Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2133 (10.9.1965)
- Date
- 1965-09-10
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viertle«, t« de Septiembre LA SEMANA ISRAELllA Año XXVI. — N* 2133 — f Frpiffimse der Wochel/n weni0en Tagen A w w w W V Innerhalb weniger Tage gingen folgende Meldungen asirt (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 4) na Israelita in Anspruch zu nehmen und am Vorabend der Joamim Noraim der ganzen jüdischen Gemeinschaft meine besten Wünsche für Gesundheit, Frieden und Wohlstand auszusprechen. Neuer Israel-Botschafter Die Ankunft des neuen Israel-Botschafters in Argentinien, Mosche Alon, ist für heute angekünnigt worden Herr Alon, der im vergangenen Juli das Plazet der argentinischein Regierung erhielt, ist der Nachfolger von General Joseph Awidar. Der neue diplomatische Repräsentant Israels wurde 1916 in der Tschechoslowakei geboren. Elr bseuchte das He. bräische Gymnasium in Munkatsch und studierte an der Universität von' Prag. Im Jahre 1946 liess er sich in Erez Israel nieder. Zwei Jahre lang führte er Missionen in Rumänien, Ungarn und Oesterreich für die Jewish Agency durch. Zu Beginn des Befreiungskrieges trat er in das israelische Verteidigungsherr ein. Von 1949 bis 1951 studierte er politische Oekonomie in Wien, um hierauf sofort als Beamter des Au_ ssempinisteriums zu wirken. Er war als Vizekonsul für Wirtsohaftsfragen in Los Angeles tätig und wurde dann an die Botschaft in Ankara in der Türkei versetzt, wo er nacheinander Erster Sekretär, Botschaftsrat und bis 1960 Geschäftsführer war. Seit dieser Zeit war Mosche Alon bis zu seiner jetzigen Berufung Direktor der Wirtschafts-Abteilung des israeli. sehen Aussenministeriums. Dr. Merkin s. A. In Genf verstarb der be_ kannte Journalist und Mitarbeiter der Jüdischen Zeitung von Buenos Aires, Dr. Moses Merkin, der dort als Korrespondent im Büro der Vereinten Nationen arbeitete. Dr. Merkin war Rechtsari. Walt in Berlin und ging nach dem Umtsurz als Delegierter der jüdischen Weltorganisation Ort nach Lateinamari- I milienbetreuung nicht ausser ka, die hier in verschiedeacht lassen und nicht darnen Ländern Handwerker, an vergessen, wie viele Men- 6chulen für die jüdische Jugend baute. Vor einigen Jahren übersiedelte Dr. Merkin nach Genf, wo er als Aus. landskorrespondent tätig war. Ehrenvolle Berufung Wie wir erfahren, erging an den in Buenos Aires amtierenden Rabbiner Dr. Meir Rosenberg eine ehrenvolle Berufung durch das Erziehungs_ und Religionsministerium in Israel. Dr. Rosenberg wurde zum Leiter eines der bedeutendsten Gymnasien ernannt. Ei’ wird sein neues Amt demnächst antreten. Einzelheiten werden wir in der nächsten Ausgabe der Jüdischen Wochenschau veröffentlichen. Jüdischer Beitrag zur Zivilisation Ueber dieses Thema sprach der Nationalsenator Dr. San tiago C. Fassi im Rahmen einer Veranstaltung, die unter den Auspizien des Argentinischen Comités für das Wis. senschaftliche Weizmann-Institut in Rechowot in dieser Woche in der „Sociedad Científica Argentina“ stattfand. Pressekonferenz in den „Bene Berith“ Cr W.: — Unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten der Gross-Loge Bene Berith für Lateinamerika, Ing. Abulafia, fand am 1. September in den hiesigen Logenräumen eine Pressekonferenz statt, in deren Mittelpunkt ein Referat des Herrn Dr. Mauricio Knobel, Professors für Kinder- und Jugendpsychologie an der Universität La Plata, stand. Der Zweck der sehr gut besuchten Zusammenkunft war, die Oeffentlichkeit über eine Initiative der Loge zu informieren, die zum Gesamtwohl des Landes beitragen soll. Man hat vor einigen Monaten ein „Institute de la Familia“ ins Leben gerufen, das die Aufgabe hat, Beistand ohne Unterschied von Glau be, Abstammung, Rasse oder Hautfarbe solchen Femilien zu gewähren, die sich in Konflikten befinden, sei es zwischen Eltern und Kin dern, sei es in Bezug auf Arbeit bzw. Berufswahl oder in irgendeiner Verbindung mit dem öffentlichen Leben. Das Institut, dem Fachärzte, Psychoanalytiker, Rechtsberater zur Seite stehen, betrachtet die Erhaltung der Familie, die Bewahrung der allgemeinen Gesundheitspflege, die