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Jüdische Wochenschau · 1966-02-18 · 2156 (18.2.1966) · p. [Seite 7]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2156 (18.2.1966)
Date
1966-02-18
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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VKïnen, 18 «te Fíltrete de 1966 SEMANA S R A E L I T A Añ® XXVII. — Nv 2156 — 7 •> i vof! o u°seiw - ^tn» Xfruck?**^ »fxtet. a Dle ^«nu ■ '« (ter rne Verei ,n®s«en ^irz, a m ■So"‘‘tas l em«m % k«!*lC>?e^teÍ^ here fe_S»ea ,g So- Aires rden. ^COlnTE :h 111 «Menn^S“ « « grossen &J®ktot 81 S'“**»&!?!! tüten Le^lttk-.mw®e «¿¿7* /»"Denkt “■ Jot nun?5.Veraagtai_ ‘Ärsrsi n in **&* . u°n Moshe Alon in ^umen der AOlBAa® Aarr statt. _ ® B . CteW>a Dai& Quente 3576, Ul f «•: 67-3820 wero Sickerkeif »et An* _ ¡Ms Grossfeu- ZIM-Gebäude st nach isebnis der poiiüeüi. ntirsuehuagen auf «iurachJuss zuriicteu* Angeblich sollen chanlagen nicht im. istaad gewesen sein, iMs noch van der (prüft wird, itungen fordern eiliche Untersuchung rrlösch- und Sicher- *n gegen Brände, 'ael, ständig m eben Nachbarn hegen Brandbomben sein müsse. (ITA), im cht Stenoqrcr, i in deutscher FARSENSÏY, o!M1 vorsteten!ER il «He* m */i 5öff»—1 I; n 'n 350.-* B/l lUrwegen d« forbe* lises ylßßyl £ß7LV von SAUL CARSON Portraet der Woche Vereinte Nationen. — Die Dinge in den UN werden besser gehen. Abba Eban kehrt zurück.. Er ist jetzt israelischer Aussenminister, und es bestehen wenig Zweifel, dass er vielleicht eben so viele Male in New York wie in seinem Büto in Jerusalem sein wird. Eiban ist ein geschwinder Reisender, ein ausgezeichneter Unterhänd ler, der das Ohr eines jeden Diplomaten in einem halben Dutzend Sprachen zu gewin nen versteht. Er ist eine der seltsamsten Persönlichkeiten die je die Tribüne der UN be stiegen haben. Er besitzt auch aussergewöhnliche Talente. Kr wurde in der Vergangen heit mit den sprachige wand testen Rednern der UN ver glichen, mit Männern wie Le ster Pearson aus Kanada dem verstorbenen Premier minister Indiens. Jawaharlal Nehru und dem ebenfalls verstorbenen Russen Andrei Wischinsky. Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir jetzt wieder seine brillanten Re den in den UN hören wer. den. Worin unterscheidet sich Khan von Golda Meir, deren Nachfolger er jetzt geworden ist? Im Wesentlichen in Hi ren allgemeinen diplomatischen Fähigkeiten, ihren» Verständnis der israelischer Politik und ihrer absoluten Bereitschaft, für Israels Interssen zu kämpfen, sind sich leide gleich. Aber was den Stil angeht, so sind sie ent gegengesetzte Pole. Im Stil könnte man Golda Meir mit Lyndon Johnson vergleichen: sie sieht die Dinge kühl und realistisch und vermeidet, ih re Gefühle in blumenreiche Worte zu kleiden. Efban dagegen besitzt nicht nur in seiner Sprache sondern auch tu seinem Auftreten unge- IPrezoss fegen Nazi New York. — Ein neuer Prozess wird gegen den berüchtigten Nazif¡ihrer George L. Rockwell, den Chef der nordamerikanischen Nazrpa-rtei, geführt, weil er einen Juden mit dem Tode bedroht lw.be. — Rockwell, der kürzlich auf einer Versammlung vor 2.000 Studenten der Columbia Universität sprechen wollte wurde durch die Polizei hieran gehindert und arrestiert, nachdem jüdische Studentenverbände hiergegen protestiert hatten. —. wohnlichen Charme. Er kann zwanzig Minuten über ein Thema sprechen das Golda Meir in zwanzig kurzen Sätzen behandeln würde. Aber die Bilder, die er gebraucht die Sprache, in der er seine Argumente formuliert, die Geschicklichkeit mit der er seine Schläge plaziert, sind unvergleichlich. Abba Eban nennt auch ei ne gründliche akademische Bildung sein