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Jüdische Wochenschau · 1964-08-21 · 2078 (21.8.1964) · p. [Seite 1]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2078 (21.8.1964)
Date
1964-08-21
Page
[Seite 1] (sequence 1)
Language
German, Spanish
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PUEYKKEOON 2190 — I’ tea- JfoJentXiH&Jstá&üici T E. 83 2613 Año XXV. BUENOS AIRES, VIERNES 21 DE AGOSTO DE 1964 N* 2018 Die Hilfe für die Juden Die erste Enzyklika des Papstes Paul VI. umreisst, •wie bekannt gegeben wurde, die Stellung des Papstes und damit der Katholischen Kirche zu den Problemen des modernen Lebens. Es dürfte verfrüht sein, zu diesem Do. kument eine Ansicht zu äussern, weil der ganze Wortlaut noch nicht vorliegt und Zeitungsausziige keine siche, re Grundlage zur Beurtei. ] lung bilden. Wie wir erfah- ' ren, nimmt die kirchliche Haltung zu den Juden einen > gewissen Raum ein, sodass durchaus Veranlassung zu einer eigenen Meinungsbildung gegeben wäre. Schon jetzt kann man erkennen, dass , Papst Paul VI. in verschiedenen Punkten eine andere Po. sition we sein groTser Vor-) gänger Johannes XXIII. einl nimmt. Man spricht in den , bisher veröffentlichten Kommentaren von einer harten oder härteren Linie. Was wir hierunter im einzelnen zu verstehen haben werden, j bleibt zunächst abzuwarten. * 1 Inzwischen wird die Debat. te über die Haltung des Pap stes Pius XII. während des Krieges und zu den Juden-; Verfolgungen, die durch das Drama des deutschen Schriftstellers Rolf Hrchhuth „Der i Stellvertreter“ ausgelöst wur. de, eifrig fortgee.-tzt. In einer Sondernummer der Vatikan- Zeitschrift „L’Osiervatcre della Domenica“ findet die Hilfe, die Papst Pius XIL den Juden im Kriege leistete, ei. ne breite Darstellung. I Die JO Seiten starke Ausgabe ist anlässlich des ersten Jahrestages der Wahl Papst , Pauls VI. dem Fx iedenswerk! der modernen P.ipste, von Benedikt XV. bis Paul VI., i gewidmet. Autoren aus aller Welt bezeugen die Hilfe des Papstes Pius XII. für die verfolgten Juden. Der Bericht über das Werk Pius XII. zitiert unter ande. rem ein Zeugnis des Präsidenten der römischen israelitischen Gemeinde während der Kriegsjahre, Dr. Ugo Poa, zu der Lösegeldforderung von 50 Kilo Gold, die der dama. lige SS-Obersturmbannführer Herbert Kappler 1943 an die Jüdische Gemeinde in Rom richtete Als der Heilige Stuhl von dieser Forderung erfuhr, liess er Fca zufolge auf „offiziösem Wege“ wissen, dass er die fehlende Menge zur Verfügung stellen werde, soll, te es den Juden nicht möglich sein, in der festgesetzten 36stünd;gen Frist das verlangte Gold bereitzustellen. Man habe dem Präsidenten der jüdischen Gemeinde er. klärt, dass der Goldbetrag ohne Eile zuiückgezahlt werden könne, sobald die Gemeinde dazu imstande sei. Es sei dann zwar nicht notwendig gewesen, von dem grosszügigen Angebot Gebrauch zu machen, „doch die noble Geste des Vatikans bleibt deswegen nicht weniger bedeutsam, und nicht gerin. ger war der Trost, der während des angstvollen Tages der Sammlung so vielen tausend Personen zufloss, über denen die Drohung Kapplers lag.“ An anderer Stelle verweist von JEHUDA COTTHEIMER Haltung Pius XII. in keiner Weise das gesamte wohltätige Werk des Heiligen Stuhls und die von ihm zugunsten der Juden geübte „hohe menschliche Karitas“ in Frage stelle. Der Artikel zitiert dazu den römischen Oberrabbiner Prof. Rio Soaff, der anlässlich des Todes von Pius XII. erklärte: „Mehr als irgendein an. derer haben wir Gelegenheit gehabt, die grosse mitfühlende Güte und Grossherzigkeit des Papstes während der unglücklichen Jahre der Verfolgung vmd des Schreckens, als es schien, da s es für uns keinen Ausweg mehr geben würde, zu erfahren.