Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2064 (15.5.1964)
- Date
- 1964-05-15
- Page
- [Seite 11] (sequence 11)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 15 de Mayo de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. — No. 2064 — 11 Gemeinden und Vereine Musik in Buenos Aires (Fortsetzung der Vereinsnachrichten von Seite 10) Gorriti 3951 - T. E. 87-7559 Tn grösster Harmonie endeten die Sportkämpfe gegen ITUS aus Montevideo, deien Sportler vom 1. bis 3. Mai als unsere Gäste in Buenos Aires weilten. Es waren 3 Festtage mit ununterbrochener Aktivität für unsere Sportler, Mitglieder und Freunde, die den Wettkämpfen beiwohnten. Nach der offiziellen Begrüssung durch unseren Präsidenten, der auf die langjährige Freundschaft beider Organisationen und den Sinn dieser Sporttreffen hinwies und den Dankesworten für die Einladung von Herrn Alex Benedikt, Präsident des Itus stärkten sich alle Sportler, um am Nachmittag auf dem Fussballplatz wieder anzutreten, wo unsere Mannschaft nach einem sehr schönen Spiel vor vielen Zuschauern 2:1 gewinnen konnte. Bei den anderen Sportarten wie Ping-Pong für Kadetten und Mayores und in Tennis konnten unsere Gäste als Sieger hervorgehen. Im überfüllten Saal vereinigten sich am Sonnabend alle, um bei den Klängen von Ray Kuper bis in die frühen Morgenstunden zu tanzen, zu plaudern und Freundschaften zu knüpfen. Nach der Uebergabe eines Blumenarrangements durch den Präsidenten des Itus an die Gattin unseres Präsidenten wurden durch unseren Sportleiter Chawer J. Reissmann die im vergangenen Jahr gewonnenen Pokale an alle Sportler verteilt. Am Sonntag wurde auf unserer Quinta ein „Asado criollo“ verabreicht und am späten Nachmittag versammelten sich wieder alle in unserem Heim, wo die Delegation des Itus nach Uebergabe der ge. wonnenen Pokale von unserem Präsidenten verabschiedet wurde. Herr Benedikt, sowie der Delegationschef Herr Grünpeter dankten für die gute Aufnahme. Wir wollen an dieser Stelle unserer Damengruppe, die bei allen Empfängen der Delegation die Vorbereitungen getroffen hat. unseren Dank für die Mithilfe aussprechen. Wir sprechen auf der LIFA unseren Dank aus, welche durch die Entsendung ihrer Sekretäre Herrn J. M. Keyt und C. Lichtenstein ihr Interesse für diese Art von Sporttreffen bewies. FUSSBALL Vergangenen Sonntag spielte unsere Mannschaft gegen Bet Am und verlor 3:1. Kommenden Sonntag finden keine Spiele statt. PING-PONG Jeden Dienstag 21 Uhr Pflichttraining aller Mannschaften. GYMNASTIK Jeden Donnerstag um 20.30 Uhr Gymnastik im Heim. ARAOZ 2854 Tel. 71-9059 — 72.2725 UNSER GROSSER BALL j rückt heran. Motive? Erstens; einmal wollen wir wieder einj mal nett Zusammensein und ' zu den Klängen von Mario Cardys Kapelle tanzen. — Zweitens ist die Sommersaison zu Ende (wir hatten keinen Sonntag in Banfield ohne „pileta“!, drittens ist der Banfield-Herbst. Ball schon seit langem eine nette Tradition, und viertens wollen wir einmal sehen, wie der neu getäfelte Saal bei einem Ball aussieht. Also Gründe genug, ganz abgesehen von Buffet und einer Tombola, die mit wertvollsten Preisen be. schickt ist, schnellstens im Sekretariat oder bei den Vor. Standsmitgliedern seinen Eintrittskarten zu kaufen und seinen Tisch zu reservieren! Unser grosser Ball — da werden doch Sie nicht zu Hause bleiben wollen? SCHAWUOTH-LERNEN Sonnabend, 20.30 Uhr, Leitung Dr. Carlos Vogel. Geselliges Beisammensein. SCHAWUOTH- FESTGOTTESDIENST Sonntag, 19 Uhr. Unser Chor singt. Seelenfeier. Ansprache Dr. Ballin. Ur.ser neuer Kantor wird in sein Amt eingeführt. CHAFLIN.ABEND am 20. Mai