eigen. Golda Meir ist, wie man sie vor kurzem in Israel nannte, eine ,,jiddische Mamme". Eöan ist der stürmische Sohn der Familie, dessen Glanz auf sein Land und sein Volk, und in der Politik auf seine Re gierung zurückstrahlt. All dies darf nicht als ein Minus für Golda Meir ausgelegt werden; sie sind eben ein fach verschieden. Sie stammt aus einem Kibbuz und ist in def israelischen Arbeiterbewegung herangewachsen. Er ist ein glänzender ehemaliger Student und Dozent der Uni rersität von Cambridge der es versteht, seine intellektuelle Schulung den Gegebenheiten der internationalen Verhandlungstaktik anzupassen. Als Aubrev Eban. der in Kapstadt geboren wurde, mit 23 Jahren im Jahre 1938 an dieser berühmten englischen Universität promovierte, nachdem er das Pemil roke College besucht hatte, studierte er zunächst Arabisch und Persisch. Zwei Jahre lang war er in Cambridge Dozent für Arabisch und Orientalistik. Gleichzeitig arbeitete er mit und für Dr. Chaim Weizniann. Alle diese Paktoren halfen Eban, als er Israel zum ersten Mal in den Vereinten Nationen und später auch in Washington vertrat, und er war ebenso der hervorragendste Botschafter seines Landes vor der nordamerikanischen Judenheit. Seine Geschicklichkeit über traf seine Brillanz in diesen drei Aemtern. Nirgends aber war sein Ruf grösser als in den Vereinten Nationen. Nach der gescheiterten Tagung der UN im Jahre 1964 und den langweiligen Debatten im vergangenen Jahr, können die UN sich darauf vorbereiten, dass ein frischer Wind auifcommen wird. Freund« und Feinde heget keinen Zweifel, dass Abba Eban bald wieder hier i scheinen wird. ARTHUR J. GOLDBERG, früher Richter «¡hm Obersten Gerichtshof, Heute Hauptdelegierter der Vereinigten Staaten von Nordamerika vor den UN. Eingestaendnis der Schuld Chikago. — Die kürzlich« Erklärung des Oekumenischen Konzils über die Juden, die später von Papst Paul VI. als offizielle Doktr.n der Katholischen Kirche verkündet wurde, ist keine katholische ..Absolution“ der Juden sondern ein katholisches Schuldbekenntnis, wie ein katholischer religiöser Führer erklärt hat. Die Erklärung wurde von Rev. Benedict M. Ahsley, dem Präsidenten des Aqui- ( nas-Instituts auf einem Kongress abgegeben, in dessen Verlauf die neue katholische Doktrin, welche die Kollektivschuld der Juden am Tode Christi verneint und den Antisemitismus ,.bedauert“, zur Diskussion gelangte. Pater Ashley führte aus, dass jene, die glauben, die Deklaration über die Bezahlungen mit den nichtchristlichen Religionen, in der ein Kapitel über die Beziehungen mit der jüdischen Reli- Blick in die Welt von HAROLD SCHWARCZ NEUE UNRUHEN werden aus der Dominikanischen Republik gemeldet, wo wiederum Tote bei Zusammenstöesen zu verzeichnen w.'ren. — AUCH IN ECUADOR spitzt sich die Lage weiter zu, wo es zu neuen Konflikten zwischen der Militärjunta und Studenten kam. — GUISEPPE SARAGAT, Italiens Präsident, beauftragte erneut Aldo Moro mit der Kabinettsbildung. — PIERRE HARMBL, der belgische Ministerpräsident, erklärte nunmehr seinen endgültigen Rücktritt, nachdem es ihm nicht gelungen war, die Gegensätze zwischen der katholischen und der sozialistischen Partei auszugleicnen. NEUE AMERIKANISCHE Offensiven werden aus Vietrem gemeldet. — BRASILIANISCHE Truppen wurden an der paraguayischen Grenze stationiert. — NORWEGEN verzeichnet* Temperaturen von unter 50 Grad Celsius, was seit Menschengedenken nicht vorkam. 