Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1965-10-22 · 2139 (22.10.1965) · p. [Seite 1]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2139 (22.10.1965)
Date
1965-10-22
Page
[Seite 1] (sequence 1)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/9616703-9614788-9615219--4097-9615220
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

PUEYRREDON 2190 — 1’ izq. fa JkmjcatayshcddiicL T. E. 83 - 26 1 3 Ano XXVI. BUENOS AIRES, VIERNES 22 DE OCTUBRE DE 1965 N“ 2139 Jehuda Gottheimer: Auf der Suche nach Wahrheit Was ist Wahrheit? Der Sinn und Inhalt des Lebens erleuchteter Geister ist die Suche nach Wahrheit. Aber was ist Wahrheit? Diese Frage hat Menschen zu allen Zeiten beschäftigt. Für die Wahrheit begeisterten sich die edlen und die irrenden Wahrheitssucher, die Propheten und Künder aller Völker, Philosophen, Dichter, Politiker, Fanatiker des Glaubens und der Hoffnungen einer nach Frieden und Erlösung lechzenden Menschheit, Religionsstifter und Sektierer, Bekannte und Unbekannte, starke Persönlichkeiten, die viele Anhänger fanden oder in der Stille dachten und der Vergessenheit anheimfielen. Glaube, V/issen, Erkenntnis und Ueberzeugung ranken sich um die geoffenbarte, geglaubte, verkündete, verheij ssene Wahrheit über Sein | und Werden, über Leben und Tun des Meeschen, über Ursprung und Ziel, über Aufgaben und Pflichten. „In der Ethik des reinen Willens haben wir als einen eigenen Terminus für Gott den Begriff der Wahrheit eingesetzt. Wahrheit ist wc der allein in der Naturerkenntnis noch in der ethi sehen Erkenntnis ... Die theoretische Erkenntnis bleibt Stückwerk ohne die Ergänzung durch die ethische1 ... Es darf nicht als zufällig betrachtet werden, dass sie beide aufeinander hinweisen, sondern die gegenseitige Hinweisung bildet ein eigenes Problem, stiftet eine eigene Notwendigkeit, ein Grundgesetz höchster Art. Dieses höchste Grundgesetz ist das Gesetz der Wahrheit”, schreibt der Religionsphilosoph Hermann Cohen. Wir verstehen, dass der menschlichen Erkenntnis Grenzen gesetzt sind. Jenseits dieser Erkenntnis beherrscht uns der Glaube, besteht das Reich der Religion, „Wir können nicht entscheiden, ob das, was wir Wahrheit nennen, wahrhaft Wahrheit ist, oder ob es uns nur so scheint“ (Kant). „Die Wahrheit kann warten, denn sie hat ein langes Leben vor sich; da« Echte und ernst.ich Gor einte geht stets langsam seinen Gang und erreicht sein Ziel, freilich fast wie durch ein Wunder“ (A. Schopenhauer). — „Das Wahre ist eine Fackel, aber eine ungeheure; deswegen suchen alle nur blinzelnd so daran vorbeizukommen, in Furcht sogar uns zu verbrennen“ (Goethe). — zelnen Machtmenschen. Diese Regierungsform finden wir vor allem in kommunistischen Ländern. Auf religiösem Gebiet hat diese gleiche Tendenz die europäischen Völker Jahrhunderte hindurch oeherrscht, ein Prinzip, das seinen merkwürdigsten Ausderte hindurch aufbegehrt Mit Feuer und Schwert wur den Ansichten und Glaubenslehren, wurden Erkenntnisse und religiöse Ueberzeugungen bekämpft die man als ketzerisch, heidnisch oder als „Teufelswerk” ausrotten wollte. Aber diejenigen, die über die Ge- Die Erklaerung über die Juden Rom. — Das Oekuoienische Konzil eröffneite die Beratungen über die abgeänderte Erklärung über die katholisch-jüdischen Beziehungen, in der das Wort ,.Gottesmord“ aus dem 1964 approbierten Text eliminiert worden ist. Das Resultat der