Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2080 (4.9.1964)
- Date
- 1964-09-04
- Page
- [Seite 15] (sequence 15)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 4 de Septiembre de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. — No. 2080 — 15 Neues Leben aus Ruinen Kein Antisemitismus in Russland? Zwischen dem 22. Juli und dem dem 31. August finden sechs Veranstaltungen des Israel Festivals 1964 im restaurierten antiken Amphitheater in Cäsarea statt, das aus diesem Anlass eine ein. gehendere Betrachtung verdient. Die Ausgrabungen und die Planung der Restaurierung, die unter Wahrung des antiken Charakters vorgenom. men wurden, um die einzigartige Stimmung der histiroschen Atmosphäre nicht zu stören, wurden in Zusam. menarbeit israelischer und italienischer Archäologen des lombardischen Univeristätsinstituts aus Milano, vorgenommen, dessen Expedition fünf Spielzeiten in Israel tätig war. Die praktischen Bauar. beiten auf dem Gelände haben ein Jahr gedauert, aber ■noch sind viele kunstvolle Marmorreliefs und andere antike Attraktionen nicht freigelegt und zur Schau ge. stellt, so dass noch manches ¡su tun übrig bleibt, bis dieser von MEIR FAERBER alte Kulturschatz voll und! und neu klar aufrecht erhal- MOEBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Geschäf te mit der grössten Auswahl. SARMIENTO M47 T. E. 35 - /033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten. Zahlungserleichterungen Zuvorkommende fachmännische Bedienung. ganz und optimal zur Wirkung gebracht sein wird. Unter dem Orche-trion. das für die Festival-Aufführungen mit Brettern belegt wur. de, befinden sich vierzehn Schichten von Fresken, ein Kunstschatz, dessen Hebung noch bevorsteht. Der Boden der Bühne ist aus Holzplatten zusammengesetzt, die nach Ende des Festivals zusammengelegt und für die nächste Gelegenheit aufbewahrt /erden können. Auch die Bogentore, die zu den Pu. blikumssitzen führen, sind noch nicht restauriert worden obwohl sich dies relativ ten und nicht verwischt wurde, so dass man leicht er. kennt, was ausgegraben und was hinzugefügt wurde. Das Amphitheater selbst hat 1350 Sitze, doch ist im inneren Halbkreis des Orchjstrions zwischen dem Halbrund der Steüritze und der Bühne für weitere vierhun. dert Sitze Platz. Es ist auch für die Schauspieler günstiger, wenn das Ochestrion nicht leer bleibt, sondern mit Sitzreihen ausgefüllt ist, da sich ein zu grosser Abstand zwischen Bühne und Publi j Vorväter römische Säulen kum störend au;wirkt. Die standen, die ein über das Am. Bühne hat mit 17 m Tiefe phitheater gespanntes Sonlisations-Anlage von etwa einem halben Meter quadrati. schem Durchmesser, die von dem Raume unter der Bühne bis hinter die obersten Sitzreihen des Publikums als schmaler Tunnel hinaufführt und die vielleicht auch für Ueberraschungsaufkitte von Schauspielern diente, zwei Jahrtausende später als Schacht für die Leitung des elektrischen Stroms dienen werde. Diesem unterirdischen Schacht ist es zu verdanken, dass das heutige Publikum durch keine sichtbaren Drähte gestört wird. Wo in den Tagen unserer London. — Die offizielle sowjetische Nachrichten- Agentur „Tass“ behauptete, es gebe keinen Antisemitismus in Russland. Sie ver glich das Leben der Juden in der Sowjetunion mit dem der Neger in den Vereinigten Staaten und bezeichnet die Anschuldigungen verschiedener USA-Senatoren, dass die Juden in der USSR schlecht behandelt würden, als „Versuche, die öffentliche Welt, meinung von den Rassenproblemen im eigenen Land abzulenken“. Die USA-Senato. ren, so heisst es, hätten es sich zur Gewohnheit gemacht, immer dann gegen Russland zu Felde zu ziehen, Auf die verschiedentlich erhobenen Behauptungen, dass absichtlich Juden für „Wirt, schaftsverbrechen“ vor Gericht gestellt und streng bestraft würden, entgegnet die „Tass“; „Einige der Leute, die von Zeit zu Zeit von sowjetischen Gerichten für Wirtschaftsverbrechen verur. teilt werden, sind in der Tat Juden. Es ist allgemein bekannt dass in einem antinationalen Staat Verbrecher verschiedener Nationalität sein können. Auch Juden können darunter sein. Das gleiche kommt in den USA vor.“ Die „Tass“ stellt sich auf den Standpunkt, dass die Sowjet. wenn es in Amerika zu Zui union zu den wenigen Länsammenstössen zwischen Ne. gern und WeisHen kommt. In diesem Zusammenhang fragt die „Tass“: „Werden die Juden in Russland mit Polizeihunden gehetzt wie die Neger in Texas oder Alabama, oder werden sie gar gelyncht?