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Jüdische Wochenschau · 1964-05-29 · 2066 (29.5.1964) · p. [Seite 1]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2066 (29.5.1964)
Date
1964-05-29
Page
[Seite 1] (sequence 1)
Language
German, Spanish
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PUEÏKREDON 2190 — 1? izq. MíJemxiHaJsAjCíeliÍG. 1 K. 8 3 2 6 1 3 Aüo XXV. BUENOS AIRES, VIERNES 29 DE MAYO DE 1964 No. 2066 Indien und Ismel Wenig beachtet von der jüdischen Welt, spielte sich in Indien vor einigen Wochen ein ebenso eigenartiger wie peinlicher Vorfall ab. Durch grosse Anzeigen in den Zeitungen gab der Leiter des is_ raelischen Konsulats in Bombay bekannt, dass der in ei- nein grossen Hotel in New Delhin geplante Empfang zum israelischen Unabhängigkeitstag wegen „höherer Gewalt“ abgesagt werden musste. Die höhere Gewalt be. stand, wie man später erfuhr, darin, dass der Geschäftsführer des im Staatsbesitz befindlichen Ashoka. Hotels in letzter Minute die Bereitstellung der für den Empfang zunächst zugesagten Räumlichkeiten rückgängig gemacht hatte. Vorausgegangen war dieser Absage allerdings nach Angaben des indischen Aus. wärtigen Amtes ein frühzeitiges Ersuchen an das israelische Konsulat, von der Veranstaltung in der Hauptstadt abzusehen und den ün. abhängigkeitstag wie früher am Sitz des Konsulats in Bombay zu feiern. Der erst unlängst nach Indien versetzte Leiter des Konsulates ¡habe aber die Warnung des Auswärtigen Amtes in den Wind geschlagen. Indien hat 1948, gleich nach der Gründung Israels, den neuen Staat offiziell anerkannt. Anfang der fünfziger Jahre erklärte die indische Regierung auch ihr Einverständnis mit der Errichtung eines israelischen Konsulats und einer Zweigstelle der Jewish Agency in Born, bay. Diese Bewilligung wurde vor allem mit dem Blick auf die Rückführung der damals in Indien lebenden rund 25.000 Juden nach Israel erteilt. Die Vorfahren dieser Juden, von denen inzwischen etwa 10.000 nach Israel aus. gewandert sind, waren vor Jahrhunderten vor religiösen Verfolgungen aus dem Nahen Osten nach Indien geflüchtet. Weiter als bis zur Genehmigung eines Konsulats wollte die indische Regierung je. doch nicht gehen. Alle israelischen Bemühungen, der offiziellen Anerkennung auch den Austausch von diplomatischen Vertretungen folgen zu lassen, sind am Widerstand der indischen Regierung gescheitert. Die Haltung der indischen Regierung ist weder logisch noch konsequent. Aber offensichtlich darf man hiernach in der indischen Politik nicht suchen, die auch in anderen Fragen die demokratische Welt mehrfach enttäuscht hat. Dass Indien andere Wege beschreitet, ist bekannt. Nehrus Versuch, die eigenen Landsleute zu beschwichti. gen, hat ihn seit Jahren veranlasst, die arabische Freundschaft zu fördern. Hierzu erführt man einige interessante Einzelheiten: Gerade am Tage des abgesagten israelischen Unabhängigkeits-Empfanges wurde in New ^Jelhi ein Dokument veröffentlicht, das die indische Zurückhaltung gegenüber den israelischen Wün. sehen deutlich macht. Kuwaits Aussenminister hatte Indien als Repräsentant der Arabische« Liga besucht. Seine Aufgabe war es, die von den Staatsoberhäuptern der Arabischen Liga in Kairo vor allem auch hinsichtlich Palästinas gefassten Beschlüsse der indischen Regierung offiziell zu erläutern. .Zum Abschluss seines Besu. ohes wurde eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der die indische Regierung ausdrücklich die Resultate der Kairoer Konferenz begrüsst, die ihrer