Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2102 (5.2.1965)
- Date
- 1965-02-05
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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% — Viernes, 5 de Febrero de 1965 la semana israelita Año XXVI. — N* 2102 ¡Tauziehen um den Orient f «Schluss von Seite 11 'Arabern in freundschaftli eben Beziehungen stehen könne. f Ziehungen deutscherseits in '■ den letzten Monaten ver- | sclilechtert haben, stellt : Marx nicht in Abrede. Umso mehr verwundern die Kom- Jetzt bestünde also, wenn | binationen, die sich um die ¡Nasser nach Bonn käme, die Möglichkeit, die von Gerl Stenmaier begonnenen Ver- I ftüthnungsgespräche weiterzui führen. Unter diesem Aspekt j Bei die Nasser - Eiinladung i durch die Bundesregierung Bu begrüssen, meint der Her. ausgeber der Wochenzeitung der Juden in Deutschland. III. Kombinationen IBei nüchterner "Betrach- ¿Ung dieser Ausführungen ln einer deutsch-jiidicshen Zeitschrift wird man selbst dann zu dem Ergebnis gelan- | gen müssen, dass es sich i Hierbei um Vermutungen und Spekulationen handelt, wenn jnan Resjekt vor jeder Meinung hat. Dass Nasser seine Haltung gegenüber Israel aufgrund einer Rücksprache mit Dr. Gerstenmaier ändert, ist nicht anzunehmen, da Nasser weitgehend festgelegt ist und sein gesamtes Prestige aufs Spiel setzen würde, wenn er plötzlich — und eigentlich unmotiviert — seinen bekannten Standpunkt ändert. Dass die Einladung an Nasser, Deutschland zu beßuchen. aus irgendwelchen Gründen erfolgt sein sollte, die mit dem Staat Israel in Zusammenhang stehen, kann niemand annehmen. Dann wäre es wohl weit eher zu erwarten gewesen, dass die Deutschen endlich ihre Rüstungsexperten aus Aegvp ten zurückziehen, ihren Wiedergutmachung» . Verpflichtungen ln ganz anderer Weiße als in letzter Zeit nachfcornmen und einen gangbaren Weg für die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Israel suchen. Dass sich die deutsch israelischen Be- Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1? izq. nachm. 18—19 Uhr Telefon: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 Einladung Nassers nach Bonn ranken. Natürlich ist es nicht ausgeschlossen, dass ein solcher Besuch Nassers in Bonn auch zu einem Gespräch über die israelische Position führen kann. Möglicherweise wären auch die Deutschen bereit, eine Vermittlerrolle in diesem Konflikt zu spielen. Sie haben dies aber bisher niemals gesagt und erkennen lassen. Immerhin hätte die Bundesregierunghierzu eine Möglichkeit, da sie gewaltige Zahlungen im Rahmen einer Entwicklungshilfe an arabische Länder leistet. Soweit bekannt ist, wurden aber diese Kredite bisher ohne eine Bedingung gewährt, die sich auf die arabische Stellungnahme gegenüber Israel beziehen würde. Im Augenblick besitzen diese Kombinationen noch keinen realen Wert. Das schliesst nicht aus, dass sich die Lage ändert. — IV. Faktor: Unsicherheit Wer die Lage im Mittleren Osten analysieren will, muss den Faktor einer allgemeinen Unsicherheit in seine Betrachtungen einbeziehen. Die mittelöstlichen Verhältnisse sind nicht stabil. Wieweit man erklären kann, Nasser befände sich in einer gesicherten Position, obwohl er seit Jahren am Ruder ist, mag dahingestellt bleiben. Es ist bekannt, dass es nicht unerhebliche Strömungen in Aegypten gibt, die auf einen Sturz oder eine Machtbej grenzung Nassers hinarbei- | ten. Die bedrohliche Formen | annehmende Wirtschaftskri.! se fördret solche Tendenzen 1 Für die Nassersche Strate- | gie bildet Aegypten nur die! Basis seiner Unternehmun- , gen, Projekte und Träume.! In seine Pläne sind alle ara. bischen und sogar alle afri- ■ kanischen Staaten miteinbe 1 zogen. Nur so ist seine Inter j vention im Kongo durch! Waffen- und Soldatenlieferungen. nur so ist seine Expedition in den Yerr.en und sind seine sonstigen Schritte zu verstehen, die im Augenblick den Libanon in den Vordergrund stellen, vorher sich auf Syrien und vor allem Transjordanien bezogen. Die in den verschiedenen Ländern vorherrschenden unsicheren Verhältnisse bringen diese Nassersehen Kombinationen immer wieder ins Wanken. Das hat das Schicksal der ägyptisch-syrischen Föderation deutlich bewiesen, die nach einer kurzen Zeitspanne auseinanderbrach und nur die Fiktion der VAR. der Vereinigten Arabischen PROPIEDADES FRANKENBERG s. R. L. jerät Sie kostenlos nnd inverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAFFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 JUDITH SCHENKOLEWSKI KULTUSSTICKEREIEN Schabbosdeckee - TaiJiebeutel Käppchen Maz zot-Taschen Hand- und Maschinenstickerei von Bett- und Tischwäsche Dr. P. I. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. E. 73-9155 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76-0286 73-1049 I Republik, zurückliess, die i heute ausschliesslich aus Aej gypten besteht. j Inzwischen ist eine Mel- 1 düng durch die Weltpresse! gegangen, dass in Damaskus! nicht weniger als acht Todesurteile gefällt worden seien. Die Verurteilten seilen an einem Streik gegen die Regierung teilgenommen haben. Wenn das Streikrecht negiert wird, darf man auf eine rücksichtlose Diktatur schliessen. Demi in jedem freien Land haben die Arbeiter und haben alle anderen das Recht, durch einem Streik ihrer Unzufriedenheit mit irgendeinem herrschenden Zustand oder mit einer Massnahme der Regierung Ausdruck zu verleihen. Aber es dürfte sich bei diesem Fall nicht um einen Streik im gewöhnlichen Sinne dieses Wortes handeln. Denn aus Kairo wird berichtet, dass es sich bei den Verurteilten um eine Gruppe handelt, die den Sturz der Regierung geplant hätte. Da Zensur in Syrien waltet, wird es schwer sein, die volle Wahrheit zu erfahren. Auch diese Nachricht zeigt die Unsicherheit in den arabischen Ländern, in denen Militärtribunale freigiebig Todesurteile ''allen. Unter solchen Bedingungen ist es schwer, eine planende Politik zu treiben. Denn das heutige Regime kann morgen bereits von einem anderen abgelöst werden Man kann nur wiederholen. was schon zu wiederhol ten Malen gesagt worden ist: das einzige Land, in dem die Regierung den Generalstabschef ernennt und nicht der Generalstab die Regierung, ist Israel... V. W affenlieferungen In den Händen boliviani scher Revolutionäre und kongolesischer Rebellen sind Waffen aus dem Ostblock aufgetaucht. Durch die Strassen von Algier rumpelten Panzer sowjetischer Herkunft in Paradeformation. Auf dem Flugplatz der kambodschanischen Hauptstadt Pnom Penh inspizierte Staatschef Norodom Sihanouk Luftabwehrgeschütze russischer Bauart. Aus Kairo reiste Marsehall Amer zur Entgegennahme neuer Hilfsversprechen an Rüstungsgütern nach Moskau. In Neu Delhi verkündete Aussenminister Singh vor dem Parlament, die Sowjetunion habe die Einhaltung der Waffenversprech ungen zugesagt. Das sind Meldungen aus wenigen Wochen. Die Liste ist nicht vollständig. aber sie zeigt, welchen Umfang der Export „in Stahl und Pulver“ angenommen hat, mit dem Moskau Neutrale wie Revolutionäre lockt. Die neuen Herren des MOHEL N. PLAKSIN Superi 2719 T. E, 76-6784 u. 76-2312 JACOB LAPIDUS dipt. Mohel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2U37 4’ B, 46-1716 und 48-2124 Handelsminister Jerusalem. — Ghaim Zadok, Mitglied der Mapai und Deputierter, wurde zum Handels- und Industrieminister ernannt. Bisher hatte Finanzminister Pinchas Sapir dieses Portefeuille inne. Hiermit stieg die Zahl der Mapai-Minister im Kabinett auf zwölf. Man nimmt an, dass die übrigen Partner in der Koalition mit der Ernennung einverstanden sind. Zadok ist Anwalt und seit 1959 Knesset-Abgeordneter. Er war Präsident der Kommission, die die kürzliche Reform der Steuergesetze ausarbeitete. (ITA) Kreml sind entschlossen, das Erbe Krutschews auch in dieser Hinsicht weiterzu. führen. Wie Krutschew seit bald zehn Jahren, werden auch Breschnew und Kossygin sich als Waffenschmiede der sogenannten .Dritten Welt“ gebärden. Einige tausend Panzer und Bomber sowjetischer Herkunft sind in der farbigen Welt zum Standard des nationalen Selbstbewusstseins erhoben worden... So jedenfalls berichten die Zeitungen der westlichen Weltpresse. Diese Nachrichten sind keine Vermutungen, sondern spiegeln Tatsachen wider. Man sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass mit diesen Feststellungen erst die Vorausset. zungen zum Einschreiten gegeben sind. Aber man schreitet nicht ein. Man begnügt sich damit, auf die bösen Russen zu zeigen, was sie alles tun, um die .Dritte Welt“, und vor allem die arabischen I.