Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1964-06-12 · 2068 (12.6.1964) · p. [Seite 8]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2068 (12.6.1964)
Date
1964-06-12
Page
[Seite 8] (sequence 8)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/9616703-9614256-9614484--3370-9614493
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

7 entity mentions

c efi f £ _ fc « £ FRANQUEO PAGADO Concesión 908 ti c w u a, < o TARIFA REDUCIDA Concesión 1629 Año XXV. BUENOS AIRES, VIERNES 12 DC JUNIO DE 1964 No. 2968 Áyyíte ,»^y. EL EJEMPLAR en toda la República 10 PUEYRREDON 2190 1? te«. T. E. 83 2613 Buenos Aires Die unschuldigen „Stellvertreter“ Blick in die Welt PODIUMGESPRAECH in FRANKFURT Seit Hochhuth das Buch „Der Stellvertreter“, wie er Papst Pius XII. genannt hat. geschrieben hat, ist der Name „Stellvertreter“ in Deutschland nicht nur auf allen Plakaten und Bühnen zu senen. sondern auch als Ueberschrift in den Zeitungen, auch in solchen Fällen, in denen es sich nicht um den „Stellvertreter“ handelt. Als vor einigen Tagen ein Podiumsgespräch über das Stück Hoehhuths ..Der Stellvertreter“ in Frankfurt am Main geführt wurde, musste die Veranstaltung vom ziemlich grossen Camate-Saal im Goethe-Haus in Frankfurt nach dem grossen Saal des Voiksbbdungsheimes über, führt werden. Es war ein solcher Andrang nach Karten zu verzeichnen, dass das Podiumgespräch noch auf andere drei Parallelsäle über, tragen wurde. An diesem Gespräch nahmen teil: Hochhuth selbst, der Regisseur Erwin Piscator, der Schweizer Professor Walter Muschg. Literatur- Wissenschaftler an der Uni. versität Basel. Professor Karl Schmitt, Pastoraltheologe in Mainz. Helmut Krapp, Chefdramaturg der Frankfurter Bühnen, Harry Buchwitz, der Geneialirtenöant Immo Moszkowicz und der Sozialpädagoge Professor Berthold Simonsohr.. Das Gespräch wurde von Professor Thomas Ellwein geleitet. Die Massen in den Parallelsälen konnten die Teilnehmer des Podium, gespräehes nicht sehen, aber hören, und zu hören war sehr wenig. Wenn Prof. Muschg meinte, dass Hoehhuths „Stellvertreter“ eine Tendenzdichtung ist, die als solche auch Berechtigung hat, meinte Prof. Schmitt als der einzige Sprecher der Kircne, dass das Stück eine Kampfansage an das Papsttum sei. Hochhuth brachte einen Schuss Politik in das Ge. spräch hinein, indem er sagte, dass es die Möglichkeit gab, gegen Hitlers Ausrottungs - Massnahmen einzu. schreiten, wie es z. B. der Bischof Galen in Münster tat und es der Papst nicht getan habe. Erwin Piscator meinte, dass es absurd sei, zu behaupten, dass durch Hoch, huth, der im Papst einen Schuldigen für die Judenausvon M. KILAI (Frankfurt) Handelsabkommen mit EWG Brüssel. — Ein auf drei Jahre gültiges Abkommen wurde zwischen Is. rael und der EWG unterzeichnet. Eis sind darin Exporterleiehterungen von 25 israelischen Produkten vorgesehen, für welche die Zollsätze um 10 bis 40 Pro. zent gesenkt werden sollen. Darunter befinden sich Birnen, Grapefruits, Düngemittel, Handschuhe, Badeanzüge und Glas für Treibhäuser Auch Is. rael wird die Einfuhr aus den sechs Ländern der EWG begünstigen. „Dies ist der erste Schritt zur Verbesserung von Beziehungen, die, wie wir hoffen. dem gemeinsamen In. teresse dienen werden“, erklärte Israels Aussenminister, Frau Golda Meir.! rottungen