Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2074 (24.7.1964)
- Date
- 1964-07-24
- Page
- [Seite 1] (sequence 1)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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PUEYRREDON 2190 — 1* Iza. Jk JknuiiteJsAjCí&lila f E. *3261* Año XXV. BUENOS AIRES, VIERNES 24 OE JULIO DE 1964 N* 2074 Das Gipfel-Gebirge in Kairo Eine für Diktatoren typt-1 sohe Eigenschaft ist die Grossj mannssucht. Alles, was sie tun, muss „Ewigkeits“.Werte , .schaffen, muss gewaltig und j pompös sein, muss eine A.u- | genweide und Streusand für | die Augen ihrer Untertanen bilden, muss prächtig wirken ciw«.* und erstmalig ’ Natürlich sind auch die an monumentalen Bauten eines Hitler oder Mussolini sowie von B. B. SAMUEL es wissen: etwas bleibt immer hängen. Die arabische Gipfelkonfe. renz, die noch im Schatten des Krutschew - Besuches stand, hatte offensichtlich nicht den erwarteten Erfolg. aller, die nach Urnen kamen und sie imitierten, sind bekannt. Staatsbesuche und Gipfelkonferenzen gehören zu den allgemeinen Errungenschaften der modernen Zeit. Jedoch Gipfelkonferenzen am laufenden Band finden nur in Kairo statt; das ist der rechte Hintergrund für einen so bedeutenden Mann, wie Nasser sein will, um ihn in die richtige Positur zu setzen. Internationale Konferenzen zu eröffnen und zu begrüssen, das ist schon zu wenig für ihn. Gipfelkon. ferensen müssen es sein. Seine Thematik ist nicht besonders inhaltsreich. Dies wird von ihm selbst als nicht sonderlich notwendig oder zweckmässig empfunden, denn er hjat sein Grund, ühema, das nicht variiert wird. Wie von einer Manie oder fixen Idee besessen, kann Nasser jede politische Frage, jedes aktuelle Problem behandeln, aber wird immer bei der gleichen Me. lodie ankommen und enden: Israel. Ob es die anderen noch hören, wenn er davon spricht, kann hier nicht entscheidend sein. Die Werbetrommel wird gerührt. Aliten Römer, und die mussten quid haeret!, sagten die al. deren Araberstaaten gegen Israel, weil Nasser dies so wünscht. Aber es gibt zumindest erhebliche Nuancen in der Einstellung der verschiedenen arabischen Regierungen. Denn von einer Einstellung der arabischen Länder oder eines oder der arabischen Völker kann überhaupt nicht die Rede sein. Werden denn diese Völker um ihre Meinung gefragt? Gab es jemals ein freies demokratisches System, eine richtige, nichtgelenkte Wahl oder eine Volksabstimmung, in der man zu dieser oder einer anderen Frage des politischen Lebens das Volk zur Stellungnahme auf gef ordert hätte? Hier liegt gerade eine der Wurzeln des Hasses, den Nasser gegen Israel hegt. Der kleine demokratische Staat stört die Diktaturen, weil er den überzeugenden Beweis dafür erbringt, dass Freiheit nicht nur eine Redensart, Phrase oder Parole ist, die für andere gilt, von denen man die Freiheit fordert, dass vielmehr Freiheit im eigenen Haus zu realisieren ist, dass Freiheit Fortschritt bedeutet, von dem Nasser spricht und den Nasser verspricht, den es aber in arabischen Ländern nicht oder kaum gibt. Aufforderung an Russland Jerusalem. — Ein dringender Appell zugunsten direkter russisch-jüdischer Unterhaltungen über die Lage und die Aussichten für die sowjetische Judenheit ist in einer Resolution enthalten, die in der letzten Plenarsitzung des Jüdischen Weltkongresses in