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Jüdische Wochenschau · 1966-03-04 · 2158 (4.3.1966) · p. [Seite 7]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2158 (4.3.1966)
Date
1966-03-04
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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MAYHEW, der britische Mannemimfiter, ist zurückgetreten, weil er mit der Verteidigungspolitik’ der Regierung nicht einverstanden ist. — DIE TUERKEI liess den Generalsekretär der UN wisnen, da6s sie Truppen nach Cypern entsenden werde, falls die UN-Streitfcräfte von der Insel zurückgezogen werden sollten. — HAROLD WILSON, Englands Premier, besuchte Moskau, wo er wichtige Besprechungen mit den sowjetischen Spitzenpolitikern führte — DER KREML gab seinen neuen Fünfjahresplan für die Industrie, vor allem für Autos und Television, bekannt. DE GAULLE gab bekannt, dass sich Frankreich langsam aus der Nato zurückziehen werde. — EXILIERTE Kubaner sollen ein Komplott zur Entsendung von Terroristen in die Dominikanische Republik zur Ermord ung führender Politiker geschmiedet haben. — VALERI TARSIS. emigrierter russischer Schriftsteller. Antikommunist, verlor die russische Staatsangehörigkeit und erklärte, er hoffe, in ein .befreites Russland1 zur tickketoren zu können. — CHESTER W. NIMITZ, USA-Admiral, Flottenkommandant im Pazifik während des 2. Weltkrieges, starb mehr als 80 Jahre alt. — ABDUL HARIS NASUTION, Verteidigungsminister und Oberkommandierender der indonesischen Streitkräfte, der den Kommunistenaufstand niederwarf, wurde von Sukarno abgesetzt. — KWAME NKRUMAH. Präsident Ghanas, der sich auf einer „Friedensreise11 nach Peking befand und gerade von Indira Gandhi empfangen wurde, ist während seiner Abwesenheit abgesetzt worden. — SYRIENS PRAESIDENT Akim Hafez wurde abgesetzt und gefangen genommen, allerdings soll ihm die Flucht gelungen sein. — ZU EINEM NEUEN Zwischenfall kam es zwischen Kambodscha und Thailand. — ALDO MORO gelang es wieder einmal, eine Koalitionsregierung zu bilden. — GENERAL OUFKIR ißt auch Innenminister im neuen Kabinett des marokkanischen Königs Hassan II., obwohl de Gaulle gegen ihn schwerste Vorwürfe erhoben hat. — HOUARI BOUMEDIENNE, Präsident Algeriens, befürwortet in einem an Ho Ohi Minh, den nordvieenamesisetaen Präsidenten, gerichteten Schreiben die Teilnahme der (kommunistischen) Befreiungsfront an FriedensverhajHi hingen. — Gemeinden und Vereine (Fortsetzung der Verednsneehrichten von Seite 6) iS&hii:g3 AKAOZ Z854 Tel. 71-9059 — 72-27*5 WEKJBEMONAT: Wir teilen allen Freunden unserer Organisation mit, dass die bisherigen Aufnahmegebühren von $ 5.000.— für Familien und $ 3.000.— für Einzelmitglieder noch bis Erde März Gültigkeit haben, damit diejenigen Interessenten, die während des Monats Februar nicht in Buenos Aires waren, noch in den Genuss dieser Vergünstigung kommen. Ab 1. April d. J. beträgt die Aufnahmegebühr für Einzelmitglieder $ 5.000.— und für Familienmitglieder 10.000.— Pesos. sederabend fuer BEWACHSENE: Am Dienstag, den 5. April, um 30 Uhr findet unser traditioneller Sederabend, der von Herrn Prof. Dr. Ballki geleitet wird, in unserem Heim statt. Den musikalischen Teil hat Herr Kantor Baruch übernommen. Nähere Mitteilungen über Anmeldungen, etc, am kommenden Freitag, den 11. März, unter unseren Vereinsnachrichten. DIE HEIMKOMMISSIOjN TEILT MIT: Wir teilen unseren Mitgliedern mit, dass der Restaurationsbetrieb ab 7. d. M. wieder auf genommen wird. NUESTRO DEPARTAMEN¬ TO DE JUVENTUD INFORMA: Mit grosser Freude wurde der Zug. der unsere Jungens und Mädels von Bariloche zurückbrachte, in Constitución empfangen. Unsere Jugend war von den dort verlebten Ferien und den gesammelten Erfahrungen begeistert. Es wurden Ausflüge von 2—4 Tagen unternommen und in Herbergen von BET ISRAEL Am SONNTAG. DEN 13 MAERZ, findet zum Abschluss der Sommer-Saison ein grosses ASADO-ESSEN MIT TOMBOLA UND VERLOSUNG auf unserer Quinta in Los Polvorines statt. U»kosten beitrag Erwachsene: 400.