Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2077 (14.8.1964)
- Date
- 1964-08-14
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/9616703-9614256-9614578--3459-9614582- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
4 — Viernes, 14 de Agosto de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Añe XXV. — N» 2977 Ereignisse der Woche Eingabe an den Aussenminisfer Bekanntlich tauchte in letzter Zeit in den Strassen ven Bueno« Aire3 ein Piakat auf. dessen Fotografie die EtAIA mit einem Begleit, schreiben an den Aussenminister Argentiniens, Dr. Miguel Angel Zavala Qrtiz, sehickte. Gleichzeitig wurde Abschrift dem Präsidenten tler Republik, dem Minister ¡ des Innern und den Nationaldeputierten übermittelt. Ehe DAIIA gibt einleitend ihrer Ueberzeugung Ausdruck, dass einem Demokraten wie dem Herrn Aussenminister nicht entgehen dürfte, wie grundlos und falsch die in diesem Plakat aufgestellten Behauptungen sind. Sie wolle daher nur auf die Bedeutung dieser Art von Propaganda binweisen, denn die Absicht, die „Zionisten“ — ein Aus. druck, dessen sich schon die Bitlerdoktrin bediente, als es noch keinen Staat Israel gab — als die Schuldigen an einer Tragödie hinzustellen, die ein Volk befällt, stellt ein ge. schicktes Manöver dar, um eine Atmosphäre des Hasses gegen diese „Schuldigen“ zu schaffen .nd einen „Sündenhock‘‘ zu finden. Aber das Plakat sei ein Glied mehr in der Kette der fortgesetzten Angriffe, die im Dienste ge. wisser Interesen von einer ( Organisation entfesselt werden, welche anscheinend über unerschöpfliche Mittel für j ihre Propaganda verfügt. Dies sei die Arabische Liga, eine ausländische Organisation, die in Argentnien fremde Belange vertritt und sieh zu einem zersetzenden Fak. tor entwickelt hat, der den künstlich her vor gerufenen Unfrieden ständig mit neuer Nahrung versorgt. Ein politisches Problem „Wir glauben“, fährt die DAIA fort, „dass der Antisemitismus in Argentinien eher ein politisches als ein Rassenproblem ist und antidemokratischen Zwecken dient, welche die Vernichtung der . institutionellen Einrichtun. gen mit totalitären Zielen . verfolgen. Dieser Kampagne I hat sich die Arabische Liga angeschlossen. In Argentinij en existierte niemals eine „arabisch - jüdische Frage", I sondern beide Gemeinschaf- I ten lebten seit je in guter Freundschaft. Jetzt aber j schürt nie Arabische Liga, die nicht etwa unsere Mitbürger arabischer Herkunft repra. sentiert, feindliche Gefühle.“ | Abschliessend versichert die DAIA, sie würde es bedauern, wenn der irrige Eindruck bestünde, dass die jüdische Kollektivität oder die Leiter , ihrer .wichtigsten Institutionen die arabische Kollektivität provozieren, wie dies ver. I achiedentlich behauptet wor- , den ist, denn ihre Bestre- [ bungen richten sich vielmehr auf die Eliminierung jener \ Faktoren, die Störungen im Wird Triki aasgewiesen? New York. — W:'e ein hoher argentinischer Beamter in New York enthüllte, erwägt die argentinische Regierung den Plan, den Delegierten der Arabischen Liga Hussein Triki wegen der antisemitischen Kampagne, die er ln Argentinien organisiert, des Landes zu verwei. sen. Triki hat in den letzten Monaten seine antisemiti. sehe Hetze durch Pressekonferenzen und öffentliche Erklärungen immer mehr verstärkt. Er hat in seiner Monatsschrift „Nación Arabe“ den Zionismus, Israel und die jüdische Gemeinschaft Argentiniens im gleichen Zu. sammenh.'Vg der Absicht beschuldigt, durch eine verme ntliche ,zionistische Verschwörung unter dem Deck, mantel Castro nahestehender kommunistischer Elemen. »e Argentiniens Sicherheit zu gefährden“. Der Aegypter Triki wellt in Argentinien mit dem angeblichen Vorhaben, die Bande zwischen Lateinamerika und den arabischen Ländern enger zu gestalten. Langsam jedoch gelangen die argentinischen Staatsmänner zu der Ueberzeugung, die mehrfach von argentinischen liberalen Führen und auch von den jüdischen Organi. sarionen zum Ausdruck gebracht wurde, dass Triki sich Hauptsächlich der Aufreizung zum Antisemitismus widmet. wozu er sich der antidemokratischen und totalitären Ideologien