Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2119 (4.6.1965)
- Date
- 1965-06-04
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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LA B E M A M A ISRAELITA Año XXVI. — N® 2119 — 5 Viernes, 4 de Junio de 1964 11 ôur^^^tal. C - 5°*^ •»‘“i is . Vo* HerC/:ht ^nHS> Wirt als ^5Tet* SeiL18 Koir'¡ier « Z±mi]h rs ,¿7 «¡nés «• Frite fostï -r kein .£?* al8 £ÄVffj ¡TlS *on<*etn '“laschend **«* franso. en(fes R-«h„l .„7*«» franso. ifânget MiChen> Â*KL2^ ¿ 7 Urnern. Kammer^ Schauspieler wie „Her^ 3 Oberdörfer ». k eine und klein. Jkum war begei »f. Karl - Zum 20. M- Befreiung ans mzentiationslager ete Kardinal Berank. und Siihnein der Todes- - Kapelle auf igen KZ.Geiänischof von Mün- ■eising, Kardinal ler, hatte Kar- Jeran aus Rom ienkfeier eingean KZ Dachau nummer 35.844 Beran war der! der befreiten l.( Priester. Von 5 waren dort he Geistliche WZ) ein >v$ky UH EINBERGER TE. Mittwoch, den >o Baeck-Syn’ ns«) 4, Siwan 5. Siwan 1 — IV 20 22 8. Siwan 7. ISKOR 8. Siwan 9. Siwan 10 Siwan 11 Siwan 12. Siwan Ereignisse der Woche DiE KONVENTION DER DMA Rede des Gouverneurs von Buenos Aires Wie wir schon berichtet haben, fand in der vergan. genen Woche in Mar del Rata die Territorial Konvention der DAIA statt, an der Delegierte aus dem gan. aen Lande teilnahmen. Auf der Eröffnungssitzung ergriff der Gouverneur von Buenos Aires, Dr. Anselmo Marini, das Wort, der für die an ihn ergangene Einladung dankte und energisch gegen die heute in der Welt wieder auftauchenden totalitären Ideen Stellung nahm, die er als ein Unglück für die Menschheit bezeichnete. Er begrüsste es, dass die Konvention zur Zeit der Maifeiern stattfinde, die an eine Bewegung erinnere, die im Namen des Volkes kämpfte, um der Freiheit zum Siege zu verhelfen. Dr. Marini bezog sich auf eine vom Präsidenten der DAIA, Dr. Goldenberg, erhobene Aufforderung, „die Ketten der Sklaverei zu zerbrechen“. wie es auch ln der argentinischen Nationalhymne heisse, und dies sei, so führte er aus, „das Problem aller Zeiten, die Ketten der Sklaverei zu zerbrechen, damit die Menschheit in Freiheit geeint glücklich sein könne“. Er zitierte Worte aus der Bibel, die von der Suche nach dem Moses und seinem Volke verhei. eenen Lande sprechen, und Ihr guter Freund an kalten Tagen der CARLTON MANTEL in moderner und klassischer Form. AQUATITE. der Gabor din Mantel für höchste Ansprüche# mit aus' wechselbarem Mohair. Und wenn Sie Mass~ kleidung wünschen# erst recht zu CARLTON. Grossauswahl in Fertigkleidung — Stabiloform Anzüge. Fachg&schaeft für Herrenkleidung €a*£i*m ERNST KOPPEL Maipü 982, TE 31-7845 50 Meter von Plaza San Martin mit vielen Verbindungen und Parkplätzen. nannte die Suche nach dem verheissenen Land, dem Lande der Freiheit, den Weg, der zu einem würdigen, schaffenden und schöpferischen Leben der Völker führen könne. Auch jetzt seien die Mai. Ideale noch gültig, fuhr der Redner fort, und nach Ihnen strebe Argentinien auch heute noch, Hiermit wolle er ausdrüeken, so erläuterte er, dass „wir die rassischen Verfolgungen verurteilen, denn es kann keine auf Religion, Rasse oder Sprache basierenden Unterschiede geben, weil wir alle Teil der menschlichen Rasse sind und nur daran zu denken brauchen, dass wir in unserer Verfassung uns verpflichteten, die Früchte der Freiheit allen Menschen in der Welt ziu gewähren, die auf argentinischem Boden leben wollen.