Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 27 (1966)
- Issue
- 2163 (15.4.1966)
- Date
- 1966-04-15
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 15 de Abril de 1966 SEMAN4 ISRAELITA An« XXVII. N° 2163 ütbiirgef er der T0**-?r- VogelUru1es- 6r 8l®icheeinbber' e der Poti,2 lai r haben °J 2e,Prälf «*?¿etl0 i°n Sv 'tische «Sä* rf°l€n festgesteDt „H SSSyi U"£*»S t ate« und der 1 spreche „ «»*<«*" en S *®. Gen, in ¿enftralrate trauf^UiChlanti' Schari daSs dei Mi ," fÜr ««?'1 als der madass antisemitj. LdWch ßeein- -ker «chtsradir,ftfn nicht aus. '’erd«n können ,nd des Kreisjulunchen gab in le Israelitische. lde in München elegramm seine die Schänk u. a.: '¡> aus «eichen Pisker unber stammen und e der Tat zu- . sieht es der '6 als seine der Kultusge. Mithilfe bei der etzung der rzubieten." tzten Pressees der mit wetzten Son der Krimien sein eiodbatWoaeis als einen er zu ermit. in Bayern Täter bald und die ung geklärt and wäre inwir selbst, t Sicherheit rden könnte, itisemitischen chen Umtrieliegen Aber bt die Frage n finden die 3er Sehulkin. n jüdischen evideo Ponce 1453 5.1J« tftiM Israi! Ereignisse der (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 4) wart dae Leben Israels und seine Wirklichkeit. — Senator Javits In früher, für Konferen. zen ungewohnter Stunde folgte der nordamerikanische Senator Jakob Javits einer Einladung der DAIA um im Kreise des Vorstandes, eingeladener Gäste und einiger Journalisten zu sprechen. Javits weilte in einer Sondermission in Buenos Aires, wie aus der Tagespresse bekannt ist, Seine Ausführungen gingen über das Konventionelle kaum hinaus, zeigten aber, dass der bekannte Senator und Politiker nicht nur starkes Interesse für jüdische Probleme nat. sondern über viele Einzelheiten gut informiert ist. Aus den wenigen Ausfüb rungen ergaben sich erhebliche Unterschiede in den Auffassungen und Stellungnahmen zu unseren jüdi sehen Zeitfragen die von Dr. Goldenberg anschliessend formuliert wurden. Obwoh. Javits sich bereit erklärt hatte, auf Fragen zu antwor ten, wich er dann aus, als Goldenberg ihm sehr klare Fragen vorgelegt hatte. Trotzdem war die Zusammenkunft nützlich, bei der sich ein amerikanischer Po - litiker von grossem Einfluss vorstellte, der stets seine Be reitschaft zur Mitwirkung bei der Lösung jüdischer Probleme bewiesen hat. — Gemeinden veranstalten Auf einer Veranstaltung die von der NCI und Bet Israel gemeinsam durchgeführt wurde, sprach Herzl Gesang der Generalsekretär de* I>AIA, der von Herrn Alejandro Wohlgemuth eingeführt wurde, über aktuelle Zeitfragen. Vorher hatten die Präsidenten der beiden Gemeinden, Herr Adolfo Brück für die NCI und Herr Curt Wilk für Bet Israel, das Wort ergriffen. Herr Wilk appellierte zum Schluss seiner Ausführungen an unsere Autoritäten, den vor zwei Jahren ins Leben gerufenen Weltbibeltag zu erneuern und zum Ausgangspunkt ernsten Bibelstudiums zu machen. Die Veranstaltung wurde von Herrn Brück mit Worten des Dankes an den Redner abgeschlossen. 50. Geburtstag In diesen Tagen begeht ein Mann seinen 50 Geburtstag, der heute zu den aktivsten in unserem Sektor gehört. Guenter Joseph, von dem wohl niemand annehmen wird, dass er .schon“ ein Fünfziger ist. Als Leiter der Finanzverwaltung der AC1- BA hat er sich ebenso wif durch seine Mitwirkung im Comité der Vereinigten Kampagne grosse Verdienste erworben die allgemein Anerkennung finden. Durch seine freundliche und liebenswürdige Art versteht er es, Menschen für gemeinsame Aufgaben zu gewinnen. Als Fünfziger steht er erst am Anfang seiner Arbeit im öffentlichen jüdischen Leben, sodass wir wohl mit Recht von ihm