Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2115 (7.5.1965)
- Date
- 1965-05-07
- Page
- [Seite 9] (sequence 9)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 7 de Mayo de 1866 LA «EMANA ISRAELITA h]f P^iruj. u, ^te au. . ***’ ifidl". íS¿41 "Ä“ 5 ^'“Seadeo i‘ £"*"* * Wr mofii, ±lT BekS 'Ohlichon ’ ^licC *!£* ¡‘¡¡W * *» Rat “ pr°Phetii lt. Wer<len; *£■ *«s « *r au* ihi .ral‘scb« un . Wdisc Z\Tm[ * von \ S\ Wehen Le¡ Statoren Steinamerika Hnamerika s iqigkeit des ft Staat Isrc ufbaus und illes Gute. IY LEVY, Direktor ttKochkä erklären can '1% DEM TAG ISRAELS it mit dem g Israels. le verknuep e ¡»rad. Aus l emaechst ig, die wir chten, tica Israelita IG ISRAELS REGIERUNG S MIT DEM UEDEN UND HEN J.X.G. LfJßlMfl Jfechuw «m bel «J pestlichk**^® [XJISRAEL Año XXVI. NO 2115 — 9 Theodor Herzl Sigo, del Estero 454, IX, of. 36 * T. E. 38-5816 Zionismus damals und heute SEKRETARIAT SANTIAGO DEL ESTERO 454 - 9. S1. - Of. 36 TELEFON 38.5816 j SPRECHSTUNDE. f nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung, j jeden MITTWOCH von 18 bis 20 Uhr. 50 -60- 70 Drei Jubilaren wollen wir der THG seit Jahrzehnten verbunden, wünschen wir H. Sw.: — Niemals sollte man den entscheidenden Anteil der Zionistischen Bewegung an der Schaffung des Staates Israel vergessen. Ohne eine jüdische Renaissance würde es keinen jüdischen Staat geben. Ohne die von Herzl geforderte Rückkehr zum Judentum vor der Rückkehr ins Judenland wäre niemals jene gewaltige Aufbauarbeit geleistet worden. die aus einem brachliegenden Lano den aufblühenden Staat Israel hervorgezaubert hätte. Man ist daran gewöhnt — oder man hat sich daran gewöhnt — vieles als Wunder zu bezeichnen, was in den letzten 17 oder 20 Jahren geschaffen w'orden ist. Aber damit wird nicht der gewaltigen Leistung Rechnung getragen, die von der Zionistischen Organisation trotz tausendfacher Schwierigkeiten bewältigt wurde- Der Faktor Willen des Volkes“ war ebenso ausschlaggebend wie das Wunder. Die Wunder. die wir erlebten, waren nur dadurch möglich, dass Menschen vorhanden sind, diese Wunder zu vollbringen Der Einsatz und die Einsatzbereitschaft der Zionisten, der Chaluzim und der Schomrim (Wächter) haben die Voraussetzungen dafür in ungeheurer Anstrengung auf allen Gebieten geschaffen. Nur auf diesem Wege wurde der Staat, wurde Israel. Gewiss entsprach die Wiedererstehung Israels der Sehnsucht des ganzen jüdischen Volkes. Aber die Sehnsucht allein genügte nicht. Herzl erkannte, dass der Faktor Mensch, das der Faktor Volk hinzutreten müsste, um aus dieser Sehnsucht eine Wirklichkeit werden zu lassen. Wenn jemals der Kampf eines Volkes unter der Parole ‘‘Schweiss, Blut und Tränen’’ stand, so war es der Kampf unseres jüdischen Volkes. Diesen Kampf ausgetragen zu haben, ist die historische Aufgabe, die der Zionismus, die Zionistische Bewegung und ihre Organisation realisiert haben. Aber die Aufgabe der Zionistischen Organisation ist nicht mit der Gründung des Staates erschöpft. An die Ptelle des alten Ringens um I unsere Erneuerung als Volk, als Staat und als Gesell Schaft sind neue Verpflichtungen getreten, die nur von der Zionistischen Organisation geleistet werden können. Es ist eine natürliche Entwicklung, dass gewisse Gegensätze und Probleme zwischen dem Staat und seiner Bevölkerung auf der einen Seite, und dem jüdischen Volk der Galut auf der anderen auftreten mussten. Schon die natürlichen Interessen erfordern verschiedene Lösungen. Aber es wäre eine Volkstragödie, wenn gerade in dem Augenblick, in welchem wir die Erfüllung alter Träume erleben, die Einheit des Volkes gestört oder zerbrochen werden sollte. Dass es hierzu niemals kommen solle, das ist eine der wichtigsten neuen Aufgaben der Zionistischen Bewegung. Niemand bestreitet, das» eie Mehrheit des jüdischen Volke« auch noch für viele Jahre in der Galut leben muss. Sie muss allein durch riese Tatsache bedingt, auch ihren eigenen Gesetzen gehorchen. Aber nichts hindert die Juden ausserhalb Israels daran, an der Entwicklung des Staates und seiner Kultur eiren aktiven Anteil zu nehmen. Man soll uns nicht mit dem von jüdischen und nichtjüdischen “Antizionisten" so gern gebrauchten Argument der doppelten Loyalität