um 21 Uhr. Es spricht Professor Roland und zeigt Chaplin-Filme. DIE USA UND WIR am 27. Mai um 21 Uhr in deutscher Sprache. Vortrag von Dr. Ballin mit Lichtbildern. Vorführung von neuen Filmen aus der Weltausstellung. KINOABEND DER JUGEND am 30. Mai im Heim. IM JUNI haben wir Konzerte, bunte Abende, gesprochenes Theater, Vorträge etc. Der Monat Juni wird ebenso reichhaltig wie der Mai. Wir werden in diesem Jahre, wie man bereits sieht, besonderen Wert' auf ein gutes Kulturprogramm legen. Die Einheitskampagne teilt mit: HEUTE MEHR DENN JE: SOLIDARITAEAT MIT ISRAEL Die bisherigen Ergebnisse der Aktion 1964 des Keren Hajessod beweisen, dass die deutschsprechenden Juden auf die in unserem Lande entfesselte antisemitische Propaganda zu antworten wissen: durch kompromisslose Soldiratiät mit dem jüdischen Staat! Unsere Antwort: das Ergebnis der ersten 3 Wochen der Aktion 1964 weist eine Stengerung von fast 60 Prozent gegenüber demselben Zeitraum im Vorjahre auf! Gebt mit Herz und... Verstand! ACHTUNG! ARBEITEN SIE MIT! Das zentraleuropäische Coomité des Keren Hajessod (Einheitskampagne) wendet sich an alle seine Freunde mit der dringenden Aufforderung, uns sofort eine Liste derer zu übermitteln, die nach ihrer Ansicht bisher nicht zur Kampagne bei. steuern. Jeder Jude muss in diesem Jahre Beisteuerer zur Einheitskampagne sein! Senden Sie Ihre Liste an Campaña Unida, Comité Centroeuropeo, Sarmiento 2376, III. 1 falls nicht durchsetzen. Nach , mehrfachen Bea-»»:tungen, die schliesslich im Zusammenlegen Und riesenhaften | Kürzungen zu „Die Trojaner“ wurden, tauchte sie — i und taucht sie - dam und wann sporadisch auf, um nach respektvoller Exhurr.ie- 1 rung wieder ins Grab iv sinken. Sie bedarf eines gro-; ssen technischen Apparats. Die für dieses Fehlcxperi. ment erheblichen Kosten hätten auf dankbarerem Gebiet | vorteilhafter verwe tot werden können. | Wer freilich Régine Crespin in ihren in jeder Be-ue. , hung aussergewöhnlichen Interpretationen der „Casan- ( dra“ und „Dido“ — zwei dem i Register nach auseinander! liegende Partien — hören wollte, ist voll auf seine; Rechnung gekommen. Frau Crespin, der wir schon so manchen grossen Kunstge. nuss zu verdanken haben, hatte ein bejubeltes come back und sang beide Rollen mit strahlendemü sich mühei los bis zum Ende behaupteo- I dem Organ. Dass sich der Te.; nor Guy Chauvet (Aeneas) i auf gleicher Höhe neben Df j do behaupten konnte, spricht; sehr für ihn. Noemi Souza .__ war eine gute Anna, und SCHAWU0T — BIKURIM — KEREN KAJEMETH gend als Narbal. Die zahl.eichen anderen Mitwirkencien fügten sich ausreichend itr Ensemble ein. Stelle liegen Bet Hanoar und , BAMI (je 8:2), gefolgt von Bet Israel (7:3) und Tel Aviv (6:4). Erfreulicherweise nimmt das Interesse an diesen Spie- : len der jüdischen Jugend ständig zu und jeden Sonntag finden sich zahlreiche Zuschauer auf den Sportplät. : zen ein, um „ihre Mannschaft“ anzufeuern. Aber die LIFA braucht noch viele „Socios Protectores“, um ihr Ziel eines „eigenen jüdischen Sportplatzes“ zu erreichen, darum richtet sie einen erneuten Aufruf an Alle, ein Carnet bei den Obleuten abzunehmen, um so ein gutes Werk zu unterstützen. ’ Infolge des Schawuot.Fe-! stes fallen die Spiele am Sonntag, den 17. ds. Mts. aus. K£ft£n iCfty£:m£T „LES TROYENS“ IM COLON In mancher Hinsicht rear Hector Berlioz der geistige Vorfahre von Franz Liszt, Richard Wagner, Hans Pfitzner und Richard Stiauss. Seine revolutionären Taten auf dem Gebiet der Instrumentation, seine wegweisende Harmonie haben ihren Niederschlag bis in unsere Tage gefunden. Seltsamerweise hat sich der geniale Sehöpfei einer „Symphonie Fantastique“ und eines grandiosen „Requiem“ auf der Bühne nur schwer durchsetzen könne;.. „Benevenuto Cellini“ und „Béatrice et Bénédict" kennt man nur noch vom Hörensagen. Seine beiden anderen Opern „Der Fall von Tro io,“ und „Die Trojaner in Carthago“ konnten sich eben- < Xl ö yj « COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 48-3695, 48-5683 TSR A*. V ,* Aw AMENABAR 2972 — Capital L.I.F.A.