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Jüdische Wochenschau · 1965-10-08 · 2137 (8.10.1965) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2137 (8.10.1965)
Date
1965-10-08
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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ï? fischen Juden Ereignisse der und u„. Iüdi*ín . ïftÇa> ë?-^, "* mit I,fur ■ ^ern Z* ™ 1 zu sind, der hoffentlich zur Normalisierung des Lebens v?°Nucl erein¡gen Rabbis , für die gesamte Judenheit in Buss!and führen wird.“ d? DREI JUEDISCHE BUECHER London. — Die sowjeti- % sehen Behörden haben den Fl Druck von drei Büchern jüdischer Autoren in jüdischer Sprache gestattet, wie ' de ®chaf7'r!an?l?n ms Moskau gemeldet wurde. alen jüd'vh ”8 *>»« Wese Erlaubnis gehorcht an- Äs”... Sttjj, »el- 1 koui] *!ln'hmen scheinend dem Bemühen, die ius dem Ausland erhobenen Proteste gegen den russischen Antisemitismus zum Schweigen au bringen. Die Bücher, die verlegt werden sollen, sind ein Roman von Eli Schechtman, der den Titel „Am Vorabend“! GemeinfiT uass trägt und vom Ante 1 der Ju- Er.'anhn,-„ V<3il i!os‘ d'iin am Kampf gegen die Nazis handelt, ein weiterer Roman und die Geschichte eines ant'semitischen Ereignisses in den letzten Tagen der Zarenherrschaft. KUNDGEBUNG IN USA Washington. — Eine von der Polizei auf 7.000 bis 10.000 Menschen geschätzte Menge demonstrierte gegen d e Diskriminierung, der 3 Millionen Judrn in Sowjetrussland unterliegen. Die Kundgebung stellte den Beginn einer .„U1. „Wacht der ewigen Flamme“ J siegte Hndar, die die „Amerikanische Jüdische Konferenz für die sowjetische Judenhe t“ organisiert, in der 24 jüdische Organisationen sich zusammengeschlossen haben, so dass die Konferenz praktisch die garze Judenhe't d s Landes repräsentiert. Die Veranstaltung schloss mit dem Ton des Schofars und einem Massenschwur, die Proteste solange fonzusetzen, bis der Kreml seine ant semitische Politik ändert. Eine Botschaft des Präsidenten Johnson wurde verlesen. Ein Repräsentant des neuen USA-Delegierten vor dem Wirtschafts- und Sozialrat der UN, James Roosevelt, las eine Ansprache vor Am Schluss des Meetings versuchte eine Delegation, bei der Sowjet-Botschaft eine Petition zu überreichen, welche eine M Ilion Unterschriften trug. Das Personal der Botschaft schloss die Tür vor der Nase der Delegation, der Rabbi Seymour Cohen aus Chicago, Bayard Rustin, ein bekannter Negerführer für die Bürgerrechte, und Reverend John Cronin, Kodirektor der Abteilung für soziale Aktion der Katholischen Nationalkonferenz aniferent vertrat die gehörten. dass die während Die Botschaft Lyndon Aufenthaltes in der Johnsons lautete: „Ich beton angekündigten griisse meine amerikanischen men, z. B. die Br- Mitbürger aller Religionen, zum Druck v« 'die sich hier zu einer „Wacht“ idurim und die Wiefür die Rechte der russischen lunz des rabbini- Juden versammelt haben. Seminars in Moskau Eure Sache ist die Sache alnur der 1er Menscren, welche die eues ümschwargt Freiheit lieben. Die Ge- Î25ÏÎ AM horizom J versichert, er len am Horizont" ®$chen Behörden 41 westli- ^Sanglicher sei- ® jüdischen Biir- 1 entfernen bsgin- Sfünstge Reaktion nur dort zu be- > die Russen über- . dass hinter die-!t' Aktionen keine Beweggründe ste- Wandel der rusfellung zur Reij. arten, verwies der :ine kürzlich here Karte, auf der?en und Kirchen ® eingegeichnet' gte voraus, dass den in der USSR Wandel begiinl dürften, htete. dass ,in 5eg;nsatz zu dem Jugendlichen bei sdiensten in den i wie Moskau, und Kiew, wo die 60 Jahre alt sind, ne Begleiter ange- »errascht gewesen Wochentagen eine Gemeinde