“ Freiheit, liebe, Gerechtigkeit Dies sei auch der Grund, so hob Dr. Marini hervor, aus dem er die Einladung gern angenommen habe, denn er kenne den Geist der Männer und Rauen, unter denen er sich befinde, die unter jahrtausendealten Verfolgungen und Ungerechtigkeiten gelitten haben, welche sie durch das tiefe Ge fühl der Liebe überwinden konnten, mit dem sie für das Land kämpften, in dem sie in Freiheit als Nation ieben können. Dr. Marini fand warme Worte für das Wunder des Aufbaus, das der Staat Isra. el vollzogen hat- Er schloss mit einem Bekenntnis zu den Freiheitsidealen Argentiniens, die ebenso wie die Lehre Christi dem Menschen verbieten, seine Mitmenschen zu hassen und Nächstenliebe von ihm fordern. Daher müssten alle Verfolgungen schärfstens abgelehnt und alle totalitären Ideen bekämpft werden, und dieses Ziel werde von allen, die die Freiheit lieben, für die Liebe eintreten und Gerechtigkeit erstreben, durch das Suchen nach Gerechtigkeit auf dem Wege der Freiheit und der Liebe verwirklicht werden können. Die Resolutionen Die Konvention der DAIA schloss ihre mehrtägigen Beratungen . mit der Bekanntgabe der von den Delegierten angenommenen Resolu. tionen, die von Herrn Isaac Goldenberg verlesen wurden. Zum Thema Antisemitismus wurde beschlossen, dass die Konvention angesichts der fortgesetzten Aggression ge gen Institutionen und Mitglieder der jüdischen Kollektivität, in Anbetracht der Straflosigkeit, derer sich die pronazistischen Banden erfreuen, ihr ständiges Anwachsen an Zahl und Gefährlichkeit, die weit verbreitete antisemitische Propaganda und uie offensichtliche Absicht ultraextremistischer Sektoren, für ihre ALFREDO STERN MALERARBEITEN DEPARTAMENTOS — BUEROS — HAEUSER Unverbindliche Kostenvoranschläge für jede Arbeit NEUE ADRESSE: VIDAL 1575 last Ecke PINO TeL: 76-7281 y 76-9088 Depósito: V. DEL PINO 2639 und V. DE LA PLAZA 1779 politischen Zwecke die Bevölkerung zum Antisemitismus aufzuhetzen, vier Massnahmen vorsieht. Die Behörden, die Parteien und die öffentliche Meinung sollen darauf aufmerksam gemacht werden, dass die an. tisemitisohen Umtriebe, auf die so oft hingewiesen worden ist, ungestört ihren Fortgang nehmen. Es soll nochmals klargestellt wer. den, dass der Angriff gegen die zionistische Bewegung a;s bevorzugte Waffe von jeder antisemitischen Kampagne benutzt wird. Das argentinische Volk soll aufgeklärt werden, dass die Terroristen und Antisemiten die jüdische Gemeinschaft und den Zionismus angreifen, um die Bevölkerung von ihren wahren Problemen abzulenken und künstliche Gegensätze zu schaffen, die den Zielen dieser Bewegung nützlich sind und dazu dienen, die demokratischen Basen von Grund auf zu zerstören. Schliesslich wird zu einer energischen Stellungnahme aufgefordert, um die nazi stischen Aktivitäten zu unterdrücken. die das friedliche Zusammenleben aller Sektoren der Nation, auf das Argentinien ein Anrecht hat, ernstlich bedrohen. Appell an Russland Eine andere Resolution bezieht sich auf die Lage der russischen Juden und fordert die USSR auf, die dis. kriminatorischen Massnahmen einzustellen und der jüdischen Gemeinschaft alle die Rechte einzuräumen, welche die anderen Nationalitäten und religiösen Gruppen gemessen. Treue zu Israel Auf den Konflikt zwischen Israelis und Arabern nimmt ein weiterer Beschluss Bezug. Vorerst erklärt die DAIA ihren Anschluss an die Feiern zum 17. Jahrestag der Unabhängigkeit des jüdischen Staates und bringt zum Ausdruck, dass die jüdische Kollektivität Argentiniens sich Israel verbunden fühlt, das den Mittelpunkt des jüdischen Lebens in der Well bildet und an das alle Juden Bande des Glaubens, des Geistes und der Kultur ketten. Alle Nationen der Welt werden dringend ersucht, der Sache eines baldigen israelischarabischen Friedens ihre aktive Mitarbeit zu leisten, um zu einer Koexistenz zu gelangen, die Juden und Ara. ber unschätzbaren Nutzen für den Fortschritt ihrer Länder bieten wird. Weitere wichtige Beschlüsse wurden gefasst, welche sich auf ie Jugend, die Entschädigungen für die Na. ziopfer und den Anschluss an den Jüdischen Weltkon. gress beziehen. Attentat in Uruguay Ein Attentat wurde vor einigen Tagen gegen den Sitz der Vereinigung „Hebraica y Macabi“ in Carras. co bei Montevideo verübt. „Unbekannte Täter“ gaben Schüsse ab, die drei grosse Glasfenster