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Jüdische Wochenschau · 1966-01-07 · 2150 (7.1.1966) · p. [Seite 1]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2150 (7.1.1966)
Date
1966-01-07
Page
[Seite 1] (sequence 1)
Language
German, Spanish
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Ein neues Fehlurteil PUEYRREDON 2190 — 1’ izq. JGx Jemand JsAjc&IUg, 83 - 26 1 3 T. E. Dr. W.: — Natürlich ist es uns nicht möglich, ail» Fehlurteile deutscher Aetnler und Gerichte in Entschäcligungs-, Wedergutmachungs-, Riickerstattungs und ähnli« chen Verfahren zum Abdruck zu bringen oder zu kritisieren. Jedoch hat die sogen. Wiedergutmachungskammer de» Landgerichts Berlin ein Urteil erlassen, das in seinem Zynismus und seiner nur als Provokation zu wertenden Beweisführung kaum noch zu Überbieren ist. Der Sachver- Año XXVII. BUENOS AIRE«, VIERNES 7 DE ENERO DE 1966 N? 2150 Der Kampf gegen den Hunger von JEN VDA GOTTHEIMER i. Der erstaunte Kapitän Kapitä n Martins war seiner Gewohnheit entsprechend, früh aufgestanden. Er trat ins Kartenhaus, um den Lauf seines Schiffes zu kontrollieren. Die Sonne stand tief und leuchtete in einem seltsam dereenkte. Hinter ihm war ihrer tausend Meilen kein Land. Nochmals überprüfte er die Windrichtung. Seine Beobachtung traf au. Der Wind kam aus dem Westen, ten Brunnen gesprochen hatten, die ausgetrocknet waren, von den Tieren, die zu Hunderten an Durst umkamen oder notgeschlachtet werden mussten, von der Dürre und II. Blutregen über Europa In den Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg wurde die europäische Oeffentlichkeit hin und wieder von Zeitungsmeldungen in Erregung versetzt, dass an dieser oder jener Stelle blutiger Regen vom Himmel fiel. Derartige Nachrichten meldeten vor allem dieses eigenartige Naturereignis aus den Alpenländem. Dort, auf den Feldern des ewigen Schnees trat die unheimliche Naturbegebenheit am deutlichsten auf. Hier blieben auch ihre Spuren am längsten haften. Der Schnee, vorher blendend weiss, zeigte nach dem Fallen des ..Blutregens“ eine rötlichbraune Färbung. Für viele war diese Erscheinung ein Warnzeichen des Himmels. Man dachte an Seuchen. Krieg und Tod. manche sprachen sogar von dem bevorstehenden Weltuntergang. Ein deutscher Augenzeuge, der einen solchen Blutregen über Neapel milerlebt hatte, schrieb: ,.Die Menschen eilten in die Kir. chen: man glaubte, das Ende der Welt sei gekommen“. — Alle möglichen Erklärungen wurden von den Gelehrten für diese eigenartige Erscheinung gegeben. Dann kam die Lösung des Rätsels, als im März 1901 drei Tage hindurch ein dicht er rötlichbrauner Staubregen ohne Wasserbeimengung nördlich der Sahara niederging. Vom gefürchteten Standsturm der Wüste, dem Ghibli, getragen, ging dieser Staubregen über dem Mittelmeer nieder, färbte die Alpen.Schneefelder rotbraun und war sogar noch im Norden Dänemarks festzus'ellen. Nach einwandfreien Feststellungen handelte es sich um Staub und Sand der Wüste Sahara, der vom Sturm emporgewirbelt worden war und in die Ferne getragen wurde. Heute wissen wir, dass gewaltige Staubwolken in grosser Höhe auch über dem Siidarlantik festgestellt wurden, deren Ursprung entweder in der Sahara oder der chilenischen Wüste Atacama zu suchen sind. Forscher berichten auch von Staubmassen, die vom Wind in den