aus jungen und älteren n Tbilisi vorgefunaben, wie sie übern der Vitalität des i Lebsns in der Reeorgien beeindruckt schichte ze gt, dass die den Minoritäten erteilte Behandlung ein Barometer zur Messung der moralischer, Gesundheit einer Gesellschaft ist. So wie die Kondition d:s nordamerikanischen Juden ein lebendes Symbol des amerikanischen Fortschritts ist, so enthüllen die Lebensbadingungen der Beke ner d:r jüdischen und andeier Religionen in Sowjetrussland die tiefen Widersprüche zwischen den Prinzipien des Staates und den Prakfken des sowjetischen Systems. „Wirder ei mal gebe ich meiner Hoffnung auf die Beend gung der Beschränkungen Ausdruck, die es den russischen Juden verbieten, ihr Erbe voll zu geniesstn. ich geselle m;ch zu allen Menschen überall in der Welt, die durch Wachsamkeit das ewige L'cht der Freiheit hüten.“ AUFGABE DER VEREINTEN NATIONEN Botschafter James Roosevelt versicherte, dass er in seinem neuen Amt wisse, dass „das Problem der sowjetischen Jud'inheit wahrsche.nlich auf die Tagesordnung der Vereinten Nationen gehört“. Er bezog sich auf einen Umstand, den er als „drei massgebende Unterschiede zwischen der Lage der Neger in Nordamerika und der Juden in Russland“ bezeichnete und o'tonte, dass die nordamerikanische Gesellschaft mit dem USA- Präsidenten an der Spitze die Rechte der Neger als Problem mit allen seinen vielfältigen Verzweigungen anerkennt, während die sowjetischen Behörden sich systematisch geweigert haben, eindeutig zuzugeben, dass bei ihnen das Problem des Antisemitismus existiert Die Neger in den USA bes tzen eine wachsende Möglichkeit, durch die Bewegung für die Bürgerrechte ihr Schicksal in eigene Hände zu nehmen, doch die russischen Juden sind völlig ohnmächtig und stimmenlos, und jeder Versuch ihrerseits, die D.skrimination zu bekämpfen und ihre Rechte als Gruppe durchzusetzen, würde sofort verdächtigt und durch staatliche Gewalt unterdrückt werden“. Roosevelt hob hervor, dass die öffentliche Meinung und die öffentlichen Institutionen in USA die Bestrebungen der Neger zu unterstützen gewillt sind, jedoch in der Sowjetun.on „ein grosser Teil des Volkes an sich antisemitisch fühlt, und der Teil, der den Antisemitismus nicht billigt, höchstens mit leiser Stimme zu opponieren wagt. Was die öffentlichen Stellen angeht, „so ist es die nackte Wahrheit, dass die Politik der Regierung die Schuld trägt.“ (Wird fortgesetzt) Abschied von Dr. Rosenberg Wie bereits ,n einem anderen Zusammenhang bekannt gegeben, hat Herr Rabbiner Dr Meir Rosenoerg nach sechsjähriger Tätigkeit in Argentinien das Land verlassen. um nach Israel zurückzukehren. Sein Fortgang, der für alle überraschend und viel zu schnell kam, hatte zu Diskussionen geführt, deren Hintergrund das tiefe Bedauern darüber gewesen ist, dass Dr. Rosenberg se n hiesiges Arbeitsgebiet aufgibt. wenn er auch eine wichtige Lehrtätigkeit als Direktor eines Gymnasiums in Israel zu erfüllen hat. Die Beteil gung an den letzten Veranstaltungen und an dem Kiddusch, den die Gemeinde Bet Israel zu seinen Ehren in der vergangenen Woche gegeben hat, bewiesen nicht nur, wie viele Freunde und Anhänger Dr Rosenberg sich erworben hat, sondern welche Lücke er im jüdischen Leben dieser Stadt zurücklässt. Ausser vielen Gemeindemtgliedern waren die Herren Rabbiner Harf, Dr. Blum und Hirsch sowie Repräsentanten dar befreundeten Gemeinden erschienen, die dem festlichen Gottesdienst beiwohnten. Am Ende des Gottesdienstes sprach Gemeinde - Präsident Curt Wilk ir. sehr gewählten Worten über die Bedeutung des Rabb.ners für seine Gemeinde und die Schwere des Abschieds von