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Jüdische Wochenschau · 1964-10-02 · 2084 (2.10.1964) · p. [Seite 1]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2084 (2.10.1964)
Date
1964-10-02
Page
[Seite 1] (sequence 1)
Language
German, Spanish
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PUEÏRREDON 2190 — I? iza. faJkntCUt&jfcA&jelita Año XXV. BUENOS AIRES, VIERNES 2 DE OCTUBRE DE 1964 N« 2084 Ein Haeftling klagt erfolgreich Zahlreiche deutsche Firmen von Weltruf, die auch wieder trotz ihrer miserablen Mitwirkung an nazistischen Verbrechen zu ..Ansehen“ und Reichtum gelangt sind, bequem ten sich noch nicht ln einer angemessenen Form ihren ehemaligen Zwangsarbeitern wenigstens eine ausreichende Geldentschädigung zu leisten. Wenn z.B. die IG. Farben nach langen Verhandlungen sich endlich her beiliessen. jedem Häftling den Betrag von 5.000 DM zu zahlen, so bedeutete dieser Betrag keine den Verbrechen und der Ausnutzung . der menschlichen Arbeitskraft entsprechende .Wiedergutmachung'. Von Schmerzensgeld konnte bei dieser geringfügigen Summe keine Rede sein Andere Riesen.Unternehmungen wie Krupp haben einen Fonds zur Verfügung gestellt, ohne eine Rechtspflicht anzuerkennen. Aus welchen Gründen man sich auf diese unerhörte Formel seitens der Verfolgten - Organisationen eingelassen hat, bleibt unverständlich, besonders dann, wenn man weiss, welchem Schicksal die Zwangsarbeiter in den Krupp-Werken ausgesetzt gewesen sind. Bin weiteres merkwürdiges Kapitel Ist die Tätigkeit, die von der (jüdischen?) Cojnpensation Treuhandstelle ausgeübt wird, die zur Aufgabe erhielt, die einzelnen Fälle zu überprüfen und dann Ausgleichsverträge mit den ehemaligen Arbeitern bei diesen Betrieben abzuschliessen. Wer die von dieser Treuhandstelle versandten komplizierten Formulare in den verschiedensten Farben kennt, wird schon mit tiefem Bedauern einen Formalismus feststellen, der sogar noch die Bürokratie der Entschä. digungsämter bei weitem ■übertrifft. Auch hinsichtlich der Verschleppungs - Taktik kann sich die Treuhandstelle mit jedem Entschädigungsamt messen. Gerechterweise wird man sogar sagen müssen, dass es kaum ein Ent schädigungsamt gibt, das in diesem Schneckentempo arbeitet. Bisher haben sich jedoch nur wenige Firmen überhaupt bereit erklärt, wenigstens etwas zu zahlen. Jetzt hat ein ehemaliger Häftling des KZ- Lagers Sachsenhausen gegen einen Rüstungsbetrieb, bei dem er unter unmenschlichen Bedingungen Sklavenarbeit leisten musste, geklagt. In diesem Musterproaess hat das Oberlandesgericht in Stuttgart entschieden, dass dem Kläger eine Vergütung, ei. von HORST WiNCKLER nem damaligen Lohn entsprechend, sowie Schmerzensgeld zusteht. Wegen der Höhe der zu zahlenden Entschädigung wurde das Verfahren an die erste Instanz zurück, verwiesen. Diese richterliche Entscheidung ist von grosser grundsätzlicher Bedeutung. Bekanntlich haben sehr viele Häftlinge der nationalsozialistischen Konzentrationsla. ger für die Rüstungsindustrie arbeiten müssen. Bisher haben sich nur wenige Betriebe — IG-Farben, Krupp, Siemens, AEG — bereit erklärt, solche Entschädigungen zu leisten, aber auch diese sind nicht bereit, alle ehemaligen KZ-Häftlinge zu entschädigen. Sie machten Unterscheidungen, die ungerechtfertigt sind und diskriminierend wirken. Die