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Jüdische Wochenschau · 1966-05-06 · 2166 (6.5.1966) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2166 (6.5.1966)
Date
1966-05-06
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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Vterne*, 6 «te Mayo de 1966 6 EM AN* ISRAELITA Año XXVII. _ N» 21«« Ereignisse ¿er Woche Die Wahlen der AMIA Am kommenden Sonntag finden die Wahlen zum Vor Stand der AMIA statt. Wie erinnerlich, hatten wir vor geschlagen die Wahl dur:h die Aufstellung einer Einheitsliste zu vermeiden. Die entsprechenden Vorschläge wurden von den Parteiführern nicht akzeptiert die Wahl wird also durchgeführt werden. Im Jahre lf)57 wählten 17.81 S Mitglieder, 1960 -waren eg 16.348 und im Jahre 1963 wur de eine Einheitsliste aufgestellt. Man kann darüber strei ten, ob die frühere Wahlbeteiligung gross oder schwach gewesen ist. Immerhin sind rund 17.000 Mitglieder, die zur Wahl schreiten, nicht wenig, wenn dies auch nur etwa 3j bis 35 Prozent der wahlberechtigten Mitglieder sein dürfte Diese Schätzung dürfte auch dem Status der zentralenropäischen Juden entsprechen, deren Mitgliederschaft auf etwa 3.000 bis 3.500 Familien geschätzt wird. Die genaue Ziffer steht jedoch nicht fest. Jedenfalls erhielt die Zentraleuropäische Liste knapp eintausend Stimmen während der beiden letzten, durchgeführten Wahlen, und damit 5 Repräsentanten. — Die Anzahl von fünf Repräsentanten dürfte aber nicht ganz der Mitgliedernroportion entsprechen. Al'gerrein nimmt man an. dass in der Zahl der organisierten iüdi sehen Familie das zentraleuropäische Element etwa 10 % ausmacht. Das entspricht auch den Erfahrungen der bereinigten Kampagne. Demnach müsste diese Oruope in der AMIA nicht durch fünf, sondern durch neun Repräsentanten vertreten sein. Worauf ist diese D’fferenz zurück- »ufiihren? — Einmal dürfte es wahr sein, wenn ..unsere Menschen“ d. b. viele zentraleuropäische Juden aus verschiedenen Gründen einfach nicht wählen gehen. Sie sind nicht sonderlich interessiert. Soll die Arbeit in der AMIA machen wer will. Der Kreis derjenigen, die so denken, ist nicht unbeträchtlich. Man hat noch nicht verstanden, dass die AMIA auch unsere Sache __ wie sie die Sache aller anderen Juden ist. Man hält aus -Unkenntnis der grossen Aufgaben der AMIA. die man einfach ignoriert, die von , _ .. , der AMIA zu erfüllenden i GruPPterungen^ starke. westeuropäischen Judentums zum Ausdruck kommt. Viele unserer Menschen fühlen sich aber anderen, ideo.ogi- Pflichten tenswert. für kaum beach- Diese Interesseloals einer Landsmannschaft verbunden. Deswegen wählen Bigkeit ist bedauerlich. | de andere Listen was aber genügt nicht, die eigene! n^ht ausschliesst. dass siejn Werbetrommel für seine Or-! fh,r, vle!en P^gen mit den. ganteatton zu rühren, man Auffassungen „beremshmmt ™___ _1 die von der zentraleuropai* sehen Liste vertreten werden. Ein ernstes Wort Dieses Mal sind die zentraleuropäischen Juden noch mit einer eigenen Liste zu den AMIA-Wahlen gegangen, deren Grundlage die Tatsache bildet, dass es sich um zentraleuropäische Juden handelt. Ist das richtig? Entspricht das wirklich unserer Auffassung? Wollen wir denn „landsmannschaftliehe“' Eigentümlichkeiten