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Jüdische Wochenschau · 1964-06-19 · 2069 (19.6.1964) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2069 (19.6.1964)
Date
1964-06-19
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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5 Viera#*, 19 de Junio de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Añe XXV. — No. 2069 — Ereignisse der ERKLAERUNG DER CEP AL Die DAIA erhielt kürzlich ein Schreiben der CE-PAL (Comisión Económica para América Latina), einer Organisation, die den Vereinten Nationen angehört. In die. sem Schreiben werden die Gerüchte, die von der Arabischen Liga vor einiger Zeit verbreitet wurden, energisch dementiert. So heisst es wörtlich: „Bezugnehmend auf Ihren Brief vom 31. März teilen wir Ihnen auf Ihren Wunsch mit, «lass in den Protokollen der zehnten Sitzungsperiode der Reden, die in dieser Sitzungsperiode gehalten wurden, und auch aus diesen können Sie ersehen, dass niemals über Fonds gesprochen wurde, die nach Israel gewandert wären. „Schliesslich haben wir auch noch sorgfältig alle un. sere früheren Publikationen auf eine eventuelle, derartige Mitteilung überprüft, doch ebenfalls nichts gefunden, was zu der zitierten Unterstellung berechtigt hätte.“ Gezeichnet ist dieser Brief: Carlos Af Villagra, stellver- Woche märchen aufgetischt, obwohl längst und durch viele Gerichtsurteile bewiesen wor. den ist, dass es sich um Fälschungen, Lügen und Böswilligkeiten niedrigster Art handelt. Jedenfalls war es gut, die nichtjüdische Oeffentlichkeit davon in Kenntnis zu setzen, was die jüdische selbstver. stündlich wusste, dass die Behauptungen der Arabischen Liga nur dem Zweck dienen sollten, die jüdische Kollektivität in Argentinien zu verleumden und zu verdächtigen, um auf diesem Umwege die guten Beziehungen zwischen allen Argentiniern zu beruhigende Wirkung und Genugtuung erzeugt. Man muss aber heute sagen, dass diese Wirkungen nur für sehr kurze Zeit bestanden, denn unmittelbar danach wurden neue Attentate verübt, die sich beinahe ohne Unterbrechung durch die letzten Monate hinzieherr.“ — Die DAIA sagt dann weiter in ihrem an den Innen, minister gerichteten Schreiben, dass Veranlassung zur Wachsamkeit vorläge, da Verbrechen und Angriffshandlungen begangen werden, deren Schwere man nicht verniedlichen sollte. Offensichtlich würden die Autoren der Verbrechen sich darum bemühen, Unfrieden innerhalb des argentinischen Volkes zu erzeugen. Täglich würden zahllose telefonische und briefliche Drohungen Eine Delegation der Argentinisch-Israelischen Handelskammer heim Praesidenten der Nation L-* Í (i t ,.. ** « « MW# ». -_ f'W - mêm CE3PAL, die im Vorjahr in Mar del Plata abgehalten wurde, kein Hinweis auf ir. gendwelche Fonds, die die jüdische Kollektivität Argenti niens nach Israel geschickt ¡haben soll, zu finden ist. In den acht Protokollen der 20 Plenarsitzungen steht kein Wort darüber, wovon Sie sich selbst überzeugen können, denn mit gleicher Post übersenden wir Ihnen Abschriften der erwähnten Protokolle. Wir senden Ihnen gleichzeitig auch die Texte aller tretender Sekretär der Kommission. Wichtiges Dokument Dieses Schreiben der CE- PAL ist natürlich von grösster Bedeutung. Natürlich wissen wir aus langer Erfahrung, dass die Judenfeinde niemals die Wahrheit suchen und selten gewillt sind, von der Wahrheit den entsprechenden Gebrauch zu machen. Immer w'ieder werden die Protokolle der Weisen von Zion oder das Ritualmord. DEINE SPARKASSE DEIN HOBBY STAMPS CENTER 94 Allenby Rd. TEL AVIV P. O B. 4444 JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73*1148 BLANCO ENCALADA 