Ansicht nach die Einheit und Solidarität des arabischen Volkes gestärkt hätten. Allerdings waren die Inder gleichzeitig bestrebt, die kriegslüsternen Ziele der Araber einzudämmen. Deswegen distanzierten sie sich von den Beschlüssen der Kairoer Kon. ferenz über die Bildung eines gemeinsamen Kriegsrates. Aus welchen Gründen Indien sich der arabischen Welt stets zu nähern bemüht, während man von Israel abrückt, ist oftmals diskutiert worden. Gewiss spielt dabei die grosse Anzahl der arabischen Stimmen und die Weite der arabischen Länder eine wichtige Rolle. Häufig I werden jedoch auch andere! Ansichten in diesem Zusam- J menhang geäussert wie die I allgemeine Ablehnung ,theoj kratischer Länder*. In Israel , erblicken aber viele indische; WIE ICH ES SEHE' Politiker einen theokrati. sehen Staat. Hierbei sind aber auch indisch-historische Fakten bedeutsam, die zu einer religionsgebundenen Aufteilung des indischen Subkontinents geführt hatten. Einige Beobachter meinen, dass Indien angesichts der chinesischen Bedrohung auf die arabische Welt stärker als auf Israel angewiesen ist. Aus diesen machtpolitisenen Erwägungen sei die Nichtaufnahme normaler Beziehungen trotz der offiziellen Anerkennung Israels zu erklä. ren. Wie dem auch im einzelnen sein möge, geht die indische Rechnung nicht auf. Die politischen Entscneidun. gen dieses Landes stehen nicht nur im Fall Israel zu seinen Erklärungen in einem nicht lösbaren Widerspruch. Deswegen darf man zu der Ueberzeugung gelangen, dass sich Indiens Haltung gegen, über Israel in einer wahrscheinlich nicht sehr weiten Zukunft grundlegend ändern wird. — „LEERE PHRASEN tt Paris. — Bei einem Lunch, den t*cr Verband ausländischer Journali-* steri zu seiner Ehrung veranstaltete, erklärte der französische Premier Georges Pompidou, dass die anti-israelischen Ausfälle Krutschews in Kairo „lee. re Phrasen“ gewesen seien. Er nahm auch zu der grundlegenden Politik Frankreichs und des Westens im Mittleren Orient Stellung und sagte, dass man ein Gleichgewicht der Kräfte zu erhaiten bestrebt sei. Auf die Frage was er von den pro-arabischen Erklärungen Krutschews halte, erwiderte er: „Man darf den Worten Krutschews über den Mittleren Orient nicht allzu grosse Bedeutung beimessen: die Position Frankreichs und des Westens in der Frage der Erhaltung des Gleichgewichts in jener Zone ist klar Umrissen.“ (ITAl Im Lande der Paradoxe von JEHUDA GOTTHEIMER I. Wenn ein junger Mensch einen berühmten Vater hat, so kann dies mitunter für ihn eine tiefe Tragik bedeuten. Auch eine weltberühmte Vergangenheit kann auf einer Nation wie eine schwere Hypothek lasten. Dies gilt noch immer für zwei Mittelmeervölker: für Griechenland und für Aegypten. Jahrhunderte lange Fremdherrschaft hatte den Aegyp. tern die eigene Initiative geraubt und das Land geschwächt. Erst mit dem ägyptisch-englischen Vertrag aus dem Jahre 1936 standen die Aegypter an der Schwelle ihrer Freiheit. Aber damals wie heute prallten die Extreme in diesem Lande aufeinander. Diesem Gegensatz begegnet man jedoch schon in den naturgegebenen Bedingungen dieses Landes, und nicht erst in seiner Geschichte. Unvermittelt nebeneinander liegen Wüste und fruchtbarer Boden, unvermittelt stossen sommerliche Hitze mit der Kälte des Winters zusammen. So sieht man auch, wie ein politischer Reisebericht aus den Jahren kurz vor dem 2. Weltkrieg schildert, das Kamel neben der Luxuslimousine, Beduinen neben befrackten Herren, Haremsdamen neben Doktorinnen der Philosophie. Lord Milner nannte