noch viele Jahre tatkräftiger Mitwirkung an den uns allen gemeinsam gestehen Aufgaben erwarten dürfen. — Wahlen zur AMIÂ Ausdruck demokratischer Gesinnung und Haltung ist die Durchführung von Wah. len zur Leitung eines Staates, einer Stadtverwaltung und jeder anderen Art öffentlicher Körperschaften Aus diesem Grunde haben die Wahlen zur AMIA im jü disehen Leben Argentiniens und vor allem der Bundeshauptstadt immer eine besondere Rolle gespielt und eine besondere Bedeutung gehabt. In den letzten Jahren konnten aus verschiedenen Gründen, meist allgemeiner politischer Art. diese Wahlen nicht durchgeführt werden, die immer mit öffentlichen Auseinandersetzungen verbunden sind. In diesem Jahr sollen die Wahlen veranstaltet werden Verschiedene Parteien sind bereits hervorgetreten Trotz dem wurde die Frage aufgeworfen, ob es nicht zweckmässig ist, auch dieses Ma’. von der Durchführung der öffentlichen Wahlen und der Organisierung eines unvermeidbaren Wahlkampfes abzusehen. Denn wollte man auf diesen Wahlkampf verzichten, verlieren die Wahlen ihren eigentlichen Sinr. Dann brauchen auch sie nicht stattzufinden. Im wesentlichen sind es Neuerscheinungen des Verlages „OLAMENU“ In TEL AVIV. POB 3002. ISRAEL Dr’ E J’ 9OERLICH (Wien): RUTH. — Geschichte eines jüdischen Mädchens. Ein Wiener Roman aus der Nazizeit. — Kart. $ 5.—. Prof. Dr. HARRY ZOHN (Wa'tham): Wiener Juden in der deutschen Literatur. Reich illustriert. Halbleinen $ 3.50. ZEITSCHRIFT FUER DIE GESCHICHTE DER JUDEN Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD Abonnement nur ganzjährig $ 850. DEMNAECHST ERSCHEINT: HUGO GOLD: GESCHICHTE DER JUDEN IN WTEN Das Standardwerk der jüdischen Geschichte Wiens Hunderte Illustrationen. Ermässigter Subskriptionspreis vor Erscheinen $ 20.—, nach Erscheinen $ 35.— IN VORBEREITUNG: „HISTORY OF THE JEWS IN AUSTRIA“ Ein Jahrbuch in deutscher und englischer Sprache. Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD. GEDENKBUCH DE» UNTERGEGANGENEN JUDEN¬ GEMEINDEN DER TSCHECHOSLOWAKEI. Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD. ET. scheint in zwei Bänden. I. Band Böhmen, Mähren und Schlesien, —- II. Band Slowakei und Karpatorus. Alle diese PubMkationen erscheinen im Rahmen des im Entstehen begriffenen die zionistischen Parteien, von der Mapai die die.-mat mit der Achduth Awodah zusammengeht, bis zu den Misrachisten, von den Allgemeinen Zionisten bis zur VTapam und den Revisionisten, die sich zur Wahl stellen Die einzige Liste, die nicht diesen parteigebundenen Cha rakter trägt ist die zentraleuropäische, die einen aus. gesprochenen landsmann schaftlichen Charakter trägt ohne dass sie sich auf ein klares. festgelegtes Programm stützen würde. Es gibt hinreichende Motive und objektive politische Gründe, die es empfehlenswert erscheinen lassen, auf den Wahlkampf zu verzichten und zu einer Verteilung der Sitze zu gelan gen die in sich schon eine demokratische Reife beweisen würde. Hierbei wären ausser den Parteien und ausser dem zentraleuropäischen Sektor auch die Gruppe der nicht an Parteien gebundenen Organisationen wie He braica. Loge und Hakoah zu berücksichtigen. Uns erscheint der Versuch lohnenswert. durch eine Einheitsliste die Wahl zu umgehen. Niemand wird sich darüber beklagen, dass es der Leitung der AMIA oder den Führern des Jischuw an demokratischer Gesinnung ermangelt, wenn man ohne Wahl zu einer neuen Leitung gelangen könnte in der alle Kräfte unseres Jischuws entsprechend vertreten sind. — Sethr-Abend in San Miguel Von den vielen der gemeinsam durchgeführten Seder-Abende die sicherlich alle bemerkenswert waren, soll hier nur der im