Verteidigung von Eixistenz, minimum und allgemeinem kulturellen Lebensniveau als unerlässliche Voraussetzungen für ein gedeihliches Zusammenleben im Staate und für die Weiterentwicklung. Man solle die ungeheuer wichtige Kleinarbeit der Faschen, einmal aus der Bahn geworfen, selbst keinen Weg in die Zukunft zu finden wissen und auf moralische, mituntermehr als auf materielle Unterstützung angewiesen sind. Kein Geringerer als Prof. Siegmund Freud habe um 1910, als er noch nicht anerkannt war, die erste Aufmerksamkeit bei den Bene Berith-Logen von Wien finden können. Heute und in Zukunft käme der medizinisch-psychologischen Hilfe sowie der Ber. tung in Erziehungsfragen die grösste Bedeutung zu. Des Institut will die Oef. fentlichkeit durch Publikationen über seine weitere Betätigung auf dem Laufenden halten. Eine ganze Reihe von wichtigen Auskünften und praktischen Vorschlägen habe man bereits durchführen können. Für diese Zwecke standen schon erhebliche Schenkungen und freiwillige Beiträge zur Verfügung. Israelische Saengerin Die israelische Sängerin Jaffa Harkoni stellte sich zum ersten Mal dem argentinischen Publikum vor, als sie vor einigen Tagen in dem Programm „Casino Phi bps“ der TV-Station Canal 13 auftrat, bei dem Juan verdaguer die Conférence und Maria Herminia Avellaneda die Regie führt. Synagogen-Konzert In dem Bericht über das Synagogen-Konzert in der Nueva Comunidad Israelita wurde versehentlich nicht erwähnt, dass die Leitung des Chors in Händen des Herrn Leo Kalwariski lag, der seit vielen Jahren als Chorleiter mit Erfolg tätig ist. Herr Kalwariski hatte auch die Vorbereitung des Chors für dieses Konzert durchgeführt. Wegen eines Vergehens der Herstellung und Verbreitung einer staatsgefähi denden Schrift hat die Sechste Grosse Strafkammer des Landgerichts Stuttgart den 38jährigon Oberlehrer Dietrich Schüler aus Reutin (Kreis Rottweil) zu einer Gefängnisstrafe von sieben Monaten verurteilt. Ausserdem verliert Schüler für die D:-uer von fünf Jahren Wahl- und Stimmrecht, die Wählbarkeit sowie die aus öffentlichen Wahlen hervorgegangenen Rechte und ist ferner unfähig, öffentliche Aemter zu bekleiden. Der Verurteilte, der seit dem 23. März 1964 von seinem Amt suspendiert ist, hatte unter dem Pseudonym German Wenagei eine jetzt vom Gericht eingezogene Schrift mit dem Titel „Ketzer-Aphorismen“ verfasst, in der er nationalsozialistisches Gedankengut verherrlicht und die Bundesrepublik und ihre demokratischen Staatsformen angegriffen h: t. Er propagierte die Wiederaufrichtung einer nationalsozialistischen Herrschaft und erging sich in Hasstiraden gegan die Juden. — * — Der Herausgeber des in Reinheim erscheinenden „Odenwälder Volksblattes“, Philipp Buxmann, wurde vor kurzam vom Darmstädter Schöffengericht zu drei Monaten Gefängnis, einem Jahr Berufsverbot und den Kosten des Verfahrens verurteilt, weil er im Dezember 1964 in seiner Zeitschrift einen Artikel «mit die Juden beleidigendem Inhalt veröffentlicht hatte. Es ist damit zu rechnen, dass es zu einer Berufungsverhandlung kommen wird. Der jüdische Friedhof in Echzell (Kreis Büdingen) ist in der vergangenen Woche geschändet worden. Wie die Polizei mitteilte, war es keine Aktion antijüdischer Rowöies. Zwei Jungen im Alter von 12 und 14 Jahren hätten unter bereits auf dem Rasen liegenden Grabsteinen Ameiseneier als Vogelfutter oder zum Forellenfang gesucht. Beim Aufrichten und Zurückfallen hätten einige Steine Schäden er. litten. — Hein Krefeld wurden in der vergangenen Woche Hakenkreuze auf eine Hauswand geschmiert. — Hein Düsseldorf schmierte ein Unbekannter mit roter Oelfarbe ein Hakenkreuz und das Wort „Nazi“ auf ein parkendes Privatauto. — H: — In München fahndet die Polizei nach Unbekannten, die in der Nacht Hakenkreuze auf Strassenpflaster und Litfass-Säulen mit blauer Oelkreide geschmiert hatten. Die Oeffentlichkeit wurde aufgerufen, bei der Fahndung mitzuwirken. — Hein Heilbronn beschmierten in der vergangenen Woche Unbekannte mehrere Schaufenster eines Kaufhauses, zwei Zelte auf einem Ausstellungsplatz des Unternehmens und eine Mauer mit Hakenkreuzen. Staatlicher Zuschuss für ZIM SILVIA V. BERLOWITZ JOAQUIN SCHUSTER grüssen als VERLOBTE Empfang: Sonnabend, den 18. September, 18—20 Uhr Paraguay 2068 p. 5. dep. A. STATT KARTEN ruer die anlaesslich unserer VERLOBUNG erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glück- ■wünsche danken herzlichst RUTH B. ROTHSCHILD LE0P0LD0 BERMANH 'U, Jerusalem. — Das israelische Kabinett beschloss, der staatlichen Schiffahrtsgesell. Schaft ZIM neues Kapital zur Verfügung zu stellen. Der Zuschuss soll für die Finanzierung der Schifffahrtsdienste, die Abdeckung von Schulden, sowie zur Senkung des Zinsfusses für die bisher der Gesellschaft von der Regierung gewährten Kredite dienen. Der Beschluss erfolgte nach ausgedehnten Diskussionen in verschiedenen Kommissionen über die finanziellen Sch wie. rigkeiten der ZIM und nach dem dringenden Ersuchen um Subventionen, das diese vor einiqen Monaten an die Regierung gerichtet hatte. Das Aktienkapital der ZIM wird um 14 Millionen Dollar erhöht werden, und die drei Teilhaber an der Firma, d. h. die Regierung, die Jewish Agency und die Histadrut, werden Aktien für je 3 Millionen erwerben. Ferner wird die Regierung die Schulden der ZIM um 5 Millionen Dollar reduzieren. Die Zinsen, die ZIM der Regierung für die in Westdeutschland gekauften Passagierdampfer bisher gezahlt hat, werden von 5 auf 3 Prozent erniedrigt. Die Gesamtschulden der ZIM belaufen 6ich gegenwärtig auf 62 Millionen Dollar. Der Vorschlag, die ZIM in zwei getrennte Gesellschaften zu teilen, eine für die Frachtschiffe und die andere für die Passagier dampf er, wurde an eine ministerielle Kommission für Finanzfragen zurückverwiesen. Ein hoher Beamter sagte voraus, es sei wahrscheinlich, dass es zur Bildung von zwei Gesellschaften kommen werde. — Das Schuljahr in Israel Jerusalem. — Das neue israelische Schuljahr begann nach zweimonatigen Ferien mit insgesamt 720.000 Schülern gegenüber 700.000 im vergangenen Jahre. Rund 3.000 Kinder zwischen 3 und 4 Jahren wurden für die Kindergärten des Erziehungsmi. nisteriums angemeldet, deren Besuch für Kinder von fünf Jahren obligatorisch ist. An den Universitäten haben ca. 24.000 Studenten inskribiert. (ITA) J U E D I S G H E BUCHHANDLUNG TALESSIM, MACHSO¬ RIM (span. Uebersetzg., LUACH 5726, Neujahrs- Glückwunschkarten G. KAPLANSKY Pueyrredón 451 T. E. 89 3431 Aufforderung zur Mitarbeit Moskau. — Nordamerika^ England und Frankreich ersuchten die Sowjetunion, bei der Regi rung Ostdeut chlands zu intervenieren, ihnen das in ihrem Besitz befindliche Beweismaterial über NS- Verbrechen zur Verfügung zu stellen. Die drei westlichen Alliierten beschwerten sich darüber, dass die ODA keine Bereitschaft zeige, der mit der Vorbereitung der Prozesse gegen die nazistischen Kriegsverbrecher beauftragten Zentralstelle in Ludwigsburg ihre Unterstützung zu leihen. Zitrusexport nach Europa Israel hat in dieser Saison nach Europa zwei Millionen Kisten Zitrusfrüchte mehr verkauft als in der vorigen Ernteperiode. In diesem Jahr waren es 13.685.613 Kisten, darunter auch Grapefruit und Zitronen. Die Preise für Orangen lagen höher als 1964. Erfassung der Studenten Johannesburg. — Louis Pinc-us, Mitglied der Exekutive dei Jewish Agency, er_ klärte bei seiner Ankunft in Südafrika, dass die wichtigste Aufgabe der zionistischen Bewegung die Aufnahme von Beziehungen zu der studierenden Jugend sei. Er betonte, dass die Immigration aus den Ländern des Westens von lebenswicht'ger Bedeutung für Israel ist, da die westlichen Einwanderer, ein_ schliesslich die Südafrikaner, gegenwärtig nur 9 Prozent der Gesamt - Einwanderung darstellen. (ITA) DIE DIESJAEHRIGE HA5CHANA AUSGABE der Wochenschau erscheint am Freitag, den 24. September Bestellen Sie Ihre GLUECKWUNSCH ANZEIGE auch telefonisch: 83 2613 UNA NUEVA DIRECCION PARA USTED MAIPU 464, 3*-' Piso En las nuevas oficinas de nuestranF^epresentacJóO para Sud America terid* mo9 fRayor.es comodidades fiara eg.cj.0irl® y cdhversar sobre é| creciente interés del público, Isr.Cef} que determiRl f» ampliación, de ñ&estras age tivldades en BuendO 4¡re_s> l&ifóliSSa. COnexiOoeíLiá'esde,gurd> PO) y Estados ühido:$ QSfed' podrí llega? f Igriaet eft alas, de DE ISRAEL, 41 4»