Abstimmung über die Paragraphen, in denen auf das gemeinsame Erbe der Christen und Juden hingewiesen und zu „brüderlichen Dialogen“ zwischen ihnen aufgefordert, wird, ergab 1937 Jastimmen, 153 Gegenstimmen und 9 Stimmenthaltungen. Die 2.200 Prälaten stimmten ferner über den folgenden Paragraphen der neuen Fassung ab, in dem das Wort „Gcttesmord“ ausgelassen wurde u* d erklärt wird, dass „zwar die jüdische Obrigkeit und die ihr Gefolgschaft leistenden Juden den Tod Christi forderten, jedoch das. was Christus bei seiner Passion widerfuhr, nicht ausnahmslos allen damals lebenden Juden und auch nicht den Juden vos heute zugeschrieben werden darf“. Das Stimmenverhältnis hierüber wurde nicht bekannt gegeben, doch verlautet aus vatikanischen Quellen, dass es sich ähnlich wie bei dem vorhergehenden Paragraphen verhielt. Zu Beginn der Abstimmung wandten sich die Bischöfe gegen einen letzten Versuch, die Beratung über die die Juden betreffende Erklärung zu vereiteln. Drei konservative Prälaten hatten am Vortage ein Memorandum in Umlauf gesetzt, in dem sie die Ablehnung der Vorlage forderten, weil diese unannehmbar sei. Bevor es dann zur Abstimmung kam, setzte Kardinal Agostin Bea die Gründe auseinander, warum der Ausdruck „Gottesmord“ fallen gelassen wurde. Er betonte, das Sekretariat habe verschiedentlich nicht nur die katholische Geistlichkeit in orientalischen Ländern sondern auch die orthodoxen Kirchen befragt. (ITA) wie man es allgemein zu bezeichnen pflegt, die eine Art organisierten Glaubens da.-- stellt. Die Ergebenheit der Menschen in ihrem Glauben und zu ihrer Religion, die keineswegs nur auf Erkenntnis, sondern auf zahlreichen anderen Faktoren, auf Geburt, auf Erziehung, auf Tradition, auf Gebundenheit an Familie oder auf sonstigen Einflüssen beruht, ist eine bewegende Kraft, die zum Guten wie aim Bösen, zu positiven wie negativen Leistungen, zum Frieden wie zum Krieg führen kann. Wo Menschen oder Gruppen, wo Religionen oder Kirchen an der Ausschliesslichkeit der Wahrheit ihrer Lehren festhalten und die Meinung vertreten, dass die anderen irregeleitet seien und bekehrt werden müssen, ist das Zusammenleben mehreren Glaubensgemeinschaften unmöglich. In einem Staatsverband nennt man diesen Anspruch einer Gruppe darauf, dass alle anderen dieselben staatlichen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Prinzipien dieser Gruppe annehmen, den Machtanspruch der Diktatur, bezeichnet man diese Strömungen in der Sprache der Moderne als Faschismus, als Ein-Parteien-Staat oder das Regime eines ein- AM 29. OKTOBER VERKUENDET Auf Beschluss des Papstes wird die Erkläiung über die Beziehungen der Kirche mit den nichtchristlichen Religionen einschliesslich mit dem Judentum auf der öffentlichen Sitzung am 29. Oktober feierlich verkündet werden. KEIN JUEDISCHES URTEIL Rom. — Prof. Elio Toaff, Grossrabbi er von Italien, erklärte, er sei nicht in der Lage, über das in der vergangenen Woche vom Konzil erlassene Dokument über die Beziehungen mdt den Juden ein Urteil abzugeben. Er erklärte, es sei zweifelhaft, ob es Aufgabe der Juden sei, über dieses Dokument zu urteilen. Ferner erklärte er, we n die Katholische Kirche ihre Haltung zu den Juden geändert habe — „und dies erkennen wir mit wahrer Befriedigung an“ — „so können wir ein endgültiges Urteil erst zu den Taten, die hiernach folgen, abgeben.