Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2128 (6.8.1965)
- Date
- 1965-08-06
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viera««, 6 de Agosto de 1965 LA BEMAJtA ISRAELITA Año XXVI — N» 212* — ÉT '• was w mimt, S *ö» Kind seo|>' »Ntlänli®*"4 3 »ÄS® awjf *ateS str«ckt * ’u* aiaj. 611 ***> der r ■ :Ä?s ÄJ-4? iiüft ber?nSbram "ber .hinaus mit , “hertegenen ö s*r wissend Prol°? m war ler Theodotus, ' wn guter innes Andersen ,er kieinsn Rolteit- Klaus Zim. * Dietrich Ker- ■“t aus, d?ss d» nicht auf den Wie immer in fanderensemble ^«n sich mit m begnügen so m. jfrMnriiri. ehr Dig. ite, dass die nicht au/ges es einmal Hisse Wenn rne blicken, Leben das igenen Zeisich nicht ien geben, um Augeni doch, Du fute die Gemgsiosigkeit nent sei die jüdischen e sich nicht;e heschian- £ getühisbe noment ersehen in sei. Erlebnis. Jeude trage die und „überoft notwenemals ein Er [ebräische Und e dritte Forde nde: Die Eedes Geistes mit Wissensgebieten, ie Kinder einen Weg zu führen > Wanderungsbe. ung der mf Seit« 5) 9. A* n-m22 i-« i 10. A* Dlie - fanzfest *n L * ■ b0 11. » 10 *» 13. A« ItA* 16. A* Israew 16. *f vu» il A* 18. A* Zwischen Kavul and der Klagemauer von Raw Sch. S. CAHANE, bearbeitet von MEIR FAERBER Einet befanden wir uns am Tage vor dem 9. Ab, dem Trauertage nach der Zenstörung des Tempels, in Untergaliläa und hatten nicht mehr die Möglichkeit, zur Klagemauer nach Jerusalem zu gelangen, um dort wie alljährlich die Klagelieder zu sagen. Damals gab es noch keinen so schnellen Fährverkehr wie heute. So beschlossen wir, uns nach Meron an das Grab von Rabbi Schimon Bar Jochaj zu begeben. Auf dem Wege trafen wir einen alten Mann, der uns zuredete, mit ihm nach Kavul zu gehen, wo sich der Ueberlieferung nach die Gräber von Rabbi Abraham Ibn Esra und des Dich, ters Rabbi Salomo Ibn Gabirol befinden. Widerwillig gaben wir dem Drängen des Alten nach, der steif und fest behauptete, dass es zwisehen der Höhle in Kavul und der Klagemauer eine Verbindung gebe. Der starrsinnige Alte brachte uns schliesslich wirklich dazu, uns ihm anzuschliessen. In der Höhle sassen wir auf dem Boden. Der Alte entzündete Kerzen und eine Lampe, zog aus seiner Tasche einige “Kinoth”, die Bücher mit den Klageliedern, hervor und jeder las für sich (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 4) ter Redner, brachte zunächst einige interessante Statistiken aus USA, wo seit dem Jahre 1958 rund 63 Prozent aller Bevölkerungsschichten in Kirchen bezw. Synagogen organisiert seien; die drei jüdischen religiösen Richtungen dort hätten ihren Mit gliederstand seit dem Jahre 1957 verdoppelt. Dagegen betrage bei uns der Anteil am organisierten jüdischen Leben bestenfalls 30 Prozent, eine erschreckende Ziffer. Weniger als die Hälfte unserer Menschen achte noch den heiligsten Tag des Jahres. Zur Frage der Jugena meinte der Redner, dass diese vielfach jüdisch aufgeschlossener sei als ihre Eltern. Sie wolle geführt wer den, aber besser, als wir einst geführt worden sind. Die Gemeinde müsse als die wichtigste Repräsentanz des jüdischen Lebens ausserhalb Israels angesehen werden, und die Synagoge als die ..Enibajada des jüdischen Geistes“. die Gesänge der Trauer um das zerstörte Heiligtum. Plötzlich verloschen alle Kerzen und die Oellampe; wir sassen in der Dunkelheit. Gleichzeitig drang aus der Tiefe der Höhle ein merkwürdiges Stimmengewirr zu uns. Immer deutlicher hörten wir die Klagelieder vieler, vieler Beter. Die Stimmen der Beter vermischten sdeh zu einer starken Melodie, in der abwechselnd die Gebete der verschiedenen Gemeinden unterschieden werden konn. ten, von Aschkenasim und Sepharden, Jemeniten, Polen und Litauern, aller jüdischen Gemeinschaften mit ihren unterschiedlichen Aussprachen. So hatten wir bisher die Trauergebete nur an der Klagemauer in Jerusalem gehört. Da mischte sich in das Gebet auch das Stöhnen der Mauerquadern selbst, wie wir es aij der Klagemauer beim Gebete am 9. Ab zu hören gewohnt waren. Wir hatten den Eindruck, uns unmittelbar an der geheiligten Mauer in Jerusalem zu befinden. Der Alte zeigte uns am