Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2113 (23.4.1965)
- Date
- 1965-04-23
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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Viernes, £8 de Abril de 1W5 LA SEMANA ISRAELITA Vor hundert Jahren, am 18. April 1965, wurde Atoraham Lincoln von einem Attentäter ermordet. Viele Amerikaner betrachten ihn als den grössten Sohn der Veieinigten Staaten. Der hundertsten Wiederkehr seines Todestages wurde nicht nur in Amerika, sondern auch in vielen anderen Ländern und von vielen Menschen gedacht Hs war eine Gelegenheit für die Juden in der ganzen Welt, sich der Ereignisse von jüdischem Interesse in Lincolns dramatischem Leben und Tod zu erinnern. Die jüdische Bevölkerung der Vereinigten Staaten zählte zu jener Zeit weniger als 200.000 Seelen. An dem bitteren Kampf um die Abschaffung det Sklaverei für die Neger nahm eine grosse Zahl von Rabbinern entschiedenen Anteil. Zu ihnen gehörten Isaac Leeser und Sabbato Morais in Philadelphia, Samuel M. Isaacs in New York, David Einhorn in Baltimore und Liebman Adler in Chikago. •OCH * IHANKOR» adhiere al 25® Aniversario de "LA SEMANA ISRAELITA'" formulando sus más sinceros votos para que continúe en su trayectoria fecunda, que le ha ganado un lugar de honor en la prensa judía del continente. ••••Mooomooooooo^oooooooo und die Juden Während der politischen Karriere Lincolns, vor und nach seinem Aufstieg zum Präsidenten, gab es viele Juden unter seinen treuen Anhängern. Abraham Jones, der sich aktiv um gemeindliche Fragen in Cincinnati bemühte, einer der Gründer der ersten Jüdischen Gemeinde dieser Stadt und ein einflussreicher Führer der Republikanischen Partei in diesem Staat war, zählte dreissig Jahre lang zu den intimen Freunden Lincolns. Abraham Hammerslaugh aus Stpringfield. Illinois. Henry Greenbaum aus Chikago und Abraham Dittenhoefer aus New York, ein republikanisches Mitglied des Wahlkollegiums von New York im Jahre 1864, gehörten zu seinen Freunden und Förderern. Sigismund Kaufman aus New York, Gründer eines HilfsVereins und Direktor des Jüdischen Waisenhauses, war 1860 Mitglied des newyorker Wahlkollegiums Als Lincoln die Präsidentschaft antrat, hot er Kaufman den Posten eines Botschafters in Italien an, den dieser jedoch ablehnte. Von dem Bankier Joseph Seligman in New York, liess sich Präsident Lincoln in Finanzfragen beraten. Der chikagoer Kaufmann Atraham Kohn. Vorsitzender der dortigen Gemeinde und ein beliebter Lokalpolitiker, schenkte Lincoln nach seiner Wahl zum Präsidenten zum Zeichen seiner Bewunderung eine von ihm selbst verfertigte, seidene Fahne, auf der der Vers 9 des 1. Kapitels aus dem Buch Joschua eingestickt war: “Ich gebiete dir also, sei fest und stark, zage nicht und sei nicht bange, denn mit dir Ist der Herr, dein Gott, überall wo du gehest.” Ausser der Berufung von tJuden auf hohe militärische und zivile Posten zeugen zwei Amtshandlungen des Präsidenten Lincoln, die von besonderem jüdischen Interesse sind, für seinen der Toleranz und Gerechtigkeit aufgeschlossenen Geist. Es handelt sich um seine vom Parlament angenommene Empfehlung, eine bestehende Bestimmung zu erweitern, die die Ernennung von Armeekaplanen auf “ordinierte Geistliche christlicher Bekentnisse” beschränkte. Hierauf wurden vier jüdische Geistliche ernannt. Die andere Verfügung war die Konsequenz eines stürmischen Protestes während des Bürgerkrieges wegen eines Befehls des Generals Grant, der jüdischen Hausierern das Betreten der Heereslager ver¬ Av. Pte. R. S. PEÑA 846 Buenos Aires Cailles ï BONEI RADE Bmohi^h Aires T. E. 45*7840 — 9707 — 9715 boten hatte, weil einige von diesen des illegalen Handels bezichtigt wurden. Lincoln nahm diesen Befehl zurück mit den Worten: “Ich möchte nicht eine KLsse oder eine Volksgemeinschaft wegen einiger weniger Sünder verurteilt sehen.' In den Regimentern der Union dienten weitaus mehr Juden als ihr Prozentsatz an der gesamten Bevölkerung ausmachte. Lincoln starb an oinem Schabbatmorgen. So erklangen die ersten Stimmen des Entsetzens und der Trauer, die ersten Würdigungen der Grösse dieses Mannes von den Kanzeln der jüdischen Gemeinden. Von den 50.000 Menschen, die nach der Beisetzung in Washington in der Trauerprozession in New York schritten, waren 7.000 Juden. Ueber den Einfluss der Bibel und im besonderen des Alten Testaments auf Lincolns Geist und Seele ist viel geschrieben worden. Eis war das Buch, das er am besten kannte und am meisten liebte und zitierte- In den furchtbaren Jahren vor und während des Bürgerkrieges diente es ihm oft als Quelle der Tröstung und Eingebung. Er hatte eine Vorahnung seines tragischen Todes und sprach von seinem mystischen Gefühl, dass er wie Moses sein Volk an die Küsten des verheissenen Landes führen aber nicht leben werde, um seinen Boden selbst zu betreten. Einer der prominenten amerikanischen Rabbiner jener Zeit, Rabbi Isaac M. Wise aus Cincinnati war der Ansicht, dass Lincoln von jüdischen Ahnen stammte, und versicherte, Lincoln selbst habe ihm dies erzählt. Doch man glaubt, dass dies nur ein Scherz war, denn es gibt keine Tatsachen, die diese Aeusseiung belegen. Es wird oft behauptet, Lincoln sei nicht religiös gewesen. Wenn man sein Leben, seine Briefe un^ Gespräche studiert, so sieht man, dass das Gegenteil der Fall war Er war von einer tiefen Glaubensschwärmerei durchdrungen. Bevor er sein Pflichten als Präsident auf sich nahm, verabschiedete er sich von seinem Heim und seinen alten Freunden mit den folgendem Worten: AH« XXVI. — N* 2118 — 7 „Ich gehe fort und weiss nicht, wann und ob ich wiederkomme. Vor mir liegt eine Aufgabe, die grösser Ist als jete, welche auf Washington lastete. Ohne die Hilfe jenes göttlichen Wesens, das ihm beistand, kann ich mein Ziel nicht erreichen. Mit diesem Beistand kann ich nicht fehlgehen. Im Vertrauen in Ihn. der mich!>egleiten kann. ifflÜÜ * CENTER en Sud UNICAMENTE FRANKLIN NUEVO TELEVISOR SE MIRA Y SE TOCA! Kn 100x100 AUTOMATICO Automáticamente, el televisor Franklin suprime los desenganches horizontales y verticales, fijando la imagen permanentemente, y manteniéndola en su dimensión correcta a pesar de las variaciones de tensión Automáticamente su sintonizador con "memoria' mantiene la sintonización exacta sin que Ud deba graduarla cada vez! Franklin si que es 100x100 automático! 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