Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 27 (1966)
- Issue
- 2166 (6.5.1966)
- Date
- 1966-05-06
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 6 de Muyo de 1666 SEMANA ISRAELITA Aito XXVII. — N® 2166 — 5 Ereignisse der Woche (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 4) zur Verfügung gestellten städtischen Terrain an der alten Strasse nach Miramar der Jüdische Friedhof eingeweiht. Der aus diesem Anlass veranstalteten Feier wohnte der Bürgermeister von Mar del Plata, D. Jorge Baúl Lombardo, bei 50jaehriges Jubilaeum Anlässlich ihres 50jährigen Bestehens veröffentlichte die Liga Argentina Israelita contra la Tuberculosis eine Erklärung, in der sie auf die Anfänge der Institution hinweist. Darin wird hervorgehoben. dass die Liga, welche am 29. Januar 1916 gegründet wurde und damals einen monatlichen Beitrag von 20 centavos von ihren Mitgliedern erhob, von Anbeginn Tuberkulosekranken und im besonderen aus minderbemittelten Kreisen Hilfe leistete Diese Tendenz verfolgte sie seit ihrer Gründung bis auf den heutigen Tag. da sie mit Stolz auf eine 50jährige Tätigkeit zum öffentlichen Wohl insbesondere für die jüdische Gemeinschaft, zurückblicken darf. Jüdisches Studentenheim Die Kehilla <AMIA) weihte in Anwesenheit des israelischen Botschafters, des zu Besuch weilenden israelischen Landwirt'schaftsministers und des israelischen Kulturattaches das neue Studentenheim in der Cordoba 2524 ein, das bereits seiner Bestimmung übergaben wer., den konnte. Das Heim hat vier Stock, werke und Erdgeschoss, wo Aufenthaltsräume. Speisesaal. Bibliothek mit abgeschlossenen Studiertischen neben 40 Schlafzimmern fiir 107 Studenten untergebracht sind. Die Zimmer sind mit Zentralheizung, Warmwasser und allem modernen Komfort versehen und w>llen den Studenten, die nach Buenos Aires zum Studi-m kommen, ein gemütliches Heim geben In den beiden ersten Stockwerken sind die Aufenthaltsräume für die Mädchen und im dritten und vierten Stock werk sind die Studenten untergebracht. Das Heim hat eine koschere Küche und einen modernen Essaal mit Selbstbedienung nach modernster. Prinzipien eingerichtet; auch für die Beaufsichtigung ist durch kompetentes Personal hinreichend gesorgt. Das Heim ist bereits voll besetzt Freistellen sind gewährt worden für Studenten, die nicht in der Lage sind, die Kosten selbst aufzu bringen. Dieses neue Heim ist nach jahrelanger Kleinarbeit fertiggestellt und ein lobenswerter Erfolg unserer Kehilla, die alles daran gesetzt hat, um das grosse G“ .äude umbauen und modernisieren zu lassen. Das Heim hat auch einen .grossen Versammlungssaal, in dem allgemeine Veranstaltungen abgchalten werden können, da man ietzt die gesamte studierende jüdische Jugend erfassen will, die dort ein Zentrum bilden | kann. Ebenso ist die Küche so! eingerichtet, um ausser den! Studenten des Heims noch weitere Studenten beköstigen zu können. Mat hat hier grosse Pläne vor sich. Es ist zu hoffen, dass alle Bemühungen von Erfolg gekrönt sind und ein weiterer Ausbau ermöglicht werden kann. Die Kehilla hat auch für die Vereinigung der studierenden zionistischen Jugend ein Heim im Gebäude der Jewish Agency in der Larrea 744 gemietet das fast neben dem neuen jüdischen Studentenheim - liegt. Budget der Kehilla (kmk) Diè Leitung der Kehilla hat jetzt das neue Budget aufgestellt, das auf einer Sondersitzung zur Abstimmung vorgelegt werden wird, auf der auch die neu gewählten Vorstandsmitglieder ernannt werden. Die Kehilla bemüht sich seit Jahren, ein Heim für Sieche, d. h. unheilbar Kranke, zu finden. Dieses Problem konntè bis jetzt noch nicht gelöst werden. Deswegen sollen zunächst einmal zehn unheilbar Kranke in ei- J. P. LANDSBERG VERSICHERUNGEN JEDER ART Bme. MITRE 430 V. Of. 550 T.E.: 30-1474 (ATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68.1017/18 j 1264 S U A V A N D A R el calzado legítimo de espuma