kommen. Dieser konstruierte Begriff muss entweder auf alle Menschen oder auf keinen angewandt werden. Kein freier Mensch, kein liberal denkender Mensch, kein Demokrat hat bisher beanstandet, dass ein katholischer Bürger gleich welchen Landes zu seinem katholischen Glauben steht und die Autorität des Papstes anerkennt, obwohl hier eine doppelte Loyalität vorliegt, die in ihren zwangsmässigen Auswirkungen viel stärker ist. als dies jemals bei einem Juden der Fall sein kann. Denn wir Juden besitzen keine kirchliche oder kirchenähnliche Organisation, die rieh mit ihren Möglichkeiten auch nur annähernd mit der Katholischen Kirche vergleichen könnte. Auch die Zugehörigkeit zu zwei Kulturen wäre nichts Besonderes. Unterstellen wir einmal, was in der Praxis leider nicht der Fall ist, dass Juden zwei Kulturen angehören, z. B. der englischen und der hebräischen, so würde darin niemals ein Grund für eine so genannte “doppelte Loyalität’’’ liegen. Jeder kultivierte Mensch steht unter dem Einfluss verschiedener Kulturen, denn für die Kulturen gibt es keine Grenzen, die überschritten werden müssten, mit Ausnahme der Bildung, der Arbeit, des Intereses und des Wissens. Deswegen ist der heutige Kampf der Zionistischen Organisation um die Hebräisierung unserer Jugend ein legitimer Kampf um Bildung und Bindung, um Wissen und Tradition. Dass deswegen ein Jude seinem Heimat — oder Wohn lande gegenüber nicht die erforderliche Treue beweisen, bezeugen oder bewahren könne ist nur eine politischantisemitische Parole, vor der wir keine Angst zu halfen brauchen. Auch die doppelte nationale Bindung ist keine Gefahr. Wie viele Italiener in Ame- -lka sind gute amerikanische Börger. bewahren aber n ihren Herzen ihre Treue zur italienischen Heimat! Wurde dies schon jemals beanstandet? Nur weil einige politische Querköpfe oder berufsmässige Antisemiten die Juden damit sohrecken oder andere damit für ihre dunklen Ziele gewinnen wollen, sollen wir nicht zugeben, dass wir gute Bürger und trotzdem gute Juden sein können?! Die Zeiten der ... Staatsbürger jüdischen Glaubens sind für alle Zeiten und für alle Länder vorbei. Noch einmal werden wir diese Sünden und sicherlich gutgemeinten Verirrungen nicht begehen. Hierüber zu wachen, ist auch eine Pflicht der Zionistischen Organisation. Ja. die Zionistische Organisation heute ist das Gewissen jeder Judenheit. Nur derjenige Jude, der ein guter Jude ist kann auch ein guter Mensch sein. Auch das ist eine zionistische Wahrheit- B&im Aufbau des Volkes und des Landes. bei der Schaffung des Staates, bei seiner Verteidigung, bei seiner Entwicklung genügen Worte allein nicht. Auch nicht für eine Judenheit in der Galut. In einer so aufgewühlten Zeit wie unserem Jahrhundert muss der einzelne auch dann Opfer bringen, wenn er sich noch so s’cher fühlen mag. Die jüdische Solidarität war Jahrhunderte hindurch eine Kraftquelle für uns alle, für diejenigen, die geben konnten, wie für diejenigen, die nehmen mussten. Dafür gibt es unsere Fonds. Dass jeder ihnen gegenüber seine Pflicht einlöst, muss von der Z. o. kontrolliert werden. auf diesem Wege — nachträglich — gratulieren, drei Männern, die Jahre hindurch an verantwortlicher Stelle unserem Vorstand angehört und dadurch der gesamten jüdischen Oeffenthchkeit gedient haben. Um bei dem Jüngsten zu beginnen, so gratulieren wir j zunächst dem Vizepräsidenten der THG, Herrn Heinz , Praun, auf diesem Wege zum 50. Gewiss ist dies kein Alter, j aber Heinz Braun ist auch in seinem Einsatz für die zionistische Sache und in seiner Bereitschaft, sich in den Dienst jeder guten jüdischen Sache zu stellen, noch jugendlich und immer zur Stelle. Jahre hindurch war Heinz Braun Präsident der Gemeinde Bet Israel, die er mit grossem Elan und En - tbusiasmus mitaufbauen half und die sich unter seiner Präsidentschaft zu einem wichtigen Faktor im jüdischen Leben entwickelte. Mit r<as ist nicht immer bequem, tür keinen. Aber das Leben richtet sich nun einmal nicht nach den Bequemlichkeiten, auch wenn manche meinen, I diesen einfachen Weg gehen | zu können. Die Härten und die Schwierigkeiten unserer Existenz werden nicht von uns geschaffen und hängen nicht von uns ab. Aber wir sind es, die