1646 AUTO - REPARATUR . WERKSTATT „BENO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 erschüttern oder zu belasten. Hoffen wir, dass die verantwortlichen argentinischen Behörden endlich energisch einschreiten, um dem Umwesen der Extremisten ein Ende zu bereiten, deren abwegige Behauptungen und freche Verleumdungen mitunter auf willige Ohren stossen. Was die CEPAL offiziell festgestellt hat, ist jedenfalls eindeutig. Brief an den Innenminister Die DAIA hat anfangs des Monats ein Schreiben an den Innenminister Argentiniens, Herrn Dr. Juan S. Palmero, gerichtet, in Welchem es u. a. heisst: „Der grossartige Erfolg der Polizei bei der Aufklärung schwerer Attentate und Verbrechen, die von Terroristen begangen worden sind, hat offensichtlich eine ausgestossen werden. Hinzukämen die provozierenden Erklärungen eines Indivi. duums, das sich als Sohn des Kriegsverbrechers Adolf Eichmann bezeichnete, der die Symbole des Dritten Reiches zeigte. Dieser Mann behauptete, Mitglied des „Partido Nazi Argentino“ zu sein, auf dessen Programm die Ver. treibung der Juden aus Argentinien stehe, wenn die Partei erst einmal an die ,Macht' gelangt wäre... Man könnte, so heisst es im Schreiben an den Innenminister, über solche Vorfälle und Provokationen lächeln, wenn diese nicht von Gewaltakten verschiedener Art begleitet werden würden.. F6 bleibt abzuwarten, ob von Seiten des Innenministeriums endlich konkrete Schritte unternommen werden. Zeit wäre es. Die DAIA fügte dem Kindler-T aschenbücher IN DEN LETZTEN WOCHEN SIND DIE FOLGENDEN BAENDE ERSCHIENEN: Nr. 33: WASSILIJ AKSSIONOW: Apfelsinen aus Marokko (Roman) Nr. 34: CHARLES MORGAN: Das leere Zimmer (Roman) Nr. 35: WILLIAM FAULKNER: Schall und Wahn (Roman) Nr. 36: HORST MOENNICH: Chronik einer weetpreussischen Familie Nr. 37: C WRIGHT MILLS: Politik und Verantwortung (Eine Analyse) Nr. 38: ROBERT WALSER: Jakob von Gunten, Roman Nr. 30/40: ALFRED KANTOROWICZ: Tagebuch, Band I Nr. 41: PAER LAGERKVIST: Gast bei der Wirklichlichkeit (Roman) Es kosten: Einfachband DM 2.50 Doppelband DM 3,80. Dreifachband DM 4,80. Bestellungen durch alle Buchhandlungen Kindler Verlag G.m.b.H., München Schreiben eine Liste von Gewaltakten, Bedrohungen, beleidigenden Briefen etc bei. Besuch beim Praesidentei! In der vergangenen Woche reiste eine Delegation der Argentinisch-Israelischen Handelskammer unter der Fiih- I rung ihres Präsidenten, Don j Alfredo Korn, nach Israel,! nachdem sie am Abend vor , dem Abflug noch eine Unter- redung mit dem Präsidenten j der Republik gehabt hatte. Wir nahmen Gelegenheit,! noch einige Informationen von Herrn Korn zu erbitten,! die er bereitwillig erteilte. ] Der Präsident der Republik, so sagte Korn, empfing die . Vertreter der Handelskam. ' mer gestern nicht zum ersten j Mal. Aber er wusste sich genau noch an Einzelheiten einer früheren Besprechung zu erinnern. Dr. Ulia begrüsste die Teilnahme einer starken Delegation aus Argentinien an der 9. Handelsmesse in Tel Aviv und übernahm auf Bitten der Delegation das Patronat über den argentinischen Pavillon. Die Unterhaltung winde in einem besonders angenehmen Geist echten Interesses und wirklicher Freundschaft durch den Präsidenten der Republik geführt. — Eine Ausstellung Die Kulturabteilung der AMIA (Kehilla) veranstaltet im Gemeindehaus, Pasteur 633, eine Ausstellung der Werke von acht kürzlich verstorbenen argentinisch-jüdischen Künstlern. Die schöne Ausstellung, in der die Künstler Manuel Eichen, bäum. Leo B. Eichhorn, Faigenblum, Rafael Mandelzweig, Mauricio Minkowskv, Benj. Nemirowski, Aida Waisman und Enrique Zaidenbaitel teilnahmen, hat mit Recht ein