de goma DEIN HOBBY DEINE SPARKASSE Israel-Briefmarken Beratung durch: STAMPS CENTER 54 Allenby Rd. — TEL AVIV — P.O.B. 4444 ner Privatklinik untergebracht werden, deren Lage besonders tragisch ist. Der Unterhalt für jeden Kranken erfordert mindestens zwanzigtausend Pesos im Monat. Eine besonders schwierige Frage ist die der Chewra Kadischa d.h. das Beerdigungswesen. Der Friedhof in Tablada ist bald belegt, und der neue Friedhof in Berazategui hat eine Investierung von ca. zwölf Millionen Pesos erfordert. Aber die meisten Leidtragenden wollen nicht ihre Toten dort zur ewigen Ruhe bestatten, sondern ziehen aus familiären Gründen den Friedhof in Tablada vor. Die Kehilla hatte die Möglichkeit, den Friedhof in Tablada vergrösern zu können was aber die gewaltige Summe von ca. 37 Millionen Pesos erfordert, wozu noch ca. 20 Millionen zur Herstellung der vorgeschriebenen Einrichtungen notwendig sind. Einige jüdische Kooperativen haben der Kehnte bei der teilweisen Finanzierung dieses Projektes gehoben. Alle diese Aufgaben erfordern enorme Summen, um das grosse Arbeitsfeld bewältigen zu können. Die Kehilla hat ferner erneut grosse Beträge zum Aufbau jüdischer Schulen bestimmt, so z. B. eine halbe Million fiir die Anilewitsch-Schule, eine halbe Million für die Bialik- Schule in Valentin Alsina 200.000 Pesos für ein Jugendheim usw. Das Budget der Kehilla für das laufende Geschäftsjahr 1966 ist vorläufig auf sechshundert Millionen Pesos veranschlagt worden, die kaum ausreichen dürften, um allen Anforderungen gerecht zu werden. Auf die Ausgaben für das neue Studentenheim ist bereits hingewiesen worden. Für Bedürftige und soziale Hilfe mussten 40 Millionen ausgegeben werden. Demgegenüber beliefen sich die Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen nur auf 72 Millionen, aus dem Beerdigungswesen auf 280 Millionen, sodass nur ein Teil der erforderlichen Ausgaben hierdurch gedeckt werden konn. te. — Grosse Aufgaben und viele Probleme sind von der neuen Leitung der AMIA zu erfüllen, die am kommenden Sonntag gewählt werden wird. „Casa Argentina“ in Israel Im städtischen Theater General San Martin fand die feierliche Ankündigung der Gründung der ,,Casa Argen, tina en Israel“ vor einem, zahlreichen Publikum statt. Im Laufe des Programms wurde eine auf Tonband aufgenommene Botschaft des israeiischen Aussenministers Abba Eban verlesen. Anwesend waren der argentinische Innenminister Dr. Juan S. Palmero, der Staatssekretär für Kultus Dr. Rodolfo Arambarri als Repräsentant des Präsidenten der Republik Argentinien, die Präsidenten der konsultativen und exekutiven Comités der Institution. Monseñor Ernesto Segura und Dr. Miguel Podolsky. Handelsminister Dr. Bernardo Grinspun, Israel-Botschafter Mosche Alón, Bürgermeister F. Rabanal. Würdenträger der griechisch- und russisch-orthodoxen Kirche., Mitglieder des Diplomatischen Korps u. v. a. Nach Abspielen der argentinischen und israelischen Nationalhymne begrüsste Dr. Podolsky die Anwesenden und verwies kurz auf die Bedeutung der Veranstaltung. Hierauf ergriff Monseñor Ernesto Segura das Wort und würdigte die Initiative, in Israel ein solches Haus zu gründen und auf diese Weise die Pilgerfahrten in das Heilige Land zu fordern. BESUCH SHAZARS Der Präsident Israels. Zalman Shazar, wurde von der argentinischen Regierung zur Teilnahme an den Feierlichkeiten anlässlich des 150. Jahrestages der Unabhängigkeits-Erklärung Argentiniens eingeladen und hat die Einladung angenommen. Der Präsident Israels sprach dem argentinischen Aussenministerium gegenüber die Bitte aus, dass alle Bankette und Empfänge zu seinen Ehren koscher sein müssen. Das Rabbinat der Kehilla hat dem Aussenministeri um gegenüber die Verpflichtung übernommen, hierfür Sorge zu tragen. CHAIM GVATI, der Israelische Ackerbauminister, der im Rahmen einer Reise durch Lateinamerika, auf Einladung des argentinischen