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Jüdische Wochenschau · 1964-10-16 · 2086 (16.10.1964) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2086 (16.10.1964)
Date
1964-10-16
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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IhefiMS, de ©etabre de 1964 L A SEMANA ISRAELITA Año XXV. N» 2066 Ereignisse der Woche Internationale Brief marken - Ausstellung in Haifa (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 4) mento“ eingeweiht. Durch die Strasse San Martin bewegte sich ein Pestzu, in dem landwirtschaftliche Maschinen und Ackerbaugeräte mitgeführt wurden, die zu den verschiedenen Zeiten benutzt wurden. In den Sälen des Tiro Federal fand darauf ein Bankett statt, bei dem Glückwunschbotschaften verlesen wurden, die vom Vizepräsidenten Argentiniens, Dr. Oarlos H. Perette, dem ehemaligen Provinz-Gouverneur Dr. Luciano F. Molinas und von in Israel lebenden Argentinienrs eingetroffen waren. Verschiedene Redner würdigten bei dieser Gelegenheit die Bedeutung der jüdischen Kolonisation. Mit diesem Bankett fanden die offiziellen Feiern ihren Abschluss. Am Montag fand die Grundsteinlegung für neue Getreidespreicher auf dem Terrain der Kooperative „La Mutua der Kooperative ,,La Mutual Agrícola Limitada“ statt. Kampf gegen Rassenhass Im Rahmen ihres Aufklärungsfeldzuges hat die Campaña de Educación Cívica (CEC) ein Dokument veröffentlicht, in dem jene scharf gerügt werden, die rassische Vorurteile hegen. Die CEC bringt darin zum Ausdruck, Personalnachricht Herr Dr. Ladislao Klein ist zum Dozenten für innere Medizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Buenos Aires ernannt worden. Dr. Klein war Schüler der berühmten Professoren Castex und Di Cié und arbeitete unter ihrer Leitung am Forschungsinstitut, das der Medizinischen Akademie angeschlossen ist. Dr. Klein leitet augenblicklich den Saal m des Städtischen Hospitals Ramos Mejia, wo er für Kreislaufstörungen zuständig ist. Er ist Mitglied zahlreicher in- und ausländischer wissenschaftlicher Gesellschaften und hat auf vielen Kongressen über sein Spezialgebiet vorgelesen. dass sie „mit tiefer Unruhe das Wiederaufleben des Rassenhasses in Argentinien betrachtet, wo kleine, aber aktive und schädliche Gruppen wieder einmal das Banner des Rassenhasses aufrichten“. Sie weist im weiteren darauf hin, dass angeblich erzieherische Verbände rassische Vororteile verbreiten. Die OEC fordert schliesslich „alle demokratischen Kräfte im Lande, alle politischen Parteien und zivilen Institutionen" auf, sich zu einer gemeinsamen Aktion zusammenzuschliessen, um totalitäre Ideologien zu bekämpfen. 50 Jahre Sefardische Gemeinde Der Sefardische Jüdische Gemeindeverband von Buenos Aires beging sein 50. Jubiläum. Diese Gemeinde wurde im Jahre 1914 von Einwanderern aus der Türkei, vor allem von der Insel Rhodos gegründet, um die in Argentinien lebenden Nachkommen jener spanischen Juden zu erfassen, welche im Jahre 1492 aus Spanien vertrieben wurden und sich damals in den Ländern um das Mättelmeer niederliessen. Dem Gemeindeverband, der die jüdische Tradition pflegt, eine ausgedehnte kulturelle Tätigkeit entwickelt und die jüdische Erziehung zu fördern bestrebt ist, gehören heute 300 spaniolische Familien an. Seine Mitglieder sind Russland erteilte Ausreisevisum Jerusalem. — Die sowjetische Regierung hat Dr. A. Rubaschow, dem Bruder des Staatspräsidenten Salman shazar, ein Ausreisevisum erteilt, wie jetzt verlautete. Dr. Rubaschow, der sich in Israel niederlassen will, ist Arzt in Leningrad und wird Ende Oktober in Israel erwartet. Eine Tochter wird ihn begleiten, die nur ein Touristenvisum besitzt, da sie nach einigen Monaten nach Russland zurückzukehren gedenkt. (ITA) DEINE SPARKASSE CENTER Allenby AVIV JUAN JULIUSBUR 8 MALERARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALABA 1646 (AUTO - REPARATUR . WERKSTATT „BENO* BOfO HUTSCMNECKEA Avd*. CONSTITUYENTES (Eeke Monroe) T. E. 51 - 2Mi I zumeist gebürtige Argenti-! nier, die von den ersten Ein-; Wanderern abstammen, welche ins Land kamen, und die sich rege am Leben Argentiniens beteiligen. Anlässlich dieses Ereignisses wurde eine Reihe von Festlichkeiten veranstaltet. Debatte über Antisemitismus Im Rahmen der Konférenzen über Probleme unserer Zeit, die vom Centro Ra mat Schalom der „Scholem Aleijem“-Schule organisiert sind, fand gestern Abend eine Debatte über das Thema „Wie beurteilen ein Philosoph, ein PUdagoge, ein Psychologe und ein Politiker den Antisemitismus in Argentinien?