zugeneigten Kräfte in Argentinien be_ dient. Jetzt äusserte Argentiniens Innenminister Juan Pálmelo, er prüfe die Massnahmen, um die antisemitischen Ausbrüche abzubremsen, die in letzter Zeit in Argenti. nit/i zu verzeichnen waren. Vor einigen Tagen hatte Argentiniens Präsident Arturo Tilia. Führern des „Partido Demócrata Progresista" zugesagt, dass die Besflm. mungen des Strafgesetzes dahingehend abgeändert werden sollten, um das Verbot der Tacuara und anderer an’'semitischer Bewegungen in der Republik zu ermög. liehen, offiziell sind diese Organisationen gegenwärtig auch verboten, aber sie setzen ihre Tätigkeit dessenung ¿achtet weiter fort, (ITA) Hie ftrufechen Raitimerspiele TEATRO DE CAMARA DE ALEMANIA Direktion REINHOLD K. OLSZEWSK3 S p i e 1 p I a n : Freitag, den 28, August, 19.15 Uhr: PRAIRIE SALOON, ein Western Musical von Heinz Wunderlich. Sonntag, den 30. August, um 15.00 Uhr: DERMAULKORB, eine Komoedie in sie. ben Bildern von Heinrich Spoerl. Montag, den 31. August, um 20.00 Uhr: HAMLET, Trauerspiel in fünf Akten von William Shakespeare. Dienstag, den 1. September, um 19.15 Uhr: DER KOENTG STIRBT, Schauspiel von Eugene Ionesco. KEIN ABONNEMENT! — NUR EINZELVERKAUF Für sämtliche Vorstellungen ab Dienstag, den 25. August, ab 11 Uhr an der Theaterkasse. Parkett, alle Reihen .... m$n. 600.— Superpullman, alle Reihen . „ 350. Tertulia, alle Reihen .... 200 DIESES JAHR IM TEATRO PRESIDENTE ALVEAR CORRIENTES 1659 — Telefon: 46-6076 3 u LUACH - (KALENDER) 6. El ul 7. Elul Freitag, den 14. August Sonnabend, den 15. August Parschat SCHOFTIM 5. B. M. XVI 18 — XXI 9 Haftara .. eschayahu LI 12 — HI 12 Sonntag, den 16. August *• 5|n! Monteg, den 17. August , Dienstag, den 18. August 10- Mittwoch, den 19. August D- Donnerstag, den 20. August 12“ Elui Freitag den 21. August , ®*ul Sonnabend, den 22. August U1 Parschat KI-TKTZE 5. B. M. XXI 10 — XXV 19 Haftara Yeschayahu LIV 1 — 10 Sonntag, den 23. August Montag, den 24. August ®.lul Dienstag, den 25. August *” Mittwoch, den 26. August “U1 Donnerstag, den 27. August!»■ Freitag, den 28. August Sonnabend, den 29. August 21. biui Parschat KI-TAVO 5. B. M. XXVI 1 — XXIX 8 [ harmonischen Zusammenleben der grossen argentini. sehen Familie verursachen , könnten. I Eine Nachschrift Dem Schreiben der DAIA 1 ist folgendes Postskriptum angefügt: [ „In dem Augenblick, in dem wir den vorliegenden ¡ Brief unterfertigen, lesen wir in der heutigen „Razón“ die Nachricht, dass Herr Hussein 1 Tfiki eine Pressekonferenz abgehalten hat, in der er ähnliche Behauptungen aufsteilte, wie die, die in dem; Plakat enthalten sind. Wenn wir gleichzeitig auf das Atj tentat auf die israelische I Fahne hinweisen, bei dem i Verleumdungen ausgestossen ¡ wurden, die denen der Arabi. ‘ sehen Liga ähneln, so spre- I chen diese Zustände für sich j selbst. Wir fragen nur im Na. : men der demoratischen Biiri ger dieses Landes: Wielange! noch wird man dulden, dass : ein ausländischer Agent seine [ Provokationen fortsetzt und das Leben des Volkes stört?" i Círculo Israelita | „Shalom“ — La Falda Im Rahmen der Veranstal.; tungen dieser Gemeinde ver- I dient ein Lichtbildervortrag des Herrn Robert Frank be- 1 sonderer Erwähnung, der es; in geistreicher und geschick- : ter Art verstand, die Anwe. | senden im Geiste nach Israel, Europa und Nordamerika zu führen. Vor kurzem hatte die Wizo. Gruppe zu einem Tee-Nach. mittag eingeladen, der von einem sozialen und finanziellen Erfolg gekrönt war. Zu Tische Beaw fand ein Gottesdienst statt, den die Herren Frank, Frankel und Heidinger in sehr eindrucksvoller und würdiger Form gestalteten. Herr Frankel hielt die Predigt, wobei er mit sei- : JUEDISCHE : BUCHHANDLUNG! TALESSIM, MACHSO- RIM (span. Uebersetzg., LUACH 5725, Neujahrs. Glückwunschkarten G. KAPLANSKY Pueyrredón 451 l T. E. 89.3431 'fr ••••'»••••••••••• nem grossen Wissen Erläute. rungen über die Zerstörung des Tempels gab. Mit beson.! derer Bewegung gedachten alle Mitglieder an den ersten : Gottesdienst dieser Gemein- ■ de, der genau an diesem Tage vor einem Jahr abgehal- | ten wurde, als zum ersten! Mal in