Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2130 (20.8.1965)
- Date
- 1965-08-20
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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und KUNST und ... vtw*- cuca und den dShiU<!f,hen jüdische Themen in die stesolvll?i°Ui- ¿T* verschiedensten UnterrichtsstTÜhlChte gilt gebiete einbezogen werden >i. . St$J^, t_ü—-,4--,-» virvv ollntn flir* Schä*r Ú *“***« Ä* 8uch SchnUri mien <L *«* Är ¿ eílen' finia ländi könnten — vor allem für die Volksschulen ist dies ein “ft gewichtiges pädagogisches tot Vorhaben. Besonders ein. drucksvoll war die Publikation eines Unterrichtsversuranten; “ * ches im 10. Schuljahr einer ler' die sich Dti AlJ;' Mittelschule, “Judentum und Sollen, Orttiero Antisemitismus“ betitelt. Information hält ,r Weitere von der Germania «othek mehr und '* 81 Judaica angebotene Arbeitsime vordringliche $ hälfen sind ein Büchervern den ersten ,.e. zeichnis als Anregung für Stehens veran!» u ihr® Schulbibliotheken und eine a di««m ZwJt!* Beferentenliste — lauter «s *i~~ initiativen, die von Einzelpersonen und Behörden mit lebhaftem Interesse begrüsst werden. Ein Vorstand und ein wissenschaftlicher Beirat, dem 22 angesehene Gelehrte de6 In- und Auslandes angehören, betreut die Bibliothek. Sie wird finanziell unterstützt und erhalten u a vom Land Nordrhein-Westfalen, der Stadt Köln und einem Kreis von Förderern und Freunden. Trotzdem sind die Mittel knapp, die Einnahmen decken die Ausgaben nie — die Hoffnung, vom Bundesinnenministerium alljährlich einen Zuschuss zu bekommen, scheint sich nicht zu verwirklichen. Die Unterbringung ist unzulänglich — bei aller Dankbarkeit den kölner Stadtvötern gegenüber, die dafür Sorge tragen, muss man darauf hinweisen. Bis vor sseiüem leistet die kurzem hatte sich die Binaaia Judaica auch bliothek auf beengtestem iastiscb* Arbeit mit ei. Baum zu behelfen. Die nea- Zeitschrift gleichen Naen Bäume ih einem Hoch- 5, einem Mittetogsb'att, haus am Hansaring bieten m untersucht wird, wie etwas mehr Platz. Aber sie ®tragsatend7”Jiw j fr; “ che Initiativen m * “ochte nicht tun was °u woanders ^n 5 ^enteil; 6ie möchte dimeren und so zu einem assenden Infonnationsrum werden für alle ünichungen, die sich mit jüdisch . nichtjüdi- 1 Beziehungen m schland befassen, Daversendet sie jedes einen Fragebogen an 250 deutsche und ausische Profesoren, Insti. eiter und Publizisten darauihin bekannt werten Studienprojekte wer in einem Bericht zu. nengefasst und allen insierfen Steilen zuge- Literarische Notizen Churchill-Lehrstuhl Premierminister Haroid Wilson, Lord Avon, Lady Megan Lloyd George, Harold Macmillan und Jo Grimmond haben das Patronat für einen Lehrstuhl auf den Namen von Churchill für Internationale Beziehungen und Politische Wissenschaft an der Bar-Ilan-Universität übernommen. Mahnmal Auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Neuengamme wurde der Grundstein für ein Denkmal gelegt, das Verfolgten - Organisationen, der Senat von Hamburg und die hamburger Jüdische Gemeinde gemeinsam errichten werden. Mittelpunkt der Gedenkstätte ist eine Skulptur der französischen Bildhauerin Francoise Salmon. sind, des Strassenlärms und der unmittelbar an den Fenstern vorbeiführenden Eisenbahnstrecke wegen, zu wissenschaftlicher Arbeit ungeeignet. Es wäre zu wünschen, dass das