“ Im weiteren hob Rabbiner Toaff hervor, dass das jüdische Volk „nicht nur di* Verfolgung bedauert, die gegen unsere Freunde oder unsere Feinde geübt wird .sondern diese in der absolutesten Form verdammt“. Auf diese Weise, so fügt er hinzu, „zeigen wir unsere Liebe zu unseren Nächsten u d unsere Treue zum Gesetz des Herrn'“. Rabbiner Toaff äusserte, ein Wort des Dankes gebühre auch Kardinal Bea und allen jenen, die mit offenem und freundschaftlichem Geist innerhalb des Konzils und ausserhalb desselben für den Sieg der Wahrheit und Gerechtigkeit kämpfte und den edlen Richtlinien folgten, die der verstorbene Papst Johannes XXIII. gewiesen hat. druck in der Friedensregelung nach den Religionskriegen fand, dass der Landesherr die Religion seiner Untertanen zu bestimmen habe. Gegen diese Methode der Unterdrückung der Religions- oder Glaubensfreiheit haben Menschen und Völker (vergeblich) Jahrhuewalt verfügten, die Körper der Menschen, die anders dachten, glaubten oder fühlten wie sie selbst, zu verbrennen oder zu vernichten, vermochten nicht die Ideen und die Gedanken, die Erkenntnisse und Hoffnungen zu zerstören, die weiterlebten trotz Scheiterhaufen, trotz Inquisition, trotz Marterungen, trotz aller Kriege, Verfolgungen und Schmähungen. Erst die Enzyklopädisten, die Neu-Humanisten, die Denker des ausgehenden 17. und 18. Jahrhunderts haben die Kraft aufgebracht, ihre „revolutionären“ Ideen von der Freiheit des Denkens und Glaubens durchzusetzen und die Macht des 1. und 2. Standes zu erschüttern, die denn durch die Sturmflut der Französischen Revolution zerbrochen wurde. Seit dieser Zeit spricht man von „Toleranz“, was eigentlich Duldung bedeutet. Andere Meinungen, anderen Glauben zu dulden, wurde als eine sittliche Verpflichtung erkannt, seit dieser Zeit wird darüber diskutiert, was unter dieser Toleranz zu verstehen ist, wie weit diese Duldung reicht, welche Rechte und Pflichten demjenigen zustehen der geduldet wird. Toleranz bringt noch keinesfalls Gleichberechtigung. Goethe hat einmal gesagt, dass Toleranz eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein solle; sie müsse zur Anerkennung führen. “Dulden heisst beleidigen“ meinte Goethe. Ueber diese Bemerkung sollte man gut nachdenken, auch heute. Denn wer nur geduldet ist, muss sich in seiner Menschenwürde beleidigt fühlen. Diese geistigen Auseinandersetzungen, Bewegungen und Spannungen, die sich vor allem in Europa während der letzten zweitausend Jahre abgespielt haben, finden uns Juden sowohl als Subjekt wie — noch häufiger — als Objekt des Geschehens. In dieser langen Zeitspanne hat das Christentum versucht, die Einheitsreligion der Welt, der damals zugänglichen, ‘zivilisierten’ Welt zu werden. Mit Feuer und Schwert wurden die Holden unterworfen, zwar.gsgetauft und in den Schoss der “allein seligmachenden Kirche” überführt. Der Zusammenstoss der muselmanischen mit der christlichen Welt in Spanien hatte auch — und zwar sehr starke — religiöse Motive. Aber das Schisma, die Spaltung, der Kirche kam von innen, und Gegensätze zwischen verschiedenen Christentümern oder christlichen Sekten bestehen seit den Anfängen des Machtaufstiegs der Kirche. Die Reformation in allen ihren differierenden Formen, Luther, Calvin, Zwingli u. a-, brachte nicht die erste und nicht die letzte empfindliche Absplitterung von der durch die römische Kurie repräsentierten und zusammengehaltenen Kirche. Ein christlicher Gelehrter