— m/n Kinder bis zu 12 Jahren : 250.— m/n (In diesem Preis ist eine Flasche Coca-Cola einbegriffen) Wir machen darauf aufmerksam, dass Teilnehmer l;ar. ten nur bis zum 9. März einschliesslich im Sekretariat und bei allen Kommissiensmitgliedern verkauft werde®, um dem Publikum eine reibungslose Abwicklung des Asados an gewährleisten. — Ein Omnibus fährt nur bei genügend«*- Beteiligung und werden die Anmeldungen dafür auch telefonische angenommen. e arm er mm — t e. 73-9922 1 L SEMANA ISRAELITA Mm XXVII. — No 215» — 7 Portraet der Woche REBECCA D. SIEF*. Mitbegründerin der WIZO und 43 Jahre hindurch deren Präsidentin, starb vor wenigen Woehen und wurde in der Nähe des Familienbesitzes in Tel Mund (Israel) betgesetzt. über .3000 Meter kampiert. Nun heisst es, bis zu -de® nächsten Ferien zu warte®, um wieder 20 Tage in »der herrlichen Natur gemessen zu können. 7. MAKABIADE: Am 5., 7. un-d 8. April «ä. J. fährt eine Delegation -nach Rosario, um an der 7 Macabiada Arger: tina teilzuneh-» men. Wir bereietn uns mit Eifer darauf vor, da wir uns an Fusstoall, Tischtennis, Schach und Korbball beetiligen. Das Training findet täglich statt, und bitten wir .Stunde und Tag für «Sie verschiedenen Sportarten unter T. E. 72-2725 nach 1* Uhr 30 zu erfragen. BA KMI TZ WAH. UND RE¬ LIGIONSUNTERRICHT: Derselbe wird von Herrn Dr. Carlos Vogel erteilt. Etwaige Anfragen unter T. E. 76-8304 erbeten. Religiöse Schulen in Buenos Aires Die beiden jüdischen reli. giöeen Schulen im Zentrum „•Chason Iseh“ und „Hechel Hatora“ haben »sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen und beriefen eine Pressekonferenz im modernen mehrstöckigen Schulgebäude der „Hechel Hatora1, Ecuador 928. Die Schule ist die älteste -hebräische Integralschule und will die geistigen Führer für das lateinamerikanische Judentum ausbilden. Unsere modernen Kreise sind zu der Uetoerzeugung gekommen, dass jü«üsc'he Kinder eine gute religiöse Erziehung haben müssen, um gegen Assimilation gewappnet zu sein. Mit der Vereinigung beider Schulen konnte der Arbeitskreis erheblich erweitert werden. Dehr Lehrplan umfasst den der israelischen Schulen und bildet die Schüler auch in Iwrit so aus: dass sie bei einer Umschulung auf eine israelische Schule sofort mitzukommen imstande sind; ausserdem wird das argentinische Lehrprogramm absolviert. Ebenso bestehen Lehrerseminare für Knaben und Mädchen, deren Absolventen heute schon als Lehrer an den Schulen tätig sind Es besteht ein Kindergarten. Primarschule, Talmud Thora-Schule, Bet Jakob-Schule für Mädchen Seminar ,Jefetz Chaim“, da# Bet Jakcfo- Seminar für Lehrerinnen Eine ausgezeichnete Käche mit Frühstück und Müiagetasch sowie Schulautobusse stehen zur Verfügung. Es wurden Lehrkräfte aus Israel engagiert, so der Leiter der Chason Isch-Schule. Rabbiner Dr. Josef Oppenheimer ist an leitender Stelle neben einem grossen Stabe von Lehrern tätig. Die Schulen haben ca. fünfhundert Schüler. Sie wenden sich an alle Eltern, ihre Kinder in diese Schulen zu schik. ken und ihnen eine gute religiöse Erziehung zu geben. Die Schulen weihen noch dieses Jahr eine religiöse Fe rienkolonie auf einem ihnen gestifteten Gelände in Castelar ein, um auch in den Ferien für die Kinder sorgen zu können. Rabbiner Dr. Oppenheimer sprach über das Leben der Kinder in den Schulen und lobte die Zuneigung der Kinder zu den Schulen und de *e® Liebe zu unserer Tradition. Der „Friedenspilot“ Tel Aviv. — Ein israeli-' scher Ex-Pilot hatte sich in den Kopf gesetzt, sich in „Friedensmission1 nach Aegypten zu begeben. „Ich fliege nach Aegypten ohne Waffen, mit dem Ziel, eine Friedensmission zu erfüllen“, erklärte Abie Nathan, ein früherer israelischer