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Jüdische Wochenschau · 1964-10-30 · 2088 (30.10.1964) · p. [Seite 5]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2088 (30.10.1964)
Date
1964-10-30
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Viernes, 30 de Octubre de 1964 LITA Año XXV. — N? 2088 — 5 Ereignisse der (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 4) gestifteten Pokale bei den Mädchen (Golpe-Bail) von Lamrot Hakol und bei den Jungens (Baby.Football) von Bar Kochba gewonnen wur den. Diese Veranstaltung war deshalb ein grosser Erfolg, ■weil nicht nur 18 Mannschaften, sondern auch die Lehrer der Schulen, die Madrijim der Organisationen und die freiwilligen Helfer des KI^L teilnahmen. Und bei vielen der Anwesenden tauchte das alte ungelöste Problem — der gemeinsame Sportplatz auf. t>en Beweis, dass eine sportbegeisterte Jugend, Helfer und Organisatoren da sind, hat dieses Fest erbracht. In diesem Zu. sammenhang: Was jüdische Jugend zur Olympiade 1936 i in Berlin geleistet hat, be | richtete in wehmütigen Erinnerungen Sportlehrer E. Halle in der letzten Nummer der Jüdischen Wochenschau. Ist unsere heutige Jugend nicht zu ähnlichen Leistun gen fähig? Man muss ihr nur die Möglichkeit geben und dies wäre ein eigener Sportplatz! Ist es schon zu spät? Nie ist es zu spät wenn es um unsere Jugend geht. Von Studienreise zurück Von einer ausgedehnten Studienreise kehrte Dr. Saul Umansky wieder nach Bue. nos Aires zurück. Von Mexiko ans, wo er in der Stadt Mexiko auf Einladung am 7 Lateinamerikanischen Kongress für Angiologie teil- Anstalten in mehreren Städten Kanadas und nahm vor Schach-Olympiade in Tel Aviv Tel Aviv. — Die 16. internationale Schach-Olympiade, die am 2. November in Tel Aviv beginnt, wird eine Rekordzahl von Teilnehmern haben, da sich 51 Länder anmeldeten. Ueber 300 Spieler werden um den Weltmeistertitel kämpfeu. Die Sowjetunion, die aus den letzten Olympiaden als Sieger her vorging, schickt den Weltmeister Tigran Petrosian, sowie die beiden früheren Weltmeister Mikhail Botwinnik und Vassily Smyslow. Andere Schachspieler von Weltruf, die erwartet werden, sind Samuel Reschewsky und Paul Benkö aus USA, Boris, law Iwkow aus Jugoslawien, G. Stahlberg aus Schweden, Ludek Pachman und Miroslaw Filip aus der Tschechoslowakei, J. H. Donner aus Holland, Lajos Portisch und Lazclo Scabö aus Ungarn und Fridrik Olafsson aus Island. Das Schachtournier wird am 2. November formell im Habima-Theater in Tel Aviv in Anwesenheit von Ministerpräsident Levi Eshkol eröffnet werden. Staatspräsident Saiman Shazar veranstaltet am gleichen Tag einen Empfang für die Kapitäne der Mannschaften. Die Partien werden im Ballsaal des Sheraton Hotels von Tel Aviv ausgetragen. In diesem Saal wird auch die Schlussfeier am 25. November stattfinden. Der Saal fasst 600 Zuschauer. In dem Hotel wurde eine eigene Televisionsanlage eingebaut, so dass man den Verlauf des Spiels auch in den daneben, liegenden Salons verfolgen kann. Um die Kosten der Olympiade zu decken hat die Regierung angesichts der unerwartet hohen Teilnehmerzahl beschlossen, einen er. heblichen Zuschuss zu leisten. Der Voranschlag beläuft sich auf 800.000 IL (267.000 Dollar), von denen die Regierung 500.000 IL (189.000 Dollar) beisteuern wird. Den Restbetrag wird die Stadtverwaltung von Tel Aviv aus dem Verkauf der Eintrittskarten und aus