meinte um die Jahrhundertwende, die hierarchisch Ben Gurion 79 Jahre Tel Aviv. — Der frühere Premierminister David Bear Gurion beging seinen 79. Geburtstag in seinem Haus in Sde Boker im Negew, zu dem ihm Freunde, Verwandte und selbst politische Gegner gratulierten. Tausende Glückwunsch-Telegramme trafen aus aller Welt in Sde Boker ein. (ITA) (Kritik am Schlussgesetz Dr. W.: — Nachdem das sogenannte Schlussges-tz z^m Buj aesentschädigungsgesetz nunmehr erlassen, verkündet und publiziert worden ist, mehren sieh die kritischen Stimmen. Wenn man ein Fazit ziehen will, wird man oald erkennen, dass — wie so oft im Leben und vor allem auf dem Gebiet den- Politik —, der alte Satz mit einer nur allzu berechtigte:. Begründung angeführt werden muss: „Parturiunt montes, nascetur ridiculus mus“, Gewaltig kreissen nie Berge, zur Welt kommt eine lächerliche Maus. — Hierfür war dieser Aufwand notwendig, diese sich durch viele Jahre hinschleppenden Debatten, dieser Streit im Bund srat um etatliche Fragen, die ständigen Vorstellungen die von de*: Verfolgten verbänden in Bonn beim Bundestag, bei der Bundesregierung, bei Bundestagsabgeordneten usw. erfolgten? Um dieses magere ,Gesetz' zustande zu bringen, musste man Jahre warten? Welch’ ein wunderbarer Fang für juristische Spitzfindigkeiten bieten diese gesetzlich«.! Ausweich-Bestimmungen, offensichtlich eher als Gehirnakrobatik für juristische Auslegungen und Kommentare, als zur Beseitigung ungeheuerlichen Unrechts gedacht Schon wachsen Kommentare wie Pilze aus diu feuchtsumpfige*: Boden, lange Abhandlungen erscheinen in Fachzeitschriften, ob man die Bestimmungen in dieser oder einer anderen Richtung interpretieren müsse, ob diese oder jene Krankheit ganz, teilweise, vorwiegend, Richtung gehend, verschlimmernd oder gar* icht als verfolgungsbe- ■ dingt betrachtet werden müsse. Juristen und Aerzte wetteifern in der Auslegung von Tatbeständen, die doch im Grunde genommen und ihrem Wesen nach so ei* fach sind: dort litt ein Mensch, wurde gejagt, geängstigt, getrieben, geschlagen, in ein KZ oder in eine ungewisse Zukunft gestosseu, ausgeplündert, beschimpft in seiner Ehre getroffen, in seinem Menschentum verletzt, nur weil er Jude war. Mit juristischen Klügeleien oder medizinischen Lehrmeinungen diesen einfacher Tatbestand zu sezieren, bedeutet nur neues Unrecht zu schaffen, wo altets beseitigt werden sollte. Es ist nicht erforderlich, nochmals anzuerkennen, dass in weiten Kreisen des deutschen Volkes der gute Willen vorhanden war oder ist, wenigstens auf materiellem Gebiet einen mehr oder grösseren Teil des den Juden widerrechtlich zugefügten Schadens wiedsrgutzumacben. Es mag sogar viele Deutsche geben, die zu ihrer oder ihres Volkes Entlastung auf diesen Sachverhalt hinweiser. Aber niemand sollte hierbei übersehen, dass es Gesetze gibt, auf Grund deren man Entschädigung für einen schuldhaft angerichteten Schaden zu fordern berechtigt ist Diee Rechtsverpflichtungen ergeben sich aus den allgemeinen, bürgerrechtlichen Bestimmungen. Hierfür bedurfte es nicht des Erlasses eines Entschäd’gungsgesebzes für die Opter der nationalsozialistischen Verfolgungen, das in vie*en Funkten zwar Beweiserleichterunger schafft, in anderen wiederum die Rechte der Geschädigten einengt. Ausserdem dürfte niemand sich darauf berufen, dass er für eine*: Schaden Rückleistungain vor nimmt, die von ihm verursacht oder mithervorgerufen worden ist. Diese aDgemei* en Bemerkungen müssten vorausgeschickt werden, um nunmehr wenigstens in einigen wenigen Punkten zu zeigen, weiche Unzulänglichkeiten das Schiussge.setz aufweist. (Ein weiterer Artikel zu diesem Thema folgt in dar c.