Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1965-06-18 · 2121 (18.6.1965) · p. [Seite 4]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2121 (18.6.1965)
Date
1965-06-18
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/9616703-9614788-9615033--3914-9615037
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

6 entity mentions

* f — Vhrms, 18 «tr Junio de 1965 LA SEMAN4 ISRAELITA A fio XXVI. — No. 2m Ereignisse der Woche Eine Loesnng suchen Erfreulich ist die Aktivist, die unsere Gemeinden Und Organisationen in diesem Wintersemester auf dem Gebiet der Kulturarbeit entfalten. Darüber hinaus dürfte das von allen gemeinsam Imter dem Signum der CENTRA veranstaltete Se- ’¿linar für die “zweite Generation” als ein bemerkenswerter Fortschritt betrachtet Werden. Man darf sogar heute bereits sagen, dass dieses Eeminar bisher ein Erfolg gewesen ist wobei zwei Gesichtspunkte hervorgehoben Werden müssen. Zunächst haben die Seminarteilnehmer nach eigener Mitteilung •— natürlich konnten nicht feile darüber von uns befragt Werden —, viel gelernt, was allein schon gut ist. Darüber hinaus wurde ein Kreis interessierter Menschen aus verschiedenen Gruppen zusammengeführt, die durch Lernen und Aussprache vielleicht auch einen menschlichen Kontakt miteinander zu nehmen die Möglichkeit erhielten. Dass wir Nachwuchs brauchen, ist unbestritten. Dass dieser Nachwuchs seinen Aufgaben aber nur dann gerecht werden kann und gerecht werden wird, wenn er die entsprechenden Vorbereitungen auf dem Gebiet des Wissens um die jüdischen — und die allgemein menschlichen — Probleme erhält, dürfte ebenso wenig zweifelhaft sein. Diesen Aufgaben dient das CENTRA - Seminar für die zweite Generation, von dem wir hoffen, dass euch die weiteren Veranstaltungen diesem Zweck nutzbar gemacht werden. Diese Ueberlegungen und Planungen werfen wieder einmal die Frage auf, ob es nicht an der Zeit wäre, zu einer engeren Kooperation aller unserer Gemeinden und Organisationen zu gelangen. Hierbei handelt es sich nicht um eine Frage, die mit einem einfachen Ja beantwortet werden kann oder mit einer Handbewegung positiv öder negativ abgetan zu werden vermag. Diese Frage greift an die jüdische Grundexistenz, und zwar sowohl der einzelnen Juden als Individuen oder Familien wie an die der jüdischen Kollektivität als solche. Man sollte sich entschliessen, eine Lösung zu suchen. Zur allgemeinen Situation Die allgemeine jüdische Situation in den lateinamerikanischen Ländern ist kompliziert- Bisher haben nur einzelne Personen mit ihren Familien sich darum bemüht. eine Lösung für sich zu finden. Das mag natürlich sein. Da es sich aber um ein durchaus allgemeines Problem handelt, da sich alle mehr oder weniger in derselben Lage befinden, sollten die für die Gemeinschaft Verantwortlichen auch den Mut aufbringen, hierzu Stellung zu nehmen. TEATRO ARGENTINO ^f^L448 Gastspiel des Jüdischen Theaters aus Polen Direktion: IDA KAMINSKI Freitag, 22 Uhr, Sonnabend 18 und 22 Uhr Sonntag um 18 Uhr MIRELE EFROS Sonntag um 22 Uhr Dritte Premiere des Gastspiels ALLE MEINE SOEHNE Kindler-T aschenbücher IN DEN LETZTEN WOCHEN SIND DIE FOLGENDEN BAENDE ERSCHIENEN: Nr. 50/51: RUMER GODDEN: Immer und einen lag, Roman. Nr. 52/53: ARNOLD ZWEIG: Erziehung vor Verdun. Roman. Nr. 54: HERMANN KESTEN: Meine Freunde die Poeten. Essays. — Nr. 55: JOYCE CARY: Spiel ohne Ehre, Roman. Nr. 56: FRIEDRICH SCHILLER: Pitaval Merkwürdl ge RechtsfälLe Nr. 57/58/59: GERALD REITUNGER: Ausrottung der Juden Europas 1939—1945. Nr. 60: MARQUIS DE SADE: Die Kastanienblüte und andere Erzählungen. BRIEFE DER WELTLITERATUR AUS