Verfolgten waren, schlecht beraten, als ein Pauj schal-Abkommen geschlossen; worden ist, durch welches nur! einer gewann: der Rüstungs. betrieb, der ausserordentlich billig davonkam. Jeder einzelne Zwangsarbeiter hätte | klagen müssen, auf verlo-! rcn gegangenen Lohn, auf j Schmerzensgeld, auf Rente | wegen Krankheit, die sich i die Zwangsarbeiter bei diesen! Betrieben zugezogen haben, j usw.! i Experten täten gut daran , wenn sie die Rechts- und i Sachlage überprüfen würi den. Dass die Verfolgtenver.! bände kein Recht hatten, | Pauschalverträge abzuschlie-! ssen, zu denen eine Voll- . macht jedes Verfolgten hat- I te vorliegen müssen, dürfte wohl kaum zweifelhaft sein, i Der gesamte Fragenkomplex sollte noch einmal auf.! gegriffen werden. — JWK und der arabische Boykott New York. — Der Jüdische Weltkongress ersuchte. den Handelsminister Hodges, den nordamerikanischen Bankiers bei der Einführung von Prinzipien zu helfen, um dem arabischen Boykott Widerstand zu leisten, der sich gegen Firmen richtet, welche mit Israel Handel treiben. Das Ersuchen wurde telegrafisch von Rabbiner Dr. Joachim Prinz, dem Präsidenten des JWK, an den Minister gerichtet, nachdem er Fotokopien von Kreditbriefen amerikanischer B.nken für Sendungen nach Transjordanien und Syrien vorgelegt hatte. Es handelt sieh um Kreditbriefe der Bank of America, Chase Manhattan Bank und Chemical Bank of New York an ihre Niederlassungen in den genannten Ländern. (ITA) WIE ICH ES SEHE Dir soll vergeben werden von JEHUDA GOTTHEIMER Der Kardinal Kardinal Augustin Bea, ein deutscher Jesuitenpater 83 Jahre alt, Chef des vatikanischen Sekretarias für die Christliche Einheit, kamptt seit geraumer Zeit dafür, dass auch den Juden seitens der Katholischen Kirche Gerechtigkeit widerfahre. Kardinal Bea ist eine lautere Persönlichkeit, deren Wirken bei vielen Gelegenheiten auch von uns Juden anerkannt wurde. Oh der hochbetagte Kardinal die Frage der Haltung der Kirche zu den Juden mit solchem Nachdruck behandelt und mit dieser Tatkraft für eine tragbare Lösöung eintritt, weil er als Deutscher eine zusätzliche Verpflichtung gegenüber den Juden empfindet, dürfte nicht ausgeschlossen sein. Als der Papst Johannes XXIII. mit Mut und Entschlusskraft an die Klärung verschiedener Fragen herantrat, die für die Kirche, aber nicht nur für sie, von grosser Bedeutung sind, fand er im Kardinal Bea einen verständnisvollen Mitarbeiter für die Revision der kirchlichen Haltung gegenüber den Juden, die vom Papst Johannes XXIII. für unbedingt erforderlich gehalten wurde. Der Für die Sicherheit Israels New York. — Der republikanische Senator Keating, der seinen Sitz im Staate New York verteidigt, und sein demokratischer Gegner und ehemaliger Justizminister Robert F. Kennedy setzten sich für die Unterstützung der Sicherheit Israels ein. Senator Keating machte den Vorschlag, dass Israel ln die NATO aufgenommen werden solle, um ein Prinzip der „kollektiven Sicherheit“ zu schaffen, denn so würde die NATO „einen Angriff gegen Israel als einen Angriff gegen alle“ betrachten. Der Senator sprach auf der Jahreskonvention des Bezirks Manhattan der zionistischen Organisation Nordamerikas. Kennedy, der dieser zionistischen Veranstaltung nicht persönlich beiwohnen konnte, sandte ein Schreiben an die Konvention, in dem er an