Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 27 (1966)
- Issue
- 2157 (25.2.1966)
- Date
- 1966-02-25
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 25 de Febrero de 1966 S E M A N \ S R A E L I T A Ereignisse der Woche (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 4) kehren, so sagte die Schauspielerin zu den israelischen Journalisten, bedeutet für mich, nach Hause zu kommen... Centra-Seminar Wie in den vorangegangenen sieben Jahren veranstalten auch in diesem Jahr CENTRA und Jazit ihr kontinentales Campamento-Seminar und zwai dieses Mal in Piriápolis. Die Durchführung eines Seminars erfordert eine sehr gründliche Vorarbeit, nicht nur in organisatorischer Hinsicht, sonderen uch in der Zusammenstellung der Referate und der Verpflichtung geeigneter Persönlichkeiten, um diesen Zusammenkünften das entsprechende geistige Niveau zu geben. Glücklicherweise ist es allen Schwierigkeiten zum Trotz gelungen für die verschiedenen im Seminar zu behandelnden Materien hervorragende Spezialisten zu gewinnen. Der im Campamento-Se- minario zu behandelnde Themenkreis umfasst Moderne Psychologie. Themen der Weltpolitik, des Staates Israel, des südamerikanischen Kontinents sowie Themen allgemeiner und spezieller jüdischer Philosophie Leben und Zukunft unserer Gemeinden sowie jüdische Geschichte und Tradition. OSE Schule Die Einschreibungen für die OSE-Schule für Krankenschwestern und Pfleger wird am 1. März beginnen. Die Schule ist von der Regierung anerkannt. Meldungen sind zu richten an; OSE-Schule Pringles 774, Tel. 86-9098. — 70. Geburtstag C. W.: — Am 1. März (ei. gentlich am 29. Febr rnr) vollendet der bekannte Kapellmeister Ernst Stein das 70. Lebensjahr. Dieser Künstler war schon in sehr jungen Jahren Dirigent an den Stadttheatern von Heilbronn Gotha und Stuttgart, nachdem er seine Ausbildung an den Konservatorien von Nürnberg und Würzburg erhalten hatte. Die letzten Jahre vor der Emigration ist Stein am ,,Schk>sspark.Thea- Blick in die Welt von HABOLD SCHWARCZ KUMARASWAMY KAMARAJ, Präsident der indischen Kongresspartei, warnte Indien vor einem bevorstehenden Angriff des kommunistischen China. — EIN NEUER Handelsvertrag wurde zwischen Kuba und der Sowjetunion geschlossen. — NEUE SCHWIERIGKEITEN und Krawalle waren in der Dominikanischen Republik zu verzeichnen. — DIE SUCHE NACH der ,.verlorenen“ amerikanischen Atombombe wurde ohne Erfolg fortgesetzt. — DIE ZUKUNFT von Britisch-Guayana wird in London zwischen Grossbritann'en und Venezuela diskutiert. — KARDINAL CAMARA, Erzbischof von Rio de Janeiro, hielt angesichts der zahlreichen Gesuche von Priestern, die Ehe eingehen zu dürfen, eine Radioansprache, die grosses Aufsehen erregt hat. — AUS SINGAPUR erfährt man, dass die Kommunistische Partei in Indonesien aufgelöst worden ist. — HUBERT H. HUMPHREY, Vizepräsident der USA, führte Verhandlungen über Vietnam in der indischen Hauptstadt New Delhi. — WERNHER VON BRAUN erklärte, die Amerikaner müssten sich äusserst anstrengen, um die Russen beim Wettlauf zum Mond zu überflügeln. — DER DEUTSCHE Wirtschaftswissenschaftler und Sogiologe. Prof. Wilhelm Röpke, einer der entschiedensten Gegner des Nationalsozialismus, starb 66 Jahre alt in Genf. — LYNDON B. JOHNSON verlangte eine internationale Konferenz, um Hilfsmassnahmen für Indien zu besctiliessen, das von einer gewaltigen Hungerkatastrophe bedroht ist. — . EIN MISSTRAUENSANTRAG gegen die Regierung Indira Gandhi wurde mit grosser Mehrheit vom indischen Parlament abgelehnt. — FRANKREICH schickte erstmalig einen Satelliten in den Kosmos und ist . damit die. dritte „Weltraumflug- Macht“ — PRAESIDENT -SARAGAT beauftragte wiederum Aldo Moro und König Baldouin Paul W. Segers mit der Bildung eines Kabinetts in Ital:en bzw. Belgien, was offensichtlich