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Jüdische Wochenschau · 1965-10-15 · 2138 (15.10.1965) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2138 (15.10.1965)
Date
1965-10-15
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Viernes, 15 de Octobre de 1905 8EM AN 1 ISRAELITA Ano XXVI. ¿««Si ». <,*?> 1 worden ' lUíde ^omon \ /0n 1826—-ü to war ein brter tatto. ian sich die Mühe >tor dem Gesichts, f^fflilien/orschung n zu prüfen, $0 n natürlich viele ideutsche Namen: •Gunzenheuser, Forchheimer,;r. usw. Das Wassermann stellt bedeutendsten Gemeinde, den Erfinder und nrat August v. ng in — Emil Frandeines bekannten n Politikers, wursnnedy-Flughafen als er versuchte, s dem Land zu . Sein Gepäck bej Koffern, in deto'.en mit der dan Munition gefun« r. Seine Verhaflgte, als er das nach Beirut bestei. e. Den Polizisten r, die Pistolen seiine 3000köpfige Pa-;immt. Sein Onkel, ¡•randchi, kandidier- ¡eit für die Präsi-!t Libanons. (ITA) »na, Frau RENCZYK »URTSTAG am eb. MAYER YER ,'órdobfl 786 dep 18 er 1965, von 1830 Ateos 2319. EIDER) 19. Oktober j’ed 20. Tischri jo’ed 2i. Tischri >a 22. Tischri t 23. Tischri 24 Tischri 25'. Tisch« 26. Tis«n 21. Tischn »■!t'„n ' ¿Il 5-21 Xv* — N: 2138 — 5 Beratungen des Konzils EtRKLAERUNG DES PAPSTES Rom. — Vor seiner Abreise nach New York erklärte Papst Paul VI. in einer Ansprache bei einer allgemeinen Audienz, dass der katholische Begriff vom „Gottesvolk" seinen Ursprung im Altan Testament habe. Seine Ausführungen waren in ihrem Gehalt denen ähnlich, die Kardinal Agostin Bea, Chef des vat.kanischen Sekretariats für die Förderung der christlichen Einheit, vor den brasilianischen Bischöfen und den Konzil-Sachverständigen über die Haltung der Kirche zu den Juden machte, „Der glorreiche Name ,Gotiesvolk* ist ke ne neue Erfindung", erklärte der Papst. „Elr hat seine Geschichte, seine heilige Geschichte, die Geschichte der Erlösung. Sein Ursprung findet sich im Alten Testament und beweist Gottes Pläne für die Menschheit“. Weiter sagte der Papst: „Gott rettet die Menschen nach einem historischen und allumfassenden Plan. Als erstes formt er ein Volk — sein Volk — aus einem Teil der Völkermengen. Dieses Volk ist eine nationale Gemeinschaft, die von zwei Faktoren zusammengehalten wird, nämlich dem ethischen Ursprung und dem religiösen Gehorsam in einem Pakt zwischen Gott und dieser Gemeinschaft." Diesen Worten fügte der Papst hinzu: „Jesus schuf einen neuen Pakt .indem er die Bezeichnung ,Gottesvolk‘ auf eine von ihm selbst gegründete Gerne nschaft übertrug, auf die Kirche, die ihre Prinzipien der Einheit nicht auf ein rassisches sondern Araber waehlen in Israel Jerusalem. — Zum ersten Mal in der Geschichte des modernen Staates Israel nehmen 40.000 Araber an den Knesset-Wahlen teil. Arabische Kandidaten figurieren in den Listen der Mapai, der Mapam und der Kommunisten. (ITA) auf ein geistiges und übernatürliches Band gründet“. Am Schluss se ner Ansprache entwickelte der Papst diesen Aspekt der Kirche als eine rein religiöse Gesellschaft, die sich über nationale, rassische und soziale Unterschiede erhebt. „UEBER DIE JUEDISCHE RELIGION" Rom. — Die acht Aenderungen des revidierten Textes über die Juden wurden von dem unter Leitung des Kardinals Agostin Bea stehenden Sekretariat vorbereitet. Die Entfernung des Wortes „Gottesmörder“ wird als Konzession an die konservativen Elemente der Kirche u.:d die Bischöfe der arab sehen Welt angesenen. Andererseits geschah die verstärkte Verurteilung des Antisemitismus nach Aussage des Kardinals