Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2092 (27.11.1964)
- Date
- 1964-11-27
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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fferatof, 27 de Noviembre de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. — Ni 2092 — Sf Verhaftung libanesischer Spione Tel Aviv. — Israel fing im Laufe von zwei Wochen drei ¡arabische Spionagegruppen ab und tötete bei diesen Gelegenheiten drei Spione, während vier gefangen genommen wurden, von denen einer verwundet war. Dies teilte ein Sprecher der Israel- Armee mit. Bei diesen Aktionen wurden drei Israelis leicht und einer schwer verwundet. Die Zwischenfälle spielten sich zwischen dem 24. Oktober und 6. November an Israels nördlicher Grenze ab. Die Vernehmung der Gefangenen und die Prüfung der Beweise ergaben dass die Spione vom „Zweiten Bij _ ro“ unter dem Kommando des Hauptmanns Samir Khatib von der Spionage-Abteilung der libanesischen Armee, und Hauptmann Abbas Hadman, Chef des libanesischen Spionagebüros für Israel, auf israelisches Territorium entsandt wurden. Zwei der Gruppen waren direkt in Israel eingedrungen während die dritte auf dem Umweg über Syrien israelischen Boden betreten hatte. Die erste Gruppe wurde von israelischen Grenzpatrouillen gestellt, als sie versuchte, von der hauptsächlich von Arabern bewohnten israelischen Stadt Nazaret aus wieder an die Grenze zu gelangen. Anscheinend hatten die Infiltranten in Nazaret den Versuch unternommen, Einwohner dieser Stadt zur Spionage zu überreden. Nach einem kurzen Gefecht konnte diese erste Gruppe von zwei Arabern, die als Spione bekannt sind, in den Bergen von Meon dingfest gemacht werden. Eine zweite Gruppe von Arabern wurde am 3. November in Westgaliläa überrascht. Die Infiltranten versuchten zu fliehen doch die Israelis hatten alle Grenz. Übergänge scharf bewacht, so dass die arabischen Spione im - Morgengrauen gefangen genommen werden konnten. Hierbei wurde ein Mann getötet, ein zweiter verwundet, während ein dritter, wie man glaubt, entkommen ist. Am 6. November wurde eine dritte Gruppe aufgespürt der drei Araber, darunter ein Syrer, angehörten. Sie waren gerade dabei, die Grenze zu erreichen, nachdem sie die Gegend in Israel ausgekundschaftet hatten. Wie der Militärsprecher mitteilte, waren die Araber mit Handgranaten, Maschinengewehren und mit in Aegypten fabrizierten Maschinenpistolen bewaffnet. Sie führten Lebensmittelpakete und Wasserflaschen bei sich. Einige von ihnen trugen tschechische Schuhe. Ein Sprecher der Polizei gab bekannt, dass im Zusammenhang mit diesen Expeditionen arabischer Kundschafter annähernd zehn arabi sehe Israelis verhaftet worden sind, die vernommen wurden, weil sie den Spionen Unterkunft gewährt hatten. Die israelischen Kreise halten nicht mit ihrer Ansicht zurück dass sie diese Operationen libanesischer Spione als „ernsten Zwischenfall“ betrachten. (ITA) ALFREDO STERN MALERARBEITEN ALLER ART Deport ccmentos — Büros — Haeuser — Fabriken Unverbindliche Kostenvoranschläge für jede Arbeit T>E. 76-7281 y 76-9088 Virrey del Pino 2639 DEPOSITO: V. de la Plaza 1779 J. P. LANDSBERG VERSICHERUNGEN JEDER ART Bme. MITRE 430 V. Of, 550 T.E.: 30-1474 í! CAUCA S.Ä. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68.1017/18 j 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma DEINE DEIN SPARKASSi HOBBY & « & « fr* STAMPS Allenby Rd. TEL *. OB. 4444 DIE JUDEN Zypern, die Mittelmeerinsel am südöstlichen Zipfel Europas, hat dank ihrer Lage im Schnittpunkt der grossen Seestrassen zu allen Zeiten auch afrikanische und asiatische Einflüsse erfahren. Daher ist auch die Geschichte der jüdischen Bevölkerung der Insel wechselvoll- Zypern sah die assyrische, phönizische, griechische, römische und byzantinische Kolonisierung, der die Insel als strategischer und wirtschaftlicher Stützpunkt diente. Ihre Geschichte war gleichzeitig eng mit der Palästinas verbunden, von dem sie nur durch eine schmale Wasserstrasse getrennt ist. Einige der auf Zypern zutage geförderten archäologischen Gegenstände verraten bereits Einzelheiten vom kulturellen Leben der früheren jüdischen Gemeinden, und sollten dort intensive und systematische Grabungen vorgenommen werden, so würden wir sicher noch wichtige Kapitel der bisher sehr unvollständigen Geschichte der. Juden Zyperns erfahren. Zu Makkabäerzeiten lebten in Zypern mehrere blühende Gemeinden. Apostel Paulus besuchte auf seinen Rundreisen durch die Levante einige jüdische Siedlangen. Unter Kaiser Trajan ereigneten sich blutige Verfolgungen der jüdischen Bevölkerung, worauf diese die Insel verliess. Eg ist ungewiss, zu welchem Zeitpunkt sich Juden wieder in Zypern nie. derliessen; jedenfalls erwähnt der Talmud voller Lob die Früchte und den guten Wein Zyperns. Der Reisende Benjamin von Tudela traf auf seinen Wanderfahrten, die er Ende des 12. Jahrhunders unternahm dort wohlhabende Gemeinden vor, und auch der balgarische Reisende Leo Mosconi berichtete von ihrem Wohlstand und der Güte der dort wohnen, den Aerzte. Aus den darauf folgenden Zeiten wissen wir wenig vom jüdischen Schicksal, wahrscheinlich fand ein Niedergang der jüdischen Gemeinden und ihre Abwanderung auf das Festland statt. Die Insel gewann neue Bedeu- N e u e Adresse Dr. MIGUEL E. WOLFSOHN ARZT Frauenkrankheiten — Venen . Allgem. Chirurgie Dra. SUSANA C. de WOLFSOHN ZAHNAERZTIN Torno ultrasönico — Extraktionen mit Gas SUCRE 2577 D<? A. Telef. Voranmeldung nach 15 Uhr 76 5951 Ihr Begleiter im Beruf, für die Reise und bei Festlichkeiten Carlton-Kleidung ★ MASSKLEIDUNG ★ FERTIGKLEIDUNG Ar LOHNANFERTIGUNG Ernst Koppel Mcdpu 982 Tel. 31-7845 von HANNAH PETOR tung, seit sie 1878 durch die geschickten Verhandlungen Benjamin Disraelis, des englischen Ministerpräsidenten jüdisch-spanischer Herkunft, an die englische Krone fiel Mit dem Aufschwung der Wirtschaft blühte auch das jüdische Leben wieder auf; diesmal waren es arme Auswanderer aus Russland und Rumänien die hier auf neuem Boden ein neues Leben aufbauen wollten. Gegen die Jahrhundertwende erichtete die Jewish Colonization Association (ICA) unter der Schirmherr Schaft des Baron Hirsch Siedlungen für Oliven- und Wein, bau sowie Viehzucht auf der Insel, in denen junge Juden zu Landwirten geschult wurden. Diese Niederlassungen erfuhren auch Zuzug seitens junger Leute aus Europa, welche die Insel als Uebergangsstation zum Leben in Palästina benutzten. Auch von dort kamen junge Pioniere herüber und begannen Orangenplantagen anzulegen. Im Jahre 1921 sollen in den zypriotischen Dörfern etwa 120 Juden ansässig gewesen sein. Wie im nahen Palästina, dem die Insel in klimatischer und Bodenbeschaffenheit gleicht, hatten die jüdischen Siedler unter dem Was sermangel zu leiden; auch bereitete der zum Teil karge Boden viele Schwierigkeiten, doch unter ihnen befanden sich tüchtige Pioniere, welche die Zitruskultur, einen ganz neuen Erwerbszweig aufbauten. In den zwanziger Jahren übersiedelten viele Bauern in die argentinischen Siedlungen des Baron Hirsch; dann wurden die ICA-Siedlungen auf Zypern aufgelöst; hie und da bestehen jedoch aus diesen Zeiten noch Privatgüter, die mit der zunehmenden Konjunktur aufzublühen begannen. Die