seine Rolle bei den Beschlüssen der Regierung Kennedy erinnerte, wie „die Lieferung der Hawk-Raketen an Israel, die verstärkte Wirtschaftshilfe und Unterstützung bei der Ausnutzung der Jordanwasser“. Er bot seine Hilfe für die Sache der „demokratischen Entwicklung und Sicherheit Israels und für die Aufrechterhaltung des Friedens im Mittleren Osten“ an. (ITA) Papst zögerte nicht lange, sondern änderte kurzerhand den Text mancher Gebetstellen, durch welche die Juden belastet wurden. Schon vor der Einberufung des 2. Vatikanischen Konzils wurden diese Korrekturen vorgenommen. In einem Fall intervenierte der Papst persönlich, als der Vorbetende oder Vorsingende die päpstliche Anweisung nicht beachtet und den alten Text vorgetragen hatte. Bei der fraglichen Stelle handelte es sich um negative Charakterisierungen der Juden, die der Papst aus den alten Texten eliminiert hatte. Das von Johannes XXIII. einberufene Konzil sollte eine Grundlage für die Vereinigung der christlichen Kirchen legen, aber auch die jüdische Frage in einem positiven Sinn zu lösen versuchen. Ein entsprechender Behierzu nicht allzu viel gesagt werden, wenn man von den würdelosen Glückwünschen einiger Leute absieht, die dem Papst und dem Konzil schon damals danken wollten, bevor überhaupt ein Beschluss gefasst war. Man kann nur als Zuschauer aus der Ferne beobachten, was auf dem Konzil geschieht. Im übrigen waren die Juden durch ihre grossen und zentralen Organisationen aqfgefordert worden, bei der Vorbereitung der kirchlichen Stel'ur.gnahme durch entsprechende Vorschläge mitzuwirken. Es wurde ein Memorandum abgefasst und überreicht, Nach dem Ablauf der zweiten Verhandlungsphase des Konzils haben dieselben jüdischen Organisationen und Verbände einheitlich beschlossen, keine weitere Mitarbeit zu leisten, sondern die Entscheidung Schluss war ausgearbeitet allein der hierfür zuständigen worden. Kardinal Bea hatte die wichtigen Vorbereitun- I gen getroffen. Mit dem Tod des Papstes Johannes änderten sich die Verhältnisse, wahrscheinlich grundlegend. Papst Paul VI. hatte bald nach seinem Amtsantritt be- •riont, dass das Konzil fortgesetzt werden solle, dass er aber eigene Ideen habe, und dass — um es mit einfachen Worten zu sagen — er jetzt der Herr im Hause der Kirche sei. II. Keine Schuld Gegenstand der Beratung und einer von Kardinal Bea vorgeschlagenen Korrektur ist die von der Kirche propagierte Behauptung, die Juden hätten Christus gekreuzigt, sie seien also das Volk der Gottesmörder . . . Kardinal Bea schlug jetzt nach der vorjährigen Ablehnung der Resolution eine abgeänderte Formulierung vor. Wenig stens solle die Beschuldigung des Gottesmordes gegen das jüdische Volk von heute fallen gelassen werden. Die lebhafte Debatte um diese abgeschwächte Fassung hält bei der Niederschrift dieser Zeilen an. Voa jüdischer Seite kann Stelle zu überlassen, nämlich der Kirche. Wir Juden hätten zunächst zu bemerken, dass es höchste Zeit wäre, wenn die Kirche Der Geist Frankreichs H. Sw.: — Besuche von Staatsmännern haben vielleicht heute nicht mehr die Bedeutung, die ihnen früher einmal zukam. Die Entwicklung hat es durch den Fortschritt der Technik mit sich gebracht, dass die Entfernungen verkürzt wurden, auch ohne dass sich deswegen die Völker ein wenig näher gerückt sind. Wenn trotzdem