Oesterreicher in Berücksichtigung der Wünsche, welche die nordamerikanischen B schöfe zum Ausdruck gebracht haben Die vatikanischen Beobachter sagen eine stürmische Diskussion voraus, wenn die Diskussion über die Deklaration eröffnet wird, die jetzt nicht mehr „Erklärung über die Juden“ sondern „Ueber die jüdische Religion“ heisst. In der 1964 angenommenen Fassung hiess es in dem Teil über „Gotteemord“: „Die katholischen Prediger sollen niemals das jüdische Volk als verflucht oder des Gottes mordes schu ld 1 g nennen. Alles, was Christus in seiner Passion erlitt, kann nicht dem damals lebenden und noch viel weniger dem häutigen Volke zugeschrieben -werden.“ Die neue Fassung besagt: „Obwohl die jüdische Obrigkeit und jene, die ihrer Leitung folgten, den Tod Christi forderten (Johannes 19:6), so kann das, was in seiner Passion geschah nicht allen Juden ohne Unterschied, die damals lebten, und auch nicht den Juden von heute zur Lest gelegt werden.“ Ferner wird hervorgehoben, dass d'e Juden nicht als von Gott verdammt oder verflucht dargestellt werden können, so als ginge dies aus den Heiligen Schriften hervor. Das Jewish Committee hat sich Seite abweichende Meinung über einige Teile der Deklaration Vorbehalten, beze;chnet jedoch das Dokument als einen Sehr.tt vorwärts in den Beziehungen zwischen Katholiken und Juden. Die Zeiturg „11 Messagero“ in Rom schreibt, dass das Dokument jeder Erwähnung des Wunsches zur Bekehrung der Juden ermangelt. DIE BISCHOEFE AUS NORDAMERIKA Rum. — Die Subkomi.nission für katholisch-jüdische Beziehungen der Komnrssion nordamerikanischer Bischöfe für ökumenische Fragen wird bemüht sein, ihr Programm zur Förderung besserer Beziehungen zwischen Christen und Juden zu erfüllen, ohne die Verkündigung der Erklärung über die Juden durch Papst Paui VI abzuwarten, wie hier verlautbart wurde Einzelheiten des Programmes wurden von Monsignore George Higgins von der Abteilung für soziale Dienste der Katholischen Konferenz von Waslrngton enthüllt Dieser Geistliche teilte auch die Namen der M tgli?der der Subkommission mit. ET fasste die Aufgabe der Kommission in den Worten des Entwurfs der Erklärung folgendermassen zusammen: „Das gemeinsame geistige Erbe der Christen und Juden ist so gross, dass das Konzil den Wunsch hegt, es zu fördern und eine gegemseiltge Bekanntschaft und Achtung zu empfehlen, die in erster Linie die Frucht biblischer und theologischer Studien wie des brüderlichen Dialogs sind.“ EMPFANG DES PAPSTES IN NEW YORK New York. — Siebenundvierzg Juden, die an leitender Stelle den verschiedenen jüdischen Gemeinden in USA ar gehören, wurden eingeladen, gemeinsam mit Protestanten, orthodoxen Christen und Katholiken Papst Faul VI. bei seiner Ankunft in New York zu empfangen, wie das Päpstliche Empfangscomite m tteilte. In der offiziellen Ankündigung wird betont, dass „repräsentative religiöse Gruppen, die mit den UN Zusammenarbeiten und somit die gemeinsamen Sorgen um die Religon and den Weltfrieden symbolisieren“ zur Begrüssung des Papstes aufgefordert wurden. Zu Sprechern der einzelnen Gruppen wurden folgende Persönlichkeiten bestimmt: Philip M. Klutznik, ehemaliger USA-Botschafter im Wirtschafts- und Sozialrat der UN, der Mitglied des Kabinetts des Jüdischen Zentrums der Vereinten Nationen ist, für d’e Juden; Andrew E. Cordier, amtierender Ratgeber des verstorbenen UN-Generalsakretärs Dag Hammarskjold während vieler Jahre, als Repräsentant von Protestanten und Orthodoxen, sowie Monsignore Timoteo Flynn in Vertretung der Katholiken. — (ITA) Mahnmal in