120 PARLAMENTARIER Brasiliens kritisierten die lon der Regierung des Marschails Castello Branco getroffenen Massnahmen. — KANZLER LUDWIG ERHAFWD trat überraschend in den Kampf um die Nachfolge Adenauers als Parteifünrer ein. — MARCEL LEROY, alias Finvjlle. Frankreichs Spionagechef. wurde verhaftet, weil er seine Vorgesetzten nicht über die Festnahme Ben Barkas unterrichttet hatte - ERSTMALIG in der Geschichte New Yorks wurde ein Neger, nämlich Dr. Kesneth B. Clark, in den Erziehunysbeirat der Stadt gewänlt. — DA COSTA E SILVA, der brasilianische Kriegsmini, ster, hatie Besprechungen mit dem westdeutschen Präsidenten Liibke. — HUBERT HUMPHREY. Vizepräsident der USA. führte neue Verhandlungen in Saigon. — FIDEL CASTRO unterstrich Kubas E;nVerständnis mit der letzten Erklärung der Dreitontinentalen Konferenz in einem Schreiben?.n die UN. — UNGEWOFHNLTCH heftig war der Angriff, den Peking gegen Moskau ric.itete. weil der Kreml mit den USA uisammenarbeHei! würde. — LYNDON B. JOHNSON kündete einen Feldzug sesen den Hunger unter dem Motto ..Tebensmiftel für die Freiheit“ an. — THEODOR KUPFFRMANN siegte bei den Wahlen als New Yorker Repräsentant vor dem Kongress. — DE GAULLE und Erhard hie Her eine Besprechung in Paris ab. nach deren Beendi gung sie erklärten, mit sich zufrieden zu sein. — DIE UFBER SPANIEN ..verlorene“ amerikanische Atombombe konnte immer noch nicht gefunden werden. , K£R£n KHy£f»t£r C.£tSfLA££ PP COMITE CENTROEUKOPEJ Corrientes 2294 — VI. Steck — X. E. 48-3695, 48-5683 'Äm Mittwoch, den 9. Februar, verschied plötzlich und unerwartet mein innigst geliebter Mann, Vater, Bruder, Onkel und Grossvater, Herr SIEGFRIED FRANK im Alter von 78 Jahren im Namen der trauernden Hinterbliebenen ELSE FRANK geb FRENKEL ROBERT FRANK und Frau EDDA Chalet La Maravilba, La Falda - Cordoba Die Beerdigung hat bereits in La Falda stattgeiunden.! Am 9. Februar 1966 verschied plötzlich und unerwartet, von allen tief betrauert unser Mitglied und Mitbegründer des Circulo Isr&elita Shalom La Falda, Herr SIEGFRIED FRANK La Falda, früher München PLANTASE BOSQUE EN CAMPO DE BATALLA Sobre las ruinas de Lubia, otrora aldea árabe abandonada por sus antiguos habitantes, en la Baja Galilea oriental, junto a la carretera de Tiberiade, acaba de plantar el Keren Kayemet un bosque que habrá de cubrir una superficie de tres mil dúnames. En tiempos del Talmud hubo en ese lugar una hostería y posta, bajo el nombre de Laví. Ese nombre ha sido renovado en nuestros días por el kibutz religioso que se instaló eu esas tierras en el año 1ÍF9, y que adoptó el nombre de Lavi. Durante los disturbios árabes de los 1936—39 había servido Lubia de cuartel general d« los bandoleros árabes. Durante la guerra de la independencia se habían concentrado ahí tropas árabes que se .habían propuesto romper las defensas hebreas de Tañía, al oeste, y así aislar a Tiberiade. El contraataque judío decidió la batalla en favor de los judíos v así se garantizó la Baja Galilea para el Estado de Israel. AUS UNSERER ARBEIT Wir wahren. werden ihm ein bleibendes Andenken be- €*HCUMï ISRAELITA SHALOM LA FALDA Bei der Hochzeit von Srta Ruth Japhet und Sr. Manfre. do Nussbaum, wurde durch die freundliche Mitarbeit von Sra. Ilse Weinstein und Srta. Golda Nuss bäum der Betrag von $ 11.600.— gesammelt. Die Neuvermählten werden in das Goldene Buch des KKL eingetragen und ausserdem werden Bäume gepflanzt. Anlässlich der Hochzeit Mausi Schiff und Raul David wurde die Summe von 3.050 Pesos gesammelt, für die Bäume gepflanzt werden. Bei den Feiern zum Neujahrsfest der Bäume „Cha. mischo Assar B’Shwati' die auf allen Weekendplätzen würdevoll durchgelüiirt wurden, sind die Ergebnisse der Sammlungen folgende; ACDBA, Banfield, $ 17.000 Pesos; Mitarbeiter: Sra. Ilse Weinstein. ACIBA, Olivos $ 12.400.—; Mitarbeiter Sr. Wilk, Sr. Bukofzer, Sra. Litmann; NCI, Olivos 9.010.