-Meisterschaft Ergebnisse der 5. Rim de: Division A Bet Ama, Lands — Bar Kojba 3:1 D. Wolffsohn — NCI 7:2 SIJA — Hakoaj 2:1 Division B Bet Hanoar — Adama 5:0 Bet Israel — Bet El 3:0 CASA — Tel Aviv 2:1 Aciba — Lamrot Hakol 3:0 BAMI — NCI, V. Ball. 2:1 (Kadetten): NCI — Bet Israel 2:1 In Division A hat Macabi (8:0 Punkt) einen Vorsprung von 2 Punkten vor SIJA und Bet Am (Lands) (je 6:2), während in Division B die Mannschaft von CASA ebenfalls noch ungeschlagen ist (10:0 Punkte); an zweiter Auf Pessach, den Beginn der Gerstenernte, gekennzeichnet durch die Darbringung des Omer vom 2. Festabend an, folgt fünfzig Tage danach Schawuot, symbolisiert durch die „Bikurim“, die Darbringung der Erstlinge von der Weizenernte, und so ist dieses Fest von Hause aus eigentlich dasjenige der Feldfrüchte, des täglichen Brotes. Doch die Deuter der Bibel belehren uns darüber, dass dieser 6. Ssiwan, der 50. Tag nach Pessach, der Tag der göttlichen Sinaioffenbarung gewesen ist, den die Thora selbst verschweigt, um statt dessen den naturverbundenen Charakter des Tages hervorzuheben, seine Bebedeutung für die Landwirtschaft. Doch die Zeit, „da uns die Lehre geworden“, musste die Weisen des Tal. mud umso mehr beschäftigen, je weniger das jüdische Volk ein solches von Bauern war. Je mehr im Lande Israel Handel und Gewerbe blühten, desto weniger konnte das Fest der Weizenernte Eindruck machen. Einst wallfahrten unsere Väter am Schawuotfeste nach Jeruschalajim und zum Tempelberge. Unter Flötenspiel brachten sie das Erstlingsopfer dar und iiberliessen sich dann der Freude, dem Genuss irdischer Dinge. Im heutigen Israel erneuert sich die alte Fröhlichkeit des Erntefestes, indem man einen neu. 1 en Charakterzug hinzufügt: i Die schönsten Landesproduki te werden zur Schau gestellt.; und die Jugend vor allem i schmückt die Räumlichkei.! ten mit Blumen und frii schem Grün, verbringt den Tag der Freude mit Gesang und Tanz, mit theatralischen Nachgestaltungen der bibli. scheu Schrift Ruth, die wir am Feste lesen sollen, und welches in die Pracht der wogenden Felder und die bezau, fcernde Schönheit des Frühsommers von Israel hineinführt. Der Keren Kajemeth Lejisrael, der Jüdische National, i fonds, der seit mehr als sechs! Jahrzehnten der Entwicklung unseres Landes dient und heute noch oder, besser gesagt, wiederum eine sehr gro- 25jaehriges Jubilaeum Mexico-City. — Der 25. Jahreetag der Gründung des ■ Jüdischen Zentralcomités j von Mexiko wurde mit einer! sportlichen ~ Veranstaltung gefeiert. Das Comité erhielt zahlreiche Glückwünsche zu diesem Festtag. (ITA) sse Rolle innerhalb des nationalen Aufbauwerkes spielt, ruft abermals am Schawuot feste zu einem „Opfer“ auf in Anlehnung an die Darbringung der Erstlinge, der „Bikurim“, in biblischer Zeit. Das Buch Ruth, diese liebli che Idylle mit dem Hintergrund der Saatfelder und der blühenden Gärten, spiegelt die Landschaft von Erez Jis. rael in ihrem schönsten Gewände wieder. Die Bäume, zu Millionen bereits vom KKL gepflanzt, verleihen dem Gesamtbild einen neuen unendlichen Reiz. Auch die jiidi. sehe Jugend von Argentinien wird sich in wunderbarer Solidarität mit der israelischen Jugend am kommenden Feste der Erstlinge“ an jener grossen Aktion beteiligen, die dem Aufbau des Landes neue Mittel zuführen und ein Ausdruck gemeinsamen Denkens und gemeinsamen jüdischen Empfindens sein wird. Aus unserer Arbeit Das Ehepaar Bcrnardo und Ruth Holländer, geb. Teger, spendete anlässlich der Bar mizwah ihres Sohnes David Jorge $ 4.000.