zyprische Landwirtschaft erlebte weiteren Aufschwung durch gro. sse Bodenkäufe palästinensischer Siedler Anfang der 30er Jahre. Als im zweiten Weltkrieg Deutschland die Insel Kreta einnahm, wurde die gesamte jüdische Gemeinde Zyperns von den englischen Behörden evakuiert. Nach j dem Kriege kehrten jedoch I viele Juden zurück, und die Gemeinde erfuhr weiteren j Zuwachs durch begüterte I Auswanderer aus Aegypten Und dem Irak. Während die Debatten um die freie jüdische Einwanderung nach Palästina tobten, entstanden auf Zypern die berüchtigten ausgedehnten Flüchtlingslager. Flüchtlinge aus den von den Nationalsozialisten besetzten Teilen Europas. deren Schiffe von der englischen Marine auf dem Mittelmeer abgefangen wurden, fanden dort Aufnahme. Damals gingen etwa 50.000 Juden durch diese Lager; die jüdische Bevölkerung Zyperns half ihnen in aufopfernder Weise. Auch die griechische Bevölkerung der Insel beteiligten sich eifrig an der Hilfsaktion für diese Unglücklichen. Gegenwärtig leben etwa 300 Juden auf Zypern. Sie sind in einer zentralen Gemeinde zusammen geschlossen, die von den Behörden anerkannt ist, doch existiert in keiner der vier Städte eine Synagoge. Mit jüdischen internationalen Gremien w’urden vor einiger Zeit Verhandlungen zum Bau eines Gotteshauses geführt, die jedoch noch keine Erfolge zeitigten. Es besteht ebenfalls noch keine jüdische Schule; die junge Generation wird zur Ausbildung nach Europa, vornehmlich aber nach Israel gesandt. Die jüdische Bevölkerung verhält sich in den gegenwärtigen Differenzen zwischen Griechen und Türken neutral, doch unterhält sie gute Kontakte mit beiden Parteien. Sie ist vollkommen gleichberechtigt und leidet auch nicht unter Antisemitismus. Wie Erzbischof Makariös auf einer Pressekonferenz erklärte will Zypern Freundschaft mit allen Ländern der Welt pflegen, und von dieser Haltung ist auch das Verhältnis zu Israel bestimmt. Doch macht sich zur Zeit eine starke arabisch© Propaganda spürbar, die diesen Zustand stören möchte. Heutzutage bestehen zwischen Israel und Zypern enge Beziehungen auf wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet. Solei Bo ne, die Industrieabteilung der israelischen Gewerkschaft Histai drut ist mit einer zyprioti. sehen Baufirma liiert und führt auf Zypern Bauaufträge durch; viele israelische Fabriken haben dort Nieder^ lassungen. Israelische Künstler treten häufig in dem Inn selstaat auf; das Philharmonische Orchester Israels gab dort vor einigen Jahren mit grossem Erfolg Konzerte. Jährlich suchen viele tausenden Israelis Erholung in den Bergen und Badeorten Zyperns. In Nikosia unterhält Israel ein Generalkonsulat.? Stiftung für ... jüdische Kultur New York. — Die Stiftung für jüdische Kultur, die im kommenden Jahre ihre Arbeit aufnehmen wird, soll sich mit der Verteilung von Subventionen aus den im Jahre 1965 einfliessenden Spenden befassen. Die Zuwendungen sind für Institutionen bestimmt, die sich die Förderung der jüdischen Kultur und Erziehung zum Ziel gesetzt haben. Da die der Stiftung zur Verfügung stehenden Summen beschränkt sind, werden vorerst nur die Fälle berücksichtigt, in denen die lokalen Fonds unzureichend sind. (ITA) ISRAEL-REISE Flug oder Kombination Schiff Agencia GLOBUS S.Ä.CXFJ. ALSINA 1418 Tel. 38 5860 — 38-1447 37-9142 INDUSTRIAS YUVENA S.A Fábrica de calzado y zapatilla# pSSjCAIdS^ ANDONAEGUI 1270 Buenos Aires T. E.: 51 - 4810 ^liiliimuuuiHnmiummnmuuinumimiunmiiinmmHnmuiimiiinninmiHummmuHi! 1 iHIAS Dl I1 r<flllllll|||||||||||||||||ttf||||||||||||ill|||||llHIIIII!«lll4llll|||||||||f|f||l|||||||||||||||||||||||||||||||||Í5