riesigen Wüstengebieten Innerasiens emporgehoben werden, um auf ungeme-isenen Strecken den hellen Tag in Dämmerlicht zu hüllen. — III. Der schwärzeste Tag Emern wissenschaftlichen Bericht ist zu entnehmen: Ein schwarzer Tag, schwarz m jedem Wortsinne, und schwärzer als der schwärzeste Tag an den amerikanischen Börsen, war der 11. Mat 1934. Eine gewaltige Staubwolke wurde von einem Zyklon aus der neuen Wüst*»! des mittleren Westens emporgehoben und über den ganzen amerikanischen K : - tinent hinweggeiragen. Alle Teile des Landes, besonders die dicht besiedelte Ostküste, litten furchtbar unter einem dichten und ununterbrochenen Staubregen. Blühende landwirtschaftliche Kulturen versanken und erstickten unter San- und Staubmassen. In den Städten wurde das Leben durch diese Plage völlig lahmgelegt. Dreihundert Millionen Tonnen ehemals sehr fruchtbarer Erde wurden an diesem einzigen Ungliicktnge für immer fortgeweht und kupfrigen Gelb. Hätte sich das Schiff weiter nördlich befunden, so wäre dies ein sicheres Zeichen für einen herannahenden Taifun gewesen. Der Kapitän blickte besorgt nach dem Horizont. Er schätzte den Wind vom Westen her auf Windstärke fünf. Es sah nicht nach Sturm aus, dennoch warf der Kapitän einen Blick aufs Barometer. Es stand hoch. Anzeichen für ein aufziehendes schlechtes Wetter waren nicht feststellbar. Der Kapitän wurde stutzig. Plötzlich entdeckte er eine dünne Schicht von braunem Staub in den geschützten Winkeln der Kommandobrücke. Seine Vermutung, die Mannschaft hätte nicht ordentlich geputzt, war unrichtig. Denn er selbst beobachtete. wie sich ein feiner Staubschleier wie weicher Nebel auf das Wasser nie- BEGRÜSST SHAZAR Tel Aviv. — Präsident Salman Shazar sprach die Hoffnung aus, dass die „aufgeklärten Absichten“ des Oekumenischen Konzils und der anderen christlichen Kirchen, die religiöse und rassische Verfolgung zu bekämpfen, sich bald in Tatsachen verwandeln werden. Dies äusserte er, als er die Würdenträger der 16 christlichen Sekten in Israel empfing, die gekommen waren um ihm zu Neujahr Glück zu wünschen. In seiner Entgegnung gab der griechisch-katholische Erzbischof Hakim zu, dass es wirklich heute vom Klerus abhängt, die Beschlüsse des Vatikanischen Konzils Uber die Beziehungen mit anderen christlichen Bekenntnissen und gleichfalls ,,mit unseren jüdischen und muselmanisohen Brüdern“, in die Praxis umzusetzen. (ITA> und der Staub legte den wei. ten Weg von Australien 1000 Meilen meereinwärts zurück. Gebannt betrachtete er dieses merkwürdige Schauspiel. Jetzt fiel ihm ein, dass die Leute in Sidney von hunderdem knapp gewordenen Weizen... Martins schüttelte den Kopf und brummte vor sich hin: ,,Da wird ja langsam der ganze verdammte Erdteil weggeweht!“... Ein SS-General klagt AUS EINER DEUTSCHEN ZEITUNG Vor dem Landgericht in Düsseldorf wurde ein Zivilprozess des ehemaligen SS-Generals Heinz Lammerding gegen den Chefredakteur der Widerstandszeitung ,,Die Tat“. Werner Stertzenbaoh, und den Riöderberg-Verlag in Frankfurt am Main angestrengt. Der einstige Kommandeur der 2. SS-Panzerdivision „Das Reich“, deren Bluriinie quer durch Frankreich führt fühlt sich durch eine Meldung der „Tat“ beleidigt, nach der er sich wieder mit eiper Leibwache umgeben und in Verbindung mit dem Ex-Gauleiter Florian gestanden haben soll. In