für alle Zeiten bewahren, obwohl die muss auch Zeit und Interesse für -die allgemeinen jiidiechen Aufgaben aifbrinaen. Und hieran mangelt es in unserem Kreis. Wir wollen auch nicht ver kennen, dass eine Reihe zentialeuropäischer Juden ihre Stimme anderen Listen als der zentraleuropäischen ab geben. Denn die zentraleuropäiBche Liste ist die einzige, die man als landsmannschaftiich bezeichnen kann. Sie hat kein spezifisches Programm, wenn sie auch eine spezifische Einstellung zu bestimmten Problemen des jüdischen Lebens und der ge Lebensvoraussetzungen in meindlichen Arbeiten hat unseren neuen Wohnländem wie sie in der Tradition des , ganz andere geworden sind obwohl unsere Kinder niernit garnichts zu tun haben Das in und durch die CENrRA modern gewordene Schlagwort von der .Tradition des deutschen Juden, tums" ist aber solange ein leeres Wort, als wir nicht den Mut und die FähiakeL besitzen, einmal klar zu sagen, worin eigentlich diese dem deutschen Judentum so eigentümliche Tradition besteht. Ist es nur der eigene Gebetsritus, der in Wirklich keit zwischen Nord- und Süddeutschland so unterschiedlich war wie zwischen anderen Teilen des nicht mehr zentraleuropäischen Judentums? Wo und wie verlaufen eigentlich die Gren zen dieses ..zentraleuropäischen'' Judentums? Man muss Konkreter sagen, was gemeint und erstrebt wird. Vielleicht könnte daun die Zahl der Wähler er hebli'h grösser werden. Aber die landsmannschaftlichen Gesichtspunkte werden auf die Dauer allein nicht ausreichen, besonders dan-. nicht, wenn man an die neranwachsende Jugend denkt. Aber auch andere Gesichtspunkte sollte man in Zu kunft — und zwar nicht erst im letzten Augenblick unter dem Druck der bevorstehenden Wahlen — betrachten. Zunä 3hst einmal haben bis zum heutigen Tag die Wähler der zentraleuropäischen Liste nicht erfahren, wer eigentlich die Kandidaten sind. Sie werden überrascht sein (oder auch nicht?), dass wiederum dieselben Men. sehen die Liste anführen, die schon vor beinahe 10 und einige, die schon vor beinahe 20 Jahren auf diesen Listen in der einen oder anderer Form kandidieren. Wir glauben nicht, dass dies zweck massig ist. so anerkennenswert die Leistungen einiger unserer engsten Freunde auf dem Gebiet der AMI A sind Wo bleibt der Nachwuchs? Ein weiteres Hindernis bei der Formierung der zentral, europäischen Liste ist eir. Moment, das beachtenswert ist und zum Nachdenken Anlass gibt: man braucht Leu te. die auch jiddisch sprechen können. Der Grund hierfür liegt darin, dass die Vorstands - Sitzungen der AMIA, jedenfalls jetzt noch LISTA Bloque Democrático Unido * ®j (Poale Sion Hitajdut y Ajdut Avoda-Poale Sion) Estimado asociado de la Comunidad: En sus manos se halla el destino de la más importante institución judía de América meridional, la COMUNIDAD ISRAELITA DE BUENOS AIRES. El resultado del acto electoral DEL 8 DE MAYO PROXIMO será decisivo para la orientación de la Comunidad y, por consiguiente, para toda la vida societaria judía local. Si usted desea que Ja Comunidad y toda la colectividad judía en general puedan: ★ Resguardar el carácter democrático y genuino ★ Incrementar y afirmar la educación judía ★ Bregar por la asistencia solidaria para los personas indigentes ★ Acercar a las nuevas generaciones a la acción societaria ★ Afianzar las actividades en el campo juvenil y de las Agrupaciones Jalutzianas ★ Combatir las fuerzas disociadoras. en todas sus expresiones ★ Estrechar los vínculos espirituales con Sión Si usted desea que todos esos objetivos sean logrados con plena conciencia judía, con espíritu íntegro y dignidad y con comprensión y tolerancia hacm todos leu asociados y sectores de la vida judia societaria, APOYE Y VUlfc run LA LISTA DEL Bloque Democrático Unido (POALE SION HITAJDUT (MAPAI) — AJDUT AVODA — POALE SION E INDEPENDIENTES LISTA Nq. 8 — wie lange weiss man nicht — in jiddischer Sprache vor sich gehen. Wer den Verhandlungen und Diskussionen im Vorstand folgen will, muss die jiddische Sprache zumindest gut verstehen auch wenn er sie nicht sprechen Kann, denn er kann ja in Spanisch antworten. Ai alvsieren wir einen Augenblick die Notwendigkeit solche Kandidaten zu finden die Jiddsich verstehen. Die deutschen Juden verstehen kein Jiddisch, sie können kaum folgen, sie müssen sich sehr anstrengen um zu wissen, w-as verhandelt w:rd. Diese Tatsache kann man nicht leugnen. Also w’erden Kandidaten ausgesucht die zwar zu unserem Kreis gehören, aber in Wirklichkeit sich selbst dazeven wehren, als ..deutsche Juden“ bezeichnet zu werden. Damit verliert e'gentlirh ne eigene Liste ihren Sinn wenn man ihr nicht endlich einen anderen als einen ausgespro chen landsmannschaftlicben Charakter verleiht. Die eigene Liste Eine eigene Liste ist durchaus sinnvoll, aber unter anderen Voraussetzungen und mit klaren Zielstellungen Wir sind sogar davon überzeugt, dass diese Liste weit mehr Stimmen bekommen würde. auch wenn das zentraleuropäische Element in ihr führend ist, wen-i sie ihr Programm verkündet und durchführt. Und es gibt viele konkrete Aufgaben in der AMIA die von einer solchen neuen Liste, unter Zugrundelegung unserer Vorstellun gen auf manchen Gebieten des jüdischen Lebens aufgenommen und vertreten werden könnten. Zunächst einmal sind sehr viele nicht damit zufrieden, dass die Listenwahl nach den Grundsätzen der alten zionistischen, inzwischen israelischen Parteien geführt wird. Auch dieses Svstem ist sicherlich überholt. Aber die Kritik allein hilft uns nicht weiter. Deswegen wäre es verdienstvoll, wenn nach die sen Wahlen von unserem Kreis die Initiative einer Umorientierung erfolgen würde Der Weg hierzu ist lang und schwer. Gew’ohnheit und Schwerfälligkeit, für die man zu Unrecht allzugern das schöne Wort ..Tradition*' be- ] nutzt müssen überw'unden I werden. Um zu Verbesserungen zu gelangen, ist es aber erforderlich, dass auch unser Kreis sein Interesse beweist: durch die Teilnahme an den Wahlen, die am Sonntag dnrehgeführt werden. — Tischaktion Wie in jedem Jahr führt das zentraleuropäische Comité der CU auch diesmal ihre Tischaktion in verschiedenen Gemeinden und Organisationen durch, wobei wir wegen der Einzelheiten auf die Anzeige verweisen, die auf Seite 7 dieser Ausgabe erscheint. Die immer erfolgreichen Tischaktionen legen ein klares und schönes Zeugnis für das Bewusstsein jüdischer Solidarität ab. Zu den Tischen kommt ein Kreis treuer Kampagne-Zahler, die sich nicht bitten lassen, die nicht besonders aufaesu ht werden