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Jüdische Wochenschau · 1964-12-04 · 2093 (4.12.1964) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2093 (4.12.1964)
Date
1964-12-04
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Viernes, 4 de Diciembre de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV, — Nç 2093 — 5 Ereignisse der Woche ^as d&rf sich nie wieder (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 4) tung dieses Krankenhauses, nicht nur für die jüdische Kollektivität, und die Leistungen, die auf medizinischem und sozialem Gebiet von diesem Krankenhaus erzielt wurden, sind an dieser Stelle schon oft gewürdigt worden. Aus Gründen, auf die wir hier — jedenfalls im Augenblick — nicht einge. hen wollen, ist die Anteilnahme unseres Sektors an den Arbeiten des Krankenhauses nicht so stark, wie dies erwünscht wäre. Viel zu wenige Menschen sind bereit, sich für die ehrenamtliche Arbeit zur Verfügung zu steilen, die für dieses grosse Werk der Menschenliebe und der Hilfsbereitschaft gebraucht werden. GRT.Kurse Die ORT-Argentina eröffnet* eine Serie von Kursen für höhere Elektronik, die von einer beachtlichen Reihe von Schülern besucht werden. Die Eröffnung fand in Gegenwart dies NationrSdeputierten Manuel Belnicoff und des Rates an der israelischen Botschaft. Dr. Gefen, statt. Kinder-Zeichnungen Wie alljährlich zeigt die TARBUT-Schule eine Ausstellung von Schüler Zeich. nungen, die unter vielen Gesichtspunkten interessant sind und allgemeine Aufmerksamkeit, jedenfalls eines pädagogisch interessierten Publikums, in Anspruch nah. men dürfen. — Im Andenken an Dr. M. Satanowsky Das Hospital Esrah hat am vergangenen Sonntag einen seiner Säle nach dem gewaltsam aus dem Leben geschiedenen argentinisch . jüdischen Rechtsanwalt Dr. Marcos Satanowsky benannt, um auf diese Weise das Andenken eines Mannes zu ehren, der ein treuer Diener der Interessen seines Landes und ein vorbildlicher Lehrer der Jugend war. In Dr. Sata nowsky hatte die argentinisch-jüdische Symbiose einen glücklichen Ausdruck gefunden. Sein Beitrag zum Fortschritt seines Geburtslands Argentinien auf dem Gebiet des Rechtswesens bildete für ihn kein Hindernis die Tradition seiner Väter zu pflegen und sich als grosser Freunde Israels zu beweisen. Er war stets an jüdischen Dingen und kulturellen und wohltätigen Institutionen der jüdischen Gemeinschaft j interessiert, denen er in den meisten Fällen und stets ad honorem als juristischer Berater diente. Er gehörte zu den Gründern der Sociedad Hebraica Argentina und war aktiver Mitarbeiter in der Gesellschaft der Freunde der Hebräischen Universität. Die Ehrung, die das Hospital Esrah dem Andenken an Dr. Satanowsky gezollt hat, ist der Ausdruck des Dankes, den die jüdische Kollektiv! tat einem ihrer hervorragendsten Vertreter schuldet der vor nunmehr sieben Jahren das Opfer eines feigen Attentats wurde. Dank an einen Bischof Eine Delegation der DAIA und das Jüdischen Weltkongresses unter Führung der Herren Isaac Goldenberg, Moisés Goldman und Mark Turkow stattete anlässlich der Anwesenheit des Bischofs von Dänemark, Pastor Dr. Hans FuglsangDamgaard, der in Begleitung der Prinzessin Benedikte in Argnetinien weilte, diesem im Sitz der Dänischen Kirche in Buenos Aires einen Besuch ab. Die Delegation nahm Gelegenheit, Dr. Dam. gaard in seiner Eigenschaft als Oberhaupt der Kirche von Dänemark für sein selbstloses Eintreten für die jüdische Bevölkerung des Landes zur Zeit der Besetzung durch die Nazis zu danken, das er in Gemeinschaft mit dem Königshaus und der Bevölkerung Dänemarks bewiesen hat. Bischof Damgaard zeigte sich von diesem Besuch bewegt und berichtete von verschiedenen