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Jüdische Wochenschau · 1965-07-30 · 2127 (30.7.1965) · p. [Seite 1]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2127 (30.7.1965)
Date
1965-07-30
Page
[Seite 1] (sequence 1)
Language
German, Spanish
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PU E Y RR E DON 2190 - 1« tea. 8 8* Z« 18 Año XXVI. BUENOS AIRES, VIERNES 38 DE JULIO DE 1965 N» 2127 Waffeogeschaefte im Orient von B. B. SAMUEL „ vkdenerktaerung “znriickgehafte’i van SEM FRAIS KEN ST EIN Der voraussichtliche Verlauf der letzten Phase des Rö, mischen Konzils beschäftigt bereits die Oefferitlichket Di* Konzilserklärung über die Nichtchristen (Juden) wird des Konzilsvätern als letzte in der Vierten Session vorgelngl werden, wie unlängst vom „Osservatore Romano“ bestätigt worden ist. Aus der Veröffentlichung des vatikanischen Blattes geht weiter hervor, dass der überirbedet* Text den Bischöfen erst au Beginn der Session im September ausgehändigt wird. In Gegensatz dazu werden den Bischöfen die Erklärung über die Religionsfreiheit und fünf andere Vorlagen in der neuen Passung sofort zugeleitet. Der „Osservatore Romano“ weist darauf hin dass eine Konzilsvorlage erst dann den Charakter eines Konziisdekrets erhält wenn sie ganz durchberaten, endgültig beschlossen und promulgiert worden ist Die Betonung dieser selbstverständlichen Tat sache wird im Hinblick auf die Judenerklärung jedentadte als bedeutsam angesehen. Gleichzeitig gibt der „Osservatore Romano“ die Tagesordnung der Vierte l Konzilsession bekannt, di« die «täte sein soll. Sie enthält ein reiches Programm. Die Beratungen beginnen mit der Erklärung über die Religionsfreiheit, dem Schema 13 über die Kirche in der Welt vom heute, den Schemata über die Mission, die Priester und das Laienapostolat. Es folgt das O/enbarungssschema, da« nur zur Abstimmung gestellt wird. Bei den Schemata über die Bischöfe, die geistlichen Orden, die Priesterausbildung, die Schulen sowie bei der Erklärung über die Nichtchristen (Juden), die die Reihe schliessen, braucht nur noch über die Zusatzanträge abgestimmt zu werden. Den Bischöfen gehen in diesen Tagen offenbar nur die ersten fünf Vorlagen zu die noch diskutiert werde« müssten. Die anderen werden zurückgehalten. Mit, dieser Unterscheidung wird auch das Verfahren gegenüber der Judenerklärung gerechtfertigt. Weite Krebse betrachten die kommenden Ereignisse mit Skepsis. Die Widerstände gegen die so geschmackvoll als „Judenerklärung“ bezeichnet« kirchliche Stellungnahme, die im Prinzip bereits angenommen wurde, sind im Wachsen begriffen. Gegen Kardinal Bea, der mit Mut und Entschlossenheit für Gerechtigkeit eingetreten ist. wurde ein Kesseltreiben eingeleitet. Bea sei ein Judenßtämmling oder gar ein Martin ne sind Behaupt ungen, mit denen man den greisen Kardinal zu „degradieren“ oder zu diskriminieren versucht. Die künftige Entwicklung ist abzuwarten. DAS 3. REICH AUF SCHALLPLATTEE von CHARLES ROESMER Es gibt ein bekannte» Bdd, das vor garnicht langer Zeit ln Assuan (Aegypten) autgenommen wurde. In bekaru»- ter Frisch« erscheint auf dieser Fotografie der frühere russische Alleinherrscher Ni' kita Krutsohew sein markante» Lächeln auf einem feisten Gesicht, den munteren Strohhut auf dem Kopf- Linke schreitet neben ihm General Nasser, der