einem Manne, der nicht nur das geistige Oberhaupt seiner Gemeinde, ihr Motor und Initiator vieler oder der meisten gemeindlichen Arbeiten gewesen ist, der vielmehr auch Freund der Gemeindemitglieder war. denen er in frohen und schweren Stunden beigestanden hat. Die Worte Herrn Wilks verfehlten nicht ihren tiefen Eindruck auf die Anwesenden. Auch in den vielen Reden, die nach dem Kiddusch zu Ehren von Dr. Rosenberg gehalten worden s nd, kamen immer wieder die gleicnen Gedanken und Gefühle zum Ausdruck. Die Stunde zur Ehrung des scheidenden Rabbiners trug den Charakter einer grossen Familienfeier. In der Midrascha, der hebräischen Lehranstalt, an der Herr Rabbiner Dr. Rosenberg lange Jahre mit grossem Erfolg gewirkt hat. wurde ebenfalls eir.e Absohiedsveranstalturig mit Ansprachen, Vorträgen, Volkstänzen usw. duichgeführt, aus der man die Anhänglichkeit und Verehrung der Schüler ihrem grossen Lehrer gegenüber entnehmen durfte. Auch mit der Jüdischen Wochenschau war Herr Rabbiner Dr. Medr Rosenberg von den Anfängen seiner Arbeit in Argentinien an eng verbunden. Besprechungen der Wochenabschnitte. Behandlung religiöser oder allgemein - jiid scher Themen, Beratung in manchen Fragen seines Fachs. Durchsicht der Luchot, viele kleine und grössere Anregu gen stammen von ihm oder sind von ihm geschrieben worden. Dr. Rosenberg schreibt nicht sehr viel, aber wenn er schreibt haben seine Ausführungen stets Gewicht und Gehalt: er verstand es dem Leser aus dem grossen Reservoir se es Wissens Wertvolles zu vermitteln. Besonders verbunden war Dr. Rcsenberg auch mit den Bewohnern des Elternhe mes in San Miguel Immer stand er zur Verfügung, wenn man ihn rief Er fühlte, wie die älteren Herrschaften auf sein Wort hörten, dass er den rechten Kontakt gefunden hatte, dass er Freund und und Berater gewesen ist. Deswegen hatte auch sein Abschied vom Eltsmheim in San Miguel etwas Rührendes und ze gte. dass Me schlichkeit und gegenseitges Verstehen alle Differenzen der Meinungen wie des Alters überbriieken können Dr. Rosenbergs Kommen und Gehen nach u d von Buenos Aires war mit aufgeregten und aufregenden Begleiterscheinungen verbunden. Seine starke Persönlichkeit verlangte Stellungnahme. Ehist r.icht einer von denen, die mit allen gut stehen. Er sucht und ringt um den Menschen, um seine jüdische Position, um Klarheit auf dem Wege zur Wahrheit. Rosenberg ist ein Mensch, der keine oder höchst ungern Konzessionen macht. Als solcher war er e uer der wenigen Streiter für ein unbedingtes Judentum. Er wird uns fehlen. Almanaque Hebreo Die Asociación Religosa Ccncord’a, allgemein unter dem Namen Achdus Jisroel bekam t, hat auch für dieses jüdsche Jahr den schon .traditionell' gewordenen Luach herausgegeben, der sich durch seine Handlichkeit und Uobersichtlichkeit ebenso wie durch sein reichhalt ges belehrendes und informierendes Material auszeichnet Die Benutunz dieses „Hebräischen Almanachs“ dürfte für alle nützlich sein, die sich über das jüdische Jahr unterrichten wollm. — Eine Richtigstellung Grosses Aufsehen erregten seinerzeit die Ausführungen, die dem provisorischen Präsidenten des argentinischen Senats, Dr. Eduardo Gamond, in den Mund gelegt worden sind, und welche er bei seinem Besuch .m Königreich Transj rdanlen gemacht haben sollte. Damals sollte er. w e die Nachr chtenagentur.n meldete, zugunsten der Araber in deren Konflikt mit den Juden Stellung genemmen haben. Jetzt, von seiner Reis * zurückgekehrt, erklärte Senator Dr. Gamond, dass er keire Meinungen geäussert und kein.? Stellungnahmen bekanntgeg'ben habe. Die entsprechenden Informat onen seien unzutreffend. „Ich habe der transjordanischen Fresse keine Erklärung abgegeben. Absolut ke ne Erklärung. Und in den Unterhaltungen. d e ich m t dem tj ansjordanischen König und s i em Ministerpiäsideuten hatte, gab ich nur die Richtl nien un erer internationalen P.Ttik bekannt. Das he sst: ich habe gesagt, dass in der Welt von Heute d?r Frieden auf Gerechtigkeit und Recht aufgebaut werden müsse“, erklärte Dr Gamo^. unter anderen Kcnzeplen.