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Jüdische Wochenschau · 1965-05-07 · 2115 (7.5.1965) · p. [Seite 11]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2115 (7.5.1965)
Date
1965-05-07
Page
[Seite 11] (sequence 11)
Language
German, Spanish
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Zur Aufführung gelangt ein Stück von Bert Brecht (in spanischer Sprache) “La Excepción y la Regia“ (für unsere Mitglieder und Freunde). Dieses hoehdramatische Werk des Autors der „Drei Groschen- Oper“ wurde 1930 geschrieben, hat aber nichts von seiner Aktualität vreloren. Die Aufführung findet in unserem Heim, Aráoz 2854, am Mittwoch, den 12. Mai, ds. Js. um 21 Uhr statt. Unkostenbeitrag $ 50.—. SEMINAR DER CENTRA Die CENTRA veranstaltet im Laufe des Monats Mai ein Seminar für jüngere Ehepaar, bei dem bekannte Redner eine Reihe von Vorträgen halten werden. Nähere Auskünfte über die Themen und die genauen Daten sind im Sekretariat zu erfahren. HEIMKOMMISSION Die Heimkommission gibt heute schon bekannt, dass am Vorabend des Nationalfeiertages, am Montag, den 24. Mai. abends um 21 Uhr ein gemütliches Beisammensein im Heim stattfindet. Näheres wird unter Vereinsnachrichten noch bekanntgegeben werden. Die Einheitskampagne teilt mit: ln diesen Tagen feiern die Juden in der ganzen Welt den 17. Jahrestag der Proklamation des Staates Israel. Dieses historische Datum nehmen wir zum Anlass, an unsere Freunde mit dem Appell heranzutreten, nicht nur sofort ihre Beisteuerung zur Aktion 1965 abzugeben, sondern auch weit mehr als in den Vorjahren zu zeichnen. DIE BISHERIGEN ERGEBNISSE Unser wöchentlich zusammentretendes Comité nahm anlässlich seiner letzten Sitzung vom Verlauf der Kampagne in den ersten beiden Wochen mit grosser Befriedigung Kenntnis. Die Tisch- Aktion war an einigen Stellen ein Erfolg, und die Beisteuerungen, die direkt, in unserem Sekretariat einliefen oder von unseren Mitarbeitern gebracht wurden, waren in fast allen Fällen gegenüber dem Vorjahr wesentlich erhöht worden. BARKOJÖä] Gorriti 3951 — T. E. 87-7559 TOM HATZMAUTH Morgen, Sonnabend den 8. Mai um 21 Uhr veranstalten wir in unserem Heim eine Yom Hatzmauth Feier, zu der wir alle unsere Mitglieder lind Freunde herzlichst einladen. Es wird ein Nachtmahl verabreicht und zur Unterhaltung spielt das Orchester „Hernan Cortes“ Karten sind bei allen Vorstandsmitgliedern erhältlich. SPORT: Jeden Dienstag ab 20 Uhr 30 Tischtennis - Training im Heim. Sonnabend ab 15 Uhr Gymnastik. Einheiskampagne Wir bitten alle unsere Mitglieder, baldmöglichst ihren Beitrag zur Eänheitskampagne zu zahlen. Es ist eine Ehrenpflicht jedes Bar Kochbaners. Harfen-Wettbewerb Jerusalem. — Der dritte Internationale Harfen-Wettbewerb wird in diesem Jahr •vom 3. bis 7. September in Jerusalem und vom 8. bis 13. September in Tel Aviv veranstaltet werden. Bisher haben sich schon 37 Harfenkünstler von Weltruf zur Teilnahme angemeldet. me Seminar möglich >ER MerwiistV i,i xi Wille* et 1L ti ■— »/« SM,‘ IMS; ¡i-"/" ¿i, ako*"™ * £ *** en ME ZIONISTISCHE FRAUEN¬ ORGANISATION ARGENTINIENS fe©grüsst ihre aktiven Mitglieder und Freunde anlässlich der Feiern zum 17. Unabhängigheilstag der Medinai Israel (Jom Haazmaut) Iund ladet sie ein. dem XI. Kinus der OSFA ihre Unterstützung zu leihen, um auf diese Weise die bemerkenswert fruchtbare Arbeit zu befestigen, die diese Organisation leistet. Die Eröffnungsfeier findet am 10. Mai um 21 Uhr 30 im Teatro Astral unter Teilnahme von Frau HANNA LEVIN. Präsidentin der WIZO- Föderation in Israel, statt, sowie der ERSTEN SCHAUSPIELERIN ROSA ROSEN. DIE GE¬ DICHTE VON J. N. BIALIK, MYRIAM KU BOVY UND GABRIELA MISTRAL REZJTIE- REN WIRD. JAK«; LA gEMANA ISRAELITA Año XXVI. — N® 2115 — U , K£«£n Kfty£tn£T C£KSfLftE£ PP COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 48-3695, 48-5683 UNSERE GENERALVERSAMMLUNG Wir benachrichtigen unsere Freunde, dass, nachdem