Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 27 (1966)
- Issue
- 2153 (28.1.1966)
- Date
- 1966-01-28
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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ytetnefi, 28 **»*«0 ** 19^ SEMANA ISRAELITA Año XXVII. — Ni 2153 — 2 ABRA KHAN. Israels Aus»a«w»(w, iühot ¡n Par», Lonlon und Washio(;t«n wichtige Verhandlungen. Hawaii und seine Juden P°rtraet der y°cA WÊ& Musik in Buenos Aires Der 50. Staat der Vereinigten Stauten, Hawaii, der auch der jüngste der Union ist hat auch eine der jüngsten jüdischen Gemeinden /vnenkas. Zwar gibt «* eine Legende, dass eine Thora König Kalakaua — als Hawaii ein Königreich war und bevor es amerikanisches Hoheitsgebiet wurde — in den siebziger oder achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts als Geschenk überreicht wurde, doch in Wirklichkeit wurde Honolulus Emanu - El - Tempel erst vor kurzem eingeweiht. Dies geschah im Mai I960. Allerdings gab es auch schon vorher eine Synagoge, und die erste jüdisch: Gemeinde von Honolulu wurde im Jahre 1938 gegründet. In Honolulu auf der Insel Oahu lefcen die meisten Juden, während auf den anderen Inseln, Kauai. Mololai, Maui. Hawaii, Lonal, Niihau, Hanoolawe nur sehr wenige Juden anzutreffen sind. Die Zahl der in Honolulu lebenden Juden wird „,it etwas über 2.000 Seelen angegeben, aber der Gemeinde gehören rund 700 oder etwas weniger an. Der Rabbiner des Eman-S-Tempels, Dr. Roy Rosenberg, der auf dem Rabbinerseminar in Cincinnati, Ohio, studiert hat, weist mit Stolz darauf hin, dass in seiner kurzen Amtszeit, seit der Einweihung des Tempels, seine Gemeinde von 100 auf 16« Familien angewachsen ist Er glaubt aber, dass noch mehr Juden von PHILIP SLOMOVITZ als Mitglieder der Gemeinde gewonnen werden könnten, wenn die jüdischen Professoren an der Universität von Hawaii ein grösseres Interesse zeigen würden. Hawaii hat sich in den letzten Jahren zu dem Ort entwickelt, der die meisten Touristen anzieht, und dieser Touristenstrom kann vielleicht auch Menschen bringen, die sich ständig auf den Inseln ansiedeln wollen. Ein Beobachter der jüdisehen Wanderungstendenzen meint sogar, dass vielleicht die Lubawitscher oder eine andere chassidische Gruppe sich entschliessen könnten, hierher zu kommen und dem jüdischen Leben neuen Atem einzuhauchen. Inzwischen ist die Gemeinde diejenige, die am weitesten von einem traditionellen jüdischen Leben entfernt ist. Wohl finden im Emanu-El-Tempel regelmässig Freitagabend - Gottesdienste statt, und Rabbi Fischei Pearlmutter, der konservative Flottenrabbiner aus Pearl Harbour, berichtet, dass zumindest 60 oder mehr jüdische Soldaten an den von ihm im Gotteshaus in Pearl Harbour abgehaltenen Andachten teilnehmen. Die Zahl der in dieser strategischen Militärbasis stationierten jüdischen Armeeangehörigen dürfte schii teungsweise 300 betragen. Koscheres Fleisch bezieht der Rabbi jedoch nur für sich persönlich oder, wie er hinzuiiigt, hin und wieder für zwei oder drei andere Familien. Koschere Waren müssen von der 2.500 Meilen entfernten amerikanischen Pazifik-Küste aus Los Angeles per Schiff gebracht werden. Die 700 von der Gemeinde erfassten Juden sind bisher eine Rekordzahl. An der Uni. versität von Hawaii gibt es noch viele Juden, die aber an jüdischen Dingen uninteressiert sind. Ais der amerikanische Naziführer George Rockwell unlängst zu einem Vortrag in der Universität erschien, erntete er grossen Applaus. Die Chinesen. Japaner und Hawaiier sollen von seinem „Humor“ entzückt gewesen sein. Es heisst, dass es jetzt hier eine Rock. well-Zelle gibt. Sie dürfte fünf oder sechs Mitglieder haben, aber sie ist vorhanden. Die Leute hier können sich nur schwer Rockwell« „Erfolg“ erklären doch sein ,,Sieg“ ist eine Tatsache. Es war auch niemand da, der gegen ihn