DEM TRECENTO DANTE — PETRARCA — BOCCACCIO Es kosten: Einfachband DM 2.50 Doppelband DM 3,80; Dreifacbband DM 4,80. Bestellungen durch alle Buchhandlungen Kindler Verlag G.m.b.H., München Eine nicht unbeträchtliche Zahl von Mitgliedern unserer engeren Kollektivität haben ihre persönliche Lösung durch Auswanderung gesucht. Sie sind nach Amerika, nach Israel, auch nach Spanien oder nach der Bundesrepublik ausgewandert. Die Mehrheit aber ist hier. Die Zahl der Auswanderer ist im Verhältnis zur Gesamtheit gering. Die äusseren, vor allem die wirtschaftlichen Bedingungen in den lateinamerikanischen Ländern sind viel schwieriger geworden. Deswegen kann man überhaupt — und keinesfalls nur bei Juden — die Tendenz zur Auswanderung beobachten. Die Tatsache, dass eine erhebliche Zahl argentinischer Familien, vor allem Intellektueller. in die USA übersiedelt sind, hat schon die Ceffentlic-hkeit beschäftigt. Die einflussreiche Tageszeitung “La Prensa” hat wiederholt über dieses Phänomen geschrieben. Es ist ohne weiteres verständlich, dass die Abwanderung von Experten, Aerzten, Ingenieuren usw., für da6 Land mit erheblichen Nachteilen verbunden ist. Die spezielle Lage Die allgemeinen Bedingungen gelten auch für die Juden. Für uns treten aber weitere Schwierigkeiten hinzu, die durch das Anwachsen antisemitischer Tendenzen bestimmt werden, die zu Exzessen in zahlreichen Fällen geführt haben, zu Ueber. fällen auf jüdische Gruppen, zu Attentaten gegen Synagogen, Vereinshäuser usw. Mitunter muss man sogar den bedauerlichen Eindruck gewinnen, dass diese Vorkommnisse zur Tagesordnung gehören. Abgesehen von den inneren Notwendigkeiten und der Zweckmässigkeit einer engeren Zusammenarbeit oder gar eines Zusammenschlusses treten also auch äussere Gesichtspunkte und Faktoren hinzu, die solche Massnahmen vernünftig und ratsam erscheinen lassen. Dass man die ‘‘Dinge einfach treiben’’ lässt, dürfte mit der Verantwortung gegenüber der nächsten Generation kaum vereinbar sein. An dieser Stelle kann das brennende Thema nur angeschnitten und in seiner Ernsthaftigkeit dargestellt werden. Vielleicht sollten die Gemeinden und Organisationen eine gemischte Kommission bilden, um zunächst einmal an einem Tisch über die Möglichkeiten und die Notwendigkeit einer engeren Kooperation oder eines späteren Zusammenschlusses zu beraten, wobei wir die finanziellen Probleme, unter denen die meisten Vereinigungen leiden, nur zusätzlich und nebenbei erwähnen wollen. Es dürfte an der Zeit sein, hierzu Stellung zu nehmen, um nicht eines Tages wieder einmal fest stellen zu müssen, dass wir zu spät aufgewacht sind. Selbstverständlich müssten die Ergebnisse dieser Beratungen und eventuelle Beschlussfassungen auch mit unseren zentralen Instan zen, also in erster Linie der Kanadischer Nazi verprügelt Toronto. — John Beattie, der Führer der kanadischen Nazipartei, wurde von einer Menge, die einer hiesigen Veranstaltung der Nazis beiwohnte, „zusammengeschlagen“, bevor noch eine Verstärkung von 100 Polizisten eintreffen und Beattie retten konnte Der 23jäh rige Nazihäuptling und acht seiner Kumpane wurden wegen Unruhestift-mg angeklagt. Der Tumult begann in Allan Gardens, einem kleinen Park, wo sich rund 3.000 Personen eingefunden hatten, unter denen viele Juden und andere Antin.azis waren, obwohl Meyer Gasner vom Kanadischen Jüdischen Kongress die Juden aufgefordert hatte, dem Meeting fernzubleiben, das er als „Bedrohung des Friedens und der Ruhe der Gemeinschaft“ qualifizierte. Als Beattie unter dem Publikum bei der Verteilung von Flugblättern ungefähr eine viertel Stunde vor der für den