die Amtszeit unseres derzeitigen Vorstandes demnächst abläuft, die GENERALVERSAMMLUNG für die Neuwahl der Mitglieder des Comités am kommenden Donnerstag,, den 13. Mai, um 20 Uhr stattfinden wird. B1KURIM.ERSTLINGE Auf Pessach, zu Beginn der Gerstenernte, gekennzeichnet durch die Darbringung des „Omer“, der Erstling sgarbe, folgt fünfzig Tage danach das Fest der Erstlinge der Weizenernte, symbolisiert durch die Darbringung zweier gesäuerter Brote. den „lechem habikurim“. Diese sieben Wochen zwischen Pessach und Schawuot sind die Tag« der Omerzählung, Sefirat Haomer; sie gelten als Trauerzeit mit Ausnahme einiger besonde rer Tage, wie Neumond Ijar und Ssiwan, die letzten Tage des Monats Nissan, die ersten des Monats Ssiwan, Lag Beomer. der 33. Tag, und der Jom Haatzmaut. Ihr ernster Charakter erhielt noch eine besondere Note dadurch, dass im Mittelalter, ja. bis weit in die neue Zeit hinein, im Anschluss an Pessach sehr häufig blutige Judenverfolgungen stattgefunden haben, ins Leben gerufen durch die Lüge und Verleumdung von der Benutzung von Menschenblut für rituel le Zwecke, eine der infamsten Beschuldigungen, die gegen uns Juden erhoben worden sind. Ueber die Darbringung der „Bikurim“, der Erstlinge der Feldfrüchte, gibt es eine umfassende talmudisehe Literatur. Die Armen trugen ihre Opfer in Körben aus geflochtenen Weiden die Reichen in solchen aus Gold und Silber, aber man bemühte sich, möglichst alle sieben Fruchtarten zum Tempel zu bringen, die das Land Israel hervorbringt: Weizen. Gerste. Weintrauben. Feigen, Granatäpfel. Oliven und Datteln. Man schwang die Körbe über dem Altar des Ewigen, während Flötenspiel erklang; alsdann überliess man sich der Freude und dem Genuss. In Israel knüpft die Feier des Festes der Erstlinge an diese Tradition an weil sie zweifellos die älteste mit der Natur verbundene Ueberlieferung darstellt und im Inuf der Galutgeschichte verloren gegangen war. Der Keren Kaiemetth Lejisrael ruft daher Jahr für Jahr, kaum, da das Fessachfest zuende ist, dazu auf symbolisch die „Bikurim" die Erstlinge, darzubringen. Es ist vor allem die Jugend, die in unseren Schu len durch die bewusst national-religiöse Erziehung von Seiten ihrer Lehrer zur Liebe für diese schöne Erneuerung der Tradition aufgerufen wird. Diese unsere Jugend verbindet sich im Geiste mit derjenigen Israels, unter welcher ein wahrer Wetteifer besteht, die schönsten Früchte aus Siedlungen und Gärten, die wohlriechendsten Blumen, zur Schau zu stellen. Alle Bikurim werden dem KKL zur Verfügung gestellt, und ihr ErlÖ6 trägt dazu bei, den Waldreichtum zu vergrössern, die Naturschönheiten des Landes immer mehr zur Geltung zu bringen. Diese sechs Wochen, die uns jetzt vom Schawuotfeste trennen, dem Geburtstag der jüdischen Lehre und dem alten Fest der Ernte und der Freude an der Natur müssen ganz im Zei chen der Anlehnung an die Darbringung der Erstlinge in biblischer Zeit stehen inmitten der Zauberpracht des israelischen Frühsommers. Der KKL ruft die Jugend, und sie wird, wie in den vergangenen Jahren, ihre jüdische Pflicht mit Enthusiasmus erfüllen. Drei Entwicklungs-Staedte TEATRO COLO* Viernes, 7 a las 21 horas: fuñe, exatrord. “La Travista’’, ópera de G. Verdi, con; Moffo, Cossutta, Baquier Dir. de erq.: Juan E. Martini. Dir de coro: Tulio Boni. Reg.: Cecilio Madanes. Escenogr.: Miguel Angel Lumaldo. Vest. Oec. Ed. Lerchunndi. Orqu., coro y cuerpo de baile est. del T. Colón. Domingo 9 a las 10.30 hs.: concierto de la Orq. Sin ton. Nacional. Domingo 9 a las 17 horas: la. fuñe. ab. domingo: “La Traviata” pera de G Verdi. con los mismo artistas deí día 7. Martes 11 a las 21.30 hs.