Jerusalem angenommen wurde. Die Resolution gibt der Besorgnis der Weltjudenheit über die Lage der Juden in Russland Ausdruck und ersucht die sowjetische Regierung, die Wiedervereinigung der jüdischen Familien zu gestatten, die durch die Ziehung der Nachkriegsgrenzen auseinander gerissen worden sind. Eine andere Resolution lenkt die Aufmerksamkeit auf das Wiedererwachen internationaler antisemitischer Umtriebe in Lateinamerika und Europa und verurteilt ener. gisch die Rolle, die die Arabische Liga hier spielt. Eine Resolution behandelt die Beziehungen mit Westdeutschland und fordert diese und andere Regierungen auf, die gesetzlichen Beschränkungen für die Aburteilung nazistischer Kriegsverbrecher aufzuheben, damit diese Leute der gerechten Strafe für ihre Untaten zugeführt werden können. Ferner wird die Bonner Regierung ersucht, für geeignete Entschädigungen an die Opfer des Naziregi. mes Sorge zu tragen, die von der bestehenden Gesetzgebung nicht erfasst werden. Eine weitere Resolution appelliert an die Bundesregierung, Gesetze zu schaffen, die es deutschen Wissenschaftlern verbieten, an der für die Zerstörung Israels bestimmten Waffenproduktion Aegyptens mitzuarbeiten. In einer Resolution wird der Regierung Polens der Dank für die Ehrungen des Andenkens der jüdischen Naziopfer ausgesprochen. Gefaehrlicher Optimismus Der Präsident des JWK, Dr. Nachum Goldmann, warnte vor einem übertriebenen Optimismus angesichts „des wachsenden Antisemitismus“ in verschiedenen Teilen der Welt. Goldmann war der Hauptredner auf einem Bankett, mit dem der Abschluss der einwöchigen Sitzung des Exekutivcomites des Jüdischen Weltkongresses begangen wurde und dem 100 Delegierte aus 30 Ländern beiwohnten. Goldmann unterstrich, wie gefährlich es sei, das Anwachsen des Antisemitismus optimistisch zu betrachten, und erinnerte daran, dass diese Einstellung in den Anfängen des Hitleregimes sich als „Katastrophe für die Judenheit“ erwiesen habe. Aus diesem Grunde rief er das jüdisohe Volk zu Einheit auf. Weitere Ansprachen hielten Vize-Ministerpräsident Abba Eben und der Bürgermeister von Tel Aviv, Mordechai Namir. (ITA> Wenn man Nassers Weg verfolgt, dann kann man eigentlich nur von einer schon nicht mehr übersehbaren Rei. he von Misserfolgen sprechen. Aber jemehr Misserfolge Nasser verzeichnen, muss, umso höher steigt sein politischer Stern und umso mehr Ansehen geniesst er. Das klingt nicht nur wie ein Paradox, es ist eins. Aber die Weltgeschichte kennt viele solche Widersprüche, die gegen die Gesetze der Logik verstossen. Eines Tages wird sich auch dieser Widerspruch aufklären, und dann wird nichts übrig bleiben als eine unangenehme Erinnerung. Bis dahin allerdings wird nicht nur Israel, sondern werden viele Nationen noch unter den Drohungen und unberechenbaren Aktionen des ägyptischen Präsidenten leiden. Die letzte Kairoer Gipfelkonferenz vereingte die Staatsoberhäupter vieler afrikanischer Länder. Eigentlich sollten alle Staaten dort vertreten sein, das dürfte wohl auch der Sinn einer afrikanischen Spitzenkonferenz sein. Aber es fehlen nicht nur einige Spitzen, man hat sich sogar die Teilnahme des umstrittenen Moshe Tschombé ausdrücklich verbeten. Ihm wird die Schuld am Tode Lu. mumbas zugeschoben, er sei EIN DEMENTI Tel Aviv. — Israelische militärische Sprecher widersprachen den