Ackerbauministers, Ing. Walter Kugler, seit einigen Tagen in Argentinien weilt. Blick in die Welt van HAROLD SCHWARCZ WASHINGTON meldete die bevorstehende Explosion einer rotchinesischen Bombe mit grösserer Potenz an Radioaktivität als die beiden früheren Experimente Pekings. KANZLER ERHARD wandte sich gegen den russischen Plan einer paneuropäischen Konferenz ohne Beteiligung der USA. — , , THOMAS C. MANN, nordamerikanischer Unterstaatssekretär für lateinamerikanische Fragen, trat zurück. — WALTER ULBRICHT, der Präsident Ostdeutschlands würde bei Betreten des Bodens der Bundesrepublik verhaftet werden, wie man aus deutschen Quellen erfährt. — ANDREI GROMYKO, der russische Aussenminister, ist vom Papst Paul VI. in einer langen Audienz empfangen worden, in welcher über die Notwendigkeit des Friedens gesprochen wurde. — VERHAFTUNGEN der Parteigänger des früheren Präsidenten Boliviens, Päz Estenssoro, sollen das Vorhandensein eines Komplotts bewiesen haben. — SUEDVIETNAM wird von einem Glaubenskrieg zwischen Katholiken und Buddhisten bedroht. — SCHWERE Beschuldigungen wurden von Rotchina gegen Indonesien erhoben. — DER AUSNAHMEZUSTAND in Indien hält wegen der drohenden Lage an der chinesischen Grenze noch immer an. — DEAN ACHESON, einer der Schöpfer des Nordatlan tik-Paktes, trat für das Weiterbestehen der NATO auch ohne Frankreich ein. — HAROLD WILSON, der englische Premier, erklärte Englands Unterstützung des amerikanischen Vorgehens in Vietnam. — URUGUAY will im Grenzkonflikt zwischen Brasilien und Faraguav vermitteln. — STEPHANOPOULOS, der griechische Regierungschef, erhielt nach einer erregten cypern-Debatte ein Vertrauensvotum. — SUCARNO wehrte sich dagegen, nur das dekorative Figur zu erscheinen, obwohl die Opposition gegen ihn immer stärker wird. — DIE LAGE in der Dominikanischen Republik ist von weiteren Unruhen erschüttert. — KUBA soll, wie UP mitteilte, die Absicht haben, die Beziehungen zum Roten China abzubrechen. — HA ILE SELASSI, Kaiser Abessiniens, stattete der Republik Haiti einen Besuch ab, wo er vom Präsidenten Duvalier empfangen worden ist. — Untersuchung in der Knesset Jerusalem. — Die Knesset- Kommission für Sicherheit und auswärtige Angelegenheiten beschloss die Untersuchung der „Dimona-Affäre'*, die sich auf die Vorführung eines Films über den israelischen Atom-Reaktor durch die NBC bezieht, der in New York in der Television gezeigt worden ist. Deputierte des Gacbal und; der Rafi verlangten von Premierminister Esbkol Aufklä-! rung, wie es möglich gewesen sei, dass nordamerikanisehe Kameraleute die Anlagen in Dimona trotz der Sicherheitsmassnahmen und trotz des verbotenen Eintritts in diese Sicherheitszone filmen : konnten. Ferner wollen die \ Deputierten wissen, auf wel che Weise die Streifen aus dem Lande gebracht werden konnten, ohne von der Miii-; tärzensur geprüft worden zu sein. (ITA) Punktsystem für Verkehrssünder Tel Aviv. — Israel wird wahischeiulich schon in die; sem Jahr ein neues Str tsystem für chronische 7erkehrssünder einführen. Wie; Verkehrs - Minister Mosche Carmel vor der Knesset er läuterte, arbeitet ein Gutachterausschuss zur Zeit einen Vorschlag aus nach :em Autofahrer von den Stressen ferngehalten werden so.ien. die sich wiederholt die gleichen Vergehen zuschulden kommen lassen. Die Sünder erhalten für ihre Sünden Punkte. Hat ein Fahrer in einer bestimmten Zeit eine grössere Anzahl Punkte ..gesammelt“- soll ihm der Führerschein entzogen werden (AlVZi Mangel an Akadenrkern Tel Aviv. — Die Regierung j bemüht sich, die im Ausland lebenden israelischen Akademiker zur Rückkehr nach Is rael zu bewegen. Ihre Zahl beträgt etwa fünftausend, von denen die meisten in Nordamerika tätig sind Is rael benötigt Aerzte Architekten, Chemiker, an denen es zumeist in den Entwicklungsgebieten fehlt. (ITA) ^Hlij!Hiinmiinniimiiuiiuiuimniiminmnimniiiiniiinnmumiiimiiiimniimuiiniiiim^ I j