findet, die Deutj sehen von ihrer eigenen | Schuld entlastet werden. ANTI-STELLVERTRETER. STIMMUNG BEIM „STELLVERTRETER“ Wer das deutsche Publikum kennt, konnte sofort beim Betreten des Saales erkennen, dass die Anwesen, den das Stück „Der Stellver treter" als eine Kampfansage an die katholische Kirche betrachten. Eis war ein Publikum, wie man es vor dem Krieg bei der Vorführung von „Zynkali“ und „Para, graph 218“ von Ernst Toller und auch in Piscators Kampftheater zu finden gewöhnt war. Jeder Satz, der gegen den Papst und die katholische Kirche gesprochen wurde, wurde mit lebhaftem Be’, fall quittiert, während jedes Wort, das günstig und entschuldigend für den Papst war, mit ironischen Zwischenrufen aufgenommen wurde, wie es auch bezeichnend ist, dass der Satz vom Schweizer Professor Muschg, dass es auch einen Vorwurf gegenüber den Juden in der Schweiz und Amerika gibt, dass sie sich nicht genügend in die Rettungsarbeiten ein. geschaltet haben, nur verein, zelten Beifall fand. Es wimmelte auch nachher von Zuschriften in den Frankfurter Zeitungen, dass das Podiumgespräch in einseiti. ger Form organisiert wurde, dass keine sachliche Diskussion in diesem Gremium möglich sein konnte und dass! z. B. Hochhuth, Buckwitz und alle anderen Papst Pius XII. zu verurteilen nicht das Recht haben, denn die Her. ren Hochhuth, Buckwitz hätten ja auch während der Na. zizeit nicht gegen die Judenverfolgungen protestiert. JUDEN BEIM PODIUM¬ GESPRAECH ALS WESSEN STELLVERTRTER? Bei der Diskussion des „Stellvertreters“ ist in jüdi. sehen Kreisen mit grosser Befriedigung die Tatsache verzeichnet worden, dass weder der Autor Hochhuth noch der Regisseur des Stückes, Piscator, noch der Verleger des Buches, Rowohlt, Juden seien. Es wäre daher für Juden sehr opportun, sich aus dieser Geschichte möglichst herauszuhalten und die Nichtjuden, die das Stück „Der Stellvertreter“ in der Literatur und im Theater zur Dis. kussionen brachten, die Diskussion weiterführen zu lassen. Bei diesem Podiumgespräch in Frankfurt waren aber zwei Juden als Teilnehmer des Gesprächs auf der Bühne, und zwar Immo Moszkowicz und Prof. Berthold Simonsohn. Beide sind Ueberlebende der Nazigreu. el, der Regisseur Moszkowicz sogar Ueberlebender von Auschwitz. Obzwar diese beiden jüdischen Gesprächsteil, nelimer sehr viel Beifall bei ihren Ausführungen seitens der Teünehmer erhielten, ist es kein Zufall, dass gerade bei diesen jüdischen Teilnehmern, und bei beiden gleichzeitig, die Berichte nur verzeichnen, dass sich der star. ke Beifall wiederholte, als die beiden Sprecher sich für den i „Stellvertreter“ und seinen . Autor einsetzten, während j sie keinen einzigen Satz bringen, was die beiden Sprecher sagten. Sowohl Moszkowicz wie Prof. Simonsohn waren in ihrer Form gut, aber als Juden deplaciert. Das Gespräch und die Anklage gegen den Papst würden vielleicht eine stärkere Wirkung gehabt haben, wenn die Zeugen sich nicht unter die Ankläger ge. mischt nätten. Wenn Herr Simonsohn z. B. sagte, dass | diejenigen, die gegen den; „Stellvertreter“ sind, das! Stück weder gesehen noch | das Buch gelesen haben, so I hörte man flüstern: „Typi-! sehe jüdische Spitzfindigkeit“. Prof. Simonsohn forderte die Teilnehmer auf, auch gegenüber dem jetzi. gen Antisemitismus den Mut zu haben, frei dagegen