Spenden der Banken öffentlicher Institutionen und Privatpersonen zahlen. Das Postministerium hat Sondermarken zur Erinnerung an die Schach-Olympiade gedruckt, und das israe. lische Münzamt wird eine offizielle Medaille prägen, die allen Spielern zum Geschenk überreicht werden soll. DEINE SPARKASSE DEIN HOBBY STAMPS CENTER 94 ADenby Rd. TEL AVIV P. O B. 4444 JUAN JULIUSBUR RARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 AUTO - REPARATUR - WERKSTATT „BEÑO" BEÑO HUTSCHNECKEF Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2285 « allem Kontakt mit den Spezialisten des Jüdischen Krankenhauses und des Mount Royal Hospital in Montreal nahm und eigene Arbeiten über die Behandlung von Erkrankungen der Blutgefässe vorlegte, reiste Dr. Umansky in die Vereinigten Staaten. Dort besuchte er verschiedene Spezialinstitute im ganzen Land, um mit den dortigen Fachärzten wissenschaftliche Erfahrungen auszutau sehen. Er besuchte dann die In Anerkennung seiner Arbeiten wurde Dr. Umansky zum korrespondierenden Mitglied der mexikanischen Gesellschaft für Angiologie und zum Mitglied des Wissenschaftlichen Ausschusses der internationalen Hochschule für Angiologie ernannt. Auf seiner Reise vertrat Dr. Umansky das Ministerium für Volksgesundheit in Buenos Aires, sowie die betreffende Behörde von Vicente Lr'pez und des Hospitals Sta. Roca. Eroeffnung der Makkabiade — Unter den Auspizien des Makkabi-Weltverbandes begann am Dienstag Abend die erste Panamerikanische (und 5. Lateinamerikanische) Makkabiade die bis zum Sonntag andauern wird. Zur feierlichen Eiöffnungszeremonie im Lunap .rl'. hatte sich schon frühzeitig eine erwartungsvolle Menschenmenge eingefunden. Die Feststimmung erreichte ihren Höhepunkt, als der Vizepräsident Argentiniens, Dr. Carlos H. Perette, die Vertreter der nationalen Behörden, die Botschafter von Israel, Brasilien Mexiko, Paraguay und Perú das Stadion betraten und mit herzlichem Bei. fall von den Anwesenden begrüsst wurden. Sodann marschierten acht Sportler mit der Fahne der Makkabia ein und nahmen vor den Masten an der Seite der Tribüne Aufstellung. Anschliessend begann der Auf marsch der teilnehmenden Delegationen, jeweils an der Spitze ein Fahnenträger, welche sich vor der Ehrentribüne ausrichteten. Die schmuk ken Uniformen der einzelnen Mannschaften gaben ein far benfreudiges Bild und jede wurde mit Sympathiekundgebungen und starkem Applaus empfangen. Nach Hissung der Fahnen und Absingen der einzelnen Nationalhymnen erklärte Dr Perette die Spiele für eröffnet. Der jüdische Olympia Kämpfer Leon Genouth lief mit der Fackel ins Stadion ein und entzündete das olympische Feuer. Nach Ablegung des Makkabia-Eids durch die Sportler ergriff der Präsident des Olympiacomités das Wort und wies auf die Bedeutung dieser spiele hin. Er erinner. te an den Ausspruch Martin Fierros „los heramons sean Ihr Begleiter im Beruf, für die Reise und bei Festlichkeiten Carfton-Kleidung ★ MASSKLEIDUNG ★ FERTIGKLEIDUNG ★ LOHNANFERTIGUNG Ernst Koppel Maipü 982 Tel. 31-7845 Es sind nicht nur etwa deutsche Grosstädte wie Berlin, Breslau, Köln, Frankfurt, Königsberg, Stuttgart, Magdeburg, auch Posen, die Jacob Toury in seiner Untersuchung über den „Anteil der Juden an der städtischen Selbstverwaltung im vormärzlichen Deutschland“, d. h. in der Zeit vor 1848, berücksichtigt. Kleinere Orte wie Glogau, Oels, Beuthen, Gross-Strehlitz