müssen, damit sie ihre Beisteuerung leisten, die auf diese Weise die Arbeit des Comités, seiner ehrenamtlicher Helfer und so^sti. gen Mitarbeiter ausserordentlich erleichtert. Der Erfolg der Tischaktion ist ein erfreulich-positives Zeichen weiter Kreise unserer Ge meinsehaft für ihr Verständnis und die Erfüllung einer wichtigen jüdischen Pflicht. Ein Kiddusch Nach dem letzten Schabbat-Gottesdienst der Gemeinde Bet Israel fand ein Kiddusch zu Ehren des Präsidenten dieser Gemeinde, des Herrn Curt Wilk und seiner Gattin, statt, die sich auf ei ne Reise nach Israel begeben. Verschiedene Redner hoben die aufopferungsvolle sich über Jahrzehnte erstreckende Arbeit des Herrn Wilk hervor der in selbstloser Weise jeder jüdischen Aufgabe zur Verfügung steht. Wenn er jetzt nach Israel reisen kann, so bedeutet dies die Erfüllung des lang gehegten Traumes eines Zionisten, der zw'ar schon vor mehr als 30 Jahren Erez Israel besucht, aber den Staat Israel noch nicht gesehen hat. Die Jüdische Wochenschau schliesst sich den guten Wünschen der vielen Freunde, der Organisationen und Gemeinden an, die bei diesem Kiddusch vertreten waren, denn Curt Wilk gehört zu den ständigen Mitarbeitern unseres Blattes. — Jüdischer Friedhof In Mar del Plata wurde auf einem zu diesem Zweck (Fortsetzung der Ereignisse auf Seite 5) AGRUPACION CENTRO-EUROPEO erinnert an die bevorstehenden AMIA-WAHLEN Lista No. 6 am SONNTAG, DEN 8. MAI, deren grosse Be« deutung für unseren gesamten Sprach- und Kulturkreis wiederholt dargelegt worden ist. VERHELFT UNSERER GEMEINSAMEN LISTE ZU EINEM VOLLEN ERFOLG. NIEMAND VERSAEUME SEINE WAHLPFLICHT Asoc. Cuit. Isr. (ACIBA), Asoc. Fil. Ist. (Hilfsvereinj. Bet Hamidrasch. Bar Kochba. Bet Israel. Culto Israelita de Belgrano. Lamroth Hakol,, Nueva Comunidad Israe'ita, NCI — Villa ualester Logia Bene Brith (Tradición), Theodor Herzl Gesellschaft, Palomar. (Voraussetzung für dte Stimmabgabe ist, bis zum 31. Dezember 1965 mit den Quoten „al dia“ zu sein). RUECKFRAGEN WEGEN DER WAHLEN 71-9059 72.2725 MISRACKI - HAPOEL HAMÏ5RACHI Die staerkste religioese Partei in Israel, die in chaluzischem Geist den Staat und das jüdische Leben in der Galut aufhaut. — Im Geist der Tora und Zions wenden wir uns an alle luden 1) zur Staerkung der traditionellen Erziehung 2) zur Festigung unseres religioesen Lebens der Kehilla 3) zur Heranziehung der Jugend zu unseren religioesen Quellen und zur jüdisch.religioesen Kultur 4) zur Verstaerkung von Alijah und Chaluziut 5) zur Staerkung des Rabbinats als die hoechste religioese Institution. — Waehlt Liste 5 ( LUACH — (KALENDER) , Freitag, den 6. Mai j 31. Tag im Omer j Sonnabend, den 7. Mai 16. Ijar 17. Ijar Sehabbat EM OR — Haftara: Jecheskiel Kap. 44 32. Tag im Omer Sonntag, den 8. Mai 18 Ijar LAG B'OMER (33. Tag im Omer) , Montag, den 9. Mai j 34. Tag im Omer < Dienstag, den 10. Mai 19. Ijar 20. Ijar 35. Tag im Omer Mittwoch, den 11. Mai 21 .Ijar 36. Tag im Omer Donnerstag, den 12. Mai 22. Ijar 37. Tag im Omer Freitag, den 13. Mai 23. Ijar 38. Tag im Omer Sonnabend, den 14. Mai 24. Ijar Schabbat B’HAR - BECHUKOSAI Haftara Jeremias, Kap. 16 — 39. Tag im Omer Sonntag, den 15. Mai 25,- Ijar 40. Tag im Omer

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