“ Der Aitikel schätzt die in Briefen an die polnischen Bischöfe die Greuel beklagt habe. Die Bischöfe hätten geantwortet, sie seien nicht in der Lage, die Briefe zu veröffentlichen, da die Lage da. durch noch schwieriger werden würde. | Der deutsche Bundespräsident Liibke schreibt in einer kurzen Erklärung zur Sonderausgabe der Vatikanzeit. Schrift: „Jeder, der Papst Pius XII. kannte, wird sich der hochherzigen Gesinnung dankbar erinnern, mit der er in Festigkeit für Recht und Freiheit aller Menschen eingetreten ist, ganz gleich, welcher Nationalität oder Rasse sie angehörten.“ Bei allem Verständnis da- Neue Gerüchte um Mengele Bonn. — Der berüchtigte Lagerarzt von Auschwitz Dr. Josef Mengele, der von der deutschsn Bundesregie, rung gesucht wird, um sich wegen Kriegsverbrechen vor Gericht zu verantworten, befindet sich nicht in Paiaguay Sendern könnte irgendwo in Europa oder Brasilien leben, so erklärte der paraguayi-che Innermini, ster Dr. Insfran der Presse, wie eine in Bonn einge. laufene Meldung besagt. Nachdem die Gerüchte nicht schweigen wollten, dass sieh Mengele in Paraguay versteckt, hatte Westdeutschland von der dortigen Regierung seine Auslieferung begehrt, ohne jemals eine Ant. wort zu erhalten. Jetzt berich et „Der Stern“, dass ein anderer Kriegs. Verbrecher, der ehemalige SS-Obersturmbanr:führer und Gestapo-Chef Heinrich Müller, vor kurzem in Südafrika auitauc-hte, wo er abwartet, ob er in Südamerika Asyl finden kann. Obwohl es hebst, dass in einem im vergangenen Jahr in Ostberhn geöffneten Grab die Gebeire Müllers gefunden wurden, behauptet „Der Stern“ ganz entschieden, dass Müller in Russland und in Rumänien gesehen wurde, wo er i.m Spionagedienst beider Länder arbeitete. Er so1! dann über die Türkei nach Südafrika gelangt sein. (IT4) in Abrede gestellt. Die von kirchlichen Würdenträgern und vor allem von einfachen Priestern geleistete Hilfe ging über die:-e Anzahl von Juden hinaus. Gerade von jüdischer Seite wurde diese Hilfeleistung stets dankbar anerkannt, obwohl es doch wohl ein selbstverständlicher Ausdruck der Nächstenliebe und der menschlichen Solidarität war, unschuldige Menschen, vor allem Frauen und Kin. der, vor der ihnen durch die Nazis drehenden Gefahr zu schützen. (Auf manche unerfreuliche Begleiterscheinungen wie die Taufe von jüdischen Kindern oder die Weigerung, sie nach dem Kriege herauszugeben, soll lrer nicht näher eingegangen werden.) Dass Papst Pius XII. das fürs verlangle Lösegeld fehlende Gold zur Verfügung zu stellen bereit .war, ist nicht umstritten, niemals angezweifelt und immer anerkannt worden. Aber es handelte sich doch nicht nur um eine Hilfs. aktion zugunsten der römischen Juden. Zur Diskussion steht eine völlig andere Frage: hätte der Papst öffentlich gegen die ihm bekann. : ten Judenverfolgungen in ei- Israel warnt die Syrer Jerusalem. — Israel benachrichtigte die UN-Orga. nisation für die Ueberwachung des Waffenstillstands, dess es neue syrische Angriffe auf seine Nordgrenze „mit Gewalt abweisen wird“. Dies teilte ein hoher Bamter des Aussenministeriums dem Generalstabschef die. ser Organisation, General Odd Bull, mit, der einer