ägyptischen Berichten, dass zwei Mirage. Düsenjäger über dem Mittel meer in der Nähe von Alexandrien abgeschossen worden seien. Die Sprecher bezeichneten diese Meldung als ägyptische Erfindung. Die Aegypter hatten weiter behauptet, dass „ein zweites Mirage-Flugzeug wahrscheinlich zu landen gezwungen worden sei“. Die öffentliche Erklärung des Generalquartiers der israelischen Verteidigungs.Armee besagt, dass kein israelisches Flugzeug den ägyptischen Luftraum verletzt hat. (ITA) Eshkol warnt Syrien Tel Aviv. — Ministerpräsident Levi Eshkol warnte Sy. rien, dass „die Geduld Israels angesichts der neuen Angriffe an den Grenzen kein Zeichen der Schwäche sei“. In einer Rede auf der Abechiedsfeter der Kadetten am Tag» der Luftwaffe, sagte Eshkol, der auch Verteidigungs-Minister ist, dass „Israel sich mit der Bitte an die „Angestellten der Waffenstillstands-Kommission der UN wende, ihre Augen offen zu halten und zu sehen, wer wirklich diese Grenzstörungen verursacht und wer an ihnen interessiert ist“. Man weiss, dass das israelische Aussenministerium vor einigen Tagen einen Bericht der gemischten syrisch-israelischen Waffenstillstands-Kommission ablehnte, weil darin versucht wurde, das Bild mit der Behauptung zu „verwischen“, dass „beide Teile“ das Feuer eröffneten, ohne zu erklären, wer die ersten Schüsse abgegeben habe. „Aber selbst wenn wir uns nicht beeilen, auf die Angriffe zu reagieren“, erklärte ESshkol den Absolventen der Kadettenschule, „so sollten unsere Feinde nicht in den Irrtum verfallen zu denken, dass wir nicht stark genug sind, die Zwischenfälle zu verhindern, wenn unsere Geduld ein Ende nimmt.“ Er sprach von Israels Abwehrkraft als dem geeigneten Mittel, einen Krieg zu verhüten, und fuhr fort: „Während unsere Nachbarn kriegerische Reden halten, pflegen wir nicht, uns unserer Stärke zu rühmen und unsere Bedroher an das Vorhandensein und die Grösse unseres Heeres zu erinnern.“ Er berichtete 'erner von seinem Besuch in Frankrich, wo er die Fabriken besichtigt habe, in denen die von der israelischen Luftwaffe verwandten Jagdflugzeuge hergestellt werden, und fügte hinzu, die Franzosen wüssten, dass die Apparate in gv.len Händen seien. Die Luftwaffe veranstaltete eine aussergewöhnlich präzise und geschickte Vorführung verschiedener Modelle von Jet.Flugzeugen, unter denen sich Ouragan-, Mystere. und Supermystere-Apparate und sogar ein Fouga-Jet befanden. (ITA) WIE ICH ES SEHE Bedenkliche Tendenzen von JEHUDA GOTTHEMER I. Der Radikalismus entgegengetre- Ob Radikalismus eine für unsere Epoche typische Erscheinung ist, mag dahingestellt bleiben. Wohl selten je. doch haben radikale Bewe. gungen in einem solchen Umfang die Massen ergriffen,! stunden an den Idealen festem Knecht der Imperialisten, * wje dies in den faschistischen 1 halten sollten, deren Verwirk. und Energie ten war. In einer solchen Zelt ist es erforderlich, dass sich deije. nigen enger zusammenschlie. ssen, die niemals die Hoffnung auf Recht und Frieden aufgeben dürfen und die auch in schweren Schicksalsbehaupten Nasser und andere, jedenfalls ist er ein Feind, j Von einer Einheit Afrikas ■ kann man nicht sprechen, ab_ I gesehen vom Konflikt mit der Südafrikanischen Union,! die eine — nicht sehr rühmj liehe —■ Sonderrolle spielt. 