Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2135 (24.9.1965)
- Date
- 1965-09-24
- Page
- [Seite 21] (sequence 21)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viera««- *4 fe Sepüe—b«* fe »W «EMANA ISRAELITA Año XXVI. — N« «Sí. — H Der einziqe „Jecke" Studenten ohne Glauben / / New York: — Eine Um-I Universitäten in Nor dam er) frage unter 35.000 Studenten | ka verdoppelt. Aber nur ¿bi Als vor zwanzig Jahren — | 1945, zu Ende des 2. Weltkrieges — von der Congregación Israelita in Buenos Aires das Institut gegründet wurdet das heute unter den Namen “Machón’’ bekannt ist, war der Autor dieser Teilen, “Absolvent” des Kinderheims vom Hilfsverein unseres Kreises, der einzige deutschsprechende Junge unter den knapp zwei ‘Minjamin’ Schüler, die sich damals im alten Haus der Strasse San Salvador im neu gegründeten Jüdischen Lehrerseminar zusammenfanden. Diese besondere Situation zwischen allen anderen Mitschülern, die meistens schon im Lande geboren waren und von Milieus entstammten, ■welche damals noch mehr als heute den „Jecke*« als Rarität betrachteten, begründete Unterschiede, die // von HERBERT HABER besonders im tagfcäglichen Beten zum Ausdruck kamen. Z. B. “Tauro” statt “Toiro” “Mausche” statt “Moische“ U.S.W. Vor wenigen Wochen feierte der "Machon“ sein ‘10 Jubiläum, und als die grosse Familie der “Machonisten” bei einer Feierstunde wieder zusammentraf, stellte es sich heraus, dass seit “jenen Zeiten” bis zum heutigen Tag, nachdem der “Machon” schon fast 400 jüdische Lehrer und Lehrerinnen zu seinen Absolventen zählt, nur wenige deutschsprechende Studenten ihren Weg in diese Anstalt gefunden haben. In der kurzen historischen Perspektive, die uns 20 Jahre jüdischer Geschichte in Argentinien geben können, ist DIE KEHILLA VON BUENOS AIRES " ZUM NEUEN JAHR 5726 An der Schwelle des Neuen Jahres senden wir unsere herzlichsten Glückwünsche unseren Mitgliedern und allen Juden der Welt. Möge das Neue Jahr ein Jahr des Friedens und Glückes sein. Unsere Segenswünsche senden wir an das argentinische Volk und das Land, in dom wir leben. Möge das Jahr Wohlergehen und friedliches Zusammenleben aller Bürger bringen. Möge jeder Hass zwischen den Bürgern verschwinden und das Land aufblühen und gjadeihen, und der Weg einer glücklichen Zukunft sich eröffnen. Mit einem Gefühl des Stolzes und Treue sehen wir zu unserem fernen und doch nahen Israel, das sich trotz aller feindlichen Angriffe entwickelt. Wir sind fest davon überzeugt, dass Medinat Israel den Jahrtausende alten Traum aller Geschlechter verwirklicht. Wir wünschen der Regierung und dem Volk von Israel mit Kraft und Glauben vorwärtszuschreiten, mit denen sie uns in der 18jährigen Geschichte ihrer Eixistenz vorangegangen sind. Mögen sich in dem Neuen Jahre alle gestellten Ziele erfüllen, damit Israel in Frieden mit allen Völkern leben kann und sich die Vision unserer Propheten verwirklicht. Wir rufen alle unsere Brüder und Schwestern auf, im kommenden Jahr nach Kräften das jüdische Gemeindeleben zu stärken, da<s die mächtigste Waffe gegen die Assimilation ist, damit die kommenden Generationen unsere Kultur fortsetzen können. Wir hoffen, dass das jüdische Gemeindeleben sich entwickelt, und dass die Erziehung unserer Jugend im Einklang mit unseren nationalen Idealen stehen wird. Lasst uns weiterhin treu der Tradition unseres Volkes bleiben, um so stark gegen alle äusseren und inneren Gefahren zu sein. Voller Hoffnung und Glauben, dass das kommende Jahr ein gute« und glückliches sein wird, wünschen wir allen