Episoden aus jener schrecklichen Zeit. Er schilderte, wie die dänische Kirche den Juden half, und beschrieb u. a. auch die Ret- DEINE SPARKASSE DEIN HOBBY STAMPS CENTER 94 AHenby Rd. TEL AVIV P. O B. 4444 JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 AUTQ - REPARATUR . WERKSTATT „BENO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 XEcke Monroe) T. E. 51 - 2205 tung der Thora-Rollen, die die Nazis aus den geschändeten Synagogen geraubt hatten. Er unterliess es auch nicht, die aufopfernde Haltung des Königs Christian zu rühmen, der unter Gefahr für seine eigenes Leben zur Verteidigung der menschlichen Würde auftrat. Pastor Boas und seine Gattin, in deren Haus Dr. Damgaard weilte, bewirteten ihre Gäste mit einem Glas Wein und bezeugte ihnen in jeder Weise herzliche Gastfreundschaft. Lehrerseminar Aus Israel traf der neue Direktor des Jüdischen Ieh. rerseminars des Vaad Hachinuch, Herr Jehuda Eloni. ein. um die Arbeit der Lehranstalt zu reorganisieren. Herr Eloni ist in Berlin geboren und hat dort das Gymnasium besucht. Elt' wandert* im Jahre 1934 mit der Jugend Ali ja nach Erez Israel aus, wo er im Kibbuz Makwe Israel seine Ausbildung erhielt. Später lebte er in Dagania. Fr absolvierte die Hebräische Universität, an der er Geschichte und Volkswirtschaft studierte. Zuletzt war Eloni Direktor des Städtischen Gymnasiums in Cholon und Professor am Lehrerseminar in Tel Aviv. Herr Eloni kam in Begleitung seiner Frau, die auch Lehrerin ist und von der Tarbut-Schule in Olivos engagiert wurd.e sowie seiner Kinder nach Argentinien. Eine untergehende Gemeinde In früherer Zeit bestand auf der Insel Rhodos eine blühende jüdische Gemeinde von 4.000 Mitgliedern. Nach dem Kriege waren es noch 15, und seither sind 22 aus Aegypten und aus der griechischen Stadt Volos, die im Jahre 1954 von einem Erdbeben zerstört wurde, hinzugekommen. Von den vier im Kriege zerstörten Synagogen ist eine wieder aufgebaut worden. Die Mittel stammten aus dem erbenlosen Vermögen der Juden von Rhodos. Die Gemeinde kann sich selbst erhalten. Sie benötigt keine Beiträge von der Claims Conference oder vom Joint. Sie erhält immer noch Beiträge von ihren früheren Mitgliedern im europäischen Ausland und Uebersee. Von den früher 4.000 Juden lebten bei der Besetzung durch die Deutschen noch 2.500 auf der Insel. Von diesen wurden die meisten nach Auschwitz deportiert, nur 250 konnten sich nach Palästina oder an die türkische Küste retten. Die Insel Rhodos wurde im Jahre 1912 von der Türkei an Italien abgetreten. Nach der Landung der alliierten Truppen und im Friedensvertrag vom Jahre 1947 ging die Insel an Griechenland. Ein treuer Leser unserer Zeitung übergab uns zwei Ausgaben der deutschen Zeitung „Oberwesterwald", eines Provinzblattes, das über die Einweihung eines Denkmals zur Erinnerung an die deportierten Juden aus Meufh berichtet, die im Zuge der nationalsozialistischen Zwangsmassnahmen ums Leben gekommen, oder besser gesagt, ums Leben gebracht worden sind. Wo Hegt Menth?, wird jeder fragen, der nicht auch aus „dieser“ Gegend ist. Der Schreiber dieser Zeilen war ebenfalls neugierig unr suchte im Lexikon, aber weder in der alten noch in der neuen Ausgabe war dieser Ort erwähnt. So wurde der deutsche Atlas Velhagen und Klasing herangezogen, der wirklich die kleinsten Plätze überall auf der Erde verzeichnet. Meudt, ein Dorf oder ein Flecken ist natürlich auch zu finden, nicht weit von Westerburg, Hadamar und Montabaur im Mittleren Rheingebiet. Immerhin hat es dort, wie wir der zitierten Zeitung entnehmen können, 1938 noch immer 49 jüdische Personen“ gegeben, von denen sich 24 durch Auswanderung retten konnten, 25 wurden