Aegypten das „Land der Paradoxe“, Man könnte zwischen dem heutigen Machthaber Aegyptens und Me'nemed Ali gewisse geschichtliche Vergleiche ziehen, jenem Mehemed Ali, der gar kein Aegypter war und dank seiner Persönlichkeit das Land im 19. Jahrhundert zu vorübergehender Blüte und Macht geführt hat. Mehemed Ali brachte die Wirtschaft und Finanzen in Ordnung und gab den übrigen Staaten das Gefühl, dass Aegypten sich wieder in die Reihe der zivilisierten Völker eingeordnet habe. Aber es gibt auch grosse Unterschiede zwischen Mehemed Ali und Nasser. Dem Mehemed Ali wird nachgerühmt, er habe den Fanatismus ge. bändigt, den Nasser schürt. er habe grössere Toleranz in religiösen Fragen geübt und einen Ausgleich mit der übri-! gen Welt gesucht, bis er den 1 .höheren Interessen* der da- : maligen europäischen Politik geopfert wurde. | Aegyptens Kampf um seine Freiheit war gewiss lang; und schwer. Er wurde mit1 der Uebergabe des Suezka. : nals an die ägyptische Rej gierung beendet. Die damals : gebrauchten Parolen werden | aber auch heute noch von Nasser für seinen eigenen Kampf um die Macht benutzt. Um die Dynamik des Befreiungskampfes wachzuhal. ten, wurde das alte Ziel erweitert. Aegypten, so sagt man, habe seine Freiheit gegen die Kolonialmächte und! ihren Imperialismus erj kämpft, jetzt müsse sie im Kampfe gegen die gleicnen Gewalten verteidigt und für alle Araber durchgesetzt wer, i den. Zwar wurden die Ambitionen inzwischen schwei- ■ gend reduziert: vom Pan-Is. lamismus ist heute keine Re- \ de mehr, und Nasser I schwärmt nur noch von sei- 1 nem gross.arabischen Reich, nennt seinen Staat die Ver- I einigte Arabische Republik obwohl zu diesem Traumge- I Eshkol in den USA Jerusalem. — Premierminister Levi Eshkol begibt sich zu einem ^tägigen Besuch nach den Vereinigten Staaten, um mit Präsidenten Johnson die aktuellen Fragen zu besprechen. Wie verlautet, wird er anschliessend auch mit General de Gaulle verhandeln. Offiziellen Mitteilungen zufolge wird Levi Eshkol während seines Aufenthalts in den Vereinigten Staaten nicht die Welt, ausstellung besuchen. Der Grund dafür ist die Weigerung der Ausstellungsleitung, die anti-israeli. sehe Propaganda aus dem transjordanischen Pavillon entfernen zu lassen. (ITA) bilde — im Augenblick jedenfalls — nur Aegypten selbst gehört. II. Das Land der Paradoxe, das durch die zahllosen In. terventionen, Reden, Drohungen. politischen Demonstrationen und sonstigen, oftmals überraschenden Schritte aes ägyptischen Diktators stark die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf sich lenkt, führt eine widerspriieh. liehe Politik und nimmt innerhalb der augenblicklichen Konstellation des internationalen Leben« eine paradoxe Haltung ein. Nasser erklärt, gegen den Imperialismus zu kämpfen, und treibt selbst unter verschiedenen Devisen eine imperialistische Politik. Er versucht, anderen Ländern seine Auffassungen aufzudrücken und sie in sei. nen Herrschaftsbereich einzubeziehen. Er behauptet, die „dritte Position" gemeinsam mit anderen Staaten wie Jugoslawien und Indien einzunehmen, was ihn durchaus nicht darin hindert, mit dem von ihm so oft kritisierten Westen in enge Beziehungen zu treten, Kredite in- An. Spruch zu nehmen, Waffen zu kaufen, Handelsverträge abzuschliessen usw. Das Land der Paradoxe hat keine festen Prinzipien, nach denen sich das wirtschaftliche oder politische Denken ausrichten wurde. Von aussen betrachtet hat man den Eindruck eines vorurteilslosen Machtstrebens, dem alle Grundsätze