grosses Publi. kumsinteresse gefunden. Christentum und : Antisemitismus Dieses Thema wird zur Zeit oftmals in Argentinien diskutiert. Die Vereinigung gegen Rassenhass und Antisemitismus veranstaltete eine „mesa redonda“, das heisst eine Debatte am runden Tisch, wie sie in den letzten Jahren auch in der TV üblich ist. Einleitend wies Silvio Al. perin auf die Gefahren hin, die aus Rassenhass und Antisemitismus für jedes demokratische Volk entstehen. Das Problem der Nazis sei ernster, als die meisten annehmen, denn die Nazis treten immer dreister an die Oeffentlichkeit. Nachdem ein Begrüssungsschreiben des Herrn Guillermo Patricio Kelly verlesen worden war, ergriff Reverend Trusso das Wort, um vom christlichen Standpunkt aus gegen den Antisemitismus Stellung zu nehmen. Christen können keine Antisemiten sein, sagte der Reverend. denn wir alle sind Menschen, und wir Christen Mustermesse in Tel Aviv Tel Aviv. — Die internationale Mustermesse in Tel Aviv wurde in dieser Weene in Anwesenheit der offiziellen Repräsentanten von 33 Staaten feierlich vom Präsi. denten Shazar eröffnet. Aus Argentinien kam eine aus 41 Personen bestehende Delegation der argentinisch-israelischen Handelskammer. Sie ■wurde von Baruch Rosen, dem Präsidenten der bi na. tionalen Handelskammern empfangen, der sie im Namen des Finanzministers Pinchas Sapir und des Präsidenten der Messe J. Almagor begrüsste Im Namen der Delegation dankte Alfredo Korn für den freundlichen Empfang. Alle eingeladenen Länder hatten Repräsentanten ent. sandt, bis auf Zypern, das im letzten Augenblick seine Teilnahme wegen der gespannten innerpolitischen Lage absagte. Im Pavillon der Vereinigten Staaten sind elektroni. sehe Ausrüstungen und Material für Weltraumforschung ausgestellt. Der nordameri'-anische Unterstaatssekretür für Handel, Franklin D. Roosevelt jun., weihte den Fa.-iL lon ein. (ITA) Uran-Gewinnung Kairo. — Aegypten ist je(zt in der Lage, aus Rohmaterialien Uran und Thorium herzustellen. Ein entsprechender Versuch gelang kürzlich in Gegenwart des . ägyptischen Wissenschaftsministers Hidajat in der ..Atomstadt“ Inchass rund 100 Kilometer von Kairo. Die offiziöse Kairoer Zeitung „Al Ahrain“ au. sserte dazu die Ansicht, mit diesem erfolgreichen Experiment sei „ein Monopol der Grossmächte gebrochen“ worden. (AWZ) sind geistig gesehen Semiten. Der Antisemitismus sei unmenschlich und absurd, denn er verstösst schon gegen das Prinzip der Gleichheit aller Menschen. Wer Antisemit sei, ist auch Antichrist. Die Jungfrau Maria und Christus selbst waren Juden, sagte der Priester. Er zitierte Worte des verstorbenen Papstes Johannes XXIII., der sich bekanntlich scharf gegen den Antisemitismus ausgesprochen hat. Anschliessend ergriffen noch weitere Redner das Wort, die auf die destruktiven Folgen des Rassen- und Judenhasses hinwiesen. — „Biaüstoker Wege“ Der Bialistoker Verband bittet alle aus Bialistok stammenden Personen, die im Besitz von Fotografien. Dokumenten und Aufzeichnungen der ehemaligen jüdischen Gemeinde von Bialistok sind, ihr diese zwecks Veröffentlichung in der neuen Ausgabe der Zeitschrift „Bialistoker Wege“ zu überlassen. Briefe sind zu richten an Benzion Bruker, Larrea 322, Buenos Aires. Bei Ihren Reisen überall hin IST IHNEN BEHILFLICH BETTY DRESEL COS JUCH PASAJES Y TURISMO SRL Avda. Córdoba 379 32-8461-65 Bitte um vorherige Anmeldung 54.3175 ALFREDO STERN MALERARBEITEN ALLER ART Departamentos — Büros — Haeuser — Fabriken Unverbindliche Kosten Voranschläge für jede Arbeit T.E. 76-7281 y 76-9088 Virrey del Pino 2639 DEPOSITO: V. de la Plaza 1779

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