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Jüdische Wochenschau · 1965-01-08 · 2098 (8.1.1965) · p. [Seite 7]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2098 (8.1.1965)
Date
1965-01-08
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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focrnt« * de Enero de 1965 LA SEMANA ISRAELITA Ano XXVI. N° 2008 ROp(¡o ■ E., B: turtle“ hen PfianJ1151^® t'Zu cJn^ hi“ ¡¿ïyjï Te-Wäirt» “U a* von Wa, (üe ’ Q. ^Wälder, und 5 ’ d!r5t!.dk;Ju'>aisohen I Die Ge! 1 ®r vom KRL ia mZ r 70 Millionen die I cne von 650.000 Du. Stei “•*5. i “ “ §esamtea i 1 Welt Bau ne sperr;!m “an nicht nur ■ l0na,e Pflicht, soni npft zugleich gegen 1 * an, verschönert ndschaft uud trägt i dass sich die Ber. i i eines Tages in ein I liebliches Gewand j «■den. telpunkt de6 allge.! uteresses steht ge-! der John F. Kenlenswald, der eine äume zählen und 1 i-merika-Israel.Frei- 1 im felsigen Berga angrenzen wird, jüdische Volk, in- •halb Israels, sieht darin, an diesem :k teilzuhaben. ahrstag der Bä nerzu erneut aufge. irinnerung an den Präsidenten Ken. sagte: ren Kajemet Lejistt eine der konn Leistungen des auf den Gebieten ihrt und Sozialent- ER erweisun? zu wollen ... m/n WOr- 4: m/n 200. ¡4; m/i* ¡4: w/n 500.- vünßchte á Die Bedrohung der Tffinp Bericht des Wirtschafte- und Sozialrates der Vereinten Nationen zufolge, der sich mit den Bevölkerungsbewegungen auf der Erde beschäftigt, wird die Menschheit von den gegenwärtigen drei Milliarden im Jahre 1908 auf vier und bis Bnde des Jahrhunderts bereits auf sieben Milliarden geelen angewachsen sein. Man braucht kein Pessimist zu sein, um durch eine solche Entwicklung beunruhigt zu werden. Das primitivste Streitobjekt in der prähistorischen Zeit war bekanntlich der Kampf um die Weidefläche, Nomaden brauchten Futter für ihre Tiere, und falls der bessere Boden bereite von anderen Nomaden besetzt war, kam es zum „Krieg“. Heutzutage haben Kriege politische Beweggründe. Aber politische Krisen kommen und gehen, menschliche Konflikte können auch von Menschen geschlichtet werden. Die Ursache jener Kriege jedoch liegt tiefer, und manchmal scheint es, dass Kriege ebenso wie Seuchen, Hungersnot, Ueberschwemmungen und andere Massenkatastrophen, ein Mittel der Natur wären, um ihr gestörtes Gleichgewicht wiederherzustellen oder Konsum und Produktion in Einklang zu bringen. Sollte man das Kommen eines Atomkrieges für unabwendbar halten, so nicht darum, weil Staatsmänner Fehler machen, sondern weil die Erde zu klein für die Menschheit wird. Man hat ausgerechnet, dass beim gegenwärtigen Wachstum die Erde in 600 Jahren jedem Menschen nur noch einen einzigen Quadratmeter Raum zur Verfügung stellen könnte, und das einschliesslich aller Wüsten, Hochgebirge und arktischen Zonen. Aber wir brauchen garnicht von der fer. ou HERBERT FREEDEN nen Zukunft zu sprechen, von der wir uns sowieso kein Bild machen können. Nehmen wir das Jahr 2000. Das Jahr 2000 liegt nicht weiter in der Zukunft als das Jahr 1228 in der Vergangenheit. Bis zu jenem Zeitpunkt wird sich die Erdbevölkerung mehr als verdoppeln. Die Schätzungen über die Grenze der Aufnahmefähigkeit der Erde an Menschen schwanken zwischen 5 und 16 Milliarden. Der