geopfert werden. Deswegen wird nach allen Seiten verhandelt, mit allen Blöcken werden Geschäfte gemacht, alle Tendenzen und Machtströmungen im Internationalen Leben werden zum eigenen Vorteil verarbeitet und von allen Stellen werden Waffen gekauft und sonstige finanzielle und wirtschaftliche Vorteile gesucht. Während die Kommunisten im eigenen Lande verfolgt und in Konzentrationslager gesperrt werden, besuchen ägyptische Delegationen die kommunistischen Länder. Verbrüderungsreden werden gehalten, Freuntfschaftsbezeugungen werdenausge¬ Die deutschen Techniker in Kairo TW Aviv. — Prot. Karl Schmidt, einer der bekanntesten Persönlichkeiten der sozialdemokratischen Partei, die bekanntlich die grösste Oppositionspartei ist, erklärte kürzlich, seine Partei werde im Bundestag einen Gesetzentwurf einbringen, um die Arbeit der deutschen Wissenschaftler in Aegypten zu erschweren. Bekanntlich arbeiten diese deut. sehen Experten an der Herstellung von Waffen, die gegen Israel gerichtet sind. Schmidt ist der Vizepräsident des Bundestages. Er meinte, bisher gebe es kein Gesetz, oas sich gegen diese Tätigkeit deutscher Wissenschaftler in Aegypten richtet. Nach seiner Auffassung müsste die Bundesrepublik, und zwar sowohl die Parteien wie die Regierung zumindestens ihren guten Willen unter Beweis stellen, irgendetwas gegen die Tätigkeit der deutschen Experten in Aegypten zu unternehmen. Zwar habe die Regierung in Bonn dem Bundestag einen Gesetzentwurf vorgeiegt, diesen jedoch zurückgezogen, weil ein Paragraph nicht angenommen worden ist, der sich auf die Pässe der Wissenschaftler bezogen hat. Schmidt, der sich im Augenblick aufgrund einer Einladung der ORT in Israel befindet, brachte „sein tieies Bedauern über die Arbeit dieser deutschen Wissenschaftler in Aegypten zum Ausdruck, durch welche ein neuer VöL kermord vorbereitet werden könne“. Schmidt führte weiter aus. dass die deutsche Regielung nichts gegen diejenigen zu unternehmen in der Lago sei, die in Aegypten bleiben wollen. Durch ein Gesetz können zwar diesen Experten gewisse Schwierigkeiten bei ihrem Aufenthalt bereitet werden, aber auch ein Gesetz kun. ne nicht verhindern, dass sie in Aegypten bleiben. Schliesslich erklärte Schmidt, dass er für die Normalisierung der deutsch-israelischen Beziehungen ein treten würde. Diese Beziehungen könnten gute oder schlechte sein, Rber es müssen Beziehungen bestehen. (ITA) DER SPEZiALWAGEN von KORST WINCKLER Der Berichterstatter der FAz informierte über einen Besuch, den der Leiter der Ermittlungsstelle nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg,, der Oberstaatsanwalt Schüle, im Jahre 1960 im amerikanischen Docu. ment Center gemacht hat.; Die Auslese dieses Besuches bestand in rund zehntausend verfilmten Dokumenten. Ei- ' nige davon waren der deutsehen Justiz bis dahin nicht \ einmal bekannt gewesen. So jene „Geheime Reichssache“, : ausgefertigt zu Berlin, den 5.! Juni 1942, unterschrieben in; Stellvertretung von einem , Mann namens Just. Unter ' dem Aktenzeichen II D 3a (9) Nr. 214/42 g. Rs. heisst; es darin betreffs „Technische! Abänderungen an den im Ke-; trieb eingesetzten und an sich in Herstellung befindli. chen Spezialwagen“: j „Seit Dezember 1941 wur-! den beispielsweise mit drei eingesetzten Wagen 97.000 verarbeitet, ohne dass Man -; gel an den Fahrzeugen aufj tiaten. Die bekannte Explo. i sion in Kulmhof ist als Einzelfall zu werten. Ihre Ursa- 1 che ist auf einen Bedienungs. : fehler zurückzuführen... i 1. Um ein schnelles Ein. j strömen des CO unter Ver- ' Ineidung von Ueberdrucken : zu ermöglichen, sind an der; oberen Rückwand zwei offej ne Schlitze von 10x1 cm lichter Weite anzubringen... 