von soviel reiner und aufopfernder, auch tatkräftiger und einfallsreicher Bemühung getragene Institut, dieser, wenn auch kleine, so doch wichtige Baustein in der geistigen Architektur der Bundesrepublik, wenigstens der dringendsten Sorge um seinen Bestand enthoben werden könnte — zu einer Zeit, da soviel öffentliche Mittel für weniger würdige Vorhaben zur Verfügung stehen. e nie de, ergibt sich auch aus Jetfem saia (61, 2): „Auszurufen ein >!bige Jahr der Gnade vom Ewigen Zeit und einen Tag der Rache dein von unserem Gotte'‘ ferner du? (63, 4) ,,denn einen Tag der n im R:che habe ich im Herzen icim? nachdem das Jahr der Erlöst* sung gekommen ist“ und jüdiauch bei Joel (4, 1—2) .in if die jenen Tagen in selbiger Zeit, s a da ich zurückführe die Ge., sage fangenen Judas und Jerusai ent lems, da werden ich versamilgt, mein alle die Völker und sie . hinabiühren ins Tal das Gerichtes und dort mit ihnen Jr;1:. rechten wegen meines VolaE— « ■» Kes” Volk Jesaia (48, 20) ruft aus: ■psete „Ziehet fort aus Babel, enttw» fliehet aus Kasdim!“ „Ze’u ,[ sä Mibawel!“ Dieses „Ziehet &. fort aus“ nahm die Gesell* j*?. Schaft zum Aufruf der Juden, üesr die Diaspora zu verlassen und sich nach Israel zu retten, Ost als ihren Namen an und (JC.S heisst daher „Chewrat Ze\. t?ru’m“. Zeitgerecht, fluchtara i*. tig, eilig soll diese Auswande- ¡$ t runS erfolgen, vor dem T. ge des Strafgerichtes, da die ¡ft$ Grossmäehte Gog und Magog! 0t einander in einem Atomkrieg %tt gegenseitig vernichten. «,13 ' Jeremia sagt (51, 6): „Fliehet aus Babel und rette Jeglicher sein Leben, geäili het nicht unter durch seine it 1 Schuld, denn eine Zeit de< [, Rache ist es dem Ewigen....“ 0 und (8) „verlasset es, jeder ®ehe in sein Land, denn sein ,*# Strafgericht reicht bis zum ¿if Hunmel und ragt bis in die (tfi Wolken.“ Diese Prophezei- &■ kann sich nicht auf Ba- 0. byionien beziehen denn dort 5^, hat sich nichts Derartiges erei&iiet. Das Wort .Bawel“ ®veh* hier symbolisch für die # ijand0r der Zerstreuung So 30 5®^ Zacharia (2, 10): „Oh, 0 trhet aus dem Lande des ^or;dens! ist der Spruch des 0 ^igen. denn nach den vier Winden des Himmels habe ich euch zerstreut. Zion, entrinne ... euch zu verherrlichen hat er mich gesandt zu den Völkern Babels, ... die euch beraubten. Wer euch antastet, tastet seinen Augapfel an“, d. h. jede Missetat am jüdischen Volke wird an den Missetätern gerächt In Daniel <8. 14) heisst es „bis 2300 ein Abend-Morgen, dann siegt das Heiligtum“ und (8, 17) „merke auf denn auf die Zeit des Endes zielt die Vision“. Dies erklärt der Midrasch (Berechit Raba 21. 1): Was für den Götzendiener Dunkelheit fAbend), das Ist für Israel Licht (Morgen). In dieser Stunde wird die Gerechtigkeit und das Recht der Geheiligten er_ str: hlen. Beginnen wir die Berechnung der von Daniel angegebenen 2300 Jahre mit dem Sturz des Persischen Reiches, zu dem auch Israel gehörte, und in dem Daniel eine bedeutende staatspolitische Stellung einnahm durch Alexander in den Jahren 334—331 v.d.g.Z. (wie es z.B. Rabbenu Suadja Gaon getan hat), so kommen wir auf die Jahre 1967—1970. Klarerwei. se gelten solche Berechnungen nur abgerundet und ungefähr. Die Wiedererrichtung des Staates Israeljist (laut R’Sch. Ben-Lakisch) als Vorbereitung des Heilmittels vor Ausbruch der Krankheitskrise zu betrachten, wie Gott eben jeder über