Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1965-05-21 · 2117 (21.5.1965) · p. [Seite 3]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2117 (21.5.1965)
Date
1965-05-21
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/9616703-9614788-9614997--3877-9615000
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Viernes, SI de M»y* d« M65 LA SEMANA ISRAELITA Año XXVI. — PP RUT Der Kampf um die Budgets Das neue Budget des Staates Israel für das Budgetjahr 1965-66 mit seinen 4 Milliarden IL. stellte keine Sensation dar. Die Erhöhung des Budgets gegenüber dem für das noch laufende Budgetjahr (ordentliches und Zusatzbudget) beläuft sich nur auf 8% oder 300 Millionen IL. und stellt damit die kleinste prozentuale Budgetsteigerung dar, die wir bisher noch je zu verzeichnen hatten. Finanzminister Pinohas Sapir bemühte sich, wie er auch in seiner Budgetrede hervorhob, einem weiteren inflationären Auftrieb -u yermeiden, aber doch auch Raum für die nötige Entwicklung — besonders der sozialen Dienste — zu lassen. So finden wir denn auch, dass abgesehen von einer weiteren Steigerung der Kosten für die Wahrung unsei rer Sicherheit, nur das Bud- , get für das Unterrichts- und; Erziehungswesen erhöht wurde (von 255 Millionen auf 321 Millionen IL, also um rund 25 Prozent), wie auch die Ausgaben für das Gesundheit s- und Sozialministerium. Auf der Einkommenseite ist die Einnahme aus Steuern und Abgaben mit rund 21/, Milliarden IL. angesetzt, lim rund eine halbe Milliarde mehr als im laufenden Finamzjahr. Hiervon stellt das Einkommensteueraufkommen allein 1.120 Millionen IL. C880 Millionen 1964) dar. M4ESSIGE KRITIK AM BUDGET Da£ neue Budget wurde im allgemeinen mit Befriedigung aufgenommen, und auch der Generaldirektor der Bank Leumi Dr. Jeschajahu Foerder fand, dass das Budget geeignet sein sollte, der Inflation Bremsen anzulegen, vorausgesetzt, dass man nicht später mit einem Zusatzbudget rechnen müsse Aber von allen Seiten wurde unterstrichen, dass es Finanzminister Pinchas Sapir bei allen seinen Leistungen nicht gelungen war, den Export wesentlich zu erhöhen und dass infolge des so sehr erhöhten Lebensstandards die Einfuhren beträchtlich stiegen. Das Handelsdefizit für 1964 beläuft sich auf rund 520 Millionen Dollar von Dr. KORT 0TTENS00SER (Ssraal) und auch für das .Jahr 1965 ist ein solches in Höhe von 51o Millionen Dollar vorgesehen. Die Exporte 1964 stellten sich auf rund 368 Millionen Dollar und lagen damit nur mit 20 Millionen Dollar über den Ergebnissen des Jahres 1963, wobei allerdings zu berücksichtigen ist, dass die Zitrusexporte 1964 nur 52 Millionen Dollar gegenüber 75 Millionen Dollar im Vorjahr eingebracht hatten. Der Industrie-Export selbst nungen; weitere 27 Prozent wurden für Siediungszwecke eingesetzt. Es ist unmöglich, so erklär te Herr Pincus in seinen Ausführungen den Bürgern des Staates Israel, die bereits jetzt einen grossen Teil der Kosten für die Einordnung der Olim tragen, weitere Lasten zuzumuten, und es gelte daher, das Aufkommen aus dem UJA und anderen Sammlungen zu erhöhen. Dies soll besonders dadurch erzielt werden, dass ausser Israel-Pavillon auf einer internationalen Messe im Ausland stellte sich auf 302 Millionen Dollar um 40 Millionen Dollar höher als im Vorjahr. FINANZBERICHT DER JEWISH AGENCY In den vier Jahren vom 25. Zionistenkongress bis zum 26. Zionistenkongress, der vor kurzem in Jerusalem tagte, belief sich das Budget der