aufzutreten und der alten deutschen Tradition vom unbedingten Gehorsam gegen, über der Obrigkeit zu entsa. gen. HITLERS „STELLVERTRETER“ Man kann sich darüber streiten, ob die Juden in Deutschland heute durch Auseinandersetzungen über den „Stellvertreter“ Anteil nehmen sollen oder nicht. Dagegen ist es unbestritten, dass man nicht genug den Deutschen die Vergangenheit plastisch vor Augen führt, wie ein deutscher Professor in einer anderen Diskussion sagte, damit in der Zukunft weder in Deutschland noch wo anders ein Judenmord passiert. Charakteristisch ist, dass heute in Deutschland der Stellvertreter Hitlers, Herr von Papen, sich seiner Vergangenheit nicht schämt, sondern das Land Baden- Württemberg um eine Pension von 700 DM verklagt. Der 84jährige Franz von Papen, der vorletzte Reichs, kanzler der Weimarer Republik und Vizekanzler unter Hitler sowie Hitler-Gesandter in Wien und Ankara, wohnt in dem idyllischen Obersassbach im Schwarz, wald. Seine Pension verlangt er zwar nicht als Stellvertreter von Hitler, sondern als Major, in dessen Rang er beim Militär diente. Das zuständige Regierungspräsidium Wiesbaden verweigerte ihm die Pension, da im Jah. re 1957 eine beschlossene Ergänzung des Artikels 131 abgefasst wurde, gegen Menschen, die im 3. Reich gegen Grundsätze der Menschlichkeit und Rechtsstaatlichkeit -serstossen haben. Das Verwaltungsgericht Freiburg entschied gegen den Ftegierungs. Präsidenten und sprach von Papen die Pension zu. Die Entscheidung liegt nun beim Verwaltungsgericht Baden- Württemberg. Interesant waren die Ausführungen des Rechtsanwaltes Rohwedde aus Mann, heim, der E>apen vertritt und der der Presse sagte, dass, Herr v. Papen die Pension gar nicht brauche. ET möchte sich nur nichts nachsagen lassen, dass er gegen die Rechtsstaatlichkeit verstossen habe. Der Anwalt sagte klar, er brauche die Pension nicht, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Der Chefpräsident des Verwaltungsgerichts, Walter Heiler, hat mit einer Aeusserung eine prinzipielle Stellung bezogen, die in di. rektem Zusammenhang mit Hoehhuths „Stellvertreter“ gebracht werden kann. Der 84jährige Kläger Herr v. Papen, der selbst vor dem Verwaltungsgericht erschienen war, sagte unbewegt aus, es sei ihm gelungen, im ersten Kabinett Hitler einen mässigenden Einfluss auszuüben. In der Verhandlung kam schliesslich auch zur Sprache, dass von Papen als deutscher Botschafter in der Türkei zusammen mit dem späteren Papst Johan. nes XXIII. zahlreichen jüdischen Flüchtlingen geholfen habe. An dieser Stelle griff der Chefpräsident des Verwaltungsgerichtshofes, Walter Hailer, ein. Der Senat werde „Kompensationen“ ge. gen „mildtätige Handlungen“ des Klägers auf keinen Fall berücksichtigen. Mit dieser Feststellung entzog der Vorsitzende den „Fall Pa. pen“ doch noch dem Bereich jener Entnazifizierungsver. fahren, bei denen dergleichen juristische „Kompensa. tionsgesehäfte“ nicht selten waren. BRAUNE VOLKSRICHTER Dr. Freisler war der Vorsitzende des Volksgerichtshofs während der Hitlerzeit und der Henker, der viele Demokraten in Deutschland zum Tode verurteilt hat. Hans Rehse war Beisitzer Freislers und Unterzeichnete die Todesurteile mit. Er war vom 1. Oktober 1942 ab Kammergerichtsrat Nach Anga. ben des Oberstaatsanwalts Flensburg hat Kamme'-gerichtsrat