Bericht der Vereinten Nationen verweist auf den Fortschritt der Wissenschaft in der Ausnutzung der lebenden schätze der Meere und der Verwendung der Sonnen- und Atomenergie. Aber er bezweifelt, dass die Aufnahmefähigkeit der Erde allein von derartigen technischen Fortschritten abhängt. Nach seiner Auffassung würde eine solche intensive Ausnutzung der vorhandenen Hilfsquellen eine ständig zunehmende Spezialisierung und diese wiederum ein perfektes Funktionieren der menschlichen Gemeinschaft voraussetzen. Das wiederum ist nur durch ein ausserordentliches Mass an individueller Disziplin und Beschränkung möglich. Erfordernisse, denen in den Worten des Berichts, „deutliche Grenzen“ gesetzt sind. Jeder grössere Einbruch in das soziale Gefüge würde viele Erfolge vissenschaftlischen Fortschritte zur Erhaltung der Menschheit zerstören. Um auf das Datum des Jahres 2000 zurückzukommen — die technischen Fortschritte und die internationale Zusammenarbeit müssten wirkungsvoller sein als in den vergangenen Jahren, um den sieben Milliarden Menschen ein Minimum an menschenwürdigem Dasein zu sichern. 0LAMENU“ TEL AVIV POB 3002 ISRAEL NEUERSCHEINUNGEN DES VERLAGES GOLD: Geschichte der Juden in der Bukowina I., Gro6soktavformat — 180 Textseiten — 42 Bildertafeln 239 Illustrationen Ganzleinenbcmd $ 20.00 — Luxusausgabe $ 35.00 GOLD: Geschichte der Juden in der Bukowina II., Grossoktavformat — 232 Textseiten *— 51 Bildertafeln 457 Illustrationen Ganzleinenband $ 20.00 — Luxusausgabe $ 35.00 j SUBSKRIPTIONS-EINLADUNG GOLD: Geschichte der Juden in Wien ERMAESSIGTER SUBSKRIPTIONSPREIS: Vor Erscheinen $ 20.—, nach Erscheinen $ 30.— BILDPROSPEKT KOSTENLOS DURCH: Edition „0LAMENU“ TEL AVIV. P.O.B. 3002, ISRAEL Alle Publikationen erscheinen In deutscner Sprache Die Preise sind in U$A-Dollar angegeben. Die Wachstumsraten für die einzelnen Teil der Erde variieren sehr. Gegenwärtig umfassen die technisch fortgeschrittenen Gebiete etwa ein Drittel der Weltbevölkerung. Am Ende des Jahrhunderts wird ihr Anteil auf ein Viertel, möglicherweise auf ein Fünftel herabgesunken sein. Die Bevölkerung der weniger entwickelten Länder wächst immer schneller, da die noch hohen Sterblichkeitsraten ständig abnehmen, während die Kindersterblichkeit bereite wesentlich zurückgegangen ist, sodass ein grösserer Teil der Bevölkerung ins zeugungsfähig Alter kommt. Nach dem Bericht wird sich die Bevölkerung Europas einschliesslich der Sowjetunion bis zum Jahrhundertende verdoppeln, die des grössten Teiles der Erde dagegen vervierfachen, und die Lateinamerikas sogar verzehnfachen. Afrikas Anteil an der Weltbevölkerung wird sich nicht wesentlich ändern und der von Nordamerika voraussichtlich fallen. Lateinamerika wird so zunehmen, dass es die heutigen Bevölkerungszahlen von Nordamerika und Afrika überholen dürfte: Mehr als die Hälfte der Menschheit lebt in Asien, und sein Anteil wird bis zum Jahre 2000 auf Dreifünftel anwachsen. Der Anteil Europas, selbst einschliesslich der USSR, wird weiter zurückgehen. Zu Beginn des Jahrhunderte kamen auf einen Europäer zwei Asiaten: zu seinem Ende ward das Verhältnis eins zu vier sein. Wenn man bedenkt, dass bereits heute die Hälfte der Erdbevölkerung in den Monsumgebieten Asiens