Elternheim San Miguel abgehaltene Seder besonders erwähnt wer den, der — nunmehr bereits zum 26. Mal — von Herrn Wolff gegeben worden ist. In dem wunderschönen geräumigen Speisesaal des Heims waren sie alle versammelt die einmal selbst und vor vielen Jahren den Seder-Abend gegeben haben. Ergreifend nicht nur der gemeinsame Gesang, sondern die Mitwirkung einiger älterer Herren deren Gesänge von echter religiöser Inbrunst getragen waren. Der Leitung gebührt besondere Anerkennung, denn die Durchführung des Seder mit so vielen Teilnehmern ist keine leichte Aufgabe. — Casa Argentina Wie mitgeteilt wurde, trat ein Beirat der Casa Argentina en Israel Tierra Santa““ in Anwesenheit von Mo'.isignor Ernesto Segura. Hilfsbischof der Diözese Buenos Aires zur Schaffung eines Argentinien-Hauses in Israel zusammen. Die Vorbeiten zu diesem Werk sind aufgenommen worden. — DAIA, Mar del Plata Vor einiger Zeit besuchte der Bischof von Mar del Plata, Monsignor Enrique Rau, einer Einladung des dortiger Vorsitzenden, Dr. Abraham Rubinstein folgend, die dortige Zweigstelle der DAIA um über das Thema „Das jüdische Volk auf dem Konzil, wie ich es erlebte“ zu sprechen. Die Ausführungen des Bischofs wurden mit grossem Interesse aufgenommen, — Die marplatenser p il £ ¿fi/ÿtpr; ÿft>n { .-sr. mmsM-m: Maedehen als Grafeschatmier Vineland .New Jersey). — Zwei Mädchen vor. 14 und 15 Jahren wurden dem Jugendrichter vorgefiihrt, weil sie Grabsteine umgeworfen und antisemitische Aufschriften auf dem jüdischen Friedhof angeschmiert hatten Da die beiden unmündig sind, wurden ihre Namen nicht bekannt gegeben, und sie wurden bis zur Verhandlung ihrer Untat vor dem Jugendgericht in die elterliche Obhut überstellt Ein Polizeibeamter erklärte, die Mädchen hätten ausgesagt, dass sie Sich „nur einen Spass ma chen wollten“, denn als sie „zufällig auf den Friedhof gerieten, hätten sie sich jede gegen einen Grabstein gelehnt, worauf der eine sofort umgefallen sei. Hierauf wären sie auf die Idee gekommen, auch andere Grabsteine umzuwerfen“. (ITA) Die „Deutsche National- und Soldaten-Zeitung“ appelliert in ihren Spalten ganz offen an die noch vorhandenen antisemitischen Instinkte eines Teils der deutschen Bevölkerung Mit Schlagzeilen wie „Hitler und die Juden“ — „Gaskammer-Schwindel aufgedeckt'“ — „Die Lüge von 6; Millionen ermordeter Juden“ — „Die Hyänen der Wiederj gutmachung — das deutsche Volk wird ausgesaugt““ usw. j usw. will sie offensichtlich die Rolle des „Stürmers “ über- | nehmen, eines der widerwärtigsten und schmutzigsten Piesseerzeugnisse der Nazis. Mit Recht wird gefragt, wie | lange noch dieses Reptil sein Gift verspritzen kann. — Der | in Westberlin lebende jüdische Maler Arie Goral hat gegen den Herausgeber der Soldaten-Zeitung, Dr. Gerhard Frev, , Strafanzeige erstattet. Um seinem Protest auch öffentlich Nachdruck zu verschaffen, postierte sich Goral am Eingang der gegenwärtig in Westberlin gezeigten Auschwitz- Ausstellung. — in der letzten Ausgabe seiner Zeitung wiederholte Frey seine Behauptungen und konzedierte grosszügig, dass „gev.iss viele Hunderttausende“, aber keinesfalls vier oder sechs Millionen Juden unter dem Naziregime ermordet worden seien. Es ist höchste Zeit, diesem neonazistischen Maulhelden die gebührende Antw’ort zu erteilen. 