Sohibor Wien. — In Anwesenheit von Mitgliedern der polnischen Regierung, der örtlichen Behörden und von Verteten der jüdischen Gemeindeverbände wurde auf dem Gelände des ehemaligen Vernichtungslagers Sobibor vor kurzem ein Mahnmal eingeweiht. In Sobibor wurden während des Krieges über 250.000 Menschen, in der überwiegenden Mehrzahl Juden aus eilen Teilen Europas, ermordet. (ITA), VERSICHERUNGEN JEDER ART Bme. MITRE 430 V. Of. 550 LANDSBERG DEIN HOBBY DEINE SPARKASSE Icreel-Briefmarken Beratung durch: STAMPS CENTER Directorio 5555 el calzado legítimo de espuma de goma SUAVANDAR T. E. 68 -1017/18 y 1264 Buenos Aires Die Kirche und die Juden Rom. — In dem Text des Entwurfs über die Boziehungen zwischen Katholiken und Jud:n, der unter den Fräla.en zur Verteilung gelangte, wird erklärt, dass „dar Leidei sweg Christi nicht den Juden zur Last gelegt werden darf, weder den zu jener Zeit lebenden Juden noch den Juden der Gegenwart“. Dar verbesserte Text besagt auch, dass zwar die Kirche das „neue Volk Gottes“ ist, ober dass das jüdische Volk „nicht von Gott verworfen oder verflucht“ sei. Wie schon früher mitgeteilt wurde, soll die ausdrückliche Verneinung der Anklage des Gottesmordes geger. die Juden und der Gebrauch dieses Ausdrucks aus der neuen Formulierung des Textes entfernt werden. Jetzt heisst es, dass die Kirche die „Verfolgungen jeglicher Art missbilligt“ und sich des g meinasmen Erbes von Christen und Juden bewusst ist, „den Hass, die Verfolgung und alle antisemtiischen Manifestationen von gestern und heute btklagt“. Der verbesserte Text fordert auch alle Katholiken auf, im Katbechismus und in ihren Predigten nichts zu sagen, das „dem Geist des Evangeliums“ zuwiderläuft. Die entsprechenden Klauseln in dem ursprüi glichen Text, der mit überwältigender Mehrheit in der Vorabstimmung vom 21. November 1964 auf der dritten Sitzung res Konzils gebilligt wurde, hatte ausser der vorgeschlagenen Auslassung des Wortes „Gottesmord“ eine etwas andere Pormuleirung, doch wird hier hervor gehoben, dass es schwierig sei zu sage , ob die Aeriderungen eine präzisere oder eine verwässerte Fassung des Originaltextes sind. Im Prinzip besitzen die Bischöfe die Autorität, jedwede Textänderung abzulehnen, in welchem Falle der Text des vorigen Jahres erhalten bleibe nwiirde. In der Praxis ist all dies jedoch nicht so einfach. Alles hängt von der Formulierung des Textes ab, über den am Ende die Abstimmung stattfindet. (ITA) Die arabischen Flüchtlinge Vereinte Nationen. — Laurence Michelmore, Generalkommissär des UN-Biiros für Rehabilitierung und Arbeit der Flüchtlinge (UNRWA) erklärte vor dar Generalversammlung der UN, er glaube heute, nach mehr als 15 Jahren seit Gründung der UNRWA, dass „das Problem der Flüchtlinge nicht weniger. verwickelt oder weniger gefährlicher für den Frieden und die Stabilität der Region geworden sei.“ Der Bericht zeigt, dass die Zahl der von der UNRWA betreuten Flucht] 9'ge iuj vergangenen Jahr um 34.000, d. h. 2,7 Prozent gestiegen ist und die Höchstzahl von 1.280.000 Menschen erreicht hat. Seit ihren Anfängen im Jahre 1950 hat die UNRWA insgesamt 534 Millionen Dollar investiert, vor denen die USA 364 Millionen gezahlt hat. Michclmore berichtete, dass sein Büro zum ersten Mal vor dem Problem steht, Jüdischer Bürgermeister Toronto: — Philip Givens, 42 Jahre alt, wurde kürzlich mit einer Mehrheit von 30.000 Stimmen zum zweiten Mal für eine Amtsdauer von zwei Jahren zum Bürgermeister von Toronto, der zweitgrössten Stadt Kanadas, gewählt. Givens ist der zwei, te jüdische