1 Aber es gibt noch viele andere innerafrikanische Streitfragen und Probleme, Span, nungen zwischen Algier und Marokko, Aethiopien und Somaliland, die Differenzen um Südrhodesien, die Befreiung der portugiesischen Kolonien. Es wäre wohl kaum möglich, von einem einheitlichen Afrika zu sprechen. Diese These hat vielleicht einen propagandistischen Wert oder stellt eine zündende politische Parole dar. Von der Wirklichkeit ist aber dieses einheitliche Afrika weit entfernt. Nasser eröffnete die Gipfelkonferenz. Er sprach auch gegen Israel, wehn auch in \ gemässigten Worten. Die of. | fensichtliche, allgemein fest, j gestellte Zurückhaltung in dieser Frage ist aufgefallen. , Sie hat ihren guten Grund, j Nasser wollte nicht von Anfang an die Konferenz mit j einem weiteren Problem be-! lasten, denn Israel hat auf! dem afrikanischen Kontinent j Freunde, Staaten, die nicht i nur diplomatische Beziehun. 1 gen mit Israel unterhalten, : sondern sich Israel verbun-! den fühlen, ^isser meinte, die afrikanische Konferenz! solle nur afrikanische Fragen ' behandeln, Israel sei aber j nicht eine solche. Die alte ' Parabel vom Fuchs, der die Weintrauben für sauber erj klärt, weil er nicht an sie , herankommt, dürfte der rechj te Vergleich sein... | Wenn Israel keine afrikanische Frage ist, warum hat j Nasser über seine Feindschaft zu Israel gesprochen. Er sagte, wenn einige afrikaj nische Länder nicht mit den | arabischen Staaten in den i UN stimmen würden, sollten! Sie sich doch wenigstens ihrer , Stimme. enthalten. Aus i und kommunistischen Ländern der Fall war und ist. Zu j welchen Resultaten diese Re, j gime nicht nur ihre Länder, j sondern alle Nationen führen können, braucht heute nicht j mehr in aller Breite ausein.; andergesetzt zu werden; es j ist bekannt. | Man sollte daher anneh-! men, dass die Menschheit vom Rechtsradikalismus gej heilt war, als das Dritte j Reich zusammenbraoh. Man hätte auch erwarten dürfen, dass die kommunistische Herrschaft sich nicht weiter ausbreiten würde. Mit Erstaunen und Entsetzen muss aber die demokratische Welt, müssen diejenigen Menschen, die aft Recht und Gerechtigkeit glauben und eine sittliche Lebensgrundlage suchen, erkennen, dass wir wieder in den Strudel des Fanatismus hereingerissen werden, der — einer Sturmflut gleich — die Kontinente zu überschwemmen droht. Nicht die Vernunft hat sich nach diesem furchtbaren Krieg durchgesetzt, sondern die Unvernunft ist im Begriff, neue Triumphe zu feiern. Anstatt einen friedlichen Ausgleich zwischen den bestehenden und unleugbaren Interessen zu finden, gewinnen die radikalen Elemente neuen Boden. Noch immer wird denen applaudiert, die den Hass zwischen Völkern und Rassen predigen, während die Mahner zum Frieden beseitigt werden. Unter diesem Aspekt muss auch der Mord an Kennedy betrachtet werden, der den Hasspolitikern mit Mut dieser Bitte des .mächtigen, grossen' Nasser reflektiert die Stärke Israels und sein Ver. hältnis zu einer Reihe afrikanischer Länder. Eis bleibt zu hoffen, dass sieh auf der lichung allein die Menschheit wird überleben lassen. Noch ist es nicht zu spät, allen denen die Stirn zu bieten, die wie Rattenfänger Freiheit versprechen, aber nur Unter, driiekung bringen. Die Struktur des rechten wie des linken Radikalismus ist nicht Wesens- und nicht grundverschieden. Wieder einmal könnten sie sich die Hände reichen, wie dies im berüchtigten