in beiden Ländern sehr schwierig ist. — NORDAMERIKA erneuerte die Hilfeleistungen für Indien. — CAMILO TORRES RESTREPO, ein früherer Priester, der sich zu den Rebellen geschlagen hatte, fiel im Kampf gegen die Regierungst'uppen. — IN DER GENFER Abrüstungskonferenz kam es anstelle der erwarteten Verständigung zu neuen schweren Zusammenstössen zwischen Russen und Amerikanern. — DEIN HOBBY DEINE SPARKASSE Israel-Briefmarken Beratung durch: STAMPS CENTER M Allenby R4. — TEL AVIV — P.O.B. 4444 ter“ zu Berlin-Steglitz tätig gewesen. Es folgten erfolgreiche Gastspiele in Oesterreich und in der Tschechoslowakei, bis Stein 1937 nach Argentinien emigrieren konnte In Buenos Aires wirkte er sowohl an einheimischen spa nischen wie jiddischen Bühnen, auch an der .Freien Deutschen Bühne“ und konnte ferner Opern, und Operettenaufführungen im Radio dirigieren. Nicht zuletzt sei an seine Aktivität zugunsten unserer Gemeinden und Organisationen eirnnert. Dem vielseitig begabten Manne der auch der jüdisch-liturgischen wie der modernen israelischen Musik starkes Interesse entgegenbringt wer den von vielen Seiten aus herzliche Glückwünsche zuteilwerden. Máximo Salomón s. A. C. W-: — In Máximo Salomón, dessen Ableben vor einigen Tagen allgemeine Anteilnahme hervorrief, verliert die gesamte Kollektivität einen ihrer ergebensten und selbstlosesten Mitarbeiter. In seiner Breslauer Heimat, wo Max Salomon ein sehr ange. sehener Geschäftsmann war hatte ihn die religiöse Tradition des Elternhauses zeitlebens begleitet; von dort her war er jüdisch-geistig, aber auch im sportlichen Sinne (er gait als vorbildlicher Tnrner) für das Leben vorbereitet worden. Im neuen Lande wandte er jede freie Stunde jüdischen Aufgaben zu: er gründete die „Bruder- und Schwesternschaft“ der JKG, eine Kommission mit vorwiegend religiösen Aufgaben, war bis vor einigen Jahren ihr '/orsitzender und nahm auch lebhaftes Interesse an der Entwicklung der „Congregación Israelita“, die er alisabbat lieh besuchte und deren Mitglied er bald nach seiner Einwanderung geworden war. Niemand hat so intensiv sich durch vieie Jahre der Krankenhilfe zur Verfügung gestellt sowie für die letzten Liebesdienste an Dahingegangenen wie Máximo Salomno, dem keine Nachtstunde zu spät war, wenn er für ei. ne solche Aufgabe gerufen wurde. Der Begriff der Zeda kah im Judentum ist von ihm in seinem vollen jüdischen Sinne erfasst worden. Das Andenken an diesen aufrechten Juden und vortrefflichen Menschen wird in unserem Kreise fortleben. Arzt Maimonides Im Verlag S. Karger, Basel und New York, erschien in deutscher Sprache ein Werk, das aus vielen Gründen allgemeine Aufmerksam, keit für sich in Anspruch nehmen darf; Maimonides, Rabbenu Mosche Ben Maimon (Rambam 1135—1204* ist der Verfasser dieses Buches, jedem Juden als eine der Leuchten der jüdisch-islamischen Gianzepoche in Spanien, des goldenen Zeitalters der Juden, bekannt. Der Titel des Buches lautet: Regimen Sanitatis oder die Diätetik für die Seele und den Körper, mit Anhang der Medizinischen Responsen und Ethik des Maimonides. Das ist ein langer Titel, der gleichzeitig den Inhalt dieses seltsamen Werkes ankündigt, seltsam deswegen, weil der Leser, auch wenn er kein medizinischer Fachmann ist. dort Ansichten und Vorschriften in leicht verständlicher Form niedergeschrieben findet, die ihn überra. sehen, weil sie aus der längst vergangenen Zeit des Rambam stammen, und weil der Leser wohl bisher der Meinung war, dass dies ganz neue, .moderne“ medizinische Erkenntnisse seien. Maimoni. des. der grosse Philosoph und Gelehrte, war auch einer der grössten Aerzte seiner Zeit.' lange Jahre hindurch Leibarzt des Sultans in Kairo. Was Rambam für die Diä. tetik empfiehlt, könnte — soweit ein Laie dies zu beurteilen wagen darf — auch