israelischen Einladung folgend zu einem Gespräch über die ernste Lage an der syrischen Grenze im Ministerium erschienen war. Syrien hat eine Woche lang fast täglich zwei Mal die auf den Feldern der Grenzkolonie Nation arbeitenden israelischen Traktoren mit automatischen Waffen unter Beschuss genommen. Der Sprecher des Aussen, ministeriums machte den General darauf aufmerksam, dass Israel diese Angriffe als äusserst schwerwiegend betrachtet. Er wies darauf hin, dass Israel bei keiner Gelegenheit das Feuer erwidert habe, sondern sich vor der Gemischten Waffenstillstandskommission beschwer, te. Er stellte jedcch fest, dass sich Israel angesichts dieser fortgesetzten Angriffe nicht weiter passiv verhalten könne. (ITA) Von Eichmann belastet Der Leiter des SS-Sondereinsatzkommandos zur Endlösung der Judenfrage in Ungarn, Eichmann, hat seine beiden Mitarbeiter Otto Hun. sehe und Hermann Krumey bei den Veihören vor seiner Hinrichtung in Ivael schwer belastet: „Meinen Mitarbeitern ging es am Anfang gar nicht schnell genug.“ Eichmann hat ihnen allen, darunschen Vorhaben doch nicht erst damals Kenntnis hatte, zumal er selbst Jahre hin. durch als päpstlicher Nuntius in Berlin die Entstehung, die Absichten und die Politik der nationalsozialistischen Bewegung kannte. Schon aus seiner Tätigkeit in Deutschland konnte er über das Schicke al vieler deutscher Katholiken und Antinazis keine Zweifel hegen. Dies ergibt sich aus ande- . ren Publikationen in der gleiner energischen Form Stel-! chen Ausgabe der vatikani- Zalü der Juden, die bei römischen religiösen Institutionen Asyl fanden, auf über 4.000. Der stellvertretende Chefredakteur der Vatikanzeitung „Ossen atore Romano“, C. Lolli, berichtet, dass Pius XII. mit seiner Verhaftung auf Hitlers Befehl gerechnet habe. Er selbst habe den Papst gebeten, ihn begleiten zu dür. fen, falls es zu eint solchen Massnahme kommen würde. Lolli erklärte, der Papst ha- ' be in Erwartung seiner Verhaftung sogar Dokumente ' vernichtet, die, falls sie in die Hände der Deutschen gefallen wären, „als Vorwand für die Verfolgung Unschuldiger [ hätten dienen können, die keine andere Schuld hatten, ' als ihrem Glauben treu zu bleiben.“ j In einem anderen Artikel | zitiert der Jesuitenpater Pao. i lo Dczza den Papst, der ihm 1 im Dezember 1942 erklärt ha- : be: „Jawohl, die kommunisti-; sehe Gefahr besteht, aber gej genwärtig ist die Nazi.Gefahr | ernster... Sie wollen die Kir. , che zerstören und zertreten. : Für den Papst wird es keinen ' Platz im neuen Europa geben. Aber ich habe keine Angst, und ich werde hierbleiben.“ | Pater Dc-z a erklärte, Pius XII. habe zu ihm über die , Greueltaten der Nationalso. I zialisten in Deutschland und | den besetzten Gebieten gefiir, dass die Lage des Pap. stes wegen der brutalen Einstellung der Nazis gegen alle, die ihnen einen Widerstand lelslen konnten, gewi&s sehr schwierig war, sind diese Ausführungen wenig geeignet, wirklich die nicht nur von Hochhuth erhobenen Anschuldigungen oder Bedenken ernstlich zu entkräften. Dass 4.000 Juden in Rom von kirchlichen Stellen geschützt, versteckt und gerettet wor. den sind hat niemand bisher lung nehmen müssen oder nicht? Durfte der Papst in die-er Situation schweigen? Kater sich durch sein Schwei, gen mitschuldig gemacht oder n'eht? — Was hat die Aufzählung einiger Schutzmass. nahmen mit dem Kernproblem zu tun? Diese Publikation in einer vatikanischen Zeitschrift muss