äohsten Ausgabe der J. W.) gegliederte Theokratie des mittelalterlichen Katholizismus, der lutherische Dogmatismus und der pietistische Praktizismus hätten ihre geschichtliche Aufgabe erfüllt, und derselbe Christ-, liehe Geist, der sich jene' Formen schuf, sucht sich heut« in der ganzen Breite des sittlichen Menschen- und Völkerlebens eine neue Stätte seiner welterneuernden und weltversöhnenden Wirksamkeit. Dies wurde vor dem Ersten Weltkrieg geschrieben. Was seit 1914 geschehen ist, dürfte man selbst beim besten Willen und bei grösster Objektivität nicht als Suche nach einer “weltversöhnenden” Wirksamkeit bezeichnen können. Bis in dieses Jahrhundert hinein hat die Kirche sich gegen jede Art von Toleranz anderen Glaubensgemeinschaften gegenüber gesträubt, wobei auch die anderen, christlichen — nicht katholischen — Glaubensgemeinschaften nicht auszunehmen sind. Der Gedanke der Toleranz ist mit dem Grundsatz der Ausschliesslichkeit nicht vereinbar. Erst im Angesicht des progressiven Frontalangriffs der “Ungläubigen’ , der kommunistischen Welt, hat sich der sehr kluge und weise Papst Johannes XXIII. dazu entschlossen, einen Weg zur Annäherung mit den anderen, vor allem mit den anderen christlichen Religionsgemeinschaften und Sekten, zu suchen. Wer die Geschichte der Katholischen Kirche studiert, wird unschwer erkennen können, dass sie immer beweglich, anschmiegsam und politisch äusserst geschickt gewesen ist. Trotz ihrr Dogmen haben die Päpste es immer verstanden, neue Positionen sowohl in religiösen, wie in geistigen me in weltlichen Fragen zu suchen und einzunehmen. Wissenschaftliche Erkenntnisse, für die manche Märtyrer büssen mussten, wurden zu gegebener Zeit adaptiert, dem Wandel der Zeiten wurde Rechnung getragen, mit der Entwicklung versuchte man Schritt zu halten. In ihren Formen hat die Kirche meist eine Erstarrung zu vermeiden gewusst, wofür sogar die letzte Epoche neue Beweise abgelegt hat. Auch auf diesem Konzil wurde angestrebt, zu der modernen Wissenschaft *n ein .positives Verhältnis zu treten. Bei der Erklärung über die R'ligionsfreiheit spielt die zeitliche Ueberschattung zeitloser Prinzipien ebenfalls eine erhebliche Rolle. Man muss hierbei bedenken, dass die Christen der verschiedenen Bekenntnisse sich Jahrhunderte hindurch das Recht der (Schluss auf Seite 2) INDIEN UND ISRAEL New Delhi. — Frank Moraes, Herausgeber des „Indian Express“, schreib: in ei* em Artikel über die Aussenpolitik Indiens folgendes: „Die Freundschaft mit der Vereinigten Arabischen Republik — wenn diese Freundschaft echt und gegenseitig ist — dürfte gleichfalls freundschaftliche Beziehungen mit Israel nicht ausschliesse*: so wie dies einige der kleinen Nahbarn Indiens, z. B. Nepal Ceylon und Birmanen halte*:, die mit diesen beiden Ländern herz'.iche Beziehungen pflegen. Hieraus erhellt die Plumpheit der indischen Politik zu dem kleinen Israel, die unverzeihlich ist. Ein Inder, der diese Politik beobachtet, kann sich nur fragen, wer eigentlich das La* d regiert und ob dies von Kairo oder von New Delhi aus geschieht?“ -(ITA)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.