den Russen um Haupteslänge überragt, auf der rechten Seite sieht man Ben Bella, den einstigen Diktator Algiers. Krutsohew führt die beiden arabischen Potentaten an der Hand. So schreiten sie munter voran, Wohin? Seit Krutschew über Nacht abgesetzt wurde, haben sich manche Aenderungen vollzogen. Ben Bella wurde von Houari Boumedienne beseitigt. Von den Dreien auf dem Bild ist nur noch Nasser übrig geblieben. Nasser war in den letzten Wochen auffallend nervös, denn das Schicksal Ben Bellas ist unbekannt. Ehe nordafrikanischen Araberstaaten sind aua der Nasserschen Front ausj getreten, soweit er sich auf sie hat jemals verlassen Können, mit Ausnahme Algei rieus natürlich, denn offiziell! war Ben Balla immer an Nassers Seite. In Bourguiba (Tunis) sah. Nasser immer den Gegner, König ins»« i II. von Marokko war für ihn! ein Reaktionär. Btn Konfükt mit der Deutschen Bundesrepublik haben Marokko, Tuj nis und Libyen nicht miige-1 macht; sie haben es abgelehnt, wie die anderen Araberstaaten auf einen Wink Nassers hin di« diplomatischen Beziehungen abzubrechen. Die Unsicherheit der Nasserschen Position, die mit dieser Entwicklung verbunden ist, zeichnete sich iri dem Ausbrechen neuer Krisen ab. Zunächst einmal traten erhebliche Spannungen zwischen Nasser und dem irakischen Marschall Abdul Salam Aref ein, die in der Beseitigung derjenigen Minister im bisherigen Kabinett Arefs gipfelten, die als Parteigänger Nassers angesehen wurden. Aref ist mit der ägyptischen Haltung im Kampf der offiziellen Partei des Irakgegen die aufständischen Kurden unzufrieden Die Regierung wurde mit einer Anzahl von Zivilisten, unter ihnen Universitätsprofessoren und andere Akademiker, besetzt. Wieweit hierin eine Abwendung der bisher mit Kairo koordinierten Politik erblickt werden muss, ist abzuwarten. Beobachter meinen, dass eine weitere Verschärfung der irakischägyptischen Beziehungen zu einer vollkommenen Wende der politischen Orient-Situation führen könne. Inzwischen wurde auch in Algier eine neue Regierung gebildet, nachdem die Militärjunta einige Wochen nach dem Sturz Ben Bellas das Land regierte. Von den 20 Ministern, die aufgestellt wurden, gehören nui neun dem letzten Kabinett an Unter den neuen 11 Ministern ist der Staatsminister Rabah Bitat bemerkenswert. Er ist der einzige der neun historischen. Führer“ des berühmt-berüchtigten FLN,! Öie 1954 den algerischen Aufstand auslösten Bitat wurde 1955 verhaftet und kenn- ■ t» erst 1961 wieder Kontakt! Ihifi Ben BelLa aufnehtneri. Nach Erlangung der algerischen Unabhängigkeit stellte sioh Bitat zunächst auf die Beite Ben Bellas, trat jedoch bald zur Opposition über Er ist heute 39 Jahre alt. Trotz mancher Erklärung zugunsten Aegyptens blieb Boumedienne bisher zurückhaltend. Bundesgenosse Algier ist damit nicht mehr eine unbedingte Stütze der Nasserschen Machtpolitik, wie die» zu Zeiten Ben Bellas der Fall war. Auch im Yemen schwimmen die nasserschen Felle von dannen. Die Verluste an Menschen und Material, deren genauer Umfang natürlich nicht bekannt ist, sollen ausserordentlich schwerwiegend sein. Wie schlecht die ägyptischen Aktien im Yemen stehen müssen, ergibt sioh aus den nervösen Erklärungen, die erst vor wenigen Tagen bekannt gegeben worden sind. Sicher ist, dass Ahmed Noman zurückgetreten ist, der seinerzeit