— Pesos; Mitarbeiter Sra. Michel, Sr. Sigfrido Baruch; Bar-Kojba $ 6.250.—; Mitarbeiter Sr. Zimmerspitz; Bet Israel $ 3.500.—; Mitarbeiter Sr. Ernesto Jacoby. Wir danken allen unseren Freunden und Mitarbeitern. EINE MITTEILUNG UNSERES SEKRETARIATS Unser Büro ist im Monat Februar nur nachmittags von 14.30—18.30 geöffnet. gion enthalten ist. eine Absolution bedeute, diese missverstehen. Der Pater sagte: ..Dies ist ein Irrtum, denn diese Deklaration ist vor allem ein Eingeständnis der Katholiken ihrer eigenen Schuld an der 2.000jährigen Verfolgung der Juden. Wir Katholiken sprechen nicht die Juden von Schuld frei, sondern wir suchen die Absolution von unserer eigenen Schuld durch ein ehrliches Eingeständnis und den Beschluss, gegen den Antisemitismus in allen seinen Formen von rassischer oder re. ligiöser Diskriminierung zu wirken.“ Der Redner erinnerte an die Verfolgung der Juten ..während vieler Jahrhunder te in den Landern, die sich katholisch nannten, wobei er bemerkte, dass die Protestanten für sich selbst sprechen sollten —, in denen die Juden häufig als unterdrückte Minderheit Gegenstand von Ungerechtigkeiten gewesen sind. Diese Ungerechtigkeiten bestanden in dirkri. minatorischen Massnahmen, wie sie auch heute noch in Nordamerika vorhanden sind, in Entrechtung öffentlichen Anklagen, Konfiszierung von Eigentum und gewaltsamen Angriffen, Deportierunzen und schliesslich in Massenmorden“. Mit dem Hinweis, dass auch die Katholiken verfolgt worden sind und auch heute noch verfolgt werden, stellte Pater Ashley fest: „Und wenn wir die Geschichte ehrlich prüfen, dann werden wir sehen, dass wir nichts anderes von unseren Verfolgern erleiden mussten, was wir nicht selbst den Juden angetan haben.“ Er wandte sich gegen die Entschuldigung, dass die Juden schliesslich zu leiden verdienen, weil sie Jesus ans Kreuz geschlagen und einige Zeit lang seine ersten Anhänger verfolgt haben. Er betonte, dass dies gerade die Entschuldigung sei, welche vom Oekumenisehen Konzil als irrig Religionsfreiheit New York. — Rabbi Kaufman, Kopräsident der Bne Brit, erklärte, der Sitz der Loge in Tel Aviv sei nunmehr telegrafisch befragt worden, was es mit den Nachrichten auf sich habe, dass die Bne Brit in Israel einer Reformgemeinde die Benutzung ihrer Räume versagt habe. Se ner Ansicht nach, so äusserte Rabbi Kaufman. bekennt sich die Mehrzahl der Israelis zum Prinzip der Religionsfreiheit und die Einschränkung dieser Rechte beruhe aui dem individuellen E nschreiten einiger orthodoxer Rabbiner, die glauben, damit der Sache des Judentums zu dienen. Zu der Nachricht, dass auch die ZOA (Zionistische Organisation Amerikas» in Israel die Abhaltung von Gottesdiensten der Reform - gemeinde des Rabbiners Zager nicht gestattet habe ausser»* ein Sprecher dieser Organisation, das Haus der ZOA sei als Kulturzentrum und nicht als Synagoge errichtet worden. Er fügte hinzu, dass die ZOA Mitglieder aus den drei Zweigen des Judentums hat und keine Stellung zugunsten einer dieser drei Lager beziehen werde. HTA) Erfindung Jerusalem. — Israelische Aerzte der Hebräischen Universität haben ein Mittel zur Bekämpfung der Lepra eefunden. Man rechnet damit, dass e<s in tropischen und subtropischen Gebieten mehr als 10 Millionen Lepra-Kranke gibt, denen nunmehr geholfen werden kann.— erklärt worden ist. „Jeder Katholik“, schloss, der Pater, „der zum Antisemitismus hinneigt, sollt« sich fragen, ob er nicht vielleicht ein Antisemit sei, weil er ein schlechter Christ ist und ob es nicht seine eigene Schuld gegen Gott sei. die er aut die Juden abwälzen will?“ (ITA)

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