und Pless (in Schlesien), Elbing und Tilsit, Köslin und Neusletten, Birnbaum, Kobylin, Grätz Pinne, Filehne Krotoschin u. a. im Posenschen, hessische Städte wie Bingen, Alzey und Fulda, württembergische wie Esslingen und Buchau oder rheinische (Kempen, Goch, Kleve, Neuwied, Koblenz) sind in noch grösserer Zahl in die lehrreiche Betrachtung einbezogen. Und der Verfasser kommt zu dem Schluss, dass, wenn auch in der Beteiligung von Juden an der stdtischen Selbstverwaltung ein erster Schritt zur Verschmelzung mit dem deutschen Bürgertum zu erblikken wäre, sie doch keineswegs „als Auftakt zur Flucht aus dem Judentum oder zur Verminderung des allgemein-jüdischen Verantwortungsbewusstseins aufgefasst werden“ dürfe. Die meisten jüdischen Honoratioren des Vormärz seien ebensosehr als Vertreter jüdischer Interessen wie als Bürger deutscher Städte in die Kommunalpolitik eingetreten. Aber, so fügt Toury hinzu, die Zeitumstände hätten bald auch von den Stadtverordneten eine Entscheidung verlangt, ob sie sich als Vertreter deutscher oder jüdischer Belange betrachteten; und sie hätten, ausser im Posenschen, den unidos. esa es la ley pritne. ra “. Juda Maccabi sei nicht nur der Ausdruck von Kiaft und Männlichkeit, sondern auch das unwiderstehliche Echo des Freiheitsrufes aller Menschen. Der Präsident des Makkabi-Weltverbandes, Sir Pierre Gildesgame, hob hervor, dass die Makkablbewegung Prestige und die Unterstützung aller derer gewonnen habe, welche für die Idee eintreten der moderne Jude müsse ein neues Bild von sich entwerfen: das eines gesunden und tapferen Geistes in einem gesunden Körper. Als letzter Redner sprach, oft von begeistertem Applaus unterbrochen, Dr. Carlos H Perette, der die Unterstützung der Regierung zur Durchführung der Makkabiade betonte. So werde die Jugend Amerikas Gelegenheit haben, das Klima von Toleranz, Verständnis und Freiheit zu sprechen das in unserem Lande herrsche, in welchem der Hass gegen Ras. se, Religion, Idee oder Farbe keinen Platz hat und nicht haben werde. Die völkervereinende Mission des Sportes sei ein Mittel um die Koexistenz zu beweisen. Diesen Kampf müsste die Jugend des 20. Jahrhunderts als Eh rang für den heroischen Kampf der alten Makkabäer gegen ihre Unterdrücker führen. Nach dieser eindrucksvollen Ansprache und dem Abmarsch der Delegationen, fand das erste Basketballspiel statt, in welchem Argentinien mit 63:50 gegen Chile siegen konnte. Centra-Veranstaltungen Ueber die von der Centra in den letzten beiden Wochen durchgeführten Veranstaltungen vor allem über die Vorträge von Prof. Dr. Fritz Bamberger, kann ebenso wie über andere wichtige „Ereignisse der Woche“ aus technischen Gründen erst in der nächsten Ausgabe berichtet werden. —• Weg des deutschen Stadtverordneten jüdischen Glauben gewählt. Die hier nur andeutungsweise angezeigte Arbeit, in dem unlängst m Tel Aviv in deutscher Sprache erschienenen 23. Bulletin des Leo Baeck - Instituts veröffentlicht, ist ein Teilstück einer sich vorwiegend auf jüdische Quellen stützende Doktorarbeit, die von der Hebräischen Universität angenommen wurde. Als Tourys „Doktorvater“ fungiert der aus Ungarn stammende Professor Jacob Katz, der vor 30 Jahren in Frankfurt a. M. zum Pr. phil. promovierte und seit 1936 in Palästina Israel lebt. Am Beispiel der 1960 in New York erschienenen Leben&erinnerungen von Frida Kahn zeigt Kurt Löwenstein (Tel Aviv), bis 1938 Redakteur an der Berliner „Jüdischen Rundschau“, in einer das vorliegende L.B.I.