- fuñe, de Gala c. mot. de la vis. del Sha de Irán ‘Ballets’. Miércoles 12 a las 21 hs.: fuñe, extraord. “Da Traviata“, ópera de G. Verdi, con los mism. artistas del día 7. Joint-Hilfe Paris: — Der Joint will in diesem Jahr für die Unterstützung jüdischer Gemeindeinstitutionen in Frankreich 2J5 Millionen Dollar ausgeben. Für seine Hilfsaktionen in Westeuropa, in Polen und Jugoslawien stehen ihm in diesem Jahr, bei sehr dra stisch gekürztem Budget, rund vier Millionen Dollar zur Verfügung. Im vergangegen Jahr wurden in Frankreich vom Joint 55 000 Personen unterstützt. (JTA) In den Entwicklungsgebieten wohnt heute eine viertel Million Menschen; ihre Konsolidierung macht sowohl in wirtschaftlicher als auch in kultureller Beziehung grosse Fortschritte. Die Absorptions-Abteilung der Jewish Agency schafft durch die vom Keren Hajessod bereit gestellten Gelder die Vorbereitungen für eine produktive Beschäftigung und ein geordnetes Leben der Neueinwanderer so dass sie im Laufe der Zeit von Hilfsempfängern zu Hilfeleistenden werden. Die Einwohnerzahl von Dimona jm Negew hat 20.000 überschritten. In Ober-Nazareth wurde mit der Durchführung des zweiten Stadiums des Stadtentwickhmgspianes begonnen und hiermit eine neue Mög lichkeit für die Aufnahme von Neueinwanderem erschlossen. Als Auftakt für eine grosszügige Bautätigkeit im Laufe der kommenden Jahre wurde im Rahmen dieses Planes bereits die Errichtung von 750 neuen Wohneinheiten in Angriff genommen. In diesem Jahr •wird die Einwohnerzahl von Ober-Nazareth um 5.000 Seelen zunehmen und 20.000 gegen Ende des Jahres 1965 erreicht haben. Diese 5.000 neuen Einwohner sollen in den 1.000 Wohneinheiten Unterkunft finden, die jetzt in verschiedenen Vierteln der Stadt — zusätzlich zu den oben erwähnten 750 — im Bau sind. Es sei hier bemerkt, dass Nazareth jeden Monat nicht weniger als 1000 Famihen von Neueinwanderem aufnimmt. Ober-Nazareth ist eigentlich eine neue Stadt, da sie erst vor acht Jahren gegründet wurde, aber im Vergleich zu Karmiel kann sie als alt angesehen werden. Erst vor einem Jahr wurde mit der Besiedlung von Karmiel begonnen und gegen Ende ries laufenden Jahres dürfte ihre Einwohnerzahl 1.000 Familien erreichen. Heute befinden sich dort 150 Familien, zur Hälfte alt-eingesessene Israelis, zur andeTen Neueinwanderer, durchwegs fast nur junge Ehepaare. Entdeckung neuer Komplexe Lud-wigsburg: — Der Leiter der Auswertungsabteilung des- Zentralen Stelle zur Verfolgung von NS-Verbrechen, Staatsanwalt Rückerl, hält es “eher für wahrscheinlich als für ausgeschlossen”, dass bei der Auswertung vor allem des polnischen Dokumeaitenmaterials noch neue Tatkomplexe entdeckt werden. Rückerl, der in Warschau wer, wies darauf hin. dass ihm auch in Lublin “Material von grossem Wert” gezeigt worden sei. Es sei glaubhaft versichert worden, dass ähnliches Material noeh in Bialystok, Radom. Danzig, Bromberg und Breslau Jager'' LAWZ) Vorzeitig pensioniert Wiirzburg: — Der Oberstaatsanwalt Dr. Kar] Kolb trat nach Erreichung des 62. Lebensjahres vorzeitig in den R-uhestand. Kolb war im November 1962 von der in den USA lebenden Schwester des jetzt in Schweden ansässigen Würzburger Arztes Dr. Elmar Herterich angezeigt worden, 1941 in Polen bei einem Sondergericht an Todesurteilen mitgewirkt zu haben. Gedenken an den 20. Jahrestag der Beendigung des 2. Weltkrieges AUF DER EROEFFNUNGS - VERANSTALTUNG DER 10. PLENARSITZUNG DER SUEDAMERIKA NISCHEN EXEKUTIVE DES JUEDISCHEN WELTKONGRESSES SONNABEND. DEN 8. MAI 1965. UM 21 UHR im FESTSAAL DER AM1A, Pasteur 633. Die ganze Kollektivitaet ist eingelaäen EINTRITT FREI DIE EINHEITSKAMPAGNE 1965 APPELLIERT AN IHR iUEDISOHES GEWISSEN, AN IHR SDLIDARITAETSGEFUEHL AN IHRE 6R0SSZIIE6IGKEIT, AN IHR JUEDISCHES PFLICHTBEWUSSTSEIN * E zu einer gegenüber dem Vorjahre wesentlich erhöhten und sofortigen Beisteuerung! zur Beisteuerung für ein heiliges Werk, das uns Allen zur Ehre gereicht: ISRAEL dessen Stärke und Sicherheit auch IHRE Sicherheit und Stärke ist! COMITE CENTROEUROPEO DE LA CAMPAÑA UNIDA (Keren Hajessod> Sarmiente 2376, III. — T. E. 47-3820

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