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Jüdische Wochenschau · 1964-09-04 · 2080 (4.9.1964) · p. [Seite 23]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2080 (4.9.1964)
Date
1964-09-04
Page
[Seite 23] (sequence 23)
Language
German, Spanish
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Viernes, 4 de Septiembre de 1964 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Gemeinden und Vereine (Fortsetzung der Vereinsnachrichten von Seite 22) ten oder bekommen es in diesen Tagen. SCHLIESSUNG DES HEIMS Von Sonntag bis einschl. Dienstag bleibt das Heim der Feiertage wegen geschlossen. Prof. Dr. FRITZ BAMRER- BER IN DER ACIBA Im Rahmen einer Veranstaltung der CENTRA wird Dr. Fritz Bamberger, Herausgeber des „Coronet1 und anderer wichtiger Zeitschriften aus New York, im Monat Oktober bei uns sprechen. Wir werden darauf noch ausführlich zurückkommen. L.i.FJfc.’Meisterschaft Die Deutschen Kammerspiele1 Musik in Buenos Aires ol rv.o^ AMENABAR 2972 — Capital Ergebnisse der 7. Runde (Division B) Aciba — Bet El T.O Bet Israel — Adama 6:1 Bet Hanoar — NCI, Villa Ballester 2:0 CASA — BAMI 2:1 Durch einen etwas glücklichen Sieg (mittels Elfmeter) sichert sich OASA praktisch den Meistertitel und damit Aufstieg in die A- KJasse. Die beiden noch aus. stehenden Runden können daran nichts ändern, während der 2. Platz zwischen BAMI (25:7 Punkte), Bet Hanoar (24:8) und Bet Israel (23:9) noch nicht entschieden ist. Infolge der Feiertage wird das Turnier am kommenden Sonntag unterbrochen und am 13. September fortgesetzt Die Deutschen Kammer spiele haben .sich 1962 und 1963 durch einige hervorragende Aufführungen einen sehr guten Ruf erworben. Dieses Jahr brachte man „Prairie-Saloon“, ein Musi, cal, Kaviar fürs Volk, aber kein Malossol. Dazu Spoerls gutgebaute und lustige Komödie „Der Maulkorb“, dessen Satire auf die nohen Landesherren schon Patina an. gesetzt hat. Als modernes Werk gab es Jonescos „Der König stirbt“, das ich vor kurzem in spanisch im hiesigen Theater 35 sah. Ich fragte mich damals, in einer viel schlechteren Aufführung: „Welcher Grund besteht für eine Darstellung ausser dem Namen Jonesco, der in Paris lange nicht so zieht wie hier?.“ Aufführung und Regie waren vorbildlich. Das Programm und Olszews. ki wiesen in einer Ansprache auf den hohen symbolischen Wert des Werkes hin. Trotzdem ist es weder Jonesco noch Oiszewski in seiner geradezu meisterhaften Regie gelungen, diese hochmenschliche Weltanschauung sichtbar zu gestalten, wenigstens nicht für ein einfaches Ge. müt für mich (und auch für keinen Zuschauer, mit dem ich darüber gesprochen habe!). Deutsche Klassiker oder Semi-Klassiker wurden nicht gezeigt. Bleibt der „Hamlet“. Nun ist ein guter „Hamlet“ ein ganz grosses Wort, besonders für eine Wanderbühne. Prof. Ulrich Erfurth führ, te dreimal Regie und fand für völlig verschiedene Werke jeweüs adäquaten Ausdruck. Für „Hamlet“ gibt es in Olliviers grossartigem Film ein auf der Bühne nie zu erreichendes Vorbild. Erfurth hat deshalb klug auf gegenständliche Dekorationen verzichtet und sich mit wechselnden Vorhängen begnügt, er hätte auch auf das Sichtbarmachen des Geistes von Hamlets Vater verzichten müssen. Die weitaus intr-ressanteste,, wenn auch nicht v-11kommenste, Figur gestaltete UNSERE NAECHSTE PREMIERE DEUTSCHES SCHAUSPIELHAUS BUEHOS AIRES TEATRO Li€E0 — Rivadavia Ecke Paraná Intendant: KURT JULIUS SCHWARZ „MEDEA“ von JEAN ANOUTLH Mit HERTA KRAVINA vom Schillertheater Berlin in in der Titelrolle Inszenierung: HORST KEITEL (Renaissance-Theater Berlin) Bühnenbilder: MARIA JULIA BERTOTTO Weitere Mitwirkende: MARTHA JOHN, KARL EWALD, ARIEL BUSTOS, HORST KEITEL, RODOLFO MAERTENS, ARTURO MALY. DIENSTAG, DEN 8, SEPTEMBER, um 21 Uhr WIEDERHOLUNGEN: Freitag, 11. 