Wir würden heute noch veraltete Unterrichtsmethoden von vor 70 Jahren anwenden, und unser Versagen im jüdischen Unterricht hängen wesentlich damit zusammen, dass wir nicht genug zeitgemässe Lehrbücher besässen. Die Jugend habe eine echte Begeisterung für Studium und Debatte, wenn keinerlei Zwang ausgeübt werde. Die vorgerückte Stundeverhinderte eine Diskussion der drei hochstehenden Referate. Nur Herr Alejandro Wohlgemuth machte einige wichtige Bemerkungen über die Aktivität von DAIA und AMIA. Kardinal predigt im Gemeindehaus Das Bemühen um Verbesserung der Beziehungen zwischen Christen und Juden in Lateinamerika fand in San- , tiago de Chile seinen Aus druck durch den nicht sehr gebräuchlichen Besuch des Kardinalerzbischofs Raul Silva Henriquez im Gemeindehaus der Bnei Jisroel Kardi- Ende der Höhle eine Felsspalte, die sich unterirdisch bis zur Klagemauer nach Jerusalem hinzieht, so dass man die dortigen Beter bis hierher hört. Als wir uns in die Spalte hineinzuzwängten, verstärkte sich der Ton der Klagelieder und wir hörten das Singen und Weinen der Beter noch stärker und deutlicher. Auf die Verbindung zwischen der Höhle von Kavul und dem Tempelplatz finden wir Hinweise auch schon im vorigen Jahrhundert. Rabbi Chaim Hurwitz berichtet von seinem Besuche im Jahre 1830 über diese Höhle, er habe nach dem Gebet an den Gräbern von Rabbi Abraham Ibn Esra und Rabbi Salomo Ibn Gabirol einen alten Nichtjuden getroffen, der ihm erzählt habe, dass diese Höhle eine direkte Verbindung mil dem Berge Morijah h&w und dass ein unterirdischer Bach von dem Tal zwischen Morijah und Zion in Jerusalem bis zu dieser Höhle führe. An jedem Abend und in jeder Nacht könne man in der Höhe Kerzen und nal Henriquez sprach zu einer Gruppe von jüdischen Führern über die Achtung vor dem Einzeln} enschen im Alten Testament Der Kardinal predigte auf Einladung des kürzlich gegründeten Comités für jüdisch-christliche Brüderlichkeit, an dessen Spitze der bekannte jüdische Bankier Gil Sinay steht. Kardinal Silva Henriquez führte aus, es möge für manchen seltsam erscheinen dass der Kardinalerzbischof von Santiago mit Freuden dieser Einladung gefolgt lind bereit sei, zu einer nichtchristlichen Gemeinde über ein religiöses Thema zu sprechen, welches tiefe Zusammenhänge mit dem gegenwärtigen Leben der Mensch, heit aufweist“. In seinen Ausführungen, in denen er die Wichtigkeit des Ver. ständnisses zwischen Christen und Juden her vor hob, erklärte er: „Um meine Haltung besser zu verstehen, möchte ich daran erinnern dass das Streben der Katholischen Kirche, das im Oekumenischen Konzil seinen Ausdruck fand, sich auf weites Verständnis menschlicher Werte gründet, denn alle Menschen sind mit dem Volk Gottes verbunden und in erster Reihe gewiss mit dem Volk, dem das göttliche Wort envertraut worden ist und in dessen Schoss Christus tan Fleische geboren wurde “ Der Hinweis des Kardinals auf das Vatikanische Konzil und das jüdische Volk wurde als positive Einstellung zu der vom Kehzil vorgeschlagenen Erklärung über die Juden gewertet. Ehrung für Martin Buber Die Gesellschaft der Freunde der Hebräischen Universität von Jerusalem hat der soeben von ihr eingeweihten Bibliothek den Namen Martin Buber gegeben, um das Andenken des grossen jüdischen Religionsphilosophen zu ehren. Die Bibliothek ist eine Schenkung von Dr. Oscar Cohen und enthält 7.000 Bände in spanischer, englischer, französischer, deutscher und lateinischer Sprache. Lampen anzünden, aber in der Nacht des 9. Ab verlöschen alle Lichter im Luftzug, der entsteht, weil sich die Felsspalte öffnet. Dann hört man die Gebete von der Klagemauer. Auch Rabbi Josef Sofer, der die Höhle in Kavul im Jahre 1862 besuchte, berichtet: “Ich war dort und betete an den Gräbern. Unweit des Ortes Kavul gibt es eine tiefe Erdspalte und in der Nacht des 9. Ab hört man ein grosses Wehklagen aus diesem Erdloch und es lässt sich nicht fesistellen, woher es stammt.” Man glaubt, sagte uns der alte Mann, der uns zum Trauergebete hierher gebracht hatte, dass der Tempel und der St;at am 9. Ab zerstört wurde. Das stimmt aber