“ statt. Der Dekan der Facultad de Filosofía y Letras, Prof. José Luis Romero, die Expräsidentin der Argentinischen Psychoanalytischen Vereinigung, Dra. Maria Langer, die Direktorin der Abteilung für Elrziiehungts - Wissenschaften, Prof. Gilda L. de Romero Brest und Dr. Carlos Sánchez Viamonte, Professor für Rechtswissenschaft an den Universitäten Buenos Aires und La Plata, hatten ihre Teilnahme an dieser Veranstaltung zugesagt. f* * « íí, uum y VJ die der afrika nisch -israe Use hen Freundschaft gewidmet ist. Dm Symr hol der Ausstellung und die omlaesslieh der A'uesteJAuug ueroeffentlicMe Briefmarke. Musik in Buenos Aires TEATRO COLON Sábado 17 a las 20.30 hs.: 14a. fuñe, del ab. sáb. “Lohengin“, ópera rom. de Richard Wagner (nueva pres. escen.), con: de los Angeles, Chr. Ludwig, Uhl, Alexander, Crass, Mastromei. Dir. de orq.: Lovro von Matacic. Regie: Ernst Poettgen; escen. y vest.: Roberto Osvald; orq. y coro establ. del T. Colón. Domingo 18 a las 18.30 hs. fuñe, extraord. de Ballet: ‘'Columna dfe fuego" (Schón¡- berg-Tudor), “Coreartium“ (Brahms), “La Valse“ (Ravel). Orq. filarm. de Bs. Aires, cuerpo est. del T. Colón. Martes 20 al sa 21 horas: 15a fuñe, de Gran Abono: “Ariadna en Naxos“ (nueva pres. escen.) ópera de Richard Strauss, libro de Hugo v. Hofmannsthal), c.: Hillebrecht, Ludwig, Holm, Uhl, Berry, Friedrich. Dir. de orq.: Lovro von Matacic. Regie: Ernst Poettgen. Esc. y vest.: Leni Bauer-Ecsy; orq. del T. Colón. NOTA: para esta fuñe, es obligat. traje de etiqu. p. damas y caball. en plat. y palc. Jueves 22 a las 21 horas: 4ta. fuñe, del ab. especial: “Ariadna en Naxos“ (nueva pres. escen.) ópera de Richard Strauss, libro de Hugo v. Hofmannsthal, con los mismo intérpretes del día 20. Ihr Begleiter im Beruf, für die Reise und bei Festlichkeiten Carlton-Kleidung » * MASSKLEIDUNG * FERTIGKLEIDUNG * LOHNANFERTIGUNG CuäUßfia«« Ernst Koppel Motpu 982 Tel. 31-7845! „LOHENGRIN“ AM COLON moderner und bilinguiseher Wagner j Von den drei „romantischen“ Opern Richard Wagners — „Der fliegende Hol-! länder“, „Tannhäuser“ und „Lohengrin“ hat nur die erste ihre ursprüngliche Frische bewahrt; an den beiden anderen hat der berühmte Zahn der Zeit entsetzlich genagt, und es haftet ihnen eine Staubschicht an. Wenn die Letztgenannte nach 11jähriger Abwesenheit von unserem Opernhaus jetzt den- , noch packen konnte, so lag ' es an der ungewöhnlich gut I konzipierten und musizierten ¡ Neueinstudierung, die dem; Bestreben des Theaters, möglichst zahlreiche „nuevas versiones escénicas“ ihrem sich ständig weiterndem Spielplan einzuverleiben, volle Ehre macht. Der in Jugoslawien geborene und in Frankfurt als Generalmusikdirektor amtierende Lovro von Matacic liess bereits in den ersten Takten gewahr werden, dass ihm „Lohengrin“ Herzenssache ist. Mit Liebe und Autorität waltete der Bayreuth-Dirigent, restloser Kenner der Partitur, deren letzte Feinheiten er auszuschöpfen und nachzuzeichnen versteht, seines Amtes; als gewiegter Routinier wusste er bei seinem argentinischen Debut das Colón-Orchester zu hohem Schwung und Wohlklang anzufeuern. Lediglich beim „Innenorchester“, hier zu Seiten des Orchestergrabens aufgestellt, gab es grausame Detonation. Die schlechthin geniale Regie Ernst Poettgens bewies aufs neue, wieviel ein Könner auch noch von einem veralteten Libretto (komponierender Dichter oder dichtender Komponist?) zu retten, und wie man es einem — durch dieses Spielleiters eigene Meriten — verwöhnten und kritischen Opernpublikum mit persönlichem, Neu- Bayreuth nicht nachäffenden, sondern evolutionierenden Stil