aufgetreten wäre und ihn widerlegt hätte. Die Juden in diesem Staat ■ haben kaum Verbindungen mit den anderen Judenheiten in der Welt. Selbst die religiösen Juden, die sich der Gemeinde angeschlossen haben, lesen keine jüdischen Zeitungen und wissen wahrseheinlieh nichts von dem, was im internationalen jüdischen Leben vorgeht. Dieser Mangel an Kontakten verursacht eine tiefe Kluft, aber Rabbi Rosenberg glaubt, dass falls z. B. eine ernste Krise in Israel entstehen sollte, wie es bei dem Sinai- Feldzug war, seine Gemeinde dem Ruf folgen würde, einer Aktion zur Verteidigung Israels aktive Unterstützung zu leihen. Es ist immerhin ' interessant, dass R&bbi Roj senberg die Ansicht verficht, ■ die hawaiischen Juden seien „ein Spiegelbild der zukünftigen Judenheit in den USA“. Er glaubt, dass die nordamerikanische Judenheit ebenso wie die hawaiische von heute eine religiöse Gemeinschaft sein wird, die auch weiter gegen weltliche Rufe taub bleiben dürfet Durum, so meint er. ist die Bne Brit hier schwach, besteht keine nichtorganisierte zionistische Bewegung, gibt es nur eine wie er es nennt, sozial orientierte kleine Hadassa - Gruppe, ebenso wie auch andere Bewegungen di« hawaiische Judenheit nicht erreichen. Doch Israel-Bonds werden gekauft, wenn auch nicht in grossen Mengen, aber man weiss, dass es sie gibt. Ein prominenter hawaiischer jüdischer Ingenieur, der Rabbi Rosenbergs Ansichten teilt, sieht die ha. waitsche Judenheit unter einem anderen Gesichtspunkt und nennt sie ein Reagenzglas für das Studium der Zukunft der ganzen nordamerikanischen Judenheit. Rabbi Rosen berg hat über 2S Hawaiier zum Judentum bekehrt. Er hat Mischehen geweiht. Er spielt eine aktive Roll« unter den Nicht juden und äuseert, dass er dem Judentum noch mehr Proselyten zuführen könnte wenn seine Gemeinde ihn unter, stützen würde. Auf die Frage: wie? entgegnet er, durch finanzielle Hilfe. Die Ansichten des Rabbiners und eines jüdischen Ingenieurs über die Juden in Hawaii mit Bezug auf das Judentum in Nordamerika sind zweifellos unrealistisch. Ohne Kenntnis der Werte des Judentums und seines geistigen Erbes, sind die Juden zum Untergang verurteilt. Doch sie werden nicht untergehen, denn auch hier ist das Interesse an Israel wach und andere jüdische Bewegungen können hier Fuss fassen, und schliessiieh bringt vielleicht der Frtun-; TEATRO „UAM1NITO“ EK- \ OE KEN ET MIT ,,LA VER- : BENA DE LA PALOMA“ Das Theater am . kleinen Weg“ im traditionellen alten Hafenviertel ,.la Boca“ hat in den zehn Jahren seines Bestehens weit über Argentiniens Grenzen hinaus Wi- : derball gefunden. In dem malerischen Stadtteil verbini det eine gebogenes Gässchen zwei Strassen; dieser unscheinbare Weg wurde von ■ Cecilio Madanes „entdeckt“ i und von mehreren namhaften Malern und Bildhaui ern im Lokalkolorit ausgesehmückt. Armselige Wellblech hä useben und kleine ■ Gebäude nehmen sich im täglichen Leben nun pitte- ■resk aus und bilden einen sieten Anziehungspunkt für! „sigbt seeing“ von fern und nah. Madanés stellte sein Podium dorthin und begann [ mit Goldoni, Moliere bildete die Brücke zum „sainete por. nete porteño“, im vergangenen Jahr wurde ein chileni-! eches Singspiel geboten. In der Zwischenzeit hat der Garn inito-Schöpf er, der in Per. sonal unión Entdecker, Er-; schlieseer und künstteri- Í scher Produktor mit völlig | unzureichender städtischer : Subvention ist, sein erfolg- : reiches Debut als Opernre- , gässeur (,.La Travista“ im Colón) gemacht. Und nun wagte er sich ebenso erfolgreich an das typisch spanisch« Genre der „Zarzuela“ heran und trat mit einer Perle dieser iberischen Operettenart „Die Taubenkirmes“ (Ricardo de : la Vega — Tomas Bretón) an das Licht der immer wieder entzückenden Freiluftrampe. Alle Inszenierungen, von Cecilio Madanes haben etwas typisches