das Erscheinen des Präsidenten-Generals Charles De Gaulle auf diesem Kontinent eine so grosse Aufmerksamkeit hervorgerufen und allerorts ein Gefühl der Freude und Sympathie, vor allem auch in unseren Kreisen, ausgelöst hat, so hat dies seine guten Gründe. Der Präsident Perus hat dies in einer nüchternen Form ausgedrückt, indem er die Freundschaft seines Volkes mit den USA und mit Frankreich charakterisierte. Mit den USA verbinden uns, so sagte er für sein Land, wirtschaftliche Interessen und hierauf beruht unsere gute Beziehung zu den USA, mit Frankreich einigt uns eine echte Liebe, eine geistige Harmonie. Penis Präsident fügte hinzu, er wolle auf beide Freundschaften nicht verzichten, was man bei der ökonomischen Lage gut verstehen kann. Wenn Spanien „madre patria“ der Lateinamerikaner ist, so hat dennoch Frankriech stets einen sehr tiefen Eindruck und einen grossen geistigen Einfluss ausgeübt. Man braucht nur an den Befreiergeneral San Martin zu denken. Der Geist der Freiheit, der von keinem Volk so stark verkörpert wird, der vielleicht auch in kaum einem anderen Volk so lebendig ist wie bei den Franzosen, hat in Paris seine Geburtsstätte in der modernen Zeit. Dort wurden zum ersten Mal nach langen finsteren Jahren die Trommeln der Freiheit geschlagen, dort wurden zum ersten Mal die Fesseln moderner Sklaverei zerbrochen, und dort wurden die Menschenrechte für das Abendland verkündet, obwohl eine ähnliche Proklamation zeitlich früher auf dem nordamerikanischen Kontinent erfolgt war. Mit der Erhebung des dritten Standes, des Bürgertums, und mit der Beseitigung der Privilegien, die bis d ¡bin der erste Stand (Königtum und Adel) und der 2. Stand (Priesterschaft) genossen hatten, wurde der Weg zur Befreiung der breiten Massen geebnet, der zwar mit Dornen gepflastert ist wie jeder Weg, j _ _ . _ den Menschen beschreiten, aber einmal doch zu einer besseren gesellschaftlichen Ordnung führen wird. Wir Juden haben diesem Frankreich zu verdanken, dass die Mauern der mittelalterlichen Ghetti fielen und aus einem Volk der Parias gleichberechtigte Bürger wer den konnten. Zwar vollzog sich dieser Prozess durchaus nicht reibungslos, da Vorurteile und Sonderinteressen — ähnlich wie heute beim Konzil in Rom — der Wahrheit endlich das den Juden zugefügte Unrecht, die Verleumdungen und Beschuldigungen zurücknehmen würde, wenigstens doch jetzt im 20. Jahrhundert und nach alledem, was geschehen ist. Man kann dies alles noch viel schärfer und präziser ausdrücken .aber weniger darf und kann von uns nicht bekundet werden. Was sagte Kardinal Bea jetzt zur Begründung seines Vorschlages?: ,,Es gibt keinen Grund, um den Juden von heute als Volk die Schuld am Tode Christi beizurnessen.“ Der Leser möge diesen Satz dreimal überlegen. Welcher Jude wird überhaupt einsehen, dass es notwendig sei, zu dieser Aeusserung des Kardinals Bea Stellung zu nehmen. Wer könnte denn in aller Welt, es sei denn, er wäre verblendet, die Behauptung aufstellen, dass die Juden von heute (!) als Volk die Schuld am Tode Christi haben würden. Aus welchem Grunde sollen wir uns heute (Schluss auf Seite 2) MAERTYERER - KASERNE DOSSIN von KURT KAISER-BLVETU In Belgien fand am Sonntag, den 13. September, die 8. nationale Wallfahrt zur Kaserne Dossin, in Mecheln statt, von der aus von 1942—1944 