deportiert. , 24 davon sind umgekommen, während ei-! ner, Herr Ludwig Falkenstein sich retten : konnte und in sein Heimatdorf zurückge. : kehrt ist... Offensichtlich auf seine Initiative wurde n s* li Einholung der Zustimmung aller; zuständigen Instanzen das Denkmal er- 1 richtet, das jetzt eingeweiht worden ist.; Wie der Bürgermeister bei dieser Gelegen« heit erwähnte, habe es beieiis 1722 ehre, j re jüdische Familien in Meudt gegeben. Ein Rabbiner hielt die Gedenkrede, in der i er ausdrücklich erwähnte, da-s die „-Sühne! in keiner Weise dem millionenfachen! Mord entsprecne“. Aus allen Reden klang clor aufrechte Wüllen hervor, die Bevölkerung aufzufordern, damit sie aus dem Geschehenen lerne und wiedergutmache, „soweit dies überhaupt noch möglich sei", wie der Landrat in seinen Ausführungen beionte. Die Worte, die dann der e nzige Heberlebende der Deportationen, Ludwig Falkenstein, mit eingebrannter Auschwitz- Nummer, an alle Anwesenden richtete, hinterliessen trotz oder gerade wegen ihrer Schlichtheit einen tiefen Eindruck. Literarische Notizen Ihr Begleiter im Beruf, für die Reise und bei Festlichkeiten Carlton-Kleidung * MASSKLEIDUNG * FERTIGKLEIDUNG * LOHNANFERTIGUNG Ernst Koppel Mcripü 982 TeL 31-7845 Gastspiel In dem mit grossen Kosten zu einem Festspielhaus umgebauten exklusiven „Theater an der Wien“ fand ein interessantes Gastspiel des staatlichen Warschauer „Jiddische Theater", das unter der künstlerischen Leitung der berühmten Schauspielerin Ida Kaminska steht, statt. Gedenkausstellung In Jad Waschern fand eine Ausstellung zum Gedenken an die Juden aus der Tschechoslowakei statt. Die Ausstellung zeigte Leihgaben des Staatlichen Museums in Prag, Photos und Dokumente über den Untergang des dortigen Judentums. Im Mittelpunkt stand das Lager Theresienstadt. Nelly.Sachs-Preis für Johanna Moosdorf Der von der Stadt Dortmund im Ja-hre 1961 gestiftete Nelly-Sachs-Kulturpreis, der alle zwei Jahre verliehen wird und erstmalig Nelly Sachs zugefallen war. wurde für 1963 der Schriftstellerin Johanna Moosdorf für ihren Roman „Nebenan“ und für das Hörspiel „Blinder Spiegel“ verliehen. Ehrenmitglied Professor A. L. Goodhart, Q. C., Master der Universität Oxford, der als erster Jude Leiter eines College in Oxford war, wurde zum Ehrenmitglied des Oxford University College ernannt. Institut für Jüdisches Wissen Ein Institut für jüdisches Wissen wurde in New York errichtet, das Verwaltungsmitgliedern jüdischer Gemeinschaftszentren zur weiteren Ausbildung dienen soll. Es soll grundlegende jüdische Kenntnisse und Informationen für Gemeindeführer vermitteln, die für die Bereicherung der kulturellen Programme der jüdischen Gemeindezentren verantwortlich sind. Universität Tel Aviv Vor kurzem hat Dr. Georg S. Wise das Präsidium der Tel Aviver Universität übernommen, die sich in einer entscheidenden Phase des Aufbaus und Ausbaus befindet. Dr. Wise bezeichnet* in einer Ansprache als erste Notwendigkeit die Fertigstellung der wichtigsten Bauten auf dem neuen Universitätsgelände in Ramat Aviv an der nördlichen Stadtgrerze von Tel Aviv und die Ergänzung und Erweiterung des Lehrkörpers. SPEZIALPREISE fuer FLVGPASSAGEN nach BARILOCHE zu erfragen bei: VIA WIND 25 DE MAYO 189 T. E. 34.6919 HOTEL LAGO Inhaber: Leo Kahn RIO CEBALL0S — SIERRAS DE CORDOBA CASILLA CORREO 34 Auskunft in Buenos Aires: 76.2009 v. 8—10 Uhr BEKANNT DURCH AUFMERKSAME BEDIENUNG UND HERRLICHE LAGE ALFREDO STERN MALERARBEITEN ALLER ART Departamentos — Büros — Haeuser — Fabriken Unverbindliche Kostenvoranschläge für jede Arbeit T.E. 76*7281 y 76-9088 Virrey del Pino 2639 DEPOSITO: V. de!a Plaza 1779

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