ein diese Tatsache ein trauriges Phänomen. Denn der “Machon” Ist bekanntlich die einzige jüdische Lehranstalt — abgesehen von spezialisierten "Jescbiwot” oder Rabbinerseminaren —, die programmmässig ihre Schüler auoh viele Aspekte des religiösen Lebens lehrt und gerade die Aspekte, die uns deutschsprechenden Juden in unserem Gemeindeleben so nahe am Herzen liegen, wie Gebete und Vor beten, Thora- und Haftora-Vorlesung, Vorbereitung zur Bar Mizrwa, Erklärungen und Deutungen des Wochenabschnittes, und vieles andere mehr . Gerade unsere Gemeinden, die diese Werte des Judentums so hoch schätzen, und in denen allmählich der Mangel an Nachwuchs mehr und mehr fühlbar wird, haben in diesen letzten Jahren keine oder kaum junge Menschen gehabt, die “Machon” ihre jüdische Bildung fortsetzen, um später als diplomierte Absolventen von diesem Institut oder von noch höheren, die es jetzt schon in Buenos Aires selbst gibt, zu den Gemeinden zurückzukehren und ihre Tä tigkeit -,ort auf den verschiedenen nötigen Gebieten zu entfalten. ZVI FEENGERSOH Präsident Dr. LEON FODHORZHR Generalsekretär Was in den Jahren, die verflossen sind, geschehen oder nicht geschehen ist kann mar jetzt wohl schwer lieh ändern. Aber am Vorabend eines neuen “Rösch Haschana an dem wir über jüdische Vergangenheit und jüdische Zukunft naehdenken sollen wäre es für uns selbst nütz lieh, uns vorzunehmen, Wege zu suchen, damit von nun an mehr Jugendliche aus un seren Kreisen den jüdischen Weg weitergehen und ihn nicht nach der ersten Pha se, dem Religionsunterricht für immer unterbrechen sollen. Dadurch werden Religions Studenten aus unserem Sprachkreis nicht mehr nur als curiosa angesehen wer den, wie damals jener “ein zige Jecke“, und der im Grunde genommen, seiner Abstammung nach, eigent lieh auch gar kein „Jecke' war. Den Segen hiervon werden morgen diejenigen Eltern und Gemeinden ernten, die heute bereit sind, ihre Kinder New York: frage unter 35.000 Studenten an nordamerikanischen Universitäten hat ergeben, dass 8% der katholischen, 10% der protestantischen und 13 % der jüdischen Hochschüler aussagten, ihrem Glauben völlig verloren zu haben. Veranstalter der “Gott;n der Universität” betitelten Umfrage war das Institut für Meinungserforschung in Chikago, das sich an rund 140 höhere Lehranstalten wandte. Wie obigem Resultat hJn_ zugefügt wurde, haben mehr als ein Viertel der restlichen Befragten erklärt, dass sie heut« nicht mehr so wie früher an die Lehren der Religion glauben. Die Geistlichkeit der verschiedenen Bekenntnisse hat ernstlichen Grund, über das Resultat dieser Umfrage besorgt zu sein, da sie zu bestätigen scheint, dass das In_ teresse für die Religion hinter dem Interesse für die Arbeit, die Familie und die übrigen Probleme des modernen Lebens, sogar für Vergnügungen, zurücksteht wie Philip Jacob, Professor j für Politische Wissenschaften der Universität von Pennsyivanien in seiner kürzlichen Studie “Wandlung der Werte in den Hochschulen” fest stellt. Jede Analyse dieser Erscheinung muss sich auf zwei wichtige Faktoren stützen. Der eine bezieht sich auf den radikalen Wechsel, der sich in der Struktur dieser Anstalten vollzogen hat. und den neuen Geist, in dem die nordamerikanische J ugend heute erzegen wird. Im Gegensatz zu der religiösen Orientierung der ersten Universitäten trachten die heutigen Lehrer der akademischen Jugend, eine neutrale Position zur Religion zu | wahren und es jedem Studenten zu überlassen, die Wege Gottes oder des Teufels zu erkennen. Hier wäre die Frage