gemeinsam; Seine Vision bezieht alles irgendwie Brauchbare von der Nachbarschaft (Wäscheleinen „a Ja. Napoli“, Baikone mit herabführenden Treppen, Flachdächer uew.v ins Regiebuch ein. Auch diesmal haben die Dekors von Guillermo de la Torre und Kostüme Eduardo Lerehunds weitgehend dem Typischen des „Caminito“ denverkehr in diese Gemeinde die lebendigen Elemente, um das jüdische Leben in Hawaii anders zu gestalten als es sieh heute dem Besu eher darbietet. und gleichzeitig des Spanij sehen Rechnung getragen. Die schmissige Leitung des; ganz ordentlich spielenden Orchesters lag in Händen von George Andreani, und eine reizvolle Choreographie gelang Oscar Araiz. Von den dreissig Solisten seien wegen Platzmangel nur Jorge Luz, Carlos Fioriti. Ramón Costreras. Angeles Abad. Valeria Riz da „Cantaora“). Josefina M. Stekelm&n <la „Bailaora“», Antonia Herrero, Mabel Falcón und Nelly ftomanella namentlich erwähnt, während sich alle übrigen gleich ihnen, auch der Chor, restlos bewährten. Die durchgehende, kaum 114 Stunde währende flüssige Premieren - Aufführung (ohne Souffleur) mit Umbauten auf offener, verdunkelter Saene — Spezialität des Madanestheaters, welches keinen Vorhang kennt — wurde von dem aus geladenen Stadtautoritäten. Kritikern. Künstlern und finanziellen Protektoren der Nach, barschaft gebildeten Auditorium herzlich aufgenommen und begeistert applaudiert. Madanes hielt darauf eine mutige Ansprache, in welcher er in knapper und humoristisch - geisselnder Art sagte, dass der „Caminito“ nicht mehr sein „Camino“ sein könne, wenn die Stadtverwaltung. die soviel Geld für unnütze Zwecke ausgeb«. durch kräftigere und kontinuierliche Subvention das Fetter der Begeisterung aller Beteiligten, welche nach zweimonatlicher Probenzeit noch keinen Centavo gesehen hätten, nicht verlöschen lasse. Quod erat demonstrandum! Cart B. M. Weisnteht Jiigend-K riminalitaet Washington. — Die nordamerikanische Regierung unterstützt eine Untersuchung über die Straffälligkeit Jugendlicher in Tel Aviv, da sie hofft, auf eine Reihe ihrer eigenen Probleme mit dieser Frage eine Antwort zu finden, wie Dr. Ellen Winston vom Staatlichen Institut für Volkswohlfahrt in einem Referat auf einer Veranstaltung des Hadassa-Verbandes in Washington enthüllte. — (ITA) Die Einbettskampagne teilt mit: In wenigen Wochen wird die Aktion 1965 des Keren Hajessod ihren Abschluss finden. Wir benutzen diesen Anlass, uns nochmals an die immer noch Fehlenden mit der Mahnung zu wenden, uns ihre würdige Beisteuerung in den nächsten Tagen zukommen zu lassen. Das Ergebnis der Aktion ist ausserordentlich erfreulich; wir werden allen unseren Mitarbeitern sowie den Vorstandsmitgliedern aller in unserem Comité vereinten Institutionen einen genauen Bericht anlässlich der! GENERALVERSAMMLUNG geben, die am Montag, den 21. März, um 19 Uhr im Salon der Campana Unida, Sarmiento 2376, I statttindet und zu der besondere Einladungen ergehen. Diese Generalversammlung muss di« Grundlage zu einer besonders erfolgreichen Arbeit für die Aktion Jai des Jahres 1966 legen, die ihren Auftakt mit der PROKLAMATION finden wird, die in feierlicher Forai am Montag, den 28. März, 21 Uhr im Salon der ACTBA. Araoz 2854 statt« finden wird und bei der eine offizielle Persönlichkeit Israels da», Wort ergreifen wird. Der Chor der NOT wird diese Veranstaltung, an der alle Organisationen, die in unserem Comité vertreten sind, teilnehmen, künstlerisch umrahmen. 1« JAHRE ISRAEL bedeuten auch 1* Jahre Einheitskampagne in Argenti. nien und aus diesem Anlass wurde das Jahr 1966 zum Jahre Jai proklamiert. 