Bürgermeister der Stadt. Er ist ein Schüler der „Eitz Ohaim“ - Talmud-Toraschule und gehört der Landesleitung der Zionistischen Organisation an. Mit ihm waren auch noch eine Anzahl anderer jüdischer Kandidaten erfolgreich. die Hilfe auf die „dritte Generation“ der Flüchtlinge auszudehnen. Praktisch sei in all diesen Jahren k .in Fortschritt erzielt worden, um nichtberechtigte Anspruchsteller aus den Listen zu streichen. Er wies darauf hin, dass das gefühlsmässige Argument der Flüchtlinge, welche glauben, „ihr Volk sei seines Rechtes der Erstgeburt beraubt worden“, möglicherweise noch durch die Organisation für die Befreiung Palästinas genährt worden ist. Die UNRWA hat dieses Jahr zum ersten Mal von der Existenz dieser Grgar isation offiziell Kenntnis genommen, die unlängst von Israel angoklagt worden ist, eigens zu dem Zweck gegründet worden zu sein, um die arabischen Flüchtlinge für den Krieg gegen Israel einzusetzen. Für das Jahr 1966 wird in dem Bericht ein Budget von 38.611.000 Dollar varlangt Der israelische Botschafter vor den UN, Michael Comay, besuchte Michelmore, um mit ihm über den Bericht zu diskutieren. Man glaubt, dass Comay drei Punkte des Berichts zu erörtern wünschte, nämlich die antiisraelische Einstellung der Flüchtlinge und die Erklärung Michel- Jerusalem. — Unter di's^r Uebers-chrift erschien ein Le tartikel in der „Jerusalem Post“, in dem darüber berichtet w rd. dass „die widrigen Winde, welche in den letzten zwei Jahren die Beziehungen Israels mit verschiedenen lateinamerikanischen Ländernbedrohten, endgültig vorbeigezogen zu sein sehe nen“. In dem Artikel wird betont, dass mehrere südamer kanische hohe beamte Israel einen Besuch abstatten und auch einige andere Tatsache .: vermuten lass-m, dass „die Beziehungen zwischen Israel und Lateinamerika anscheinend in eine neue Fhase getreten sind“. So haben sich, wie die Ze tu g schreibt, die Beziehungen mit Chile ssit der Wahl des Präsidenten Frei gebessert, ebenso wie d;e Beziehungen mit Venezuela und Mex ko besser* geworden sind. Besonders wird erwähnt, dass „die Beziehungen zwischen Israel und Argentinien, über denen in den letzten zwei Jahren wegen der dortigen antisemitischen Vorfälle Wolkm hinge.: , eine entschiedene Besserung aufwesen. Unlängst traf der Sondergesandte des argentinischen Präsidenten Arturo Illia, Silvano Santander, mit dem Präsidenten Shazar zusammen, um diesem die Enladurg zu einem offiziellen Besuch in Argentinien zu überreichen, und der Staatssekretär des argentinschen Aussenministeriums folgte einer Einladung nach Israel“. Mit dem Hinweis auf die e.:gen Bande, weiche Israel mit der OEA unterhält, erwähnt der Leitartikler den Wandel in der Einstellung der südamerikanischen Völker, die heute nicht mehr proarabsch sind. Diese heutige Auffassung jener Regierungen, dass die Freundschaft mit Israel nichts mit den Beziehungen zu den arabischen Ländern zu tun habe, hat zu einem Zustand geführt, der „ganz offensichtlich der Beginn einer neuen Periode fruchtbarer Zusammenarbeit darstellt." (ITA) mors« über eine Erweiterung des Begriffes Flüchtling, der auf UNRWA-Hilfe Anspruch erheben kann, wodurch der Kreis von bisher noch nicht berücksichtigten Kategorien erweitert würde, sow’ie drittens die Bemühungen zur Berichtigung aufgebauschter Budgetposten dieser UN-Organisation. (ITA) JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 f°»Csf4 Dt LA 10 RESTA LA FORESTA 015353532353482353532353235323482323235348484853535323484848232323535348

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