2. Die Beschickung der Wa, gen beträgt normalerweise 9—10 pro Quadratmeter. Bei den grossräumigen Saurer. Spezialwagen ist eine Ausnutzung in dieser Form möglich, weil dadurch... die Geländegängigkeit sehr herab, gemindert wird. Eine Verkleinerung der Ladefläche erscheint notwendig... Vorstehende Schwierigkeit ist nicht wie bisher, dadurch abzustel. len, dass man die Stückzahl tauscht und Pakte auf allen Lebensgebieten geschlossen. Dabei wird kein Unterschied zwischen den Chinesen und den Russen gemacht, deren Staatsleute in Kairo erscheinen — einer drückt sozusagen dem anderen die Klinke in die Hand —, um sich gegenseitig auszuschalten, während Nasser ungei stört sich mit den beiden Ri. i valen fraternisiert. So stehen i heute Aegyptens „Aktien“! hoch im Kurs der interna-! tionalen politischen Börse, j Aegyptens Gunst ist gesucht! Wie einst unter Mehemed : Ali erlebt das Land eine ' (Schein).Blüte, bis sich die 1 Geschichte wiederholt, und dieses Doppelspiel durch an. i dere Interessen der Grossj machte eines Tages beendet (Schluss auf Seite 2) I bei der Beschickung vermindert. Bei einer Verminderung der Stückzahl wird nämlich eine längere Betriebsdauer notwendig, weil die freien Räume auch mit CO angefüllt werden müssen. .. 3. Die Verbindungsschläuche zwischen Auspuff und Wagen rosten des öfteren durch, da sie im Innern durch anfallende Flüssigxeiten zerfressen werden. Um dieses zu vermeiden, ist der Einfüllstutzen ... zu verlegen... 4. Um eine handliche Säuberung des Fahrzeuges vornehmen zu können, ist der Boden in der Mitte mit eirer dicht verschliessbaren Abflussöffnung zu versehen... 5. Die bisher angebrachten Beofcachtungsfenster können entfallen, da sie praktisch nie benutzt werden... 6. Die Beleuchtungskörper sind stärker als bisher gegen Zerstörungen zu sichern .. Aus der Praxis wurde vor geschlagen, die Lampen entfallen zu lassen... Es wurde aber in Erfahrung gebracht, dass beim Schliessen der hinteren Tür und somit eintretender Dunkelheit immer ein starkes Drängen der La dun. g nach der Tür erfolgte... Ferner wurde festgestellt, dass der auftretende Lärm wohl mit Bezug auf die Dn. heimlichkeit des Dunkels im; mer dann einsetzt, wenn sich die Türqn schliessen. Es ist deshalb zweckmässig, dass, j die Beleuchtung vor und j während der ersten Minuten i des Betriebes eingeschaltet; wird. Auch ist die Beleuch- ’ tung bei Nachtbetrieb... von : Vorteil. | 7. Um eine schnelle und leichte Entladung des Fahr-! zeuges zu erreichen, ist ein ausfahrbarer Rost anzubringen. .. An den in Auftrag gegebenen zehn Saurer-Fahrgestellen sind die vorstehenden Aenderungen soweit als möglich zu berücksichtigen..." Das Schreiben, das den Einsatz von Gaswagen in Konzentrationslagern beweist, wurde dem Gruppenleiter II D, SS-Obersturmbannführer Rauff, mit der Bitte um Kenntnisnahme und Entscheidung vorgelegt. Rauft' lebt heute in Chile. Ausgeliefert wird er nicht, denn nach chilenischem Recht sind seine Straftaten verjährt. Ss - Obersturmbannführer Rauff geniesst sein Leben in Sijdchile. wenn er inzwischen nicht an einen sichereren Platz geflüchtet ist. Vor den chilenischen Richtern beteuerte er seine Unschuld. Das Dokument straft ihn Lügen. Aber wenn er wirklich un. schuldig wäre, warum stellt er sich dann nicht den deut-* sehen Richtern? \

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