einem Lokal in Düsseldorf.Derendorf, so hatte die Zeitung geschrieben, seien Gäste von den NS-Grössen angepöbelt worden. Lammerding widerspricht dem. Der in Frankreich in Abwesenheit wegen Kriegsverbrechen zum Tode verurteilte SS-General möchte vom Gericht ausserdem bestätigt haben, dass seiner damaligen Verurteilung keine Geiselmorde zugrunde lagen, sondern „nur“ die Ersohiessung von Partisanen. Die will er aber auch nicht selbst verantworten, weil er als Kommandant der Division erst später davon erfahren haben will. Mit dem Prozess in Düsseldorf tritt der Fall des SS-Generals Lammerding in ein neuen Stadium. Sein Name jagt noch heute unzähligen Menschen kalte Schauer über den Rücken. Wird dooh dieser Name in Frankreich mit den Massakern von Tülle und Oradour im Jahre 1944 verbunden Im Mai dieses unseligen vorletzten Kriegsjahres befahl das OKW (Oberkommando der Wehrmacht) noch ausdrücklich, dass „Kollektivmassnahmen gegen die Einwohnerschaft ganzer Dörfer (dazu gehört auch das Abbrennen der Ortschaften) nur in Ausnahmefällen und ausschliesslich durch Divisionskommandeure oder SS-und Polizeiführer angeordnet werden“ dürften, im gleichen Monat übernahm Lammerding die Division „Das Reich“, deren Angehörige schon kurze Zeit darauf in Tülle 99 Menschen aufhängten. Darunter konnte man lesen: ,,So geht es allen französischen Schweinen, die weiterhin Widerstand leisten.“ Das Massaker an der unschuldigen Bevölkerung war ein reiner Racheakt, lammerding wurde dafür in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Eine andere Einheit seiner Division ermordete in Oradour 548 Kinder, Frauen i.nd Greise, und legte die ganze Ortschaft in Schutt und Asche. So, wie die SS Oraöour verliess, so findet der Besucher noch beute die Ortschaft als eine nationale Gedenkstätte der Erinnerung an Hitlers unseligen Krieg. Obwohl über die Vernichtung von Oradour ausdrückliche „Volltugsmeldung“ an die Divisionsführung erstattet wurde, erklärt sich Lammerding auch in diesem Fall als nicht verantwortlich. Die Schuld für die Verbrechen vor, Tülle und Oradour schiebt der General auf seine Untergebenen. Der in anderen Prozessen fiir hohe Offiziere, vornehmlich Generale, immer wieder geltend gemachte „Befehlsnotstand“ soll für Lammerdings Untergebene offenbar keine Geltung haben, da es nach seiner Aussage keine Befehle fiir die Massaker von Tülle und Oradour gab. Als Generaloberst Jodl vor dem Militärgerichtshof in Nürnberg auf die Untaten der SS-Division „Das Reich“ angesprochen wurde, meinte der versierte Kenner militärischer Befehlsgewalt und -ausiibung am 4. Juni 1946 ausdrücklich: „Ich kann nur sagen, das Verhalten der 2. SS-Panzerdivision muss der Kommandeur verantworten.“ Doch dazu ist es bis heute noch nicht gekommen. Unter dem Namen Braun konnte Lammerding nach dem Kriege zeitweise erfolgreich in Süddeutschland untertauchen. In den 50er Jahren legalisierte er sich dann wieder in Düsseldorf, betrieb ein florierendes Baugeschäft und geriet erst 1957 wieder in das Blickfeld der internationalen Oeffentlichkeit. Es dauerte noch weitere fünf Jahre, bis offizielle Ermittlungen gegeniLammerding einsetzten. Wegen des sogenannten Ueberleitungsvertrages mit den Alliierten blieben dabei die Verbrechen von Tülle, für die Lammerding verurteilt war, ausserhalb weiterer