sie meistern müssen. Jüdisch-hebräische Kultur, Erziehung der Jugend, Einheit des Volkes und unbedingte Solidarität, das sind die Aufgaben, deren Erfüllung neben anderen heute der Zionistischen Bewegung zufällt, sie wird sie erfüllen, sie wird unbeirrt ihren Weg, ihren jüdischen, ihren zionistischen Weg weiterschreiten, t olange Menschen bereit sind, sich für diese Ziele und Aufgaben einzusetzen. Otón Platzer 70 Jahre Vor einigen Tagen vollendete Herr Otón Platzer, Mitglied der THG seit ihren ersten Anfängen sein 70. Lebensjahr. Chawer Platzer war schon in seiner tschechoslowakischen Heimat zionistisch tätig und nahm an allem Jüdischen lebendigen Anteil (u. a. an den Arbeiten der Bene Brith-Loge) Auch heute gehört sein tiefstes Interesse und seine innigste Zuneigung dem, was in Israel geschaffen wird, und allen echten jüdischen Werten in der Diaspora. Die THG beglückwünscht Ihren alten Mitstreiter für die nationale Sache aufs herzlichste und wünscht ihm noch viele gute Jahre bei bester Gesundheit. Der Vorstand der Theodor Herzl Gesellschaft ihm die Erfüllung seiner persönlichen Hoffnungen und eine weiterhin positive Arbeit im jüdischen Leben des Landes Man könnte beinahe sagen, Julius Tonn, der kürzlich 60 wurde, ist’ noch jünger. Temperamentvoll, angrifislustig, schlagfertig und stets hilfsbereit ist Julius Tonn aktiv geblieben wie am ersten Tage seiner Arbeit für die THG. Tonn ist ein “alte: Kämpfer’ . Zionist seit Jahrzehnten, Mitarbeiter unserer Fonds, Mitglied vieler Kommissionen. Seine Interessen für alle jüdischen Angelegenheiten, seine Ergebenheit für die zionistische Sache und seine unbedingte Treue zum Lande Israel und ssinen Idealen kennzeichnen sein Wesen. In er THG hat Tonn zahlreiche wichtige Funktionen als Sekretär, als Mitarbeiter für den Gottesdienst und für die CU Ihm für seine immer vorhandene Bereitschaft zu danken, bietet dieser Tag eine angenehme Veranlassung. Man wird es nicht glauben, aber es soll wahr sein* Benito Heidman wird 70 Jahre. In einer wohltuenden Harmonie vereint Heidman in sich jene zwei Elemente der jüdischen Existenz, auf denen unser Leben beruhigt, das Religiöse und Nationale. Für Heidman gibt es keine Problematik wie sie zeitweise das jüdische Leben beherrscht hat, welches Element das andere übertönt. So ist er immer der richtige Mann gewesen, die Leitung unserer Gottesdienste zu übernehmen, und nur er konnte diese schwierige Aufgabe, es allen wenigstens einigerer asren recht zu machen, zur Zufriedenheit lösen. Für diese Aufgabe, ebenso wie für alle anderen zionistischen Aufgaben und Pflichten, hat sich Beno Heidman immer eingesetzt. Er hat sich nicht gescheut, auf manchen Gebieten eine FionierarbeH zu leisten, neue Ideen zu propagieren und auf Bitten der Jewish Agency neue Fonds hier einführen zu helfen. Heidmans beredtes Wort und seine Ueberzeugungsgabe kommen vom Herzen. Heidman. Tonn und Braun sind verschiedene Charaktere, verschieden in Erziehung. Denken, Herkommen und Bildung, aber sie zeigen, wie wir alle trotz unserer Verschiedenartigkeit und trotz bestehender Differenzierungen einer grossen, gemeinsamen Aufga.be dienen können, wenn wir nur in unserem Willen vereint sind, die Sache über die Person zu stellen und immer das hohe Ziel der Entwicklung des jüdischen Lebens in der Galut und in Israel im Au«e zu halten. REUNIONES CULTURALES 1965 de Ex Activos de Juventudes Israelitas (THG y Comunidades) 1« REUNION: MIERCOLES 12 DE MAYO a las 20.30 hs. en la Confitería Niza. Echeverría 3296. 1? Parte: MANFREDO FELDSTEIN Shaliaj de la Aliya Hanoar Israel disertará sobre "15 AÑOS DE TRABAJO EN ISRAEL" y sobre su misión en Latino América. 2? Parte: ERNSTES UND HEITERES 3? Parte: INFORMAMOS Y RECOMENDAMOS A PARTIR DE LA SEGUNDA PARTE "SERVICIO DE CONFITERIA" Discoteca Israelí THG - (entro Theodor Herzl INVITACIONES sin cargo entrega nuestra Secretaría — Tel. 38-5816 ■* «; am » #21 mm Die Delegation der Theodor Herzl Gesellschaft und des Zentraleuropäischen Comites der Vereinigten Campagne beglückwünschen den Herausgeber der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU und Präsidenten dieser beiden Organisationen anlässlich des 25jährigen Jubiläums dieser Zeitung.