hagana, die „illegale'“ Einwanderung durchzufiihren, bei der der Palmach eine entscheidende Polle spielte und der die öffentliche Weltmeinung ihre Unterstüzung lieh. Gerade in die- »en Tagen begehen wir den 25. Jahrestag der Gründung des Palmach. — Auf dem Bild sind illegale Einwanderer zu sehen, darunter Frauen und Kinder, die von den britischen Truppen in die Lager in Zypern geführt werden. Stabilitaet voraus esa£t Das verlangsamte Tempo der Wirtschaftsaktivität, das schon im Jahre 1965 bemerkbar war, wird auch im Jahre 1966 andauern. Dies ist eine der Schluss, folgerungen der massgebenden Wirtschaftler der Regierung, welche im „National- Budget“ für 1966 ihren Ausdruck fand. Das National.Budget wird alljährlich von drei Gremien ,— dem Finanzministerium, der dem Amt des Ministerpräsidenten unterstehenden Planungsbehörde und der Abteilung für Wirtschaftsordnung der Staatsbank gemeinsam veröffentlicht. Scholem Aleichem-Ehrung Der IFT brachte anlässlich von Scholem Aleichems 50. Todestag seine Komödie „De. stinos Errantes“ heraus, von Fabio Rejes und Ignacio Fin - der mit Geschick in eine Operette in spanischer Sprache umgewandelt. Ignacio Finder stellte auch aus schönsten jüdischen Volksliedern (leider gehörte auch das Nazi-Lied von der Lore dazu} eine sehr eingängige Musik zusammen. Die Autoren setzten das Werk höchst wirksam in Szene. Dabei wurden sie von der präzis arbeitenden Ballett- Meisterin Laura Yusem gut unterstützt. Ueber alles Loh erhaben ist das Bühnenbild von Guillermo de la Torre Aesthetisch schön vereinte es geschickt die vielen Orte des Geschehens, sodass das Spiel flott und pausenlos abrollen konnte. Damit waren alle Vorbedingungen für einen heiteren, angenehm packenden Theaterabend gegeben, bei dem auch Scholem Aleiehern nicht gar zu kurz kam. Schauspielerisch stand Ignacio Finder, der mit seiner weichen angenehmen Stimme neben den spanischen auch einig« jddische Lieder vortrug, an erster Stelle Ein Kabinettsstück bot Tino Pascali, der als Rebbe mit tiefem Gefühl (auf spanisch) „Aufm Prepetschik“ sang und in anderer Maske sogar, unverkennbar einen lustigen komischen Polterer auf die Beine stellte. Scholem Aleichems Schauspielertruppe fand würdige Vertreter: Ethel Agistino, Regina Keil, Samuel Heilman, ein guter Sänger und wirksamer Komiker, und Leopoldo Verona, der nicht, -wie es die Rolle vorschreibt, der beste jiddi sehe Mime ist, aber einen wohlklingenden tiefen Bariton besitzt. Das Liebespaar wurde dargestellt von Nestor Hugo Rivas, der sehr gut aussieht, und Cecilia Thumim, einer viel versprechenden blutjungen Naiven mit schönen Mitteln. Alle anderen müssen sich mit einem Gesamtlob begnügen. Das Publikum ging begeistert mit und spendete am Schluss so reichen Beifall, dass der IFT für einige Monate von Repertoire-Sorgen befreit sein dürfte, was man dem rührigen, leider finanziell notleidenden Theater nur wünschen kann. Dr. Karl Kost Jeschiwa Rio de Janeiro. — In Petropolis wird die Errichtung einer Jeschiwa die auch weltliche Schulung ermöglicht, geplant. Man hofft, auch Jugendliche aus nichtorthodoxen Kreisen heranzuziehen. JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73 1148 BLANCO ENCALADA 1648 Im Laufe des Jahres 1966 wird, dieser Prognose nach, die Bevölkerung Israels genau so wie im Jahre 1965 um nur 2,9 Prozent ansteigen, während sich der Zuwachs im Jahre 1964 auf 3,9 Prozent belief. Der Umfang der Investitionen wird im Jahre 1966 in den Grenzen des Jahres 1965 verbleiben. Der öffentliche Verbrauch wird ca. 10 Prozent ansteigen, während der private zurückgehen soll. Die Wirtschaftler der Regierung glauben, dass im Jahre 1966 Israels Zahlungsbilanz sich weder verschlechtern noch verbessern, sondern stabil bleiben wird. Der Ueberschuss der Einfuhr im Verhältnis zur Ausfuhr wird 485 Millionen Dollar betragen, verglichen mit 490 Millionen Dollar im Jahre 1965, 536 Millionen Dollar im Jahre 1964 und 404 Millionen Dollar im Jahre 1963. Die Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen dürfte, dieser Prognose nach, um 100 Millionen Dollar, die Einfuhr von Waren und Dienst leistungen hingegen um 90 Millionen Dollar ansteigen. Diese Voraussage stützt sich auf die Annahme, dass die Steigerung der Einfuhr infolge der verringerten Steigerung im Umfang von Investitionen und des Privatverbrauchs und mit Rücksicht auf die unveränderten Waren und Rohmaterialienbestände gedrosselt werden kann. Im Jahre 1966 wird eine Senkung von 45 Millionen Dollar in der Kapitaleinfuhr eintreten, hauptsächlich aus Gründen gesteigerter Schuldentilgung und Infolge der beendeten Abwicklung des Reparations-Abkommens mit Deutschland. Die Devisenreserven des Staates dürften bei Jahresablauf um annähernd 20 Millionen Dollar höher sein, als zu Beginn des Jahres. Das Nationaleinkommen wird sich im Laufe des Jahres auf 9.802 Millionen TL belaufen, was einem per capita-Einkommen von 3,706 IL entspricht. Der Durchschnittslohn wird um ca. 15 Prozent ansteigen, wovon die Hälfte Teuerungs. Zulagen zuzuschreiben ist. In Beantwortung auf Fragen von Pressevertretern sagten die Wirtschaftler der Staatsbank und der Pianungsbehörde, dass die Preisverteuerungen, die infolge der letzten Steuererhöhungen auf dem Gebiet des Verkehrswesens, etc. eintreten werden, den Konsumenten-! Index im laufenden Jahre um höchstens 2—3 Punkte beeinflussen dürften. Bei den Preiserhöhungen sind bereits auch die wahrscheinliche Erhöhung der Strompreise, sowie die Erhöhung der Posttarife um durchschnittlich 20 Prozent mit einberechnet. Auch würkt sich bei den berechneten Verteuerungen in der Prognose schon die drastische Reduzierung der Subsidien für die Landwirtschaft mit den dadurch ausgelösten Preiserhöhungen aus. Die Wirtschaftsexperten gaben zu, dass sich das Nominaleinkommen der' Angestellten im öffentlichen Dienst im Laufe des Jahres 1965 um 24 Prozent erhöhte — davon um 11 Prozent infolge der Aufbesserungen des Grundlohnes und um weitere 13 Prozent infolge retroaktiver Nachzahlungen. Die nominalen Lohnerhöhungen in der Wirtschaft als solche betrugen pro Arbeitnehmer durchschnittlich 14 Prozent ohne — oder 17 Prozent einschliesslich der Teuerungszulagen. Haim Mass DEIN HOBBY DEINE SPARKASSE Israel-Briefmarken Beratung durch: STAMPS CENTER 94 Allenby Rd. — TEL AVIV — P.O.B. 4444

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