9., 19 Uhr; Sonnabend, 12. 9., 15 Uhr; Sonntag, 13. 9., 15 Uhr; Dienstag, 15. 9., 21 Uhr; Mittwoch, 16. 9-, 19 Uhr; Freitag, 18. 9., 19 Uhr. KARTENVERKAUF werktäglich: 15—19 Uhr, Samstags 10—12 Uhr sowie 1 Stunde vor der Vorstellung. Ferner nachmittags bei: Lib- Oosmopolita, Belgrano; Lib. Beutelspacher, Belgrano; Lib. Knuth, Villa Bailester, Cu care Martinez. der hoch begabte Folker Bohnet als Hamlet. Diese Glanzrolle wird von den grössten Schauspielern der Welt gegeben, die meist schon zu alt sind. Bahnet war ein blutjunger Hamlet und deshalb viel beweglicher und temperamentvoller als es sonst der Fall ist. Boh. net ist Herr einer ausdrucksreichen Mimik und einer gepflegten guten Sprache. Ei’ gibt den Hamlet (Regieanweisung?) aber nicht als unentschlossener Zauderer. Des. halb war merkwürdigerweise „Sein oder Nichtsein“ der schwächste Augenblick einer grossartigen Gestaltung. Die schauspielerisch vollkommenste Leistung bot Rolf Morell als strauchelnder und sich aufraffender sterbender König, Mittelpunkt eines ausgezeichneten Ensemblespiels, aus dem Elisabeth Hitzenberger hervorragte als die den Tod verkörpernde Königin. Sie war eine kalte klare eindringliche Sprecherin. Die bildschöne Hanita Hallan nahm im Musical, in dem sie keine Reize verborgen liess, alle Blicke gefangen. Als hochgeschlossene Residenzstadt-Courtisane bot sie eine prickelnde entzük* kende Type. Als Königin im „Hamlet“, ebenfalls viel jünger als üblich, rechtfertigte sie durch ihr blosses Dasein Mord und Blutschande ihres Mannes. Julia Laroche zeig. „ERNANI“ IM COLON Vergebliche Miih‘ Ohne Schaden für das nunmehr 56 Jahre bestehende Teatro Colón wurde ,Ernani, der Bandit“, die fünfte Oper von Giuseppe Verdi, noch niemals dort gegeben te ihr feines edles Antlitz. Sie deklamierte mehr als sie sprach: doch ihre gesungene und getanzte Wahnsinnsszene machte tiefen Eindruck. Fritz Kost erwies sich erneut als stiller und sehr feiner Komiker. Er raubte sich den Musical und war ergreifend als hilfloser armer Schlukker Bätes. Die anderen Darsteller gaben ebenso wie die Stars ihre vielen Rollen angemessen oder gut. Zum Schluss sei der Leiter Reinhold K. Olszewski genannt. Er war ein hochinteressanter König im „Hamlet“, wild, kaum königlich. Als Staatsanwalt im „Maulkorb“ bot er (nach Ralph Arthur Roberts und Riihmann!) eine Leistung, die sich sehen lassen kann, bis in die letzte Nuance ausgefeilt und durchstudiert, reizte er zum Lachen und war doch menschlich. Dem zahlreich erschienenen Publikum gefielen die Aufführungen. Eb gab viel Beifall. Dr. Karl Kost , K£Ä£« «f)y£tn£T t£rsf?J)E£;IÄrt UOMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 - VI. Stock - T. E. 48-3695, 48-5683 EL FESTIVAL INFANTIL DE SIMJAT TORA Como ya lo anunciáramos brevemente la semana pasada, se realizará nuestro tradicionl Festival Infantil con motivo de Simjat Tora el domingo 18 de octubre pxmo. en el Colegio Pestalozzi a partir de las 13.30 horas con el siguiente programa: Torneo de Baby .Football por la copa del KKL con la participación de varones de 10—13 años. — Torneo de Golpe -Gool por la Copa del KKL con la participación de ni¬ ñas de 10—13 años — A todos los integrantes de los equipos se entregarán medallas! — Concurso de Manchas con valiosos premios, participan los niños que no toman parte en los torneos deportivos — Baile israelí — Sketch, con la actuación de la Agrupación Juvenil de ACIBA — Mago — Entrega de premios a los campeones de la Acción Tischri — Coca Cola y masas para todos! Todos los chicos participan en el alegre Festival del KKL! — Vayan entrenándose por la Copa del KKL! TISCHRI-AKTION 5 7 2 5 Wir danken allen unseren Freunden, die bisher die Jugendlichen, die den Glückwunsch des KKL ins Haus bringen, freundlich empfangen haben; an den kommenden zwei Sonntagen wird die Tischri-Aktion fortgesetzt werden und wir bitten alle, auch weiter unsere freiwilligen Mitarbeiter wohlwollend bei der Erfüllung ihrer Aufgabe zu unterstüt. zen. AUS UNSERER ARBEIT Das Ehepaar Jacobo and Regine Steiner spendete $ 1.000.— anlässlich der Hohen Feiertage. BESTE BUECHSEN IM MONAT AUGUST: Familien Anker und Vo. gel, Heriberto Arnold, Maximo Callmann, Adolfo Chassel, Siegfried De Baer, Curt Götz, Federico Grünewald, Buenos Aires, Sarmiento 2376, III- T. K 47-3820 Das Präsidium des Zentraleuropaeischen Comites der k EINHEITSKAMPAGNE (Keren Hajessed) gratuliert allen seinen Freunden recht herzlich zu Rosch Haschanah und wünscht ein glückliches und erfolgreiches Neues Jahr. Gleichzeitig appelliert es an Alle, die bisher noch nicht zur Aktion, 1964 beigetragen haben, das in diesen Tagen zu tun. Heut© mehr denn je: SOLIDARITAET MIT ISRAEL! M 250 Völlig unnötigerweise schritt man zu pietätvoller Exhumierung des trivialen Jugend. Werkes, in üe-ttn geglückten Stellen noch viel Dozinetti aufleuchtet, und pietätvoll wie diese Lüftung dürfte eine neuerliche, umgehende Grablegung erfolgen... Weder der uns gerade als Verdi-,.Fachmann“ so gut vertraute Dirigent Fernando Previta.i, noch der in solch einer undankbaren Situation hier als Regisseur debütierende grazer Oberspielleiter Karlheinz Haberiand, noch Dekorationen und Kostüme des für Buenos Aires ebenfalls neuen Hainer Hill — diese offenbar bewusst veraltet wie die Partitur des späteren Genies eines Troubadour4 ,‘ „Othello“ und „Falstaff“ — konnten an aer Tatsache etwas ändern, dass über „Ernani“ Gras gej wachsen ist, welches man i tunlichst nicht mähen sollte.; Glücklicherweise standen i drei männliche „.Kanonen“ I auf der Bühne, um die Bej anstandungen nach Möglich. | keit vergessen zu machen. ‘ Der am Triumphen reiche i Bariton Cornel MacNeii j (Don Carlos) dürfte hiermit j seine beste Leistung im Coj lön vollbracht haben, und j Jerome Hines (Silva) sang; seine Partie unerhört ein-" drucksvoll und initreissend. Sein Opernbass dürfte einmalig sein. Beide Künstler hatten minutenlange Exira- Applause und konnten jedes, mal nur schwer zur Fortsetzung schreiten. In nichts nach stand der Tenor Fiaviano Labö in der Titelrolle, welcher gleich Hines „come back“ Applaus.Salven errang. Der Sopran Marglierita Robertis wusste sich als „Elvira“ würdig zu behaupten, neigte jedoch in der hohen Lage zu schriller Exaltiertheit. Der Colön.Chor, dem Verdi gerade in .Ernani“ eine besonders umfangreiche Prärogative zuweist, sang in Wohllaut getaucht und wurde von Haberland klug geführt, weicher das Beste aus seiner wahrhaft undankbaren Aufgabe zu machen sich bemühte. Es gab trotz pein. lieh langer Pausen, auch zwischen den Verwandlungen, vielen, herzlichen Beifall für alle Beteiligten. „AMIGOS“ MIT ARRAU UND LEI TN ER Claudio Arrau, der im Colon ein weiteres wundervolles Konzert gab, mit Beet, hoven (Sonate Nr. 18, es-dur opus 31 Nr. 3), Mozart Año XXV. — No. 208« — 23 (Phantasie c-moll, KV 475 und Sonate KV 457 in gleicher Tonart), sowie Fianz Liszt (Ballade Nr. 2, e-moll 