Militärpilot, einem Journalisten, den er gebeten hatte, seinem Abflug von einem kleinen Flughafen nahe von Tel Aviv beizuwohnen. Er bediente sich eines „Sterman“ - Flugzeugveteranen. Sein Triebstoffvorrat reichte für eine Flugzeit von 3 Stunden aus. Am 11. Februar schon hatte Nathan, der heute von Beruf Restaurantinhaber in Tel Aviv ist, erklärt, dass er die Absicht habe, mit seinem „Sterman1 nach Kairo zu fliegen und dort mit Nasser über die Möglichkeiten eines Friedens zwischen Israel und Aegypten zu verhandeln. Am 28. Februar verkündete dann der israelische Rundfunk, dass Abie Nathan um 9 Uhr lokaler Zeit die Grenze überflogen habe. Bis zur Grenze hatten israelische Jagdflugzeuge den alten Sterman, den sein Besitzer „Schalom“ getauft hatte, begleitet. Sie hatten Auftrag, ihn zu bewachen, ohne auf ihn zu sehiessen. Nathan, der ohne Erlaubnis und ohne Visum aus Israel abgeflogen war, hatte vor seinem Abflug erklärt, dass die israelischen Behörden ihn nicht in seiner Absicht behindern würden Er wünsche nur, dass Nasser ihn empfangen, und dass der britische Philosoph lind Friedenskämpfer Bertrand Russell sich für ihn einsetzen möge, damit er dem Gefängnis in Kairo entgehe Die israelischen Behörden hatten demgegenüber erklärt, dass er nach seiner Rückkehr vor Gericht gestellt werden würde, weil er sein Land illegal verlassen habe, um sich auf feindliches Gebiet zu begehen. Abie Nathan landete am 28. Februar um 11 Uhr ahne Zwischenfall in Port Said nachdem irrige Meldungen über seinen Absturz in israelischen Zeitungen erschienen waren. Bei seiner Landung in Ae. gypten wurde Nathan verhaftet. Nachdem er von der Polizei verhört worden war, wurde er in das Ausländergefängnis von Port Said ver. bracht. Er sagte aus. dass er mit Präsident Nasser zu verhandeln wünsche und ein von Hunderttausenden seiner Mitbürger unterzeichnetes Dokument mitgebracht habe. „Ich habe vor diesem Flug mein Testament gemacht“, erklärte er, „und jille ner 14jährigen m Tel Aviv schickt wurde. Da sein Apparat für Nachtflüge nicht taugt, kehrte er am nächsten Morgen, von „Mig“-Flugzeugen erkortiert, nach Israel zurück, nachdem er verwarnt worden war, dass man auf ihn schiessen würde, wenn er einen Versuch zum Rückflug nach Aegypten unternähme. Er landete glücklich wieder auf dem kleinen Flughafen bei Herzlia und wurde von der israelischen Polizei in Empfang genommen. Anschliessend feierte ihn die Menge, die sich zu seiner Ehre angesamtnelt hatte als Helden. Er begab sich im Triumphzug ins Hotel Hilton, wo er vor Presseleuten erklärte, die Aegypter hätten ihn gut behandelt. Der Gouverneur von Port Said habe ihm im Namen seiner Regierung erklärt, dass es „keinen Zweck habe, dass Nasser ihn empfange“. „Immerhin“, habe der Gouverneur hinzugeiügt, entbehre sein Unternehmn von israe-lischen Standpunkt betiachtet, nicht $mes gewissen Mutes“. Er habe daraufhin dem Gouverneur von Port Said «ine Bibel überreicht, die er aus Israel mitgebracht hatte. Er habe auch vorgehabt, naoh dem Libanon zu fliegen, doch wäre sein Flugzeug diesem Versuch technisch nicht gewachsen ge. wesen. Er wurde gegen Bürgschaft auf freien Fuss gesetzt. Zahlreiche Israelis Unterzeichneten ein Bittgesuch an die Regierung, ihn nicht vor Gericht zu stellen. (ITA) ZENTRALEUROPAEISCHES COMITÉ DER VEREINIGTEN KAMPAGNE (Keren Hajessod) PROKLAMIERE der Aktion im Jahre Chaj DEM 18. JAHR DER UHABHAENGIGKEIT ISRAELS am Montag, den 28. Maerz 21 Uhr IN DEN RAEUMEN DER ACIBA, ARAOZ 2854 Es spricht der Botschaftsrat der israelischen Bcischa** in Argentinien, Herr Dr. Abba Guefen KÜNSTLERISCHE UMRAHMUNG: Cher der Nueva Cemunidad Israelita Wir bitten um rechtzeitiges Erscheinen, da die Veranlagung pünktlich beginnt und mit starkem Besuch gerechnet (Weitere Mitteilungen folgen)

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