Die höchst unerfreulichen Vorgänge in der Deutscnen Bundesrepublik, die mit den antisemitischen Exzessen in Bamberg begonnen haben, führten erneut zu einer Belebung der .deutsch - jüdischen* Auseinandersetzung! und zu einem Aufflackern der allgemeinen Deutschland-Debatte in jüdischen Kreisen. Auch bei den Beratungen der Executive des Jüdischen Weltkongresses spielte diese Frage eine nicht unwesentliche Rolle. Obwohl deutlich erkennbar wurde, dass manche — zwei Jahrzehnte nach dem nationalsozialistischen Zusammenbruch — einen „modus vivendi“ suchen, war der Grundton nicht verändert Die uns geschlagenen Wunden sind nicht verheilt. Die nazistischen Aktionen stellen eine unverkennbare Verbindung zwischen einer schauderlichen Vergangenheit nnd unserer Gegenwart her. Dass sich die Lage im Spannungs - Verhältnis zwischen Deutschen und Juden grundlegend verändert hat, wird von niemandem bestritten. Die Situation ist paradox. Aber gerade hierin liegt das Besondere, das Eigentümliche. das Nicht-Normale in den deutsch-jüdischen Beziehungen. Während der Herrschaft des Dritten Reiches gingen alle antijüdischen Massnahmen von der Regierung und den sonstigen staatlichen oder halbamtlichen Organen aus; heute unternehmen Regierung und alle sonstigen öffentlichen Stellen Jas Mögliche, um in Erklärungen und Demonstrationen zu unterstreichen, dass man mit der früheren antijüdischen Politik endgültig und gründlich gebrochen hat. Ob auch faktisch alles geschieht, was auf dieser Linie gemacht werden könnte, bleibe dahingestellt; jedenfalls einiges wurde getan und soll auch in Zukunft in die Wege geleitet werden. Früher gab es wenige, die insgeheim „dagegen“ waren, die bei sioh, im stillen Kämberufen wurde, um den Bürgerkrieg im Yemen zu beendigen, was ihm eindeutig nicht gelungen ist. Jetzt wurde Hasaan El Amry eingesetzt, der bereits einmal stellvertretender Miniscerpräsident war. An eine Beendigung des Bürgerkrieges ist nicht zu denken. Nasser fand sofort einen Schuldigen, den er für die negative Entwicklung seiner Yemen-Politik verantwortlich machte: die Allianz der vier Mächte USA, Türkei. England und Persien. Das seien die Drahtzieher, die den Royalisten im Yemen Waffen schicken würden. Dass Nasser nicht nur Waffen, sondern auch Truppen nach dem Yemen entsandt hat, um die Regierung des Imam — von Nasser als Royalisten bezeichnet — zu stürzen, verschwieg er natürlich. Mit dem üblichen Material an Worten und Argumenten wird sofort von ei merlein, die Vorgänge verurteilten. Heute ist es die überwiegende Mehrheit, die sich von solchen Schandtaten distanziert. Früher beteiligten sich Massen an an tij indischen Ausschreitungen, heute handelt es sich um eine kleine Schar. Früher kannte man die Täter und Attentäter, heute bleiben sie im Dunkeln des Unbekannten. Was ist geschehen? Nach den bekannten Schändungen und Ausschreitungen in Bamberg, einer Stadt, wo es heute 16 jüdische Familien geben soll, hörte «man einen Aufschrei des Entsetzens und der Empörung, vor allem in deutschen Reihen. Es sei die Tat eines einzelnen, eines Aussenseiters, eines Geisteskranken. Aber damit hörten die antisemitischen Aktionen nicht auf; die erste Bamberger Tat war vielmehr nur ein Auftakt. Hier ein Bericht: In zahlreichen Orlen der Bundesrepublik ereigneten sich in den letzten