denen Argumente in die Hand liefern, die sich nachträglich über das päpstliche Schweigen empören. Man wird den Ausführungen entgegen halten, dass allein der Gedanke einer Flucht des Papstes aus Rom nicht toleriert werden könne. Wenn ' der Papst zugegeben hat zu wissen, dass die Nazis „die Kirche zerstören und zertre. ten wollen“, bleibt sein Zaudern und sein Schweigen doch erst recht völlig unverständlich. Ausserdem liegt die Vermutung nahe, dass der Papst von diesem nazistischen Wochenzeitung „Osservatore della Domenica“, in denen zum ersten Mal auch ein Einblick in die Vorge. | schichte der gegen den Nationalsozialismus gerichteten j Enzyklika „Mit brennender , ¡jonaCh Sorge“ gegeben wird. Diese sic-a Enzyklika hatte der Vorgänger von Pius XII., der Papst Pius XI., erlassen. Sie wurde am 31. März 1937 von allen Kanzeln Deutschlands verlesen. Die vatikanische Wochen, zeitung richtet zunächst die Aufmerk amkeit mehr dar. auf, in welchem Umfange der damalige Kardinalstaatssekretär Pacelli, der spätere Papst Pius XII., an der Vorbereitung der Schriftstücke beteiligt gewesen ist. Nicht genügend hervorgehoben oder sogar übersehen wurde aber meist in dem Bericht des „Os. servatore della Domenica“ die ter auch Krumey und Hunsche, gesagt, wie es bei der Massenvernichtung der Juden in Lagern des Ostens zu. ging- Darüber berichtete nun im Frankfurter Prozess gegen Krumey und Hunsche der israelische Polizeimayor Avner Less, der in mehr als 253 Stunden vom 29. Mai I960 bis Mitte Januar 1931 Eichman.r in Israel verhört hat. Ekhtnann hatte aus freien Stiikken 77 Tonbänder besprochen, deren schiiftliche Uebei t: agung und Korrekturen in seinem Beisein sechs Protokollbände füllen. Sie sot's n als Eeweismaterial in den Frankfurter Prozess eingefügt werden. Eichmann hat nach der Aussage ven Less von seinem Stellvertreter Krumey geragt: „Von der ungaiischen Grenze bis nach Auschwitz hat Krumey alles bearbeitet.“ In weniger als sechs Wochen deportierte Eichmanns Truppe über 400 003 Juden aus Ungarn. Mehr als 300.000 von ihnen kamen in den Gaskammern von Auschwitz um. Krumey hat sich freiwil¬ (Schluss auf Seite 2) Jk ira bische t*Eaene sprochen. Dabei habe er die der Artikel auf die Wochen, j Befürchtung geäussert, er Zeitschrift „Israel“, die zur j könne nicht offen reden. Polemik um Pius XII. unterj „Man beklagt sich, dass der strichen habe, da-s ein ßf- Papst nicht spricht“, habe er fentlicher Protest des Papstes gesagt, „aber der Papst kann gegen die Judenverfolgungen I nicht sprechen. Es wäre zwar zweifellos sehr gewiir-! schlimmer, wenn er spräche.“ digt worden wäre, dass je. I Dezza berichtet, der Papst doch diese Bewertung der ' habe ihm mitgeteilt, dass er „Das Sekretariat der Arabischen Liga verfügt bereits über die Gelder, die für die Ableitung der Quellflüsse des Jordan erforderlich sind“ — erklärte kürzlich selbstbewusst der General lekretär der Arabi. sehen Liga Hassouna in Beirut. Dort hätten sich Vertreter Aegyptens, Syriens, Tiansjordaniens und des Libai on zusammengefunden, um mit Fachleuten gemein'am über die Durchführung der Ableitung zu beraten. Hassouna versicherte, die Zeit der Besprechungen sei beendet, ui d bald würden die praktischen Arbeiten beginnen. Aber noch ist keinerlei Termin festgesetzt, und alle Angaben, die über den bevorstehenden Anfang der Ableitungs. arbeiten sprachen, haben sich als verfrüht und unrichtig erwiesen. Ueber die Kosten sind