heute noch eine Richtschnur für ein gesundes Verhalten sein. Interessant ist auch der Untertitel, der lautet: „Diätetik für die Seele und den Körper“. Damit hat Maimonides den Jahrhunderten sozusagen vorausgegriffen indem er unterstreicht, dass es nicht nur a-uf die vernünfttige Versorgung des Körpers, sondern in erster Linie auf die der Seele eines Menschen ankommt. Das, was Jahrhunderte später ein anderer jüdischer Forscher Siegmund Freud, in ein Sy stem gebracht hat, das weite Gebiet der Seele und ihre Beziehung zum Körper, wird hier in einer überzeugenden und beeindruckend schlichten Form vorweggenommen. Die deutsche Uebersetzung und Einleitung stammt von Dr. Süssmann Muntner, einem der bedeutendsten Maimonides - Forscher unserer Zeit, der als Arzt, in Jerusalem lebend, seine Lebensaufgabe in der Forschung und Popularisierung des Werkes von Maimonides er- JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73 1148 BLANCO ENCALADA 1646 HOTEL LA60 X’r RIO CEDALLOS — SIERRAS DE C0RD0DA CASILLA CORREO 34 Das einzige koschere Hotel in den Bergen. Auskunft in Buenos Airse von 8— 10 Uhr: 76-2009 1 m Hotel-Restaurant M. FLAMM CHASC0MUS — T. E. 2910 — Córdoba 38 unter Aufsicht s. Ehrw., Rabb. Dr. I. Oppenheimer Reiten — Schwimmen — Ausflüge auf den See Telef. Auskünfte in Bs. Aires: 76-2312 u. 70-5805 Año XXVII. — No 2157 — 5 ' «,; » > 'mnmm W&3 ,4* -r ZU LEHNEN, wie man die Krankheiten der Fiiaazen und rruiehtbäume bekümpit, ist eine der dringendsten und wichtigsten Aufgaben für die afrikanischen Länder. Israel arbeitet auf diesem Gebiet mit vielen jungen Nationen zusammen. Auf dem Bild kann man einen Professor der Hebräischen Universität zu Jerusalem sehen, wie er einem Studenten aus Ghana Ausweisungen erteilt. Ossietzky-Preis Berlin. — Die westberliner Liga für Menschenrechte hat Propst Dr. Heinrich Gruber den „Carl von Ossietzky- Freis“ zugesprochen. Die Uebergabe erfolgte im jüdischen Gemeindezentrum in der Fasanenstrasse. blickt. Ein Mann lautersten Charakters, besitzt Muntner die Gabe, sich ganz in die Gedankenwelt des anderen einzuleben. Deswegen ist er nicht nur ein hervorragender Uebersetzer, sondern auch der gegebene Interpret eines Werkes, das er zu uns gegenwartsnah sprechen lässt. — Byzantinisches Geweelbe Tel Aviv. — Im Norden von Tel Aviv, jenseits des Jarkon, wurde ein Grabgewölbe aus byzantinischer Zeit (etwa 4. Jahrhundert) gelungen, an einem Ort, an dem Mosche Dajan schon vergeblich gegraben hatte. Spende London. — Agnes Spencer, die Witwe des Mitbegründers der Firma Marks & Cpencer, hat der Hebräischen Univer» sität den Betrag von 25.000.—• englische Pfund zur Verfügung gestellt. Neuerscheinungen des Verlages „0LAMENU“ in TEL AVIV. POB 3002. ISRAEL Dr. E. J. GOERLICH (Wien): RUTH. — Geschichte eines jüdischen Mädchens. Ein Wiener Roman aus der Nazizeit. — Kart. $ 5.—. Prof. Dr. HARRY ZOHN (Waltham): Wiener Juden in der deutschen Literatur. Reich illustriert. Halbleinen $ 3.50. ZEITSCHRIFT FUER DIE GESCHICHTE DER JUDEN Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD Abonnement nur ganzjährig $ 8.50. DEMNAECHST ERSCHEINT: HUGO GOLD: GESCHICHTE DER JUDEN IN WIEN Das Standardwerk der jüdischen Geschichte Wiens Hunderte Illustrationen. Ermässigter Subskriptionspreis vor Erscheinen $ 20.—, nach Erscheinen $ 35.— IN VORBEREITUNG: „HISTORY OF THE JEWS IN AUSTRIA“ Ein Jahrbuch in deutscher und englischer Sprache Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD. GEDENKBUCH DER UNTERGEGANGENEN JUDEN¬ GEMEINDEN DER TSCHECHOSLOWAKEI Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD Er. scheint in zwei Bänden. I. Band Böhmen, Mähren und Schlesien. — II. Band Slowakei und Kaipatorus. Alle diese Publikationen erscheinen im Rahmen des im Entstehen begriffenen CHAJES-INSTITUTS