Verfolgung: das Oradour-Verfahren wurde 1964 eingestellt; ein weiteres Verfahren wegen der Ersehiessun« von belgischen Zivilisten während der Ar dennenoffensive fand vor wenigen Mona ten ebenfalls ohne Proaess seine Erledi gung. Wenige Tage vor dem Düsseldorfer Zi vilprozess sprachen wir mit dem Chefredakteur der „Tat“, Werner Stertzenbach Er meinte: „Vor einem Dutzend Jahre wäre ein solches Verfahren undenkbar gewe sen. Das SS-Treffen in Rendsburg zeigte dass gewisse unbelehrbare Kräfte wiedei Morgenluft wittern. Sie sind plötzlicl höchst empfindlich, wenn über sie geschrieben wird. Die Kriegsverbrechen sollen offenbar in Vergessenheit gebrach werden. Die Rehabilitierung wird auf aller Ebenen betrieben. Wir sind es den Millionen Opfern des vergangenen Kriege^ schul eng, den Verantwortlichen des Terrorregimes keine Möglichkeit zu geben, sich ir den Augen der Oeffentlichkeit als Unschuldslämmer darzustellen. halt ist einfach. Er ergibt sich aus dem Urteil selbst. Di« Tochter eines in der Verfolgungszeit ums Leben gebrachten jüdischen Buchhändlers machte Rürkerstattungsan- Sprüche wegen einer Reihe ..zu Unrech; entzogener“ Edelmetallgegenstände geltend. Ihr Vater, so erklärte die Ktä« gerin, habe die genannten und im einzelnen aufgefiihrtenl Gegenstände bei seiner Ankunft in Auschwitz abgeben müssen. Trotz Beweises dieser Tatsache durch eine Re ihn von Zeugenaussagen erfolgie Ablehnung mit der folgenden Begründung: Es könne dahingestellt bleiben, so führt die Kammer aus, welche Wertsachen im einzelnen Gegenstand des Verfahren bilden würden, denn es fehle der Nachweis nach. Paragraph 5 des Rückerstattungsgesetzes. Es ermangele also am sogen. „Verbringungsnachweis''. Dieser Paragraph, den man ruhig hingenommen hat, ist eine berühmte Fall«, denn er legt dem Opfer der Verfolgung, dem Beraubten und dem Ausgeplünderten — wie zur Yernöhnung — nun. auch noch die Verpflichtung auf, den Beweis darüber zu führen, dass die ihm von den Deutschen gestohlenen Gegenstände nun auch wirklich damals, das heisst zur Zeit des Diebstahls, in ein Gebiet gebracht worden seien, das heute zu WESTdeutschland gehör:! — Natürlich weiss niej mand besser als die Deutschen selbst, wohin damals di« I Sachen geschleppt wurden. Aus welchem Grunde sich nun | Westdeutschland ausschliesslich daran bereichert haben muss, bleibt uneifindlicb. Diese Bestimmung als solch« kennzeichnet besser als lange Ausführungen den mangelnden Willen zur Herausgabe des gestohlenen Gutes, von dem fehlenden Wunsch, Unrecht wiedergutzumachen, ganz zu schweigen! Das Gericht in Berlin sagt folgendes wörtlich: „Nach dem eigenen Vortrag der Antragstellerin hat die Entziehung im Konzentra:ionslager Auschwitz und damit ausserhalb des Geltungsbereiches des Bunüesrückerstattungsgesetzes stattgeiunden. Gemäss Paragraph 5 BRUeG ist der Antragsgegner bei einer ausserhalb des Geltungsbereiches des BRUeG oder Grossbeilins erfolgten ungerechtfertigten Entziehung nur dann zum Schadenersatz verpflichte:, wenn die entzogenen Gegenstände nachträglich nachweisbar in feststellbarer Form in dieses Gebiet verbracht worden sind. Die Antragstellern hat diesen Beweis nicht geführt. Nach den bisherigen Ermittlungen der W ede: gutmachungskammern des Landgerichts Berlin sind die in Polen beschlagnahmten Edelmetalleegenslände nur zu 80 Prozent nach Berlin gebracht worden. Dass gerade die in Rede stehenden Wertgegenstände zu diesen nach Berlin gelangten Wertsachen gehörten, ist nicht erwiesen...