Tagen wieder antisemitische und pro-nazistische Schmierereien. In einer Nacht der ersten Juli-Woche wurde in Bamberg das vor vierzig Jahren errichtete Denkmal Der Araber Hoechstes Ziel London. — Die syrische Baath-Partei forderte alle Petroleum fördernden Völker der arabischen Welt auf, einen Teil ihrer Einnahmen in einen gemeinsamen Fonds einzuzahlen, um Israels Nachbarn zu bewaffnen. In einer politischen Deklaration bezeichnet die Partei die Befreiung Palästinas als „das höchste panarabische Ziel“ und ersucht die an Petroleum reichen Länder, Waffenkäufe und die Ausbildung militärischer Quader zu finanzieren, um die Zerstörung Israels zu ermöglichen. (ITA) ner grossen imperialistischen Aktion gesprochen, die von Aden aus operiert. Die Türkei und Persien die beide keine guten Beziehungen mit Nasser haben, werden neben den anglosächsischen Grossmächten angegriffen. So sieht die „aussenpolitische“ Seite der Nasserschen Politik aus. Aber auch kn Innern ist die Lage für ihn ganz offensichtlich nicht angenehm. Wie Libanesische Zeitungen berichteten sei in Alexandrien, ein Komplott gegen Nässet aufgedeckt worden. Der Direktor einer bekannten Zeitschrift, als fanatischer Nasser-Anhänger bekannt, wurde verhaftet. Bei der Truppenparade aus Anlass des 13. Jahrestages der ägyptischen Revolution sprach nicht Nasser, sondern der Vizepräsident Marschall Hakim Arner. Ek beschuldigte Saudi Arabien, die yemenitischen Royalisten au unterstützen. Noch ein arabisches Land mehr, das im Augenblick mit Nassers Plänen im Widerspruch steht... für die bayerischen Turner mit grossen Buchstaben beschmiert. Da stand u. a.: „Mit JudenkompUzen Erhard an den Galgen“, ..Unsere Ehre heisst Treue“ „Juda verreck“ und „Ihr fragt warum Hakenkreuz“. Der am 13. Juni etngeweihte Denkstein für die 1938 vernichtete Bamberger Synagoge wurde ebenfalls erneut geschändet. Bin Unbekannter schüttete eine Flasche Farbe über den Stein. Der Täter entkam unerkannt, obwohl nach Angaben der Polizei der Gedenkstein seit Beginn der Schmierereien vor ein paar Wochen etwk alle zehn Minuten von Streifen kontrolliert wird Ebenfalls in Bamberg wurde etwa 70 Meter von einatr Wachthaus entfernt die Mauer einer ehemaliegn Munitionsanstalt, die jetzt unter amerikanischer Bewachung steht, mit SS-Runen und Hakenkreuzen beschmiert. Mit weisser Farbe wurde unmittelbar daneben die Inschrift angebracht: „Armee Sittenstrolche USA“, An die Mauer wurde ein Plakat geklebt, das am Kopf einen ehemaligen Reichsadler trägt. Der Text des Plakates, dessen vollen Inhalt die Polizei bisher nicht veröffentlichte, beginnt: ,Wir sind die deutsche Wderstandsbewegung und rufen: Deutschland erwache. Unser Vaterland braucht keine jüdische Bevormundung. Unser Volk wünscht und fordert nach 20 Jahren Generalamnestie. Wir brauchen keine dreckigen US-Bastarde.