lebt, und dass heute bereits grosse Anstrengungen notwendig sind, um der bestehenden Armut zu begegnen, so kann man sich die Perspektiven für das Jahr 2000 selber au.!rralen. Wenn man nicht daran glauben will, dass nur ein Atomkrieg das Wachstum der Menschheit aufhalten kann, das innerhalb der nächsten drei Jahrzehnte die wirtschaftlichen und sozialen Möglichkeiten überschreitet was dann? Der oben zitierte Bericht betont die ernste Notwendigkeit der von der indischen und neuerdings, auch chinesischen Regierung empfohlenen Massnahmen, das Wachstum der Bevölkerung abzuschwächen (Geburtenkontrolle, u. a.). Allein jedoch dürften solche freiwilligen Schritte nicht entscheidend sein. Fortschritt in der Hygiene und Medizin sind in nicht unbeträchtlichem Masse gerade die Ursachen der eventuellen Weltkatastrophe. Der Bericht sieht deshalb als einzige Alternative zur Beschränkung der Geburtenfreudigkeit die Rückkehr zu einer fortdauernd hohen Sterblichkeit. Wie gesagt die Menschheit droht an ihren eigenen Errungenschaften zugrunde zu gehen; ob es moralisch gerechtfertigt ist einige dieser Errungenschaften einem Teile der Menschheit zu entziehen, ist allerdings eine Frage, die den Rahmen dieser kleinen Untersuchung sprengen würde. WITZ IN ISRAEL: Las neue Kabinett Eshkol „Fast wie neu!“ Die Araber in den UN Vereinte Nationen. — Manche Leute lieben es, sich in ein Abenteuer mit grossem Geschrei zu stürzen, obwohl sie wissen, dass es kläglich enden wird. Die Araber sind anders. Von Mitte November an bis zum Jahresende haben sie zuerst im Sicherheitsrat und später in der Generalversammlung über ihr Unglück gejammert. Von den 115 Mitgliedern der Vereinten Nationen fordern 102 den Frieden und internationale Zusammenarbeit. Aber die 13 arabischen Staaten wussten, dass die Mehrheit im Irrtum ist. Die Araber widersetzen sich nicht etwa dem Frieden, noch hassen sie die internationale Zusammenarbeit, solange sieh die se nur auf sie selbst bezieht Sie fordern auch die Freiheit, Israel zu hassen. Sie zögern nicht, das Prinzip der territorialen Unverletzlichkeit zu schlucken, nur •wollen sie Israel hiervon ausgeschlossen wissen. Da sich jedoch die übrigen 102 Mitglieder über den neuartigen Vörschlag der widerspenstigen 13 Araberstaaten nicht einig werden konnten, so war das UN-Barometer den Arabern nicht günstig. Selbst ihre russischen Freunde verspürten Mitleid mit ihnen. Man kann von den Russen sagen, was man will, aber man muss zugeben, dass sie Charakter beweisen, und das kann man von den Arabern nicht behaupten. Betrachten wir zum Beispiel die fünfwöchige Debatte im Sicherheitsrat über die Schüsse, die an der Grenze zwischen Syrien und Israel fielen. Die Syrer wa- Chinesische Juden sterben aus New York. — Die Juden heit Chinas ist praktisch im Aussterben begriffen. Vor 20 Jahren lebten dort 25.000 Juden. Heute sind 26 Juden im jüdischen Gemeinderat von Shanghai registriert, von denen 20 in Shanghai selbst und 6 in Charbin leben. Die Tätigkeit des Gemeinderates beschränkt sich auf die Sorge für bedürftige Ju den, die jüdische Erziehung der wenigen Kinder, die Pflege der Friedhöfe und die Ausstellung" von Bescheinigungen für ehemalige Mit glieder der Gemeinde, die während des Zweiten