1853, Villa d'Este — Pe. trarch - Sonette Nr. Í23, Gnomenreigen und Mephisto-Walzer) auf dem Programm — auch hier wollte sich das Auditorium nicht von dem einzigartigen Piani. sten trennen —, war diesmal leider nur einmal mit Orchester zu hören. Bei „Amigos de la Música“ spielte er das 4. Beethoven-Klavierkonzert (opus 58, g.dur), in dessen Begleitung das Orchester der Gesellschaft über sich selbst herauswuchs, dánk dem fruchtbaren Klima, welches Ai rau und Ferdinand Leitner am Pult her verzauberten. Es war wieder einmal interessant, festzustellen, wie ausserordentlich wichtig es ist, dass der Dirigent selbst ein ge. diegener Pianist vom Schlage des Stuttgarter Generalmusikdirektor ist, der dem Pianisten ein idealer .Begleiter“ in des Wortes wörtlichstem Sinne war. örche ster, sein Leiter und der Solist verschmolzen so zu selten erreichter Einheit und Kongenialität. In diesem und dem vorhergehenden Symphonie - Konzert bot der Dirigent eine duftige Wiedergabe der im. mer wieder bestechenden Schubertschen „Fünften“ , ein sauber, aber nicht sehr interessant verfasstes „lento y rápido“ des jungen Komponisten Osias Wilenski und — überflüssigweise — das veraltete „adagio con variazioni“ von Ottorino Respigiri mit dem gut interpretierenden Cellisten Luis W. Pratesi im Sole part. Als Erst, aufführung für Buenos Aires — es mutet fast ironisch an — erklang das Haydn- Trompetenkonzert es-dur in der vollendeten Wiedergabe von Maurice André, welcher auf demselben Podium noch wiederholt in dem nun folgenden „Festival Bach“ zu hören sein wird. Bruckners nachgelassenes „adagio für Streichquintett“ lag Leitner, berühmt für Bruckner.Interpretationen, besonders am Herzen. Ungewohnt auf diesem Podium, aber nicht minder willkommen wurde der Johann Strauss-Walzer „Accelerationen' opus 234 „hin. gelegt“ und schlug derart ein, dass sich die Künstler noch zu einem Polka, ebenfalls vom Walzerkönig, verstanden. Es gab Riesenapplaus für Occhester, Claudio Arrau und Ferdinand Leitner, welcher uns leider bereits bis 1965 Lebewehl gesagt hat. Curt B. M. Weisestem ' Hilde Hahn-Oohen, Heriberto Hecht, Ana Jacobson, Max Juda, Norberte Korn, Pablo Kramer, Letter Service Abramczyk, Familien Loewy und Latzer, Enrique Mainzer, Milten Michel. (Auto- Büchse), Kurt Natowitz, Evelyn Oppenheimer, Isidor® Pereil, Ernesto Rüben, Margarita Schuster, Alfredo Si. mons, Juan Stern, Ludovico Stern, Dr. Hugo Strauss, Marga Strauss, Etta Stieit, Siegfried Weinstein. Wir danken allen unseren Freunden. Unser Telegrammdienst: Glückwunsch- sowie Trauertelegramme und Baumdiplome bei jeder Gelegenheit, bitten wir, unter folgenden Telefon. Nummern aufzugeben: 73-9026 Sra. Weinstein 68-7404 Sra. Ehrlich 64-2966 Sra. Lubascher 54.3209 Frl. Wertheimer 48-3695 Sekretariat 48-5683 Sekretariat. Theodor Herz! Gesellschaft Gottesdienst an den Hohen Feiertagen im Salon Sarmiento 2523 Rosch Haschanah S72S SONNTAG, den 6. September: 18 Uhr 25 (EREW ROSCH HASCHANAH): Predigt: GIDEON FLESCH (Israel) MONTAG, den 7. September: 8 Uhr 15 (1. Tag): Ansprache Prof. MOISES SENDEREY MONTAG, 2. ABEND: 18 Uhr 25 Ansprache: RARUCH DUVDEVANE (Israel) DIENSTAG, den 8. September: 8 Uhr 15 (2. Tag): Ansprache: Dr. GUENTER BALLIN JISKOR Der 9. SEPTEMBER ist der letzte Termin für die Einreichung der zur Seelenfeier am Jom Kipur zu verlesenden Namen. Später eingehende Anträge kön. nen aus technischen Gründen leider nicht berücksichtigt werden. Zu richten an Herrn Oscar Schwarz, Juramento 3255 Dto. B.

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