“ In der gleichen Nacht wurde das Firmenschild des Vorsitzenden der Bamberger jüdischen Gemeinde, Rosenberg, mit Farbe übersprüht. Der Bamberger Oberstaatsanwalt Franz Ostheimer vertrat die Ansicht dass es sich bei den Schmierereien nicht um die Aktion einer antisemitischen Gruppe sondern um das Werk eines einzelnen Psychopathen handelt. Nicht auszusehliessen sei al-, lgrdings die Annahme, dass „Rivarol“ ist eine der belesensten Zeitungen des französischen Rechtsradikatis. mus. Seine Mitarbeiter und Redakteure sind fast alle ehemalige Kollaboranten der Kriegsjahre, die nach der Befreiung des Landes Gefängnis- und Zuchthausaellen gesehen haben. Das Blatt, dessen virulenter Antisemitismus sich in jeder Nummer austobt, ist der Fürsprecher der Kandidatur des rechtsradikalen pariser Advokaten Texier - Vignancourt, der in den vierziger Jahren öffentliche Funktionen in der Vichy-Regierung ausgeübt hat. „Rivarol“ hat kürzlich die nachfolgende erstaunliche Anzeige publiziert: „In der Sammlung „Männer und Tatsachen des 20. Jahrhunderts“ ist die erste Grammophonplatte der Serie Das 3- Reich (Stimmen und Lieder der deutschen Revolution)“ erschienen: die tönende Geschichte der nationalsozialistischen Revolution auch Nachahmungstäter am Werk seien... In Oberollendorf und Königswinter bei Bonn wurden, am gleichen Wochenende mehrere Häuser und ein Au-; to mit Hakenkreuzen in rot- \ brauner Oelfarbe beschmiert. | Dazu wurde das Wort „Hit- . terjugend“ gesetzt. Die Polizei i vermutet, dass die Schmiere- I in Deutschland von ihrem Beginn bis zum Abbruch de« 2. Weltkrieges. Die Stimme« von Hindenburg, Hitler, Göu ring, Goebbels und die Lieder der verschiedenen Organisationen der Nazi-Partei; Hitlerjugend, Arbeitsfront, Kraft durch Freude, SA., SSv usw. Eine bisher noch niemals erschienene Kollektion authentischer Dokumente. Dass sich Frankreichs Neonazis für die Stimmen der Hitler und Göring interessieren und sich daran ergötzen, den Schlachtruf der SA: „Juda verrecke!“ im teutonischen Urtext zu hören, ist nicht verwunderlich. Weit interessanter ist indessen eine andere Frage, die den zuständigen Staatsanwalt interessieren sollte: die Grammophonplatten stammen aus den Beständen des 3- Reiches und sind seinerzeit, nach dem Zusammenbruch der Diktatur beschlagnahmt worden. Ihr Besitz, wie ihr Vertrieb sind strafbar. Offenbar haben illegale Neonazis bundesdeutscher Herkunft die .authentischen Dokumente' den Herausgebern der „Männer und Tatsachen des 20. Jahrhunderts“ zu treudeutschen Schwarzmarktpreisen verh«, kert. Aber vielleicht haben sie öen „tönenden“ Schmut/a nicht nur nach Paris verkauft, sondern vertreiben nreien von einem Einzelgänger ausgeführt worden sind. Auf dem jüdischen Fried- (Schluss auf Seite 2) ren senaez aucn an uuneubare Liebhaber in der Bundesrepublik selbst. — Der Frage sollte nachgegangen werden. Bemitleidenswerte NS-Moerder Bonn. — Acht Deutsche wurden zu Strafen von tSVfc Monaten bis zu 13 Jahren wegen Beihilfe bei der Ermordung von 152.000 Juden im KZ Kulmhof bei Lodz verurteilt. Drei Angeklagte wurden freigesprochen. Richter Rudolf Bohner nannte die Strafen „rein symbolisch“, wobei er bemerkte, dass jedes einzelne der 152.000 Verbrechen wohl mit lebenslänglicher Freiheitsentziehung zu betrafen gewesen wäre. Doch, so begründete er das Urteil, die Angeklagten seien keine Mör . der gewesen, sondern sie hätten sich nur der Beihilfe schuldig gemacht, denn sie seien zum Dienst im Lager befohlen worden. Br fügte hinzu, dass „jedei Richter mit diesen Leuten Mitleid haben müsse, deren zweifellose Schuld darin bestand, dass sie verbrecherischen Befehlen blind gehorchten“. (ITA) WIE ICH ES SEHE . ■..■ ■■■ -r. -¡ Laesst man uns denn? ¡ 'I -- -von JEHUDA GOTTHEMER

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