“ ‘ .. -J DAS RESTAURIERTE ANTIKE AMPHITHEATER Ein neuer TRIUMPH der CARLTON-Kleidung Supersix CARLTON bringt ab 1. Sep. tember einen neuen, exklusiven Anzugtyp heraus, den Supersix, mit 6 entscheidenden Vorzügen: 1. Carl ton . Spitzenqualität garantiert durch seine Marke. 2. Reine Schurwolle. 3. Carl ton getestet: knitterfrei und scheuerfest. 4. Formbeständig durch Stabiloformverarbeitung. 5. Ideales Gewicht, unserem Klima angepasst. 6. Modisch richtig, in Schnitt und Dessin. Diese Vorzüge machen den Supersix zum guten Anzug für alle Gelegenheiten: Für Büro, für die Reise und natürlich für festliche Gelegenheiten. Supersix ist der Anzug für Anspruchsvolle und nicht teurer wie gewöhnliche Klei, düng. 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Jahrhunderts entspreche, — und das ist mit einem Aufwand von einer halben Million IL aus dem Baron Rothschild - Gedächt. nisfonds und mit viel Verständnis, Hingabe und Fachkenntnis gelungen. Nur fünf Prozent der Steinsitze des al. ten herodianischen Theaters haben die Zeiten überdauert. Sie wurden mitverwendet und die neuen Steinsitze wurden ihnen angepasst, die aus einem Zementkonglomerat gegossen wurden, wobei der Unterschied zwischen alt und 40 m Breite die Grösse [ nendach trugen, stehen jetzt sich genommen hat, für die Verwirklichung der Vision seines Grossvaters Benjamin de Rothschild zu sorgen, der neben den Ruinen Cäsareas das Erstehen einer neuen he. bräischen Gartenstadt erträumte. An der Cäsarea-Entwicklungs.Gesellschaft sind Rothschild und die Regierung je zur Hälfte beteiligt. Für den grosszügigen Stil der Aufbaupläne zeugen auch der Golfplatz und das Luxushotel mit wohltemperiertem Schwimmbassin und allem sonstigen Komfort unserer anspruchsvollen Zeit. dern gehört, in denen es kein sog. jüdisches Problem gibt, und fügt hinzu dass die Juden seit der Revolution vom Jahre 1917 mit den anderen Bürgern des Staates völlig gleichberechtigt sind. In die. ser Erklärung wird ferner darauf verwiesen, dass die Juden nur 1,08 Prozent der Bevölkerung Sowjetrusslands bilden, aber 20 Prozent der Wissenschaftler, die mit dem Lenin - Preis ausgezeichnet wurden, in diesem Jahr Juden sind, ebenso wie fünf der 28 Mitglieder der Sowjetaka. demie der Wissenschaften. —■ (ITA) , Jüdischer Pavillon I Wien. — Auf der internai tionalen Messe in Poznan | wurde kürzlich der jüdische ■ Pavillon in Anwesenheit der 1 polnischen Behörde eröffnet. des Mann-Auditoriums, also eines nach internationalen : Begriffen grossen Saales. Die | Akustik ist vielleicht auch; deshalb so hervorragend, weil vom Meere her stets ei. ne leichte Brise über die Bühne zu den Zuhörersitzen weht. Steigt man von der Bühne die Treppe in die unter ihr befindlichen Räume hinunter, die den Schauspielern und sonstigen Mitwirkenden als Garderobe dienen, so stösst man auf ein unterirdisches Gewölbe, wo für die Musik und Theaterfestspiele in die vor zwei Jahrtausenden erbauten Gemäuer ein hochmodernes elektrisches Schaltbrett für die Bühnen und sonstige Beleuchtungsanlage eingebaut, den Kon. trast zwischen Antike und und Moderne besonders wirkungsvoll zum Ausdruck bringt. Das haben sich die al. ten Römer als sie zu Hero. des Zeiten dieses Amphitheater bauten, gewiss nicht träumen lassen. Ebenso wenig konnten sie sich damals vorstellen, dass die Wasserleitung und Kana. hohle, schwarz gestrichene Holzmäste, an die Beleuchj tungskörper montiert sind, von denen das starke elektri. sehe Licht nicht nur das Theater selbst, sondern auch das ganze romantische Gelände erhellt. Von dem für 500 Autos bestimmten Parkplatz hat das Publikum bis zum Eingangs, tor 450 m durch eine elektrisch beleuchtete Zugangspromenade zu Fuss zurückzulegen. Von allen Prominenten ist heute, da der Wiederaufbau Cäsareas als Stadt beginnt, Baron Edmond de Rothschild der populärste, da er es auf r A EILAT ISRAEL - BRIEFMARKEN AJf WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEU AUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, VlAmONTE 550, I/B — Bumm« Airee, ArgeaiiM Teppichhaus - M. Hochberg UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKI’UPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN EUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. 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