mundgerecht und erträglich zu machen vermag. , Poettgens kühnes Konzept j und kühne Ausleuchtung — ' selbst der abgewirtschaftete Schwan wurde von der Requisitenkammer zum Lichteffekt transponiert“ — denen die ebensolchen, Sachkenntnis verratende und gut wirkende Dekors und Kostüme von Roberto Oswald entsprachen, machten die derart modernisierte Sage vom Gralsritter sinnfällig und erträglich. Fritz Uhl in der Titelrolle lebte bildlich einen vollendeten Lohengrin und hatte musikalisch — besonders in der „Gralserzählung“ — grosse Momente. Eine ätherische, in überirdischen Gefilden entrückte „Elsa“ wurde von Victoria De Los Angeles fühlend dar geste 11t und mit gleichmässig fliessendem, weichem Sopran gesungen. „Telramund“ fand in Carlos Alexander stimmlich und schauspielerisch einen vorbildlichen Lohengrin - Vertreter. Franz Krass lieh dem „König Heinrich“ seinen kraftvollen, sonoren Bass, und im „Heerrufer“ überraschte Gian-Piero Mastromei durch stete Fortschritte und seine Fähigkeit, sieh würdig in solch ein Bayreuth-Ensemble einaugliedern. Der Star der Aufführung war Ohrista Ludwig als ,,Ortrud“. Eine derart unkonventionelle, furchteinflössende und dämonsich agierende rachsüchtige Frau war selbst dem gewiegtesten „Habitué“ neu. Und welche Wandlungsfähigkeit von „Judith“ über „Cherubino“ z(u Elsas Gegenspielerin. Gesanglich war sie überwältigend. Ueber die „acht Hofdamen“ und die „vier Edlen von Brabant“ sei der höfliche Schleier des Schweigens gebreitet. Der italienisch singende Chor — die Solisten sangen deutsch — machte seinem Dirigenten Tullio Boni alle Ehre. Vollendet von Poettgen bewegt und von Boni einstudiert, zeigte er sich wieder einmal als der weltberühmte Colon - Chor. Die unerklärliche Zwiesprachigkeit der Prachtaufführung versetzte uns in eine längst überwunden geglaubte Epoche zurück. ES gab nach jedem Akt und am Schluss spontanen und langanhaltenden Beifall. Curt B. M. Weissstein Frankfurt a. M. — AOf dem jüdischen Friedhof in Frankfurt und auf den Friedhöfen von Darmstadt und Giessen wurden Grabsteine aus ihren Verankerungen gerissen und umgestürzt. Diese Mitteilung stammt von Gene* ralstaatsanwalt Dr. Frite Bauer, der die Nachricht auf Wunsch der jüdischen Gemeinde einige Wochen zurückhielt. Von den Tätern fehlt jede Spur. Die Polizei hat eine Belohnung von 1.000.— D-Mark für Angaben ausgeschrieben, die zur Ergreifung der Täter führen. Kinder fallen als Grabschander aus. Auch auf dem benachban. ten christlichen Friedhof sind Grabsteine umgestürzt worden, nach Ansicht der ¡Polizei nur zur Tarnung der Vorgänge auf dem jüdische» Friedhof. Ehrend« Ernennung Washington. — Präsident Johnson ernannte Dr. Ernanuel R. Piere zum Leiter eines Sondercomites von Wissenschaftlern. denen es obliegen wird, die Arbeiten aller Forschungslaboratorien der Regierung zu überwalchen. Dr. Piere, ein Physikes. ist Präsident des Unternehr mens „International Busr» ness Machines“ und hatte bei der Gründung der vom Staat geschaffenen Stiftung für die Wissenschaften wertvolle Mitarbeit geleistet. —* (ITA) Stipendien Washington. — Das nordamerikanische Ackerbau-Ministerium wird zwei Stipendien für wichtige Forschungsarbeiten an der Hebräischen Universität in Jerusalem und im Technion von Haifa zur Verfügung stellen. Die für die Arbeiten über die Komponenten der Stärke in Getreidesamen bestimmte Summe beläuft sich auf 83.956 Dollar in einem Zeitraum von vier Jahren. Diese Experimente werden in den Laboratorien der Hebräischen Universität durchgeführt werden. Das Technion erhält für drei Jahre eine Zuwendung von 67.166 Dollar für Forschungen über die Anwendung eines fortgeschrittenen Bewässerungs-Systems. DIREKT PER SCHIFF nach ÄNTWi * REISEDAUER: 20 TAGE NAEHERE DETAILS: Viajes Globus ALSINA 1418 — Bs. Aires Tel. 38-5860 — 1447 37-9142 ALFRED0 STERN MALERARBEITEN ALLER ART Deportamentos — Büros — Haeuser — Fabriken Unverbindliche Kostenvoranschläge für jede Arbeit T.E. 76-7281 y 76-9088 Virrey de! Pin« 2639 DEPOSIT©: V. d« la Plaza 1779

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