angebracht, warum die Kirchen nicht die Aufgabe übernehmen, deren sich die pro_ fessoren enthalten. Und damit kommen wir zu dem zweiten Aspekt der Frage, nämlich dem Mangel an Mitteln und Menschen, an dem praktisch alle Konfessionen leiden. In den letzten Jahren hat sich z. B. die Zahl der katholischen Studenten an privaten und Öffentlichen ka verdoppelt. Aber nur ¿00 Geistliche betreuen hauptamtlich die Studeuten in 1258 höheren Lehranstalten im ganzen Land, was einen Durchschnitt von einem Priester für je 3.300 Jugendliche ergibt. Zu diesem Problem schrieb kürzlich einer dieser 200 Seelsorger in einem an die “New York Times” gerichteten Brief folgendes: “Man gibt Millionen Dollar aus, um Missionare nach Guinea, Kongo und Lateinamerika zu schicken, aber niemand kümmert sich im die dreieinhalb Millionen jungen Leute, die die künftigen Lenker unseres Landes sind. Zu viele von ihnen Gratbergesetz verkündet Boi n; — Vor kurzem wurde das Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft verkündet. Durch dieses Gesetz werden die Gräber von Vei folgten und KZ-Opfem den Kriegsgräbern gleichgestellt. Die Erhaltung und Pflege dieser Gräber obliegt den staatlichen Behörden, und die Grabstätten bleiben dauernd bestehen. (AWZ) haben kein Interesse an ihrer Kirche in den kritischen Jahren, in denen sie am meisten der Führung bedür_ fen. Daher glauben sie schliesslich weder an Gott noch an die geistigen Werte der Menschheit.” CENTRA ASOCIACION DE COMUNIDADES Y ORGANIZACIONES ISRAELITAS EN LATINO.AMERICA REDE SOCIAL: MONTEVIDEO (URUGUAY), CALLE BUENOS AIRES 484/14 CENTRA wünscht dUen ihren angeschlossenen Gemehrten und Organisationen sowie deren Mitgliedern ein glückliches NEUES JAHR nr-Dn miß niff? Mtfge dieses Jahr ein Jahr des Friedens und des Fortschritts j#r Israel, de« Jüdische Volk und die ganze Menschheit sein. SEKTOR CENTRAL EUR0PE0 wünscht allen Mitgliedern und Freunden ein herrliches i 3 n d n miß ‘ dass sein TRADITIONEL- und teilt gleichzeitig mit, —— - LER BAZAR in diesem Jahr zusammen mit der gesamten OSFA, in den Räumen der Hebraica veranstaltet wird. Wir geben noch Einzelheiten bekannt. f 2M unter den vielen anderen Möglichkeiten, auch diese Jüdische Laufbahn gehen zu lassen. “Die mit Tränen säen, werden mit Freude ernten”. Die Saat ist heute weit weniger ungewiss als in vergangenen Zeiten; die Ernte hingegen, ist uns um so dringender vonnöten. DIE ZIONISTISCHE LANDESOR¬ GANISATION IN ARGENTINIEN -und ihre Abteilungen für Ali ja, PATWA, Aliat Hanoar, Calcalit, für religioese Erziehung, Guisbarut und Noar Vehejalutz begrüssen den Presidenten der Medinat, die Regierung und das Volk von Israel, die Exekutive der Zionistischen Weltorganisation, den argentinischen Jischuw und seine zentralen Institutionen und die Juden in der ganzen Welt. im Neuen Jahr 5726 und wünschen, dass das kommende Jahr ein Jahr der Staerkung des jüdischen Nationalbe wusstseins in der Welt, der Ali ja und des Aufbaus für Medinat Israel, ein Jahr des Friedens für das jüdische Volk und für die Menschheit sein moege. J 243 DAS ZENTRALEUROPAEISCHE COMITE DER EINHEITSKAMPAGNE (Keren Hajessod) gratuliert allen seinen Freunden recht herzlich zu Rosch Haschanah und wünscht ein glückliches und erfolgreiches Neues Jahr. Gleichzeitig erlaubt es sich, diejenigen, die noch nicht für die Aktion 1965 beigesteuert haben, zu bitten, uns ihre grosszügige und gegenüber dem Vorjahr erhoehte Zahlung zukommen zu lassen. $ C H A L 0 M ¡ DAS PRAESIDIUM September 1965 ( SARMIENTO 2376, III. T. E. 47-3820 J 228 i» •/