-^ä. Damit dürfte di'rer Zwischenfall seine befriedigende Erledigung gefunden naben. — Musik in Buenos Aires Platzmangel zwingt uns, die drei letzten Opernaufführungen im Teatro Colón, d e sämtlich auf das Konto des Regisseurs Ernst Poettgen gehen, in kondensierter Form zu bringen. DON PASQUALE Es wurde das Atgleiten zur billigen “Buffonata”, als welche die reizend-sprühende Don zett epsr allzuoft aufgefasst und entstellt wird, vermieden, um;ie auf das ihr gebührende Niveau der feinen musikalischen Komödie zu erheben. Das Werk erlebte in den stilvollen, emtzükkend ausgedachten, auf Drehbühne montierten Bühnenbildern von Leni Bauer- Ecsy (auch adäquate Kostüme) durch Pcettgens Spielleitung eine bewegt - beweglche Neuerstehung. Fernando Previtali am Fult hatte bereits bei “Falstaff’ unter Beweis gestellt, dass nicht nur blutrünstige italienische Partituren seine Domäne sind. Unter seiner Leitung hatte das leider zu wenig reduz erte Colon-Orchester seinen grossen Abend. Geraint Evans brillierte ihn dieser Titelrolle ebenso wie im “Falstaff’’. Jeanette Scovotti gab und sang eine quicklebendige, charmante “Norina.”. Luis Alva: zufriedenstellender “Ernesto”. Mag'strale Le - stung als “Doctor Malatesta”: Sesto Bruscant’ni. In diesem Galagewand ist “Don Pasquale” glanzvoll am Colón angekommen. TURANDO! Ueber die unkonventione/ic Einstudierung des Fuccinischen Schwanengesangs hatten wir 19(31 gebührend berichtet. Fhevitalis Version war dynam sch klug abgestuft und vermied auch in den bombastischen Chorszenen das “overplay” (Grossartig der Colón-Chor unter Tüll io Boni). Das Orchester klang ausgezeichnet. Potttgc-ns vc*n Herkömmlichen abweichende Auffassung des Märchens der grausamen Prinzessin war diesselb? der vor 4 Jahren erfolgten Inszenierung und fesselte von Anfang bis zum Schluss. Birgit N Isson beherrschte im or ginell - untradtionellen Rahmm die Oper in Raum und Ton. Die unnahbare Protagonistin vermochte mühelos den 100-stimmigen Chor zu übertönen, ohne Einbusse musikalischer Subtilität. E-ne angenehme Uebsrraschung für Buenos Aires: als “Liu” debütierte de katalanische Sopranistin Montserrat Caballé. Die Rolle der jungen Sklavin sah sich auf ungewohntes Niveau erhoben der rasende Applaus nach ihrer ersten kurzen Szene unterbrach an nutenlang die Vorstellung Gegen “Turondot” anzus’ngen hatte der “Calaf” das Tenors Dimiter Usunov einen schweren Stand. Die glanzvoll-e'genwillige „rniseen-sceme“ liess den Applaus durch die langen Pausen hindurch nicht abreissen. Curt B. M. Weissstein Die BAR MIZWA unseres Sohnes ENRIQUE JULI0 findet s.G.w. am Sonnabend, den 16. Oktobar, in der Leo-Baeck-Synagoge statt. José Matzner und Frau Leonore geb. Sichel Empfang am Sonntag, den 17. Oktober, Supert 2012 von 17 bis 20 Uhr ,0MS WOPASMW' nmu mw EL AL es una de las compartías más avezadas de la aviación.mundial. Usted, que manifiesta solidaridad con Israel, llegue al joven Estado en alas de su empresa nacional, utilizando sus vuelos diarios desde Nueva York y Europa. EL AL 3N LINEAS AEREAS DE ISRAEL QFIQINA PAQA SUO AMERICA; MAIPQ 4&f. 3<¡r P/$Q . QUEtyQS fyRES

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