Rehse in versüue denen Senaten des Volksgerichtshofes mitgewirkt, hau. fig als einziger richterlicher Beisitzer Freislers und als sein Stellvertreter. Rehse habe bei insgesamt 500 Urteilen mitgewirkt, von denen 80 bis 100 Todesurteile waren. Bis heute ist Rehse von keinem rechtsstaatlichen Ge. rieht zur Verantwortung gezogen worden. Das Ermittlungsverfahren der Flensburger Oberstaatsanwaltschaft gegen Rehse wurde mit der Begründung eingestellt, es fehle an Beweismitteln, dass der Stellvertreter Freislers bei den Beratungen des Gerichts für die Todesstrafe gestimmt habe. Das Kieler Finanzministerium hat 50 von Rehse mitge. fällte Todesurteile geprüft und auf Grund dessen im April 1961 die Versorgungsrechte mit der Begründung aberkannt, er habe gegen Grundsätze der Menschlichkeit und der Rechtsstaatlichkeit verstossen. Rehse legte dagegen ohne Erfolg im September Revision ein. An. fang Oktober 1961 klagte er gegen Aberkennung dieser Bezüge vor dem Verwaltungsgericht in Schleswig. Dieses Verwaltungsgericht hat in wenigen Tagen sich beeilt, und zwar Ende November hat dieses Gericht die Verfügung des Finanzministeriums dahin geändert, dass Rehse für die Dauer des Verfahrens in der ersten In.; stanz 50 Prozent der jeweiligen Versorgungsbezüge zu erhalten hat. Von damals bis heute bekommt Herr Rehse 638 DM Bezüge und diese 50 Prozent sind eine von HAROLD SCHWARCZ Eine wichtige Meldung kam aus Genf: Die USA und die Sowjetunion haben eine gemeinsames Raum.Projekt beschlossen und werden demzufolge gemeinsam Satelliten zu rnetereologisehen Forschungszwecken in den Weltraum schicken. — Der Deutsche Bundestag beschloss endlich, dass Deutschland als 33. Signatarstaat das sogenannte Atomstopp-Abkommen das vor mehr als 10 Monaten von den USA und der Sowjetunion beschlossen worden ist, ratifiziert. Zwei Inseln stehen vor einer Invasion, wenn man den umlaufenden Gerüchten Glauben schenken muss: Kuba und Cypern, Die Anti.Castristen machen in letzter Zeit immer mehr von sich reden, während die Türken mit einer Invasion Cyperns ständig lauter drohen. _ Die .siegreiche“ brasilianische Revolution, durch welche die Demokratie und Freiheit gerettet werden soll und die offensichtlich aus diesem Grunde die konstitutionellen Rechte zu einem grossen Teil aufhob, hat nunmehr auch den früheren Präsidenten Kubitschek seiner politischen Rechte enthoben. Dies stellt wahrscheinlich eine Massnahme zur Vorbereitung .freier“ Wahlen dar. — Zwei nordamerikanische Raumschiffe sollen im Jahre 1969 den Mond zu erreichen in der Lage sein. _ Die blutigen Kämpfe im Kongo halten an Die Zeitungsmeldungen lesen sich wde Geschichten von Karl May. Mehrere tausend bunt angemalte afrikanische Krieger marschieren auf Befehl ihrer Königin gegen die kommunisti. sehen Rebellen im Süden des Landes, der Stamm der Ngweshe-Bashi gegen Stamm Bafulero... Zum Nachfolger Nehrus wurde Lai Bahadur Shastrl einstimmig gewählt, was umso bemerkenswerter ist, nachdem es Nehru in der letzten Zeit nicht mehr gelungen war, die inneren Differenzen zu beschwichtigen. — Der Kubaner Fidel Castro erhob gegen die USA den schweren Vorwurf, baktereologische Waffen gegen Kuba vorbereiten und anwenden zu wollen. — Der reiselustige Marschall Tito besuchte Finnland, nachdem bereits im Vorjahr der finnische Präsident