Israel verhängten Krise das Heilmittel voranschickt. Die wenigen noch bevorstehenden Jahre vor dem Tage des Gerichtes sollen zur beschleunigten Sammlung der Verstreuten ausgenützt werden. Das ist der Ruf, der heute von Bne Brak aus in die Diaspora ergeht. Efe hängt vom Leser ab, ob er über diesen Aufruf lächelt oder ihn ernst nimr Heidegger unter Anklage Bück auf d « Nathni.lmu'eum Israels in Je, usalem. Im weissen w: ifn dii tie: tbinten „Rollen des Toten Meeres“ aufb wa.int. UM pp German Existentialism by Martin Heidegger. Translated and with an introduction by Dagobert D. Runes, Philosophical Libiary. New York 1965. Professor Dagobert Runes hat sich durch die Herausgabe des obigen Buches ein grosses Verdienst erworben Er veröffentlicht darin, aus dem Deutschen ins Englische übersetzt, Aussprüche und Veröffentlichungen des Ph’losophen Martin Heidegger und gibt in einer kritischen Einführung die nötigen Erläuterungen In der Vor-I^rrer-Aera gab es im deutschen Sprach, ra um zwei bedeutende, weltberühmte Vertreter der Existenzphilosophie: Karl Jaspers und Martin Heidegger. Als Hitler zur Macht kam und Deutschland in die Barbarei versank, haben sich die Geister geschieden. Was echt und wahrhaft human w«ar, floh aus der Hölle oder setzte sich selbst in der Heimat dem Apokalyptischen Reiter entgegen. Karl Jaspers gehörte zu diesen. Heidegger dagegen kroch zu Kreuze — oder zu Wotan — und wurde ein Hitler. Prophet. Kar’ Kraus hat noch 1933 tr* seiner berühmten Stellungnahme zu Hitlers “Worthelfern der Gewalt’’, die er damals nicht veröfrentlichte, weil er Repressalien gegen Juden befürchtete — das Werk erschien erst 16 Jahre nach seinem Tode unter dem Titel ‘‘Die Dritte Walpurgisnacht" im Kösel-Verlag zu München — diesen „Denker Heidegger, der seinen blauen Dunst dem braunen gleichgeschaltet hat ’• der der seinen “Wehrdienst des Geistes“ dem leufel offeriert und schändi-rh geleistet hat, an den Pranger gestellt. Diese und andere ähnliche Anklagen haben auf dio Dauer diesem “grossen deut. s<hen Philosophen’’ nichts geschadet. Er kam wieder hoch, suchte seine traurige Vergangenheit vergessen zu machen, ... und wurde wieder von der Jugend verehrt und ’n der Oeffentlichkeit positiv gewürdigt. Im Jahre 1959 habe ich an diese offenbar in Vergessenheit geratene Vergangenheit Heideggers erinnert. Da bekam ich vom damaligen Bundespräsidenten, dem inzwischen verstorbenen Professor Theodor Ileuss, ein Schreiben, worin es heisst; “Es ist wohl doch nicht so, dass Heidegger unfoesrritten blüht, so viel Faszination auch in seiner Kombination von Etymologie und Philosophie für junge Menschen gegeben zu sein scheint. An dem Tag, aa der 25. Wiederkehr der Bücherverbrennung vorn jahr 1G33 gedacht wurde, hat der Dichter Eiich Kästner eine sehr, sehr schroffe Absage gerade gegenüber Heidegger ausgesprochen, ur.d ich entsinne mich nicht, cifss sich irgendwo dagegen ein publizistischer Widerspruch erhoben hätte.’’ Dass bewährte Humanisten wie Heuss und Kästner diesen Helfershelfer Hitlers ablehnten, war selbstverständlich. Man ersieht aller selbst aus der Klarstellung des Bundespräsidenten, dass Heidegger trotzdem die Jugend “fasziniert’’. Eine ähnliche Erscheinung, in einem viel grösseren und verhängnisvolleren Ausmass, ist auch im Ausland zu beobachten, wo die ,ser Heidegger neben Hasser 1, Jaspers und den grössten phloso:hcn genannt wird Es ist dahar eine hochwich-. tge moralische und geistige Tat, dass sich der jüdischamerikanische Philosoph Dagobert Runes die Aufgabe gestellt hat, im englischamerikanischen Sprach- und Kulturraum, wo man schon gai diese unrühmliche Vergangenheit Heideggers nicht kennt, ihn vielmehr als grossen deutschen Philosophen ehrt und verehrt, diesen selbst — mit seinen Erklärungen und Hitler- Hymnen aus dem Jahre 1P33 — zu Worte kommen zu lassen. Dr. Meier Teich Eichmann in der Todeszelle Um den Eichmann-Prozess ist eine ganze Literatur entstanden. Manche Bücher wurden besonders heftig diskutiert, vor allem das kontroverse Werk von Hannah Arendt, “Eichmann in Jerusalem”. Allen diesen Büchern ist gemeinsam, dass sie objektiv, wie das Buch von Bernd Neilessen “Der Prozess von Jerusalem’’ oder bewusst subjektiv wie das Buch von Hannah Arendt, den Ablauf des Prozesses darzustellen versu?hen. Einen ganz anderen Weg geht das Buch: “Kampf um eine Seele’’ von William L. Hüll. (Verlag Sonne und Schild. Wuppertal 1964. Paperback, 152 S.) Der Verfasser ist der protestantische Geistliche Rev. William Lovell Hüll, der viele Jahre in Jerusalem lebte und für seine positive Einstellung gegenüber dem Staat Israel durch seine Publikationen und Radio - Predigten bekannt ist. Hüll bewarb sich um das Amt eines Seelsorgers für den Angeklagten Eichmann. Er richtete sein Gesuch an die Gerichtsbehörden und an das Religions- und Justizministerium und setzte sich mit Adolf Eichmanns Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Servatius in Verbindung. Anfänglich lehnte Eichmann selbst geistlichen Beistand ab, da er ja aus der Kirche ausgetreten war und eine bewusst anti-christliche Position einnahm, die er bis zum Ende durchhielt. Schliesslich willigte er aber doch ein, die Religionsgespräche mit Pfarrer Hüll zu führen, wobei dessen Frau als Uebersetzerin fungierte, da der Pfarrer nur Englisch sprach und Eichmann nur Deutsch. Natürlich litten die Gespräche unter dem Mangel an Unmittelbarkeit. Zur Haltung Elchmanns gegenüber dem Christentum bemerkt Hüll: “Auch für die Beurteilung seiner Beziehung zum christlichen Glauben kam einiges zutage, was von Bedeutung war. Eichmann gab an, sein Vater sei Presbyter einer evangelischen Gemeinde gewesen. Bei Verhörs jedoch, als man ihn zur Ablegung des Schwures ein Neues Testament gab, hatte er erklärt: ‘Ich schwöre nicht auf die Bibel, ich schwöre auf den allmächtigen Gott, denn ich bin zwar an keine Konfession gebunden, aber ich glaube an Gott.’ Ferner sagte er aus, er habe seiner Frau zweimal ein Neues Testament aus der Hand gerissen und es zerfetzt.” Hüll zieht daraus eine bemerkenswerte Konsequenz: “Indem Eichmann Jesus Christus sozusagen öffentlich ablehnte schied er sich und seine Untaten von jedem Zusammenhang mit dem Christentum. Das Christentum kann man zwar dafür verantwortlich machen, dass es einen Mann wie Eichmann hervorgebracht hat, aber nicht für dessen Taten. Als er den Auftrag hatte, die ‘Endlösung’ für die sogenante ‘Judenfrage’ zu finden, hatte er sich vom Christentum schon völig gelöst.