Jewish Agency auf rund 500 Millionen Dollar, so berichtete der Schatzmeister der J. A. A. Pincus. Insgesamt brachte die Jewish Agency seit der Gründung des Staates rund 1)4 Milliarden Dollar auf, und 114 Millionen Olim (Neueinwanderer) kamen in dieser Zeit nach Israel, der grösste Teil von ihnen mittellos und ohne Beruf. Im Jahre 1963—64 dienten 57 Prozent aller aufgebrachten Gelder der Alija und deren Einordnung einschliess lieh Anteil am Bauprogramm der Regierung für Olimwohden USA andere Erdteile und Länder, besonders Europas, stärker als bisher mit herangezogen werden sollen. In der Zusammensetzung der Alija ist heute eine gewisse Aenderung eingetreten. Es kommen mehr jüngere Menschen und weniger Sozialfälle. Dies wie aber auch der starke Rückgang der Arbeitslosigkeit in Israel — in vielen Berufen macht sich bereits Mangel an Arbeitskräften spürbar — erleich tert in einem gewissen Grad die Einordnung der Neuankommenden. Alle Bemühungen dagegen, auch die Alija aus den westlichen, freien Ländern wesentlich zu stärken, ergaben bisher nur Teilerfolge. Obwohl Israel gerade an dieser Einwanderung mit ihren be ruflich gut a ungebildeten Menschen besonders interessiert ist. Aber bei aller Ei-nordnungshilfe, die diesen Gruppen gewährt wird können ihnen in Israel nicht die gleichen Einkommensbedingungen, wie in den west liehen Ländern gesichert werden. Diese Menschen müssen daher auch von zionistischen Idealen erfüllt sein. Einen besonderen Platz in allen Debatten des Kongresses und so auch in der Finanzdebatte nahm die Frage der jüdischen Erziehung und der Jugend in der Diaspora ein. Schon jetzt stellte die Jewish Agency 6 Prozent ihres Budgets für diese Zwekke zur Verfügung. Angesichts aber des Programms, das der Präsident der ZWO Dr. Nachum Goldmann entwickelte und in dem die jüdische Erziehung der Jugend einen der wichtigsten Punkte einnimmt, werden zweifellos erhöhte Beträge dafür eingesetzt werden müssen. Die verständnisvolle Zusammenarbeit zwischen Israel und der Diaspora auf diesem Gebiet ist dabei von ausschlaggebender Bedeutung. Der Willen, in gemeinsamer Arbeit alle Schwierigkeiten zu überkommen zeigte sich sowohl bei den Budgetdebatten in der Knesset als auch auf dem Zicnistenkongress. Bleibt uns nur die Einheit des Volkes erhalten, dann werden sich auch die Mittel und Wege finden lassen, allen Gefahren zum Trotz den Aufbau des Landes fortsetzen und die Zukunft unseres ganzen jüdischen Volkes sichern zu können. LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDIENTE Be. Aires — PUEYREDON *1®». 1* taq. — T. E. S3-261S 19. Ijar 5t*5 21. Mal 1965 Nach den Gemeindewahlen Teppichhaus - M. Hochberg Unerreichte Auswahl an handgeknüpiten Teppichen in erstklassigen Qualitäten für jedes gemütliche Heim. EIGENE FABRIKATION UNVERBINDLICHE VORFUEHRUNG AUF WUHSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN Maschinenteppiche in allen Farben und Grössen. Auslegen von Appartements mit rein wollenem Velour VERKAUF AN PRIVATE NUR SAMSTAG UND SONN- TAG VON 9—19 UHR IM AUSSTELLUNGSRAUM CALLE ANDONAEGUI 2083 TEL.: 52 2993 4 Quader von Station Urquiza AUTO - REPARATUR . WERKSTATT „BEN0” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 Ihr guter Freund an kalten Tagen der CARLTON MANTEL in moderner und klassischer Form. AQUATITE, der Gabor din Mantel für höchste Ansprüche, mit auswechselbarem Mohair. Und wenn Sie Mass kleidung wünschen, erst recht zu CARLTON