Stalin-Hitler-Pakt der Fall war, der überhaupt erst den feigen Ueberfall der Nanismus in einen NationalboL schewismus übergeht, — und dies war zumindest im stalinistischen Russland der Fall, — spielen gleichzeitig auch die antisemitischen Sentiments oder Argumente eine nicht unerhebliche Rolle. Man braucht nur an die Prozesse gegen die jüdischen Schriftsteller und später ge. gen die jüdischen Aerzte zu denken oder an den Prager Slansky-Prozess, die durch ihre antisemitische Note primitive nationalistische Gefühle hoohtreiben sollten, um die wankend gewordenen Massen bei der Fahne des Kommunismus zu halten. Der vom Bundesinnenminister Höeherl vorgelegte Be. rieht gewinnt auch dadurch an Bedeutung, dass es gerade ein deutscher Politiker (st, der seine warnende Stimme erhoben hat. Die klare Form neuesten Gipfel - Konferenz | zende Hypernationalismus, Nassers in Kairo der Stand- ¡ punkt derjenigen durchsetzt, j die von der Nasserschen; Hasspolitik gegenüber Israel ■ abrückeo. I zis auf Polen und damit den ®e^er. Darstellung rechtfertigt nicht allein, sondern ver. langt geradezu, dass dieser Bericht eine allgemeine Verbreitung findet. III. Der Hoechler- Bericht Bundesinnenminister Her. mann Höeherl schrieb im „Bulletin1“ der Bundesregierung: „Wie schon in den letzten Jahren legt das Bundesministerium des Innern auch in diesen Tagen der Oeffentlichkeit einen Bericht über die Erfahrungen vor, die die Staatsschutz - Behörden im Vorjahr bei der Beobachtung und Bekämpfung rechtsradi. kaler und antisemitischer Bestrebungen gesammelt haben. Die früheren Berichte sind in der massgeblichen öffent. liehen Meinung des ln- und Auslands fast durchweg begriisst worden. Die Bundesregierung wird daher fort, fahren, von Zeit zu Zeit der Oeffentlichkeit Rechenschaft darüber abzulegen, wie es um die Gefahren bestellt ist. die unserem Staatswesen von dieser Seite drohen könnten, j Das deutsche Volk, nach tiefem staatlichen und siltlL chen Fall wieder genesen, wird sich von Zeit zu Zeit kri- I tisch daraufhin prüfen müs. i sen, ob nicht der Volkskörl . per noch Keime der iiber-; wundenen Krankheit in sich i birgt. Auch zu dieser Selbst- I analvse. sollen die Jahrcsbe. ' (Schluss auf Seite 2) letzten Weltkrieg ermöglichte. Den Verfolgten ist es gleichgültig, ob sie in den Kerkern der Gestapo oder den Verliessen der GPU geschmachtet haben. Freiheit ist unteilbar. Aber sie ist eine Chimäre überall dort, wo anstelle des Rechtes die Gewalt tritt, und wo Willkür das Volk unterdrückt, n. Ein Mahnruf Gegen den Rechtsradikalis. mus wandte sich vor kurzem der Innenminister der Deutschen Bundesrepublik. Seine Ausführungen sind umso eher zu beachten, weil Deutschland selbst mit dem Reohtsradikalismus ins Chaos der brutalen Gewalt zu. riickfiel und blutige Spuren hinterliess, die noch nicht überwunden werden konnten, wobei ausdrücklich darauf verwiesen sei, dass es sich nicht allein um den ungej heuerlichen Kampf eines 80 , Millionenvolkes gegen die Ju- | den gehandelt hat. Dass aber; der Antisemitismus ein besonderes und charakteristisches Zeichen des Reehtsra- ] dikalismus ist.kann nicht bej stritten werden. Man kann beobachten, dass | der an Chauvinismus grenwie er in Deutschland gepre. digt worden ist, von einem riiden Antisemitismus durch, tränkt war. In dem Augenblick aber, wo der Kommu-