“ Diese Feststellung ist zweifellos richtig und darf in der historischen Beurteilung Eichmanns und darüber hinaus der NS-Verbrechen im allgemeinen nicht übersehen werden. Hingegen muss es überaus zweifelhaft erscheinen, ob folgende Gegenüberstellung legitim und möglich ist, die Hüll für angebracht hält: “Die zwei Prozesse, über die in der Geschichte am meisten geschrieben worden ist, hatten beide ihren Schauplatz in Jerusalem. Bei beiden waren sowohl Juden als auch Nichtjuden beteiligt. Der erste, der nahezu zweitausend Jahre zurücklieg.t, betraf einen Juden, der auf Befehl des Savhedrins widerrechtlich gefangen genommen und dann von einem nicht-jüdischen Gerichtshof widerrechtlich gerichtet, verurteilt und getötet wurde. Ueber diesen Prozess und seine Einzelheiten sind mehr Bücher geschrieben worden als über jeden anderen in der Geschichte. Damals ging es um einen Unschuldigen, um einen, der der Menschheit nur Gutes getan hatte. Er hatte die Kranken geheilt und den Toten Leben gebracht, aber er ■wurde von einem römischen Gericht zum Tode verurteilt.“ “Und jetzt — zweitausend Jahre später — blicken wir auf einen Mann, einen Nichtjuden, der vor einem jüdischen Gericht steht. Ein kleiner Mann mit unstetem Blick, übel beleumundet als bösartiger Charakter ... Der Gerichtshof, vor dem «*r steht ist ein rechtsmässiges, gesetzlich konstituiertes Gericht.” Gemeinsam ist hier wirklich nur der Schauplatz, Jerusalem. Die Gespräche Hulls mit Eichmann fanden in dessen Zelle statt. Eine kugelsichere Glaswand war errichtet, sodass sie nur durch Mikrophon und Kopfhörer möglich wurden. Mit Recht vermerkt der Verlag in einem Begleittext: “Es ist bis zuletzt spürbar, dass mehr als die Glaswand den Gefangenen von seinem Beichtiger trennt. Die Sprache Eichmanns mit dem Wortschatz des Dritten Reiches ist für Hüll und für dessen deutschsprechende Frau schwer zu verstehen. Eichmanns Gedankenwelt wird noch immer beherrscht von der Ideologie der Partei. Das Alte Testament ist für ihn noch Immer ein Judenbuch ...” Man erschauert, wenn man dieses Bekenntnis liest. Ist dem millionenfachen Mörder der Bekenner des Monotheismus niemals ler Gedanke gekommen, dass er sich gerade an dem Volk am fu chtbarsten vergriffen hat, das der Welt das Licht der Gotteserkenntnis gebracht hat? Darüber lesen wir nichts in den Gesprächen mit Eichmann in der Todeszelle. Das Buch von Hüll gibt einen Einblick in den verkrampften und doktrinären Charakter des Schreibtischmörders. In die Tiefen persönlicher Bekenntnisse führt es kaum da die Gespräcne st s in Gegenwart von Polizisten geführt wurden. Meist war auch der Gefängnisdirektor zugegen. Trotzdem erfahren wir eine Menge aus diesem Buche, das auf seine Weise zur Klärung der These der Hannah Arendt von der “Banalität des Bösen“ beiträgt. Eis weist einen weiteren Aspekt auf, den ich die Isolation des Bösen nennen möchte. S. B. C. Schauspielhaus Busnos Intendant: REINHOLD K. OLSZEWSKI Esmeralda 375 — TEATRO ODEON — 45 3591 GROSSE ABSCHIEDSFESTWOCHE Letzte Aufführungen vor der Amerika-Tournee CAESAR UND CLEOPATRA Eine harriiehe Komödie von G. B. Shaw Regie: KARL VIBACH HEUTE, FREITAG, um 19 Uhr und MORGEN SAMSTAG um 20 Uhr 30 _ _ * _ _ _ KISS ME KATE Das bekannte Mu .cal mit der Musik von Cole Porter Regie: KARL VIBACH MONTAG, 23. 8., um 21 Uhr, Dienstag, 24. 8., um 19 u. 21.45 Uhr, MITTWOCH, 25. 8 , um 19 u. 21.45 Uhr Auf vielfachen Wunsch zum festlichen AusKiang FAUST II Goethes geistreiche Weltrevue Regie: Prof. ULRICH ERFURTH DONNERSTAG, 26. 8., um 20 Uhr