nicht. An diesem Tage wurde die Zerstörung nur vollendet. Es war der letzte Hammerschlag. Die Zerstörung begann viele Jahre früher, ja sogar schon in der Zeit des Königs Salomo. König Salomo gab dem König Chiram von Zor für seine Hilfe bei der Errichtung des heiligen Tempels Städte und Ländereien, darunter das “Land Kavul” das unfruchtbar war und den König Chiram enttäuschte. Wie lässt sich erklären, dass der weisse Salomo, der sich den befreundeten Königen seiner Zeit gegenüber stets so edelmütig und vornehm erwiesen hat, ein Land geschenkt haben soll, das völlig unfruchtbar war? Wäre das ein königliches Geschenk? Und das zu einer Zeit, da Salomo mit dem reichen König Chiram wirklich Freundschaft halten wollte, denn auf der Freundschaft mit den anderen Königen beruhte nicht zuletzt auch der Wohlstand des Jerusalemer Königreiches. In Wahrheit gab Salomo dem Sh’ram grosszüpig von den besten Städten und den besten Ländereien und zwar aus dem Siedlungsgebiete des Stammes Ascher, das als besonders fetter und fruchtbarer Boden bekannt war. Aber der Boden selbst Ihr guter Freund an kalten Tagen der CARLT0N- MANTEL in moderner und klassischer Form. 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Er wurde von Yul Brunner und ande:en Filmgrössen begleitet, die in dem Film mitspielen, welcher das Leben des amerikanisch-jüdischen Obersten David (Mickey) Marcus behandelt 1er im Befreiungskrieg für Israel kämpfte und fiel. In diesem in Israel getrauerte darüber, dass er in fremde Hände übergeben ■würde. Er beklagte sein Geschick, wollte sich mit der Fremdherrschaft nicht abfinden und so wehrte er sich dagegen, Früchte -zu tragen, vertrocknete und wurde öde. Darin liegt der Beginn der Zerstörung und deshalb dringen bis hierher in die Höhle von Kavul die Trauerlieder und Klägegesänge von der Jerusalemer Tempelmauer. Die Geschichte, die ■■ den Beginn der Zerstörung des Tempels bereite mit Salomo verbindet, fand auch in der Agadah ihren Niederschlag und zwar im Zusammenhang mit der Eheschliessung Salomos mit der Tochter des Pharao. Als König S.Uomodie Tochter des ägyptischen Pharao zur Frau nahm, kam’ der Erzengel Gabriel herab und stiess ein Schilfrohr ins Meer. Um dieses Rohr bildete sich ein Felsen, auf dem später die Römer eine grosse Stadt errichteten, so begann der Anfang der Zerstörung mit dem Reichtum Salomos und mit seinen Freundschaften, die er mit den Königen der Nachbarstaaten schloss. drehten Film spielt Sinatra einen amerikanischen Piloten. Er hatte angekündigt, dass er seine auf 100.000 Dollar geschätzte Gage lür das Jugendzentrum spenden wolle. (ITA) Fussballsieg über Israel Brüssel: — Knapp mit 1:0 (1:0) gewann Belgiens Fussbal 1-NationaIma nnschaft un. längst das erste Qualifikationsspiel zur Fussball-Weltmeisterschaft (Europa-Gruppe I) gegei Israel. Die dritte Mannschaft dieser Gruppe ist Bulgarien. (AWZ) Israelische Apfelsinen Tokio: — In den Geschäften Tokios wurden die ersten aus Israel importierten Apfelsinen angeboten, die grossen Absatz beim japanischen Publikum fanden. Schon seit einiger Zeit hat der israelische Verband der Zitrus - Produzenten versucht, diesen Markt zu gewinnen, den bisher die Nordamerikaner monopolisiert hatten. Eisenbahn im Negew Beer Schewa: — Ende dieses Jahres wird eine neue Eisenbahnlinie in Betrieb gesetzt, welche Beer Schewa mit Dimona verbinden wird. Sie hat eine Schienenlänge von 36 Kilometern und stellt nur den Beginn eines Eisenbahnnetzes dar, das mit der Zeit bis nach Arad verlängert werden soll. Bethaus geschaendet Wien: — Unbekannte Täter verwüsteten kürzlich das jüdische Bethaus in der Weihburggasse. Die polizeilichen Untersuchungen sind bisher ohne Ergebnis geblieben. (AWZ) Moshe Sharet s. A. Grosse Trauerfeier zu den Scheloschim nach seinem Hinscheiden. Die jüdische Gemeinschaft wird eingeladen, an der Feier am MONTAG, DEN 9. AUGUST, um 21.30 Uhr im Teatro Alvear, CORRIENTES 1659 teilzunehmen. DAIA Einheitskampagne Keren Kayemet . Lejisrael /JBmMeenmeMMmMemwmi———b JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 Zionistische Organisation Kehilla