zertrümmerten, doch glüokiicherweise niemanden verletzten. Erste spanische T almud-Ausgabe Neuer Transportminister Jerusalem. — Das Kabinett beschloss, Mosche Carmel von der Achdut Awoda zum Transportminister zu ernen nen. Er tritt an die Stelle des Anfang Mai verstorbenen Israel Ben Jehuria. Car mel hatte dieses Amt schon von 1955 bis 1959 bekleidet. In der gleichen Sitzung kündigte Levi Eshkol an, das Chaim Zadok, Handels¬ und Industrieminister, das Entwicklungs - Ministerium übernehmen wird. Dieses Portefeuille hatte Josef Almogi inne, der kürzlich wegen Zwistigkeiten in der Ma. pai seinen Rücktritt erklärte. Das Portefeuille des Wohnbau Ministeriums, das Almogi ebenfalls innehatte, wird von dem Ministcrpräsidenten selbst übernommen werden. (ITA) Musik in Buenos Aires HAYDN’S „SC’MDEPFUNG* UNTER FUCHS IM COLON Marcos Edery und die Herren Moses Senderey und! Gregorio Weinberg über die. 1 ses Ereignis und die Bedeu. tung des Talmud für die jüdische Religion. Als 1. Abonnementskonzert bot das National Symphonieorchester, zusammen mit dem ev- Methodisten. Chor, das unsterbliche Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn. Theodor Fuchs dirigierte eine leoendige, klangschöne und gut ausgewogene Version dess herrlichen Werkes. Das Or. | chester hielt sich recht gut, j und das selbe ist von der. Solisten zu melden: Myrtha | Garbarini, Sergio Tuliän und I Victor De Narke. In Anbe- ' tracht der Tatsache, dass sich der Kirchenchor (R.! Van Der Meulen) aus Ama- , teur . Stimmen zusammen- 1 setzt, kann man auch seine I Leistung als positiv werten Fuchs und alle Mitwirkenden durften sich am Schluss des fast ungekürzten Opus für vielen, herzlichen Beifall bedanken. Ein Weltkongress Die Argentinische Vereinigung gegen die Verunreinigung der Luft p'ant den er. sten Weltkonres über dieses Thema. Die Vereinigung zählt mit der Unterstützung der Regierung und hat eine Vorbereitende Kommission ernannt, an deren Spitze Prof. Juan Kaplan steht Der Kongress soll im November stattfinden. Bedeutende Persönlichkeiten aus den USA. Kanada, Israel, Belgien, Frankreich, Mexiko, Perú, Indien, Chile, Jugoslawien, Westdeutschland, Japan usw. haben ihre Teilnahme zugesagt. Rückkehr aus Israel In der vorigen Woche kehrte der Minister für Erziehung und Justiz, Dr. Aleonada Aramburú, aus Is. rael zurück, das er auf Einladung der israelischen Regierung besuchte, um an der Einweihung der neuen Mu. seums-Stadt teilzunehmen. Der Minister äusserte sich Pressevertretern gegenüber höchst befriedigt von diesem Besuch und berichtete von den zahlreichen Beweisen der Freundschaft, die ihm sowohl von den Behörden wie vom Volke zuteil geworden sind. Er rühmte das Erziehungswesen und das Kulturleben Israels und verwies im besonderen auf die Universitäten von Tel Aviv und Jerusalem und das Technikum in Haifa sowie auf die kulturelle Bedeu. tung, die dem neuen Israel- Museum beizumessen ist. „DIALOGUES DES CARMELITES“ Acht Jahre nach der an der Mailänder Scala erfolgten Uraufführung erblickte die bühnenwirksame Oper, kom. poniert auf das ungeheuer eindrucksvolle Buch von Georges Bernanos, das amerikanische Rampenlicht, Francis Poulenc, der berühmten Gruppe der „six ‘ angehörend — die anderen Die Ausstellung, die von der eigens zu diesem Zweck vom jerusalemer Zentrum für Kunst beauftragten Frau Yurika Mann organisiert worden ist, bringt Werke der bekannten Künstler Ru. bin, Castel, Mokadi, Okshi, Molita, Blum u. v. a. Die wertvolle Sammlung ist schon in Brasilien und Uru. guay mit Erfolg ausgestellt worden und wird im Ranmen des Kulturaustausch. Programms zwischen Israel und Lateinamerika später auch in anderen südamerikanischen Ländern gezeigt werden. W anderausstellung Gedenken an J. L. Peretz In der Sociedad Hebraica Argentina wurde das Erscheinen des ersten Bandes einer zweisprachigen Talmud-Ausgabe in 26 Bänden (auf Spanisch und Hebräisch) feierlich angekündigt. Nach einer kurzen Einführung der Redner durch den Schriftsteller Eteequiel Ber. nardo Koremblit sprachen Jorge Luis Borges, Rabbiner Die „Asociación Israelita" von Rosario eröffnet« ihre diesjährige Kultursaison mit einer Gedenkfeier für den jüdischen Dichter J. L. Peretz, dessen Todestag sich zum 30. Mai jährte. Die Gedenkrede hielt der Schriftsteller und Erzieher Jaime Filkestein. Die Sängerin Raquel Zipris und der Chor Hasomir bestritten den künstlerischen Teil der Veranstaltung. Israelische Künstler stellen aus In diesem Monat wird in den Staatlichen Ausstellungshallen in der Posadas 1725 eine Ausstellung eröffnet, die unter dem Patronat der Subsecretaría de Cultura des Ministeriums für Er. Ziehung und Justiz und des Argentinisch - Israelischen Kulturinstitutfl veranstaltet wird. Sie enthält 80 Bilder, die für die verschiedenen Richtungen der israelischen Malerei in den letzten drei Jahrzehnten typisch sind- Die israelische Arbeiter.Organisation, Histadrut, zeigt eine Wanderausstellung über das Kooperativwesen, die in den lateinamerikanischen Ländern zur Schau gelangt. Im Juli wird sie Buenos Aires erreichen und hierauf auch in Städten im Landesinnern zu sehen sein. Sie enthält 500 Fotografien und Diagramme, die dem Publikum anschaulich Kenntnis von den verschiedenen Aspekten des Werkes der einzelnen Kooperativen in Israel vermitteln, an dem die Histadrut führend beteiligt ist. sind: Honegger, Mhiiaud, Auric, Durey und Tailleierre — war ursprünglich bahnbrechend für die neue französische Musik. In diesem „Sujet interieur“, welches 6 Jahre vor seinem Tode entstanden ist gibt er sich keineswegs revolutionär. Es" ist schlicht eine „Fin de siede“- Tondichtung, langatmig und nicht sehr erregend. Die ans 3 Akten und 12 Bildern, sowie „Interludios“ bestehen, de Oper hat zwei Höhepunkte : die Konventszen© des Mittelaktes mit einem betörend schönen „Ave Maria“ und das Schlussbild, Richtplatz Paris 1794, wo der ganze Carmeliterinnen. Orden aus Compiegne unter der Guillotine endet, einschliesslich der Zentralfigur, Blanche de la Force. Sie ist ein ihr ganzen Leben 'ang von Angst geplagtes Wesen, Tochter aus hohem Adel, die freiwillig den Schleier genommen hat und ihren Frieden erst angesichts der Massenhinrichtung findet. Die uns von früheren B«u suchen her bestens bekenn, te Denise Duval, welche di© Protagonistin bereits in de» pariser Erstaufführung gab, war indsiponiert und erlitt im Lauf der Premiere einen Kollaps, der fast das End© der Vorstellung vorzeitig herbeigeführt hätte. Bel der Wiederholung, nach zwei Tagen wurde »ie durch die von der „Opera Comique‘* aus Paris per Flugzeug herbeigeholten Florence Raynal ersetzt, welche wegen Zeit?- mangel ohne Probe „eiäsprang“ und nun die mit hohen Opfern gestartete Produktion sicher und tonischön gerettet hat. In wei« teren Rollen (wegen Platz, mangel nur summarisch erwähnt und durchwegs erstklassig) : Helene Bouvief# Andrea Guiot, Suzanne Sar. roca, Liliane Berton, Gabriel Bacquier (sämtlich aus FrankreicH bemüht, sowie Renato Sassola und Nintf Falzetti des hiesiges Eni. sembles, welches auch die kleinen Rollen zufriedenste!* lend ausfüllte. Jean Four. net, stürmisch begrüsst, leitete überlegen mit inniger Transparenz die Aufführung (sein Orchester klang aus. gezeichnet, wie auch der Chor unter Tullio Boni), Maurice Jacquement war der überlegene Regisseur, dem die „Carmelites“ von vielen europäischen Bühnen geläufig sind, mit den wundervollen, zweckmässigen Dekors von Suzanne Lalique, die ebenfalls dem pari, ser „Team" angehört Erstklassige, grossartige Aufführung eines respektvoll, aber ohne Enthusiasmus begrüssten Opern Werkes. Oftrt B- M. Weisosteiii DEINE SPARKASSE »EIN HQâBI STAMPS CENTER 94 ADonby Rd. TEL AVIV P. O B. 4444 JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 1904