änder, aufzurüsten. Durch diese aufpeitschende Art der Berichterstattung ward jedoch kein klares Bild vermittelt. Wollen die westlichen Länder damit etwa behaupten, dass aus ihren Waffenschmieden an alle die genannten Länder und an viele andere mehr keine Waffen geliefert werden? Rollen wirklich nur sowjetische Panzer durch Algiers Strassen. Beeilte sieih Marschall Amer aus Kairo nur zur Empfangnahme russischer Rüstungshilfe? Die Amerikaner, die Briten, die Franzosen, die Deutschen sahen dieser russischen Geschäftigkeit und Geschäftstüchtigkeit tatenlos zu? Hat Nasser nicht auch so viele amerikanische Waffen bekommen, wie er wollte? Auf diese Fragen wurde keine Antwort gegeben. Das ist auch nicht erforderlich, Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN a. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo., Mitt., Frei., 15—19 Uhr Samst. 14—16 Uhr. OLÄZAB.4L 2512 - 76-7980 Privat 52 7734 Dr. B. Schwanz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 - 52-821* RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 denn man kennt die Wahrheit. .. VI, Am Tiberias-See Woher stammen die Waffen und die Munition, mit j denen die Syrer von Zeit zu j Zeit auf friedliche Acker.! bauern Israels schiessen? Nur von den Russen? Die UN Kontroll-Offiziere könnten auf diese Frage eine umfassende Auskunft erteilen. Aber hierüber herrscht ein allgemeines Schweigen. An der Sachlage ändert sich nichts, wenn die Gerüchte zutreffen sollten, dass Israel Waffen von den Deutschen erhalten werde. Dies würde den unglückseligen Rüstungswettlauf im Orient nur noch deutlicher machen. VII. Aufbau statt Kanonen Die Tatsache, dass Israel gut aufgeriistet ist, verleiht dem jungen jüdischen Staat neben seinem hoch qualifizierten Heer die Sicherheit auf jeden Fall vorbereitet zu sein. Israel weiss, dass es sich letztenendes nur auf sich selbst verlassen kann Die Araber wissen auch, dass es gefährlich ist, Israel anzu. greifen. Die Alarmbereitschaft Israels ist die Antwort auf eine ungesunde Situation. Dass die Westmächte sich auf Israel verlassen, ist fiir sie bequem. Eine Lösung der bestehenden Probleme ist dies nicht. Deswegen wäre es objektiv U SEMANA ISRAELITA Semanario — aparece los Viernes. Editado por Estrellas Editorial Llda. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190 1» izq. T. E. 83-2613 Abono-Preise: Argentinien: $ 500.— pro Jahr Ausl. $ 800.— jährl. Jüdische Stadtraetin Antwerpen. — Die Sekretärin des Zentralen jüdischen Konsistoriums, Frau Anne Marinover, zieht als erstes jüdisches Mitglied in den Stadtrat ein. geboten, dass der Westen aus seiner Lethargie heraustritt and schritte unternimmt, die zu einer wirklichen Lösung der Mittelostfragen führen. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Stellungnahme oder Gleichgültigkeit der führenden westlichen Mächte ihnen die Möglichkeit offen lässt, mit beiden Seiten zu paktieren und ihre Geschäfte zu machen. Ein prinzipieller Unterschied in der westlichen und ln der östlichen Haltung in dieser Hinsicht ist jedenfalls I nicht ohne weiteres zu erkennen. — ENFERMEDADES DE LOS HUESOS y ARTICULACIONES — RADIOGRAFIAS Prof. Dr. BLUMENFELD Prof. de la Facultad, Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israelita. Trasladó su consultorio a J. E. URIBURU 285 T. E. 47 5875 — 41-2331 y 41-2240 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES VERREIST IM FEBRUAR Vertreter im Consultorio: Dr. HERSZKOWICZ CUBA 2 i 41 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 Consultas: Montag bis Freitag. 15—18 Uhr Eilige Anruie: 70*4484 oder bei Dr. SANGUINETTI: 76 2406 Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. JOSE HERNANDEZ 2518, T.E. 76 8673 u. 73-0500 Dr. L KLEIN - Médico Magenlind Darmkrankheiten Roentgen-Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: Montag, Dienstag, Mittwoch u- Freitag von 15—19 Uhr Es wird gebeten, sich vorher telefonisch anzumelden. SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542 6