Kekkonen in Jugoslawien gewesen ist. — Zu besonders heftigen Zsammenstössen und Strassen, kämpfen kam es in Seul, der Hauptstadt von Südkorea, bei denen sich die Studenten des Landes durch ihre destruktive Aggressivität besonders ausgezeichnet haben. — Die Russen wollen einen internationalen Partei-Kongress einberufen, um die ideologischen Streitfragen mit den Chinesen zu klären. In Wahrheit soll der Kongress die Chi. nesen wegen ihrer Untreue zur offiziellen Moskauer-Linie verurteilen. — Der Führer der britischen Arbeiterpartei Harold Wilson besuchte Moskau und andere Hauptstädte osteuropäischer Länder. Er gab beruhigende Erklärungen ab. — höhere Rente, als sie ein Verfolgter des nationalsozialistischen Regimes erhält. Es gibt also günstige gesetzliche Verankerungen in Deutschland, von denen die Verfolger grösseren Nutzen ziehen und bessere Versorgungsbezüge haben als die Verfolgten. Der deutsch-amerikanische Journalist Dr. Robert Kemp, ner, der auch durch die Nürnberger Prozesse bekannt ist, bemüht sich jetzt um ein neues Ermittlungsverfahren gegen Rehse. Besonders bemüht sich Dr. Robert Kemp. ner, den Fall Dr. Metzger im Ermittlungsverfahren einzuschalten, wobei im ETmitt I lungsverfahren alle von Rehse mitgefällten Urteile überprüft werden. Dr. Metzger war einer der 30 Opfer, die an einem Tage im Zuchthaus Brandenburg - Görden ent. hauptet wurden. Dr. Metzgör war der Gründer der Una- Sancta - Bruderschaft, einer katholischen Bewegung für die Einheit der Christen urd Mitbegründer des E'riedens. bundes deutscher Katholi-: ken. Am 14. Oktober 1943 war Dr. Metzger vom Volks-! gerichtshof unter Vorsitz von Roland Freisler und mit | Rehse als Beisitzer wegen „Zweifel am Sieg und Frie. densarbeit““ zum Tode verurteilt und demgemäss auch enthauptet worden. Abei Herr Rehse lebt und bekommt seine Pension. : Bei diesem Podiumgespräch in Frankfurt wurde hervor.1 gehoben, dass 3.000 Priester von Hitlers Schergen umgebracht worden sind. Geradeso wie Hochhuth in seinem Stück sagt, dass der Papst nicht den Juden helfen wollte, hat er auch nicht den 3.000 Priestern geholfen wo. bei es doch abwegig wäre zu behaupten, dass der Papst seine Priester nicht retten wollte. Dieses ist nach der Meinung der christlichen Kirche ein Beweis dafür, dass der Papst nicht helfen konnte. Die Diskussion um den „Stellvertreter“ artet langsam in eine Diskussion aus, die einer parteipolitischen Note nicht entbehrt. So be. hauptet die CDU.Opposition, dass der Senat in Berlin es mit Hochhuth und Piscator hält, die grosse Unterstützung vom Senat bekommen, und die Katholiken in Berlin beklagen sich um eine Behinderung der christlichen Theatergemeinschaft in Westberlin. Andererseits sieht man von der katholischen Kirche das Bestreben, der Welt zu beweisen, dass die Lauterkeit des Charakters von Paust Pius XD. und seiner Motive einwandfrei feststeht. Wenn man also die Entwicklung der Dinge sieht und kennt, dann fragt man sich: Sollen Juden in dieser Diskussion Stellung beziehen? Soll dieses problematische Stück in Israel aufgeführt werden? Oder sollen es nicht die anderen als Stellvertreter der Juden tun? Impreso en ia Imprenta POLIGLOTA — Rivadavia 831 Registro de ia Propiedad Intelectual No. 735 104 ' v.VtsSS

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.