-Bulletin einleitenden, ausführlichen Betrachtung, als wie fruchtbar die Begegnung zwischen Ost und West sich für das deutsche Judentum erwiesen hat. Frida Kahn (-Kabinowitz), 1905 in der Ukraine geboren, ist die Witwe des gleichaltrigen, 1956 durch einen Unfall in New York ums Leben gekommenen Komponisten Erich Itar Kahn aus Rimbach (Odenwald). Am Hochschen Konservatorium der Musik in Frankfurt waren die beiden sich zum ersten Mal begegnet, und es war der an Musik interessierte Bibelforscher Dr. Nachum Glatzer (jetzt in Amerika), der die beiden damals miteinander bekannt machte. Das war etwa 1920. Kahns Vater stammte aus Russland und war Kantor und Lehrer in Rimbach: die Mutter kam aus dem Fränkischen, wo die Familie I ngo ansässig war. Frida Kahns Memoiren sind aber nicht nur unter dem Gesichtspunkt des ZusamniciKieiiens j « on Ost und West bemerkenswert, sondern mindestens | ebensosehr wegen der Begegnung mit zahlreichen, vor-! wiegend jüdischen Zeitgenos-! sen, in Bad Homburg v.d.H. | und in Frankfurt, so mit uem ] Vater Nachum Goldmanns, ■ der über seinen Sohn „von 1 der ersten bis zur letzten Milnute des Tages“ spreche, mit j Bialik und Agnon, Ach . d Haam und Schmarja Lewin,! mit Paul Hirsch, dem Sciiöp- 1 fer der gleichnamigen, später ] nach Cambridge (England) I geretteten Musikbibliotnek, mit dem Psychoanalytiker Erich Fromm, mit Musikern i wie Erich Rosband und Pa- | blo Cashs und dem tief musikalisch gebildeten, auch ' musikausübenden Theodor! Adorno, dem heutigen Sozio- I logieproiessor an der Franki furter Universität. | In der gleichen Nummer j des „Bulletin“ schreibt Dr. j Hans Trainer (Tel Aviv), wie immer für das ganze Heft j verantwortlich, Uber das Lej ben und Schaffen des 1963 in | Israel gestorbenen Erwin Loe- weüs.m (aus Thorn) und | lässt eine autobiographische i Betrachtung dieses friihexj pressionistischen Dichters i und Philosophen aus dem! Jahr 1941 und dessen Gedicht „Die wachen Träume“ folgen. Nachträglich zu Max Brods 80. Geburtstag (am 27. Mai) veröffentlicht als vertrauter Freund Dr. Felix Weltsch (Jerusalem) eine Darstellung seiner philosophischen Bemühungen unter dem Titel „Der Weg Max Brods“. Ns ist nicht übertrieben, das „Bulletin“ wieder eine Fundgrupe. jüdisch - historischen Wissens zu nennen; es ist, seinem weiten Rahmen und seinem vielseitigen Inhalt nach, charakteristisch für die Aufgabe, die sich das Leo Baeck-Institut gesetzt hat. Dt. E. G. LOWENTHAL RESERVIEREN SIE RECHTZEITIG IHRE PASSAGEN FUER DIE SOMMERFERIEN IN BARILOCHE HOTELRESERVIERUNGEN UND RUNDREISEN UM DIE SEEN V!A WIND 25 DE MAYO 189 T. E. 34.6919 Para importante establecimiento de trajes de caballeros se busca JEFE de 35—45 años de edad. Se prefiere judío, ale. man, que conozca el ramo. Unica oportunidad para persona dinámica, y emprendedora, que desea abrirse un buen porvenir. Se asegura con. trato de trabajo y pasajes. Enviar fotografía, re. ferencias y curiculum vitae. Dirigirse a TERNOS RECORD calle Jirón Camana 465, Lima - Rep. del Perú ALFREDO STERN MALERARBEITEN ALLER ART Deport omentos — Büros — Haeuser — Fabriken Unverbindliche Kostenvoranschläge für jede Arbeit T.E, 76-7281 y 76-9088 Virrey del Pino 2639 D E P O S I T O : V. de la Plaza 1779

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