Grossauswahl in Fertig kleidung — Stabiloform Anzüge. Fachgeschaeft für Herrenkleidung ERNST KOPPEL Maipu 982, TE 31 7845 50 Meter von Plaza San Martin mit vielen Verbin düngen und Parkplätzen. Paris: — In den Stadtrat von Paris wurden fünf Juden gewählt, c.arunter André Blum©!, der frühere Präsident der Zionistischen Föderation und Kopräsident der französisch - .sowjetischen Gesellscliaft. In der Wahlliste des 18. Bezirkes erhielt die Liste BlumeLs. “Demokratische Union” (Volksfront von Sozialisten Und Kommunisten), 44.148 Stimmen oder mehr als jede andere Liste in Paris. Blumel erklärte, dass Debatten über jüdische Gegenstände im Pariser Stadtrat sehr selten sind, würden sie aber Vorkommen, so würde er seine zionistischen Sympathien und diejenigen für al gemeine jüdische Probleme voll Trauer um Naziopfer Mexico-City. — In verschiedenen Gottesdiensten in den Synagogen und einer Massenkundgebung im jüdischen Sportzentrum gedach ten die Juden in Mexiko des Schicksals der 6 Millionen Juden, die von den Nazis ermordet wurden. (ITA) Englische Nazis London. — Vertreter der in Grossbritannien lebenden 450.000 jüdischen Staatsbürger haben die Einführung von Gesetzen gegen rassische Diskriminierung und Rassenhetze gefordert. Eine neunköpfige Delegation des Dachverbandes der britischen Juden sprach kürzlich bei Innenminister Sir Frank Soskice vor. Danach erklärte ein Spiee her, man h be Anlass zur Hoffnung auf eine baldige Verwirklichung der von Premierminister Harold Wilson versprochenen neuen Gesetze. Ein aktueller Anlass der Besorgnis jüdischer Bevölkerungskreise ist eine Piut von aggressiven Broschüren und Flugblättern der britischen Nationalisten. In einigen dieser Flugbitter wird mit Parolen wie „Hitler hatte doch recht“ die Rassenpobtk ries Dritten Reiches verherrlicht und gegen die angeblich hohe Zah'l von jüdischen Intellektuellen und Geschäftsleuten in der unmittelbaren Umgebung von Premierminister Wilson polemisiert. zur Geltung bringen. Zu den gewählten Stadträten gehören weiter die Advokaten Charles Leder mann und David Weili, die auf der Liste der Volksfront im erstem Wahlkreis, wo sich das jüdisciie „Pietaei“ mit der Rue des Rosiers befindet, standen; im 20. Wahlbezirk wurden Mnie M. Marzin und M. S. Sohwartzbard gewählt. Unter den geschlagenen Kandidaten befinden sich Advokat Weit-Curiel auf der Liste des Zentrums und Raymond Schmittlein, der die gaullistische Liste in Beifort anführte und zu den prominenten Freunden Israels zählt. Von gaullistischer Seite waren alle Anstrengungen unternommen worden, um jüdische Stimmen zu erhalten. So hatte Minister Jean Sainteny bei den Zeremonien zum Andenken an die jüdischen Opfer gesprochen. Die jüdischen Veteranen des Weltkrieges waren in Aufrufen für seine Liste eingetreten. aber sichtlich ohne grossen Erfolg. M0EBELHAUS WATERMANN Das Hans der 3 Geschäf te mit d?r grösste* Auswahl. SARMENTO 1147 T. E. 35 1933 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten Zahlungserleichterungen Zuvorkommende fachmännische Bedienung ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN Wiedergutmachung Lastenausgleich Rückerstattung BUEROSTUNDEN: OIENSTAG, MITTWOCH «ml FREITAG v«n 16—18 Uhr T. E.: 83 - 2613 ★ Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen - Vertraege - Verwaltungen - Miets-, Zivil- und Handelssachen T. E. 80 - 6930 PUEYRRED0N 2190 esq. Av. US HERAS

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.