— für die Eintragung im „Sefer Barmizwah“. Befremdend gleichgültig war die Choreographie von Serge Lifar, und der Regisseur Lou Bruder liess man 1 che Chance ungenutzt, Bewegung in die szenische Sta- ■ tik zu bringen; Kostüme von Nina Riechetoff gut, ihre; Bühnenbilder durchschnitt- | lieh. Der „Rausreisser“. wie schon so oft, war Tullio Bo- | nis glanzvoll singender Chor Das Colön.Orchester gab Och,; meistens mit Erfolg Mühe! dem Stab des ausgezeichns- ' ten Dirigenten Georges Se-; bastian zu folgen, der nach; 33jähriger Pause wieder an i diesem Pult stand und sich als feinfühliger, umsichtiger i und dynamischer Orchester - leiter erwies. | Es gab Höflichkeitsapplaus und, nach dem Orchesterin. , terludio „königliche Jagd und Gewitter“ demonst'ati- ■ ven Beifall für Sebastian. , HONIG MIT CAVIAR GULDA EINMAL ANDERS „Geschmacklos“ wie der gleichzeitige Genuss dieser Delikatesse ist die Programmation von Couperin und Solche Beanstandung ästhetischer Natur ist aber auch die einzige, die man dem Meisterpianisten zum Vorwurf machen kann. Denn Friedrich Gulda bot schlechthin vollendete Versionen der „sechs Stücke“ von Fiai.cois Couperin (Fanfarre, Les Ombres Errantes, Les Moissonneuis, Le Rcssignol En Amcur, L'Espineuse, Passacaille) und von vier Teilen ans der reizvollen, jenem französischen Klassiker gewidmeten und in seinen Expressionen aufs Pentagramm geworfenen Suite ,,Le Tombeau De Couperin“ von Maurice Ravel. Gulda bewies aufs Neue seine universelle Beherrschung völlig unter, schiedlicher Epochen. Im zweiten Teil der Spielfolge kam das völlig von „fans“ ausgekaufte Hau: nun restlos auf seine Rechnung. Es war natürlich eine ungeheure Sensation, die Blitzmetamorpkose des österreichischen Künstlers vom Flügel zum Jazzkomponisten und zu seinem eigenen Interpreten auf der Klaviatur zu erlej *en. Ganz offensichtlich! sucht Gulda, der seinem ei- ' genen Jazz auf Schallplatten schon seit Jahren den Weg gesucht und geebnet hat, weiter und wieder neue Wege; '■ seine vierteilige „Suite 1962“ ist rhythmisch genauso ori. ginell wie „the air from other planets“, „the opener“, „lullaby“ und „waltz“, von denen die beiden letzten als sehr eindrucksvoll zu werten sind. ( Gulda dirigierte vom Flügel aus seine beiden aus Philadelphia stammenden farbi. : gen, hiermit in Buenos Aires debütierenden Mitarbeiter Albert Heath (Schlagzeug) und Jimmy Rowser (Kontra- | biss); das Trio demonstrierte eindringlich und unglaub- ' lieh rhythmische Effekte und j brachte sich das vom her. ' kömmlichen Konzertpubli- | kum erheblich unterscheidende Auditorium zu orkanarti- , gen, oft in die Darbietungen! hineinklatschende Applaus, kundgebungen die sich noch nach mehreren Zugaben und auch, nachdem der Vorhang längst zusammengeschlagen war, fortsetzten; eine aus Massenpsychose geborene Raserei. Curt B. M. Weissstein Vorträge für Nichtjuden i Das Zentrale Jüdische , Vortragiscomite des Board I of Deputies gab ,m Jahre 672 Vorlesungen vor niehtj jüdischen Erwachsenen und ' Jugendgruppen. Solidarität mit Israel EINHEITSKAMPAGNE 1964 für EINWANDERUNG und EINORDNUNG Gebt mit Herz und... Verstand! COMITE CENTROEUROPEO DE LA CAMPANA UNIDA (KEREN HAJESSOD) Sarmiento 2376, 3er. p. — T. E. 47-3820