1 Zeitungen „La Capital““ und „Ultima Hora“ haben sich dieser Veranstaltung, wie sie schreiben, der ersten ihrer Art, die auf eine Annäherung zwischen Juden und Christen hinzielt, angeschlossen. —■ Hospital kraelita Im Jüdischen Krankenhaus Esra zu Buenos Aires wurde eine hochmoderne Einrichtung von X-StraHen eingeweiht. In Anwesenheit offizieller Vertreter der Behörden fand eine Feierlichkeit statt, bei der verschiedene Ansprachen, u. a. vom Direktor des Krankenhauses Prof. Dr. Matusevich. gehal ten wurden. Alle Redner hoben die grosse Bedeutung dieser modernsten Installationen hervor. — Ausstellung in Tel Aviv El Al-Hagada Zentralbahnhof | Tel Aviv. Die Tel-Aviver j Stadtverwaltung genehmigte; gemeinsam mit dem Verkehrsministerium den Platz für die Errichtung der zukünftigen Tel-Aviver Zentralautobusstation, und zwar an der Ecke Levinski-Strasse und Schderoth Har Zion. nen. Seine Buchbesprechungen und Theaterkritiken lassen den erstklassigen Fachmann erkennen. Nach einem schweren Ver- . folgungsschicksal kehrte er nach Berlin zurück, bis er von Karl Marx nach Düsseldorf auf seine jetzige Posi- I tion gerufen -wurde, auf der 1 er sich ausserordentlich bewährt hat. — „Scholem Alechem“- Haus in Israel Tel Aviv. — J. D. Herzkovitz, ein bekannter Schriftsteller und Uebersetzer der Werke Scholem Alechems ins Hebräische, stiftete den Bialik.Preis von 2.000 israelischen Pfund für das Haus Scholem Alechem. Die offizielle Eröffnung dieses Zentums wird im Mai aus Anlass des 50. Todestages des grossen jüdischen Schriftstellers stattfinden. Die Scholem Alechem-Zentrale wurde mit Hilfe von Fonds erbaut, die die gleichnamige Vereinigung in New York zur Verfügung stellte. Manuskripte, Briefe und andere Reliquien, die sich im Besitz der Vereinigung und der Familie des grossen Humoristen befinden, sollen in dem neuen Haus ausgestellt werden — Erich Marx gestorben Zürich. — Dr. Erich Marx, Chefredateur und Herausgeber der Zeitung „Israelitisches Wochenblatt“, starb im Alter von 77 Jahren. Der aus Deutschland gebürtige Dr. Marx war Chefredakteur einer berliner Zeitung gewesen. Er kam im Jahre 1921 in die Schweiz wo er sofort in die Redaktion des „Israelitisches Wochenblatt“ eintrat. Er hat seit vielen Jahren aktiv für die zionistischen Ziele gearbeitet. (ITA) empfangen habe. (ITA) Der aus Uruguay gebürtige Maler Kalman Gal (eigentlich Carlos Gallerost der sich seit Mitte vorigen Jahres in Israel befindet, eroffnete eine Ausstellung seiner Werke in der bekannten tel. aviver Galerie Katz. Die Zeitungen loben den im Jahre 1942 in Montevideo gehöre ■ nen Künstler und beurteilen seine Bilder äusserst positiv. Hermann Lewy — 60 Jahre Der Chefredakteur der „Allgemeinen Wochenzeitung der Juden in Deutschland“. Hermann Lewy, beging in diesen Tagen seinen 60. Geburtstag. Seine Bie träge zu politischen und kulturellen Fragen sind immer lesenswert und interessant, wenn sie auch von uns nicht Immer geteilt werden kön- E1 Al hat in Buenos Aires eine in Israel gedruckte Hagada erschienen in Jerusalem 1965 bei Koren Publishers, an Freunde, Journa listen und zentrale Körperschaften verschickt, die sich durch einen vorzüglichen Druck, geschmackvolle Anordnung des Textes und gro sse Uebersichtliehkeit auszeichnet. Das kann man nicht als eine Propaganda betrachten, sondern man muss in diesem Geschenk einen Freundesgruss aus Isra el erblicken. ESHK0L REIST NACH AFRIKA Jerusalem. — Premierminister Levi Eshkol wird im kommenden Sommer mehrere afrikanische Länder, darunter Liberien und die Republik Malgache, besuchen. Dagegen bestritten die Beamter des Aussenministeriums die Möglichkeit, dass Eshkol in naher' Zukunft nach den Vereinigten Staaten reisen wird, um mit dem Präsidenten Johnson zusammenzutreffen. (ITA) JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN CH AJES-INSTITUTS 1 73-1148 BUNCO ENCALADA 1646 DEIN HOBBY MINE SPARKASSE . Israel-Briefmarken Beratung durch: STAMPS CENTER 94 Allenby Rd — TEL AVIV — P.O.B. 4444