18 Jahre bedeuten Leben: Jai! 18 Jahre Israel — 18 Jahre Einheitskampagne bedeuten eine Verpflichtung, der sich kein Jude entziehen darf. 18 Jahre Israel — 18 Jahre Einheitskampa gne bedeuten aber auch eine Mahnung besonders an die „zweite Generation". nicht nur zu würdigen Beisteuerern zum Keren Hajessod zu werden, sondern auch zu tätigen Mitarbeitern dieses grossen Werkes des Judentums der ganzen Weit, Schon immer war der KEMEN HAJESSOD das Finanzinstrument der Jewish Agency, in der seit Jahrzehnten Juden aller politischen und religiösen Richtungen Zusammenarbeiten und durch diese gemeinsame Arbeit die Grundlagen d«6 heutigen Staates Israel gelegt haben. Das sollten endlich auch die Menschen verstehen, die aus Harther. z*gkeit oder anderen „Gründen“ ihre Beisteuerang bisher abgelehnt haben. Das JAHR JAI muss beweisen, dass die Juden aus Zentraleuropa und ihre Kin<ter, die die ersten Opfer der Barbarei gewesen sind, verstanden haben, dass ein starke® Israel ein Garant ihrer eigenen Sicherheit wo sie auch immer leben mögen, bedeutet und dass ein« würdige Beisteuerung und keine „Spenden“ unseren Dank für das von der Welt bewunoer. te Aufbauwerk Israel zum Ausdruck bringen muss. CwaaHe Gentroeuropea de ht (kmiritSa Unida SarmienU 2328, III. T. E.: 42-3828 , K£R£n tfJty£ttl£r C£tSfLA££ PP!ît5Dfp, COMITE CENIROEUROPEJ Corrientes 2294 — VI. Steck — T. E. 48-3895, «8-5883 FEIER DES 15. SCH WAT Wir benachrichtigen unsere Freunde, dass das Fest der Bäume am Sonntag, den 8. Februar, auf den Weekendplätaen der ACIBA in Olivos und Banfield, der Nueva Comunidad Israelita in Olivos und von „Bar Koehba“ in Moreno, die uns von den be- A II S UNSERER ARBEIT Anlässlich der Barmizwuhfekr ven Alberta Maria Löwenstern, Lanüs-Oeste, wurde durch die Mitarbeit von Frl. Ester König und Frl. Elena Löwenstern der Betrag von $ 5.200.— gesammelt; Alberto wird im „Seier Barxnizwah“ eingetragen. Anlässlich des Hausier neos bei der Ehe. Artur« Winter in Bemal, wurden 8 4.250.— zu Gunsten des KKL gesammelt, wofür Bäume auf den Namen des Ehepaares gepflanzt werden. EHr. Emst« Leaehinski spendete anlässlich der glücklichen Geburt ihres Enkelsohnes, Daniel Esteban 1.000 Feses; auf den Namen des Kinder werden Bäume gepflanzt. Fra« Berta Wolff spendete $ 2.000.— für die Pflanzung von Bäumen zum Andenken an ihren Gatten, H. Julius Wolff s. A. Fra» Martha Brawr spendete an lässlich des 2. Jahrzeitstages nach ihrem Gatten, H. Kurt Brauer s. A. $ 1.500.—, wofür Bäume auf «einen Hamen gepflanzt werden. Va* der FH*. Grinberg erhielten wir $ 1.850,— für die Pflanzung von Bäumen zum Andenken an; Abraham Grinberg s. A. Frau Sfcella Werthelmer überwies uns $ 1.500.— für die Anfertigung einer Jahr- — FEST DER BAEUME treffenden Vorständen für diesen Zweck überlassen wurden, durchgeführt wird. Wir bitten alle Besucher,, unsere freiwilligen Mitarbeiter bei der Sammlung aus diesem Anlass zu Gunsten des KKL, weitgehendst zu unterstütz*)». zeitstafel auf den Namen ihres Gatten, H. Erwin Wertheimer s. A. AUS UNSEREN KOLONIEN Unsere Mitarbeiterin, Frau Juana M. de Pfeifer, überwies uns aus der Kolonie Avigdor $ 21.650.—, welcher Betrag sich folgendermassen zusammensetzt; $ 18.930.— von Büchsenleerungen; anlässlich der Feier des 75. Geburtstages von Frau Mraa Rosenblatt wurde durch die Mitarbeit von Frl. Alicia Rosenblatt die Summe von $ 1.720.— gesammelt, wofür Bäume gepflanzt werden. Ausserdem spendete Claudio Marcos Pfeifer $ 1.000.— für die Pflanzung von 10 Bäumen zum Andenken an seine Urgrossmutter, Frau Zer line Kaufmann s. A. — Die besten Büchsen waren bei: Elsa Kaufmann, Elena May, Rosa Pfeifer, Mingue Premier, Rut Rosenblatt, Walter Strauss. Le« Yanovsky. — Wir sprechen unseren besten Dank den Damen: Frau Fany Deutschkorn und Frl. Elsita Gdstand aus, die Frau Pfeifer beim Leeren der Büchsen behilflich waren. Wir danken allen unseren Freunden und Mitarbeitern. EINE MITTEILUNG DES SEKRETARIATS: Unser Büro ist im Monat Februar nur nachmittags von 14.30 bis 18.30 Uhr geöffnet.