mehr als 25.000 jüdische Männer, Frauen und Kinder in Hitlers Vernichtungslager deportiert worden sind. Die Wallfahrt an diese Stätte schmerzlicher Erinnerungen wurde in diesem Jahr mit besonderer Anteilnahme durchgeführt, fiel sie doch mit dem 20. Jahrestag der Befreiung Belgiens vom Joch der nazistischen Unterdrücker zusammen. Die „Union der jüdischen Deportierten“ in Belgien war die Trägerin dieser tief bewegenden Gedenkfeier, die viele Juden und Nichtjuden auf dem Grossen Platz in Mecheln zusammenführte, von wo der Zug, mit den Fahnen der teilnehmenden Vereinigungen an der Spitze, zur Stätte der Märtyrer zog. Ergreifend war das Bild dieser schweigenden, in Erinnerungen versunkenen Menge, die die vom jüdischen Militärgeistlichen P. Kahlenberg gesungenen Totengebete mit oft bebenden Lippen mitsang. Unter den Anwesenden war kaum einer, der nicht in der Hölle dieser Jahre engste Verwandte in eben dieser Schicksalskaserne Dossin verloren hatte. Von hier waren die Transporte der Opfer in das Grauen der Vernichtungslager gegangen. Die Bevölkerung von Mecheln folgte mit sichtlicher Anteilnahme dieser Wallfahrt, die von Jahr zu Jahr mehr Menschen zusammenzuführen pflegt. Steine in den Weg legten. Aber die Grosse Revolution verkündete schliesslich doch die Gleichheit aller Menschen und eröffnete damit dem unterdrückten jüdischen Volk die Möglichkeit, sich selbst seine Freiheit zu erringen, die es dann auch mit der Schaffung des Staates Israel wiedergefunden hat. Dieser Geist der Freiheit war immer in Frankreich lebendig, auch damals, als die Reaktion eine starke antisemitische Welle hervorrief und als im gleichen Frankreich, das die Freiheit und das Menschenrecht proklamiert hatte, der Ruf „Tod den Juden“ erscholl. Aber das wahre, das „ewige Frank, reich“ war nicht besiegt. ES war ein Franzose, der das ,,J’ aceuse“ gesprochen hatte, im grossen Gegensatz zu den Deutschen, die nur Tod den Juden brüllten, ohne dass auch nur ein einziger Mann oder Frau in Deutschland den Mut zur Wahrheit gehabt hätte... In Charles De Gaulle verehren wir aber nicht allein jenes unsterbliche Frankreich der Freiheit, der Gleichheit und der Brüderlichkeit. Wir verehren in ihm nicht den Präsidenten seines Landes, sondern jenen Mann des unbeugsamen Willens und der niemals versiegenden Liebe zur Freiheit, der in Frankreichs schwersten Zeiten das' Banner der Trikolore und damit der menschlichen Freiheit überhaupt aufrecht erhielt, als alles um ihn herum in Verrat oder Verzweifling kapitulierte. Diesem wirklichen Heroen der Freiheit, der seinem Volk und Land sowie sich selbst immer die Treue bewahrte, bringen wir unsere Sympathie entgegen. Er hat die Barbarei zerschmettern helfen, er hat durch seine Entschlossenheit und seinen Gl üben zum Sieg der Demokratie beigetragen. Das war und ist der Geist Frankreichs, symbolisiert durch se nen heutigen Präsidenten, General Charles de Gaulle. — Keine Verjaehrung Bonn. — Bundeskanzler Ludwig Erhard erklärte, er sei für die Aufhebung des Gesetzes, das die Verjährung von Naziverbrechen nach 20 J hren vorsieht. „Für mich persönlich ist der Gedanke unerträglich, dass die Mörder nach Inkrafttreten dieses Gesetzes frei herumlaufen können“, iiusserte er in einer Pressekonferenz. (ITA)

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