Welt krieges in Shanghai interniert waren und ihre Ansprüche auf Wiedergutmachung beweisen müssen, — (ITA) von SAUL CARS0N ren die Ersten, die den Sicherheitsrat anriefen und sich über die israelische Ag. gression beklagten. Diesmal waren sie fest davon überzeugt, dass sie recht bekommen würden. Hatten denn die Israelis nicht zugegeben, dass sie in den syrischen Luftraum eingedrungen waren und syrische Positionen bombardierten, die „nur“ den Kibbuz Dan unaufhörlich unter Beschuss hielten? Es stimmt, dass Israel nicht nur diese Operation zu. gab sondern sich auch des Erfolgs seiner Luftwaffe gerühmt hatte. Und was tat der Sicherheitsrat? Anstatt Israel zu verurteilen, wollte er eine Resolution annehmen, in der er das „unschuldige“ Syrien und das „augriffslustige“ Israel auf die gleiche Stufe stellte und beide Parteien gleicherweise ermahnte, die Schiessereien einzustellen. Allerdings unterbreitete Ma. rokko, das einzige arabische Ratemitglied, einen Resolutionsentwurf, in dem Israel streng verurteilt wurde. Aller es erreichte nur, dass seine zwei kommunistischen Kollegen, Sowjetrussland und die Tschechoslowakei, „Ja“ dazu sagten. Die übrigen 8 Mitglieder enthielten sich der Stimme. Di zumindest sieben stimmen für die Annahme eines Beschlusses erforderlich sind, so erlitt Marokko als Repräsentant der Araber eine Niederlage. Zwar wollten die Russen ihren arabischen Schützlingen anscheinend helfen. Als die zahme englisch - amerikanische Resolution zur Abstimmung gelangte, legten die Russen ihr Veto ein, so d» ss der Vorschlag erfolglos b.ieb. Auf den ersten Sitzungen des Sicherheitsrates hatten die Syrer lange Reden geschwungen. Nachdem die R-u&sen ihre Veto ausgesprochen hatten, hielt der syrische Delegierte nochmals eine endlose Rede, in der er sein Leid weinte, aber niemand bot ihm ein Taschentuch an, damit er seine Tränen trocknen könne. Später tagte die Generalversammlung. Neun Archer hatten gesprochen und Israel den Krieg erklärt. Ein einziger Israeli, Abba Efaan, forderte Anstand und Frieden. Er kündigte gleichzeitig an, dass die sogen. .Organisation für die Befreiung Palästinas“, die er „Organisation für die Vernichtung Israels“ nannte, keine Fortschritte machen würde, weil Israel sich in Zukunft ebenso wie in der Vergangenheit verteidigen werde, und weil der Rest der Welt, nämlich 102 Nationen, nicht mit den Arabern einig ist. Müt der typischen arabischen Ritterliclikeit antworteten zwei Araber der Stimme Eibans. Die Versammlung gähnte hörbar. Und hiermit schloss sie ihre Sitzungen vor den Weihnachts- und Neujahrstagen. Juden in Berlin Berlin. — In Westberlin beträgt die Anzahl der jüdischen Gemeindemitglieder heute 6.000. 1933 lebten 180.000 Juden in Berlin. Bitten sprechen wir aus: 1. Die noch Fehlenden sollten nun ihre wuerdige Beisteuerung ueberweisen. 2. Diejenigen, die bisher nur gezeichnet, aber noch nicht gezahlt haben, sind ersucht, dies jetzt zu tun. 3. Die Quotenzahler sollten so freundich sein, mehrere Quoten auf einmal zu entrichten, um uns zu helfen, unnoetige Unkosten hier Inkasso zu vermeiden. COMITE CENTROEUROPEO DE LA CAMPAÑA UNIDA (Keren Haiesseth Sarmiento 2376, III. — T. E. 47-3820

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