“ Mit diesem Argument ist die gesamte Rückerstattung der im Osten von den Deutcshen gestohlenen Wertsachen illusorisch gemacht. Man weiss, dass mindestens 80 Prozent aller dieser Sachen in den. Wesueu verbracht worden sind. Wie Kann ein Verfolgter oder dessen Erbe überhaupt etwas über das. Schicksal des Diebesgutes aussager? Wie kann ein Gericht verlangen, dass nun auch noch der Nachweis zu fühlen ist, dass die geschienen Sechen in den 80 Prozent der nach Deutschland entführten Wertsachen gewesen seien? Der Sachverhalt ist klar: 1.) Ein jüdischer Buchhändler ist in Ausshwitz von denselben Deutschen ermordet worden, die jetzt über die Rückgabe der dort 2.) gestohlenen Sachen zu entscheiden haben, die 3.) nach einem von den gleichen Deutschen gefundenen Befehl der Gestapo nach Westdeutschland zu verbringen waren. Mail sollte mit dieser Art „Justiz“ endlich Schluss machen. die nur einmal mehr dazu führen wird, d.e Welt zu warnen! als todbringender Staub über lebensvollen Kulturen, über den Städten und dem Meer ausgeschiittet. Man erlebte unmitteibar. Tausende Meilen fernab vtw den Gebieten des eigentlichen Unglücks, wie eine Qeulle der wirtschaftlichen Kruft Amerikas versiegte, w e der fruchtbare Boden in Staub zerfiel und in alle Wirme zerstreut wurde, selbst zerstört, und alles in weitem Bereich zerstörend. Die Wüste droht... IV. Dar unheilvolle Anfang Niemand weiss genau, wo und wie diese unheilvolle Entwicklung angeiengen hat. Aber irgendwie und irgendwo und irgendwann hat sie ihren Lauf genommen, nachdem der Mensch seüien Eingriff in die Natur und ihr Gernebe voreenommen hatte. Hier war es der Mord am Waid, der vielleicht als letzte und tiefste Ursache das Unheil in Bewegung setzte, dort war es ein Raubbau am Lande. Oder anderwärts war es ein verhängnisvoller Uebergriff auf den Bestand der na:ürlich-eii Pflanzende-ke oder die Veri'-iK.e: urig des Kreislaufs des Wassers in der Natur. Auf kleinsten Flächen zeigte siel» zunächst der Verfall. Man achtete darauf nicht, weil man annahm, mit kleineren oder grossen Hilfsmassnahmen die aufgetretenen Warn« Zeichen korregieren zu können. Nach den Beobachtungen, die ir. den neuen Wiistengebieten Amerikas gemacht wurden, konnte sich die Wissensthaf; orientieren. Häufig zeigten sich auf besonders Schluss auf Seite 2) | Ein Nazi begeht Selbstmord Bonn. — Ein früherer Polizeioffizier erschoss sich in seiner Wohnung wenige Minuten vor seiner Festnahme. Er war angeklagr, im Zweiten Weltkrieg an Massenmorden beteiligt gewesen zu sein. Es handelt sich um den Rechtsanwalt Dr. Zimmermann aus Brackwede bei Bielefeld, der sich für den Mord an 20.000 Juden in Eialistok in den Jahren 1943 und 1944 ve. an. Worten sollte Zimmermann war seinerzeit Kommandant des Sicherheitsd'.enstes in Bialjstc-k. Der 54jährige Selbstmörder war in früheren Verfahren wegen vers: hiedener Verbrechen mangels Beweisen freigesprochen worden. Das Gericht hatte bei diesen Prozessen jedoch feststellen können dass Zimmermann für die Morde in Bialistok verantwortlich iNar, und seine neuerliche Verhaftung angeordnet. _

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