Beginn festgesetzten Zeit bemerkt wurde, war er auch schon von Leuten aus der Menge umzingelt, die ihn verprügelten; Beattie versuchte, aus dem Park zu entfliehen- Einem zweiten Nazi gelang dieser Versuch. Schliesslich konnte die Polizei Beattie, der recht übel zugerichtet war. in einem Patrouillenauto in Sicherhert bringen. (ITA) DAIA, besprochen und mit deren Initiativen koordiniert werden. Hierzu aber ist erst einmal erforderlich, dass man sich im eigenen Kreise klar wird. Ein Besuch Tages- und Abendzeitungen kündigten einen Besuch des ägyptischen Präsidenten, General Gamal Abdal Nasser, in Argentinien an. Es wurde einerseits behauptet. dass eine formelle Einladung ergangen sei, während auf der anderen Seite betont wurde, dies sei nicnt der Fall, oder es handele sich um eine routinemässige Erklärung. Wir konnten nicht feststellen, welcher klare Tatbestand diesen Veröffentlichungen zugrundeliegt. Die Nachricht hat zu einer Unruhe in jüdischen Kreisen geführt. Von offizieller Seite wurde bisher keine Erklärung abgegeben. Eine Rückfrage bei einigen führenden Persönlichkeiten des jüdischen Lebens führte zur Feststellung, dass die Meinungen durchaus nicht einheitlich sind. Einige waren der Auffassung, dass eine Einladung des Präsidenten eines Landes, mit dem Argentinien in freundschaftlichen Beziehungen steht, keine besonders bemerkenswerte Angelegenheit ist, auch wenn es sich bei dem eingeladenen Präsidenten um Nasser handeln würde. Andere sehen hierin eine Provokation oder zumindestens eine unfreundliche Haltung gegenüber einem nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung. Denn Nasser hat sich selbst zum Erzfeind der Juden erklärt. Im übrigen hat Argentinien auch freundschaftliche Beziehungen zu Israel, dem Nasser den Kampf bis zum Ende angedroht hat, was allgemein bekannt ist. Schliesslich dürfte auch dieser Besuch deswegen überraschen, weil der eingeladene Staatsmann durch seine Politik immer wieder gegen jene Prinzipien verstösst, die vom Befreier General San Martin verkündet und vertunggebend sind. — . Sicherlich würde es nützlich seirf, wenn Reise unterbliebe. Abschiedsessen Die 1: Executive des ISRAEL-BRIEFMARKEN AN WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEUAUS. GABEN ZUM OFFIZIELLEN KURS AGENCIA FILATELICA OFICIAL DEL ESTADO DE ISRAEL YIAMONTE 550, L B — Bs. Aires, Rep. Argentina : I essen für ihren langjährigen Mitarbeiter Moisés Yuravlivker, dem langjährigen Präsidenten der Gemeinde La Plata, der nach Israel üb°rsiedelt. In schlichten Worten würdigte Dr. M. Goldman die hingebende Arbeit Yuravlivkers, der vorbildlich den Interessen der argentinischen Juden gedient hat Israelisches Kultur-Programm Der dritte Zyklus über israelische Kultur in der Television ist am vergangenen Sonntag im Kanal 7 eröff net worden. Der Gestalter des Programms, Augusto Bonardo, führte ein Gespräch mit dem Schriftsteller und Wissenschaftler Dr. Arturo Oapdevilla und mit dem Trä-- ger des Staatspreises für Philosophie Dr- León Dujovne, die über den Einfluss der Bibel auf die argentinische Kultur und Tradition Auskunft gaben. Ferner wurde ein aus Israel erhaltener Filmstreifen erstmalig vorgeführt, in dem das Orchester Michel Legrand, das Ballett der Hebräischen Universität von Jerusalem, der Flötist Iika Raveh, sowie das Trio Hajarkon mitwirkten. Die Schauspielerin Gloria Raines hielt einen Lichtbildervortrag. Das zweite Programm dieses Zyklus wird am kommenden Sonntag um 11 Uhr 30 übertragen werden. Augusto Bonardo wird die bekannte argentinische Bildhauerin N. Gerstein interviewen. Während dieser Unterhaltung werden Werke