La Falda ein wirkli.; eher Gottesdienst stattfand. Auch ein Referat über das Buch „Und die Bibel hat doch! Recht“ von Frau Margot Kaisman, daauf hohem Ni- ’ veau stand, verdient hier Erwähnung. | Aus Anlass des Shakespeare, i Jahres hielt der Vorsitzende , der Gemeinde, Dr. Meirovich, einen Vortrag, um diesen grossen Dichter zu ehren. Die j Betrachtungen und ausführ.! liehen Erklärungen des Referenten hielten seine Zuhörer ‘ stundenlang in Bann. Ein nicht endenwollender Ap- : plaus gab dem Vortrag einen! würdigen Abschluss, j Die Gemeinde gibt be-! kannt. dass sie zu den Hohen Feiertagen Gottesdienste ver. anstaltet und alle die, die sich zu dieser Zeit zum Ferienaufenthalt in La Falda oder der Umgegend befinden, zur Teilnahme einlädt. Um die Auslieferung Böhnes Vor dem Appellationsgericht fand eine Verhandlung des Falles des deutschen Rechtsanwalts Gerhard Boh. ne 'statt, der bekanntlich vor einigen Monaten hier in Bue. nos Aires verhaftet wurde, nachdem die Deutsche Bundesrepublik seine Auslieferung begehrt hatte, um ihn wegen Euthanasieverbrechen gerichtlich zur Verantwortung zu ziehen. Der Verteidiger Böhnes. Dr. Dollberg, stellte den Antrag, diesem Begehren der westdeutschen Regierungnicht stattzugeben, denn sein Man. dant habe nichts anderes getan, als Befehle ausgeführt, die sich auf ein Gesetz Hitlers stützten. Er bot die Aus sagen bedeutender deutscher Wissenschaftler an, die be. zeugen, dass Bohne „niemals sich zu verstecken oder zu fliehen suchte“ und in seiner Eigenschaft als Staatsbeamter von 1955 bis 1960 eine Pension bezogen habe. Interessant dürfte in diesem Zusamenhang sein, dass Dr. Dollberg auf das Urteil eines italienischen Gerichtshofes aus dem Jahre 1963 hinweist, in dem es in der Begründung heisst, dass die Erschiessung von Juden und die Eljminierung von Geisteskranken politische Delikte seien, welche der deutsche Staat in Wahrsung seiner eigenen Sicherheit begangen hat. Galdwaters polnisch« i Verwandte; London. — Bei Durchsicht ' der vorhandenen Archive in dem kleinen polnischen Ort KonirV aus dem die Familie; Barry Goldwaters stammt, wurde festges‘ellt, dass alle Verwandten des Senators wahrscheinlich von den Na. zis vergast wurden. Die Ernennung Goldwaters zum Präsidentschafts . Kandidaten erweckte das Interesse an , diesen Archiven in dem Grenzstädtchen, das 190 km östlich von Warschau liegt. Der Grossvater Goldwaters war ein jüdischer Hausierer | namens Michel GoldwasseT, ■ welcher im Jahre 1849 aus , dem damals zu Russland ge. ' hörigen Konin nach Amerika auswanderte. | Der Bürgermeister von Konin, Zdzisiaw Szklarkowski,; erklärte, dass die Nazis an diesem Ort ein Konzentrai tionslager einrichteten und sich unter den jüdischen Ue. , berlebenden kein Goldwassser! befinde. (ITA> Nazis in Australien Melbourne. — Arthur Smith, Organisator und .(Führer“ der Nazipartei von Austra ’ lien, der kürzlich während einer Fernsehsendung in seii nem Parteilokal verhaftet i wurde, erhielt eine Freiheitsstrafe von 6 Monaten wegen! illegalen Besitzes von Explosivwaffen. Mit ihm gemein. ( sam waren noch vier andere Nazis festgenommen worden, | die demnächst abgeurteilt werden. Wie der Richter feststellte, will Smith den Hitlerismus in Australien auferstehen lassen. (ITA) Die BAR MIZWA unseres Sohnes DANIEL KIEFER findet S.G.W. am 22. August 1964 um Vs 9 in der Chaim Weizmann-Synagoge, Arcos 2319, statt. HEINZ RABAU RUTH RABAU geb. GOLDSCHMIDT Tronador 3076 Ausserstande allen Freunden, Bekannten und Organisationen für die überaus zahlreichen Glückwünsche und Beweise aufrichtiger Anteilnahme anlässlich unseler Vermählung persönlich zu danken, sprechen wir auf diesem Wege, auch im Namen unserer Eltern, unseren herzlichsten Dank aus. Ernesto Grünewald und Frau Daniela geb. Bluhm * Catamarca 1271, 4. p. A. Mar del Plata JUEDISCHES LEHRHAUS THG - BET ISRAEL - WIZO BIBELKURS (VIERZEHNTAEGIG) Leitung: Rabb. Dr. MEIR ROSENBERG 9. ABENI): MONTAG, <len 24. August, um 20.30 Uhr HEBRAEISCHE KURSE ANMELDUNGEN UND INFORMATIONEN: CRAMER 2070 Tel.: 73-8922 (Bürozelt: Montag, Dienstag, Donnerstag Ton 15—19 Uhr)