die Meinungen immer noch sehr geteilt. Nach einer Darstellung sollen die Araber Vorhaben, Israel insgesamt 220 Millionen cbm Wasser im Jordan zu lassen, das wären nur zwei Drit. tel der Menge, die Israel an sich für seine Leitung aus dem Jordan entziehen wollte, Zwei Quellflüsse sollen zu die-em Zweck abgeleitet werden. Ein Teil des Wassers soll für örtliche Bewässerung benutzt werden, wählend der Rest in offenen Kanälen durch transjordanisches Gebiet geleitet und weiter südlich wieder dem Jordan zugeleitet werden soll. In der erwähnten Dar. Stellung werden die Kesten des Projekts mit nur etwa 21 Millionen Dollar veranschlagt, und die Araber sind so von sich überzeugt, dass sie keine Hilfe ausländischer Fachleute heianziehen, sondern alles arabischen Ingenieuren überlassen wollen. \ Vermögensfragen. Das Son. Ungarn gemeldet bei dem Gestspuchef Müller darum beworben. „Er hat selbständig in Budapest mit den ungarischen Funktionären verhandelt.“ Eines Tages brachte er einen Koffer mit Geld ins Büro. „Ich wusste nicht, woher es war“, hatte Eichmann in Israel gesagt. „Krumey, Be. eher, Grell und die anderen haben sich in Ungarn gesucht Und gefunden. Sie einigten sich auf eine Sicherungssprachregel, die ihnen eine halbwegs annehmbare Position im Falle des Kriegsverlustes ermöglichte“, sagte Eichmann von seinen SS.Mitarbeitern in Budapest, die in dem gegenwärtigen Frankfurter Verfahren alles abstreiten. Den Angeklagten Hunsche hat Eichmann wegen seiner juristischen Fähigkeiten als routinierten Bürokraten nach Ungarn kommen lassen. Dort versah er, ebenso wie Krumey, den Innendienst und den Schriftverkehr. Hunsche war unterschriftsberechtigt und bearbeitete vor a'lern Eine andere Darstellung ist vorsichtiger. Nach dieser soll zunächst ein Quell.! fluss mit einem Kostenaufwand von 20 Millionen Dollar abgeleitet werden, und die! Ableitungsarbeit soll 18 Monate in Anspruch nehmen. Die zweite Phase, in der der Bau von Dämmen und Umleitungskai nälen vorgesehen ist, soll erst später fol. I gen, und sie würde nicht weniger als 215 j Millionen Dollar verschlingen. Ob diese Summe der Aiabischen Liga zur Verfügung steht, muss bezweifelt werden. | Das Sekretariat der Liga will anschei. nend, nur „um etwas zu tun“, mit der Abj leitung eines Quellflusses anfangen, und das Wasser wird nutzlos vergeudet werden, nur um es Israel nicht zugute kommen zu ' lassen. j „Die entscheidende Phase der AbteL tungs-Vorbereitungen beginnt“ — hatte ' Hossouna in Beirut erklärt, aber trotz al- ' ler Geheimnistuerei scheinen sich die Ara- , ber über ihre Pläne noch nicht im klaren! zu sein, und westliche Experten glauben! auch heute nicht an die Ernsthaftigkeit des ganzen Ableitungs.Rummels. j dereinsatzkommando fand sich im KZ Mauthausen zusammen. Krumey gehörte zum Vorkommando, das bereits vor dem 19. März 1944 nach Ungarn kam. Vergeblich hatte die Verteidigung fast den ganzen Vormittag erbittert versucht, die Aussagen von Avner Less als gesetzwidrig zu verhin. dern. Nachdem die Anwälte Laternser und Schmidt-Leichner bereits am 7. Juli mit ähnlichen Vorstössen ge. scheitert waren, wies das Ge. rieht auch später zwei entsprechende Anträge zurück. Das Argument der Verteidiger, die Aussagen Eichmanns seien nicht mit erlaubten Mittel zustande gekommen, da er gewaltsam aus Argentinien entführt worden sei, wurde nicht als stichhaltig erkannt.

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