von Flau Ger- Btein gezeigt. In dem künstlerischen Teil werden das Ballett der Hebräischen Universität, das Quintett Guilboa, die Nahal- Truppe und das Trio Hajarkon zu sehen sein. Gloria Raines wird eine Geschichte von J L. Peretz vorlesen. Attentate Das in der Boulogne sur Mer 549 gelegene Theater IPT war kürzlich Gegenstand eines Attentats, das im Schutz der Dunkelheit verübt worden ist. Gegen drei Uhr morgens wurden die hohen Fensterscheiben der Front des Gebäudes von Tätern eingeschlagen, deren politische Tendenzen wohl nicht schwer festzustellen sein dürften, da sie unter dem Ruf „Mueran los judíos“ Steine schleuderten. Es handelte sich um den zweiten derartigen Vorfall im Laufe von zwei Wochen. Selbsthilfe Kürzlich erschienen in den frühen Morgenstunden an einigen Ecken der Strasse Estado de Israel Schilder mit der Aufschrift . Avenida Juan M. de Rosas“, die auf die von der Stadt angebrachten Strassennamen angebracht worden waren und den Namen der Strasse vollkommen verdeckten. Da diese Aufschriften, welche eine Beleidigung für den Staat Israel bilden und offensichtlich zu der Reihe von antijüdischen Demonstrationen der letzten Zeit gehören, nicht von den zuständigen städtischen Behörden entfernt wurden, haben sich jüdische Jugendliche eines Nachts freiwillig der Aufgabe unterzogen, die Säuberung der Strassenschilder vorzunehmen. Die Deutschen Kammerspiele im Schauspielhaus Buenos Aires Intendant: REINHOLD K. OLSZEWSKI TEATRO ODEON ESMERALDA 375 Tel.: 45-3591 ALT-HEIDELBERG eine iomantische Liebesgeschichte von Meyer-Förster Regie: HANS GERD KUEBiEL PREMIERE: MONTAG, 21. JUNI, um 21 Uhr WEITERE VORSTELLUNGEN: Mittwoch, 23. Juni, um 19 Uhr, Donnerstag 24. Juni, um 21.30 Uhr, Freitag. 25. Juni, um 19 Uhr und Sonntag, 27. Juni, um 15 Uhr. Der Kartenvorverkauf hat begonnen. Preise von 150 bis 580 Pesos, Sonntagsnachmittag 30 Prozent Ermässigung, Schüler und Studenten mit Ausweis zahlen an der Abendkasse 100 Pesos. LUACH - (KALENDER) Freitag, den 18. Juni 18. Siwan 3 Sonnabend, den 19. Juni 19. Siwan Parschat BEHA’ALOTCHA 4. B M. VIII 1 - - XXII 16 Haftara Secharya II 14 — IV 7 Sonntag, den 20. Juni 20. Siwan Montag, den 21. Juni 21. Siwan 6 Dienstag, den 22. Juni 22. Siwan 1 Mittwoch, den 23. Juni 23. Siwan Donnerstag, den 24. Jul 24. Siwan Freitag, den 25. Juni 25. Siwan Sonnabend, den 26. Juni 26. Siwan Parschat SCHLAOH LECHA 4. B.M. XIII 1 — XV 41 Haftara Yehoschua II 1—24 Neumondankündigung Tamus Sonntag, den 2fl. Juni 27. Siwan Montag, den 28. Juni 28. Siwan Dienstag, den 29. Juni 29. Siwan Mittwoch, den 30. Juni 30. Siwan 1, Tag Posch Chodesch TAMUS Donnerstag, den l. Juli 1, Taunus 2 Tag Rosch Chodesch TAMUS im Alter vor weltberühmte Ph ggx und Lehrer Professor der Hebi eher Ehrendoktors Sein Werk wird 1 werden, die wir liehen- Die Bei« Präsidenten, Salr Eshkol, der Mitj deuten, Kadisch ter des Obersten jüdische Würdentr deuten erwiesen Levi Eshkol „Giganten des Ge: & erinnerte dara: 6chen Bewegung je betont hatte, staatlichen Wiedei storbene zwar ein mals von der We Meinungen auch hätten alle gewui mit den Wurzeln entsprangen. Proi. Hugo sagte in seiner jährigen Freunds streich und sein falls zu den Trau Den Sarg trug Eshkol, Arbeitemin wurde von der Ui wo die Professoren Wort ergriffen, disch. New York- - schienenen Würd heisst es: „Der grösste Zeit auch emer te religiöse Briii dieser Aufgabe heiliger" für so Tfflich, Reinhold Marcel. Wenn gionen durch den dank Martin Butx DEINE SPA dein hob & malh DEpARTAMö neue »che ADRES;;:■ A Vill#«.w. 1‘“.■'-V’.V I ( ' I jTi

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.